[Gastrezension] Pretty Little Liars (Staffel 4)

Titel: Pretty Little Liars (Staffel 4) (engl.: „Pretty Little Liars (Season 4)“)
Idee: Marlene King (Serie) / Sara Shepard (Bücher)
Genre: Mystery / Drama / Romanverfilmung
Musik: Michael Suby
Dauer: 24 Folgen à ca. 42 Minuten
Erscheinungsjahr: USA: 2013/2014 / Deutschland: 2013/2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Als Reaktion auf das geheimnisvolle Hüttenfeuer in der dritten Staffel finden Aria, Emily, Hanna und Spencer einen überraschenden neuen Verbündeten, der ihnen hilft, die Ereignisse jener Nacht aufzuklären und Red Coat zu demaskieren. Doch als in Rosewood eine weitere Leiche auftaucht, werden die Girls in neue Mordfallermittlungen gezogen, in deren Verlauf nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Freunde und Familien in Verdacht geraten. ‚A‘ lauert weiterhin im Hintergrund, und weil Alison spürt, dass sie näher dran ist als je zuvor, werden die Lügnerinnen bei ihrer Detektivarbeit immer dreister – aber auch die Geschichten, die sie erzählen, um ihre Geheimnisse zu verbergen! Erleben wir also mit ihnen zusammen die schockierenden neuen Wendungen und verheerenden Lügen in allen 24 schrecklich spannenden Episoden der vierten Staffel von Pretty Little Liars nach der Bestseller-Buchreihe von Sara Shepard.“ (Rückentext der DVD)

Ich konnte ja nicht abwarten. Direkt nachdem ich das finale der dritten Staffel gesehen hatte, legte ich die erste DVD der vierten Staffel in den Player. Wozu soll ich Cliffhanger aussitzen, wenn ich sie direkt auflösen kann?
Um es vorwegzunehmen: Staffel 4 ist für mich bisher deutlich die schwächste. Ich habe dieses Mal sogar an manchen Tagen nur eine Folge geguckt oder auch mal keine. Das war bei den letzten drei Staffeln undenkbar.

Detective Wilden wird ermordet aufgefunden und die Polizei in Rosewood versucht nun, den Mörder ausfindig zu machen. Dabei scheuen sie wieder nicht, unkonventionelle Ermittlungstaktiken anzuwenden. Natürlich geraten schnell die vier Mädchen in Verdacht, denn so oft, wie sie in den letzten Jahren mit Wilden aneinandergeraten sind, müssen sie doch mehr als ein Motiv haben.
Zusätzlich ziehen sich die Kreise um Roter Mantel immer näher. Der Verdacht, wer sich dahinter verbergen könnte, wird immer konkreter.

Ernsthafterweise hat mich der ganze Wilden-Mordfall wahnsinnig kalt gelassen. Er war eine schreckliche, nervige Figur und ich war froh, als er tot war. Dass sich vor allem die erste Hälfte dieser Staffel nun so sehr darum dreht, machte es sehr zäh. Da wurde plötzlich eine Person zum Mittelpunkt der Serie gemacht, die besser einfach in der Versenkung verschwunden wäre.
Durch mein fehlendes Interesse, sank auch meine Spannung fast in den Keller.
Doch wie schon in Staffel 3 gab es mit der Halloween-Folge einen Bruch. Hatte mir die aus der vorherigen Season schon gut gefallen, setzt diese noch einen drauf. Ich war wahnsinnig begeistert von ihr. So sehr, dass ich unbedingt das Serien-Spin-Off „Ravenswood“ sehen würde, das direkt an diese Folge anschließt. Doch noch habe ich nicht gefunden, wo ich das auf legalem Wege tun könnte.
Anschließend wandelte sich die ganze Staffel. Es wurde wieder deutlich spannender und drehte sich auch wieder um bedeutendere Fragen.
Für manches bekam man Antworten, doch die eröffneten nicht selten neue Fragen.

Dieses Mal gab es ein paar mehr Motto-Folgen, was nicht nur sehr gut passte, sondern auch Spaß machte. Die Erzählweise mit den Rückblenden gefiel mir schon immer gut, nun kam aber mehr Abwechslung hinein.

In jeder Staffel entwickelten sich die Figuren weiter und auch dieses Mal war das so.
Nicht jede Entwicklung gefiel mir – klar. Manche enttäuschten mich sogar sehr. Das lag aber nicht am schlechten Schauspiel oder unlogischen Änderungen. Ich war schlicht und ergreifend von den Figuren an sich enttäuscht. Und das ist doch wirklich gut, wenn man so mitfühlt.
Das konnte ich dieses Mal tatsächlich wieder mehr – vorrangig natürlich in der zweiten Staffelhälfte. Einige Male war ich bewegt oder bekam Gänsehaut. Leider nicht mehr so sehr, wie in der ersten Staffel.

Die Authentizität ist gleichbleibend zur dritten Staffel. Die Figuren leiden zum Glück immer noch deutlich länger als in der ersten oder zweiten Staffel, was ein Pluspunkt für mich ist.

Musikalisch blieb man erst einmal auf der Entwicklung der vorherigen Staffel, was gut und passend war. Es muss sich ja nicht in jeder Staffel etwas in diesem Bereich tun.

Wieder ist man mit 24 Episoden und damit 1012 Minuten dabei. Grundsätzlich finde ich das immer noch toll. Für die Geschichte von Staffel 4 war es aber doch zu lang.

Meine Meinung:
Ich hatte in Staffel 3 schon ein kleines Problem mit der ersten Staffelhälfte, hier war es noch extremer. Eine Freundin von mir hängt seit Monaten genau an dieser Stelle fest und ist gedanklich schon ausgestiegen. Ich kann sie ein wenig verstehen.
Auch wenn die zweite Hälfte von der Spannung und Geschichte her deutlich anzieht, gibt es nur wenig neue Erkenntnisse. Vor allem eine große Überraschung dieser Staffel scheint in den Rätseln zu sehr aufgebauscht, wenn man sich das Ergebnis ansieht.
Insgesamt scheint die ganze vierte Staffel ein wenig auf der Stelle zu treten. Sie brachte zwar logische Entwicklungen, scheint aber eher nur die Grundlage für Staffel 5 geschaffen zu haben. Zum Glück liegt diese schon wieder neben dem Player. Auf die bin ich nun nämlich wirklich gespannt.

Meine Wertung:
Story 4,5 von 10
Spannung: 5,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Emotionen: 8,0 von 10
Schnitt: 9,0 von 10
Musik: 8,5 von 10
GESAMT: 7,1

Reihenfolge:
1. Pretty Little Liars (Staffel 1)
2. Pretty Little Liars (Staffel 2)
3. Pretty Little Liars (Staffel 3)
4. Pretty Little Liars (Staffel 4)
5. Pretty Little Liars (Staffel 5)
6. Pretty Little Liars (Staffel 6)
7. Pretty Little Liars (Staffel 7)

Autor: buecherherz

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3 Gedanken zu „[Gastrezension] Pretty Little Liars (Staffel 4)

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