Amelie rennt

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Titel: Amelie rennt
Genre: Jugendfilm
Regie: Tobias Wiemann
Musik: Tobias Kuhn / Markus Perner
Produzenten: Tom Blieninger / Philipp Budweg / Martin Rattini
Dauer: ca. 92 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Altersfreigabe: FSK 6

„Amelie ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern, die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Genau das, was Amelie nicht will. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: Bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf einen geheimnisvollen 15-Jährigen mit dem sonderbaren Namen Bart. Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es um hoffnungsvolle Wunder und echte Freundschaft geht.“
(Kurzinhalt laut Presseheft)

Zum Heimkinostart von „Amelie rennt“ am 20.04.2018 hatte ich die Möglichkeit, mir den Film anzuschauen.

Die Geschichte dreht sich um die sture und asthmakranke Amelie, die nach einem schweren Anfall von ihren Eltern nach Südtirol geschickt wird, um dort an einer Therapie teilzunehmen, die ihr dabei helfen soll, sich mit ihrer Krankheit besser zurecht zu finden. In den Bergen lernt sie Bart kennen und wird mit ihm ein ganz besonderes Abenteuer erleben.

Die Handlung ist chronologisch und sehr einfach erzählt. Die Motive und Handlungsstränge sind bereits sehr früh zu erahnen, aber dennoch hat „Amelie rennt“ etwas Besonderes an sich, das beim Zuschauer so etwas wie Spaß hervorrufen kann.
Die Charakterzeichnung und die Intensität des Gespielten sind bei weitem nicht das, was man von populäreren Produktionen kennt. „Amelie rennt“ fährt mit angezogener Handbremse, ohne nennenswerte Gefühlsausbrüche oder besonderes Hervorheben der Figuren.
Auch die Originalität der Figuren ist fragwürdig, da sich die meisten, insbesondere Amelie, einen stereotypischen Charakter attestieren lassen können.

Unstrittig ist, dass „Amelie rennt“ eine wichtige Thematik aufgreift und, zumindest in Teilen, das Seelenleben eines Kindes zeigt, das unter einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet. Dem stehen die offensichtlichen Verfehlungen gegenüber. Das fängt mit den Charakterzeichnungen an und hört mit der mangelhaften Qualität der Dialoge auf. Teilweise versteht man sie nämlich nicht, selbst wenn man sich eine besagte Szene drei, vier oder fünfmal hintereinander anschaut und auf jedes einzelne Wort achtet.

„Amelie rennt“ punktet mit einem sehr schönen Szenenbild, mit Panorama-Aufnahmen aus den Alpen und auch mit detailverliebten Innenaufnahmen. Das Setting insgesamt ist stimmig und trägt maßgeblich dazu bei, dass ich diesen Streifen in Teilen als etwas Besonderes empfinde.

Musikalisch kam, meines Erachtens, fast schon zu wenig rüber. Die verwendeten Stücke waren allerdings allesamt unterstützende Klänge und haben „Amelie rennt“, so gut es eben möglich war, untermalt.

Meine Meinung:
„Amelie rennt“ ist ein Jugendfilm, der auch für genau diese Zielgruppe gemacht ist, daher empfinde ich einige Szenen als vorhersehbar oder die Charaktere als zu unscheinbar. Das deutlich jüngere Publikum wird aber hoffentlich die Vorzüge dieses Streifens erkennen und sich daran erfreuen.

Für mich war „Amelie rennt“ eine willkommene Abwechslung, durch die Thematik des Krankseins und den gleichzeitig sturen Charakter fiel es mir nicht leicht, empathisch zu sein. Viel mehr stieß mich Amelie eher ab und ich suchte Gemeinsamkeiten und Sympathien bei anderen Figuren und fand sie schließlich auch dort nicht.
Daher ergibt sich für mich, für diesen sehr einfachen Jugendfilm, eine klare Benotung.

Meine Wertung:
Spannung: 5,5 von 10
Story: 6,5 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,0 von 10
Authentizität: 4,0 von 10
Musik: 4,0 von 10
Setting: 8,0 von 10
GESAMT: 5,7

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Es läuft gerade die Serie… „Sword Art Online“ (Staffel 1/Box 2)

Die erste Box der ersten Staffel ist beendet und nun kann es direkt weitergehen. Ich bin gespannt, was unser Held Kirito erleben wird. Ich hoffe darauf, dass wir mehr von dem Spiel erleben dürfen. Vor allem aber will ich wissen, wie es weitergeht und ob mich die zweite Box ebenso gut unterhalten kann, wie es Box 1 noch getan hat.

„Zusammen mit den verbleibenden anderen Spielern ist Einzelkämpfer Kirito bereits seit zwei Jahren im Online-Rollenspiel Sword Art Online gefangen. Solange nicht alle 100 Ebenen bewältigt wurden, kann niemand in die Realität zurück. Obwohl viele ihr Leben für dieses Ziel lassen mussten, ist mittlerweile so etwas wie Alltag in Aincrad eingekehrt. Die Spieler haben sich in der virtuellen Welt eingerichtet, in Gilden zusammengeschlossen und Häuser gekauft. Kiritos Freundin Asuna hat sogar ihr Koch-Skill perfektioniert. Ist es möglich, dass SAO-Entwickler Akihiko Kayaba von Anfang an die Absicht hatte, solch eine ‚normale’ Welt zu erschaffen? Die vermeintliche Harmonie wird jedoch schon bald wieder von erbitterten Kämpfen gestört – um die Ebenen, um Asuna und um Kiritos Leben…“
(Rückentext der DVD)

Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2

Titel: Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 (engl. „Pirates of the Caribbean: Dead Man´s Chest“)
Genre: Abenteuer / Fantasy
Regie: Gore Verbinski
Musik: Hans Zimmer
Produzenten: Jerry Bruckheimer
Dauer: ca. 145 Minuten
Erscheinungsjahr: 2006
Altersfreigabe: FSK 12

„Davy Jones, der mysteriöse Captain des ‚Flying Dutchman’ hat noch eine Rechnung mit Jack Sparrow offen – doch der hat zunächst ganz andere Probleme: Ein Kannibalenstamm möchte ihn am liebsten auffressen! Auch Will Turner und seine stürmische Verlobte Elizabeth sind hinter Jack her – und alle machen sich auf die abenteuerliche Suche nach der geheimnisumwitterten ‚Truhe des Todes’. Die wilde Jagd führt sie kreuz und quer durch die Karibik – furiose Säbelgefechte und Voodoozauber inbegriffen!“
(Rückentext der DVD)

Ich habe mir vor ganz langer Zeit von meinem Schwager die „Fluch der Karibik“-Reihe ausgeliehen. Vor circa einem Jahr habe ich mir den ersten Teil angeschaut, nun kam Teil 2 dran. Ich bin dann also hoffentlich in drei Jahren fertig. Die ersten drei Filme habe ich bereits alle schon einmal gesehen und wollte sie nun noch einmal schauen.

Die Handlung ist chronologisch und ohne großartige Kniffe erzählt. Wie auch im ersten Teil dreht sich alles um Captain Jack Sparrow, Will Turner und Elizabeth, die wieder in irgendeiner Form ein Abenteuer erleben. Ich muss vorwegnehmen, dass dieser Film bei weitem nicht so viel richtig macht wie sein Vorgänger.
Die ersten 40-50 Minuten sind verzichtbar. Das liegt aber auch daran, dass die Handlung in dieser Zeit einfach nichtssagend ist. Man kann sehr gut irgendetwas Nützliches im Haushalt erledigen, ohne dass man Angst haben muss, etwas zu verpassen.
Um es auf den Punkt zu bringen: 90 statt 145 Minuten Laufzeit wären auch absolut ausreichend gewesen.
Die Story handelt im Wesentlichen davon, dass Jack Sparrow die „Truhe des Todes“ sucht und zwischenzeitlich bei einem karibischen Kannibalenstamm auf dem Thron landet. Wie er dahin gekommen ist und warum ausgerechnet dieser Stamm ihn so anhimmelt, bleibt im Grund offen und wird nicht geklärt. Auch Will Turner und Elizabeth werden in die Handlung eingeflochten, sodass Jack und die anderen zwei aus den unterschiedlichsten Motiven gemeinsame Sache machen können.

Die Figuren sind im Vergleich zum Vorgänger auch weniger facettenreich, weniger flexibel in der Spielweise und daher auch bei weitem nicht so glaubwürdig. Das ärgert mich wirklich sehr, vor allem hatte ich den Streifen besser in Erinnerung.

Spannungstechnisch verhält es sich ähnlich, wie mit der Handlung. In der ersten Stunde kommt nicht so richtig etwas zusammen und ab dann wird man auch nicht so richtig überzeugt. Zu wenig wird dafür getan, dass sich der Streifen entfalten kann. Der Zuschauer wird nicht so gut abgeholte, wie es noch im Vorgänger der Fall gewesen ist. Zumindest reichen gute Effekte und choreografierte Abenteuerszenen nicht aus.
Auch sonst geht von der Handlung oder der Erzählweise keine Spannung aus.

Die Figuren sind, wie bereits erwähnt, viel zu statisch, als dass sie irgendetwas Positives beitragen könnten. Sie sind auch nicht glaubwürdig. Am Beispiel von Johnny Depp lässt sich sagen, dass seine „typische“ Jack-Sparrow-Art hier erstmalig anfängt zu nerven. Eine Mischung aus Overacting und Parodie auf einen Piraten. Auch die anderen Charaktere machen im Wesentlichen nichts besser und der Einzige, der überzeugt, ist weitestgehend computeranimiert.

Musik und Setting sind die einzigen beiden Kategorien, in denen dieser Film überzeugen konnte. Die Musik ist von Hans Zimmer wunderbar komponiert und arrangiert. Ein Negativpunkt gibt es allerdings: Sie will, unberechtigterweise, in den Vordergrund und gefühlt immer mehr beweisen, als sie tatsächlich geben kann. Das Setting und die Kulissen sind einfach überzeugend. Das Design der Piratenschiffe, Kostüme und Kamerafahrten haben einfach super gepasst und fangen das Thema perfekt ein. Das Abenteuerfeeling, das ich noch im ersten Teil hatte und bewunderte, fehlte mir aber fast gänzlich. Der Film glich einem Actionspektakel, das mit tollen Kampfszenen daherkam, aber für mich nicht einmal ansatzweise mit dem ersten Teil zu vergleichbar ist. „Priates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ hat daher einen faden Beigeschmack und schafft es nicht zu überzeugen.

Meine Meinung:
So traurig und hart es klingt, aber „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ war reinste Zeitverschwendung. Mich haben die Figuren nicht überzeugt, die Handlung nicht abgeholt und es wurde auch keine Spannung aufgebaut. Technisch war er nett anzusehen und auch die Effekte haben Spaß gebracht, aber selbst das schlechteste Popcorn-Kino kann mich mehr und besser unterhalten als dieser Streifen.

Es gibt also gehörigen Punktabzug. Da kann man nur hoffen, dass der dritte Teil besser wird. Zumindest habe ich ihn aufregend in Erinnerung. Hoffentlich täusche ich mich da nicht.

Meine Wertung:
Abenteuer: 5,0 von 10
Spannung: 3,0 von 10
Länge: 3,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 4,0 von 10
Musik: 9,0 von 10
Setting: 9,0 von 10
GESAMT: 5,3

Reihenfolge:
1. Fluch der Karibik
2. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2

Sword Art Online (Staffel 1/Box 1)

Titel: Sword Art Online (jap.: „Sōdo Āto Onrain“)
Idee: Reki Kawahara
Genre: Anime
Titellied: LiSA – Crossing Field
Dauer: 7 Folgen à ca. 23 Minuten
Erscheinungsjahr: Japan: 2012 / Deutschland: 2013
Altersfreigabe: FSK 12

„Schüler Kirito durfte bereits die Beta-Version des Rollenspiels Sword Art Online testen. Wie viele andere kann er es kaum erwarten, dass das Spiel nun endlich online geht. Das Besondere daran: Dank eines sogenannten NerveGears kann man vollständig in die mittelalterliche virtuelle Welt namens Aincrad eintauchen. Als einer von 10.000 Spielern streift Kirito kur nach dem Start begeistert durch die Welt von Sword Art Online – bis er feststellt, dass er sich nicht mehr ausloggen kann. Was zunächst aussieht wie ein Bug, entpuppt sich als pure Absicht: Der Entwickler des Spiels verkündet, dass keiner diese virtuelle Welt verlassen kann, bevor nicht die Endgegner aller 100 Ebenen besiegt sind. Und: Wer im Spiel stirbt, verliert auch in der Realität sein Leben!“
(Rückentext der DVD)

Es war keine Empfehlung, sondern eine Werbung im öffentlichen TV, die mich auf diese Serie aufmerksam gemacht hat. Schnell habe ich mir durchgelesen, um was es genau geht, um zu wissen, ob sie mir gefallen könnte oder nicht. In diesem Fall hat es sehr gut hingehauen, denn „Sword Art Online“ ist nun in meinem Fokus und die erste Box habe ich mir auch schon auf DVD gekauft.

Die Handlung dreht sich um Kirito, der wie viele andere auch, in einem Rollenspiel eingesperrt ist. Stirbt er im Spiel, stirbt auch sein realer Körper. Ebenso stirbt sein realer Körper, wenn jemand von außen ihm das NerveGear abnimmt, denn dann wird sein Gehirn mithilfe von Mikrowellen zerstört.
Da das Publikum nichts aus der realen Welt erfährt, sind wir mit unserer Hauptfigur in diesem Spiel eingesperrt. Wir erleben Kirito auf seinen Weg als Einzelkämpfer mit sehr wenigen Freunden. Man sollte sich dennoch von dem Gedanken befreien, dass wir die Figuren in stetigen Bosskämpfen oder kniffligen Quests sehen. Zwar befinden sich die Figuren in einem Rollenspiel, aber dennoch leben und agieren sie in einem gesellschaftlichen Gefüge mit vielen sozialen und moralischen Vorstellungen.
Erzählerisch sucht die Serie die Flucht nach vorne. Ganze Teile werden einfach übersprungen. Von Episode zu Episode werden meistens mehrere Monate weggelassen, sodass wir uns am Ende von Box 1 auch schon fast zwei Jahre in dem Spiel befinden.

Spannungstechnisch fährt „Sword Art Online“ noch mit angezogener Handbremse. Es wird sich verhältnismäßig viel Zeit damit gelassen, unsere Hauptfigur einzuführen und vorzustellen. Der Zuschauer wird auch mit der Spielmechanik vertraut gemacht. Immer wieder kommt es dabei zu Situationen, die besonders interessant sind und auf einen Showdown hinauslaufen. In den sieben Episoden der ersten Box kommt es gefühlt zu drei Zuspitzungen. Steigerungspotential ist also für die zweite Box auf jeden Fall vorhanden.

Der Zeichenstil ist eher realistisch mit vielen fantasievollen Elementen. Er überzeugt auf ganzer Linie. Ich habe manchmal vergessen, dass ich einen Anime anschaue, weil es Kamerafahrten und Aufnahmen gab, die auch aus einem Naturpanorama stammen könnten. Immer jedoch, wenn diese typischen Videospielelemente auftauchen, wie zum Beispiel beim Anpassen der Ausrüstung oder wenn Dinge zerstört werden, erkennt man, wie hochwertig diese Serie produziert wurde und wie viel Wert man auf das Design und die Machart der Zeichnungen gelegt hat. Für spielende Anime-Gucker könnte „Sword Art Online“ also ein Fest sein.

Mit einer Länge von ca. 23 Minuten pro Episode ist diese erste Box der ersten Staffel von „Sword Art Online“ mit seinen sieben Episoden sehr dünn bepackt. Zwar bekommt man als DVD- und BluRay-Käufer noch drei hochwertige Postkarten und drei zehnminütige Zusatzepisoden, aber unterm Strich ist das sehr wenig. Auch im Preisleistungsverhältnis hat es sich für den Zuschauer nicht gelohnt, zumal diese Serie aktuell ja auch im TV läuft.
Auch Sammler oder Liebhaber finden schwer Argumente, die für den Kauf dieser Serie sprechen.

Ich habe auf anderen Blogs in den Kommentaren gelesen, wie viel Intro und Outro einer Anime-Serie zur Stimmung und Atmosphäre beitragen und dass an dieser Stelle oft schon entschieden wird, wie man die eine oder andere Serie empfindet.
Ich möchte diesen Punkt sehr gerne unter „Musik“ mit verarbeiten.
In der Serie gibt es ganz klassisch japanische Klänge, die im Hintergrund so mitschwingen. Das Intro ist auch in der „deutschen Fassung“ das japanische Original bloß mit Untertiteln (und hier gibt es Unterschiede: Mal gibt es die deutsche Übersetzung, mal den japanischen Text in lateinischer Schrift).
Grundsätzlich schafft es das Intro, den Zuschauer zu animieren. Bei mir ruft es eine gewisse Vorfreude hervor.
Durch den musikalischen Abschluss einer Episode schafft es das Outro einen, wenn auch nur gefühlten, Schlusspunkt zu setzen. Das Intro ist aber deutlich stärker, da es mehr Aufregung und Anreize schafft.

Meine Meinung:
Schlussendlich muss ich sagen, dass ich mit dieser Box – obwohl sie unverschämt teuer war und dabei sehr wenig geboten hat – meinen Spaß hatte. Ich erfreute mich an der Handlung, an Kirito und den Menschen, die seinen Weg kurz kreuzten. „Sword Art Online“ ist dabei vermutlich vom Design her die schönste Anime-Serie, die ich bisher gesehen habe. Fantasieelemente waren ganz klar dem Videospiel geschuldet und passten auch sehr gut zum Look der Serie.

Auch die Thematik, in einem Spiel eingesperrt zu sein, gefällt und überzeugt, obwohl man von der Mission, die 100 Ebenen zu schaffen, wenig bis gar nichts mitbekommt. Das liegt allerdings vor allem an der Erzählweise.

Abschließend muss ich sagen, dass die erste Box der ersten Staffel von „Sword Art Online“ mit seinen Möglichkeiten noch weit hinterm Berg bleibt, aber eine deutliche Steigerung zu erkennen ist. Ich bleibe optimistisch und sage voraus, dass die zweite Box besser wird und noch mehr zu überzeugen weiß. Ein paar Punkte muss ich aber dennoch abziehen, aufgrund der Erzählweise, der zurückhaltenden Spannung und der Länge (inkl. Anzahl der Episoden in dieser Box!).

Meine Wertung:
Story: 7,5 von 10
Spannung: 7,0 von 10
Zeichentrick / Zeichenstil: 8,5 von 10
Länge: 5,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 7,2

Es läuft gerade die Serie… „Sword Art Online“ (Staffel 1/Box 1)

Auf meinem Blog gibt es manchmal noch Premieren. An dieser Stelle bekommt ihr eine zu sehen.
Eine Serie namens „Sword Art Online“ hat sich in meinen Fokus geschlichen und ich musste sie einfach haben. Erst kürzlich habe ich sie bei dem DVD-Dealer meines Vertrauens käuflich erworben, steht sie jetzt schon bereit, um geschaut zu werden.
Ich freue mich tatsächlich sehr darüber und bin gespannt, wie mir die erste Box mit den ersten sieben Episoden gefallen wird.

„Schüler Kirito durfte bereits die Beta-Version des Rollenspiels Sword Art Online testen. Wie viele andere kann er es kaum erwarten, dass das Spiel nun endlich online geht. Das Besondere daran: Dank eines sogenannten NerveGears kann man vollständig in die mittelalterliche virtuelle Welt namens Aincrad eintauchen. Als einer von 10.000 Spielern streift Kitaro kurz nach dem Start begeistert durch die Welt von Sword Art Online – bis er feststellt, dass er sich nicht mehr ausloggen kann. Was zunächst aussieht wie ein Bug, entpuppt sich als pure Absicht: Der Entwickler des Spiels verkündet, dass keiner diese virtuelle Welt verlassen kann, bevor nicht die Endgegner aller 100 Ebenen besiegt sind. Und: Wer im Spiel stirbt, verliert auch in der Realität sein Leben!“
(Rückentext der DVD)

Thor – The Dark Kingdom

Titel: Thor – The Dark Kingdom (engl.: „Thor – The Dark World“)
Genre: Comicverfilmung / Action / Science-Fiction
Regie: Alan Taylor
Musik: Brian Tylor
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 108 Minuten
Erscheinungsjahr: 2013
Altersfreigabe: FSK 12

„Ein rachsüchtiger alter Feind droht das gesamte Universum erneut in ewige Finsternis zu versetzen. Konfrontiert mit einem schattenhaften Gegner, dem selbst Odin (Anthony Hopkins) und Asgard kaum Widerstand leisten können, muss Thor (Chris Hemsworth) an seine äußersten Grenzen gehen, um die kosmische Ordnung wiederherzustellen. Wiedervereint mit Jane Foster (Natalie Portman) und gezwungen eine Gemeinschaft mit seinem heimtückischen Bruder Loki (Tom Hiddelston) zu bilden, begibt sich Thor auf eine lebensgefährliche Mission, um Erde und Universum vor dem Untergang zu bewahren.“
(Rückentext der DVD)

Nach langer Zeit habe ich es mal wieder geschafft, einen Film zu schauen, der in das „Marvel Cinematic Universe“ gehört. Mein persönliches Objekt der Begierde war dieses Mal „Thor – The Dark Kingdom“. An erster Stelle ist mir aufgefallen, dass der englische Titel ein anderer ist als der deutsche. Wieso, weshalb, warum? – Ich habe keine Ahnung. Es ist mir wirklich schleierhaft, denn meiner Meinung nach haben sich die Macher bei dem Titelzusatz „The Dark World“ schon irgendetwas gedacht. Ihr habt es also schon mitbekommen, ich stecke voll in Phase 2!

Nachdem unsere titelgebende Figur in seinem ersten Teil „Thor“ bereits eingeführt wurde, erleben wir nun sein zweites Abenteuer. Seine Gegner sind dieses Mal allerdings die Dunkelelfen, die die Konvergenz mit Hilfe des Äthers dafür nutzen wollen, um alle Welten in Dunkelheit zu stürzen.
(Der Äther im MCU ist einer der sechs „Infinity-Steine“ und der einzige, der nicht wirklich ein Stein, sondern eine sich stets veränderbare Flüssigkeit ist.)

Der Zuschauer erlebt die komplette Zeit über eine sehr chronologische Geschichte, die meistens durch den übermäßigen Gebrauch von Actionsequenzen aufzufallen weiß. In der Erzählstruktur von „Thor – The Dark Kingdom“ findet das Publikum kaum bis keine Überraschungen. Alles verläuft genau so, wie der aufmerksame Beobachter bereits nach wenigen Minuten vorhersagen kann. Dass das wirklich schade ist, muss ich fast nicht erwähnen, denn welcher Zuseher lässt sich nicht gerne von der Handlung eines Filmes überraschen?
Was mich persönlich auch stört, ist, dass die Brücke zum ersten Teil oder zu den Avengers fast nicht geschlagen wird. Am Ende von Teil 1 wird die Regenbogenbrücke und der Bifröst zerstört, über die Aufbauarbeiten oder die Zeit zwischen Zerstörung und Wiederherstellung erfährt der Zuschauer so gut wie nichts. In einem halbherzigen Nebensatz wird erwähnt, dass sich Thor nun wieder überall verdient macht, nachdem der Bifröst wieder Instand gesetzt wurde.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger bleibt „Thor – The Dark Kingdom“ hinter seinen Möglichkeiten, weil es eben nicht reicht, eine Story mit Actionelementen aufzubauschen.
Dem Streifen fehlt sehr viel Inhalt und das ist so ziemlich mein größtes Problem. Die Dunkelelfen werden erst als übermächtig dargestellt, um am Ende doch recht einfach besiegt zu werden und das obwohl sie den Äther in ihrem Besitz hatten.

Die Figuren sind fast ohne Ausnahme sehr eindimensional. Es geht emotionstechnisch weder in die Breite, noch in die Tiefe. Auch lassen die Darsteller ein gewisses Facettenreichtum vermissen. Mit der Glaubwürdigkeit oder der Echtheit der Figuren ist es damit auch schon fast gegessen. Sie bedienen ihr Klischee und liefern gerade einmal so viel ab, um da hinzukommen.
Eine kleine Ausnahme gibt es allerdings. Tom Hiddelston schafft es, seine Figur Loki etwas vom stereotypischen Hau-Drauf-Cast, wie Chris Hemsworth, Idris Elba oder Zachery Levi, zu entfernen und bemüht sich um darstellerische Vielfalt. Seine Erwähnung an dieser Stelle ist damit also folgerichtig.

Die Actionsequenzen sehen allesamt gut aus und passen auch zur Handlung, doch nehmen sehr viel Zeit in Anspruch, in der man einfach nur irgendetwas explodieren sieht. Seinen Höhepunkt sollte der Streifen eigentlich auch kurz vor dem Ende haben. Es gab allerdings einiges, was nicht nur besser eingeführt wurde, sondern auch besser ausgesehen hat.
Dennoch, die Qualität der Sequenzen ist höher als noch im ersten Teil. Aber wie so oft, die Hauptarbeit leistet die Kamera, die durch ein unruhiges Bild Aufregung suggeriert.

Spannungstechnisch spielt der Film allerdings in einer sehr viel schlechteren Liga. Da kommt „Thor – The Dark Kingdom“ ganz dem Anspruch nach, einfach nur flach zu unterhalten. Klassisches Popcorn-Kino.

Mit einer Länge von 108 Minuten ist der Streifen dann auch schon mehr als auserzählt. Wenn man sich beeilt hätte, wären auch locker nur 80 bis 90 Minuten drin gewesen. Der Platz, den die Figuren hatten, sich zu entwickeln, wurde fast gar nicht genutzt und deshalb gab es 80 Prozent der Zeit einfach nur Action.

Setting und Musik haben auch soweit gepasst. Was mich immer wieder faszinierte, war Asgard. Eine sehr detailreiche Darstellung einer anderen Welt, die vor allem durch pompöse Gebäude und sehr viel Glanz bestach. Die Kulissen auf der Erde sind London nachempfunden. Man sieht es allerdings sehr deutlich, dass das alles Studioaufnahmen sind.
Musikalisch gibt es ausschließlich unterstützende Stücke, die die Spannung künstlich nach oben treiben sollen. Ein Teilerfolg, weil manche Lieder sehr gut gepasst haben und ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert haben.

Meine Meinung:
„Thor – The Dark Kingdom“ (in meinen Augen ist der deutsche Titel Quatsch!) hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen. Als Lückenfüller zwischen Iron Man 3 und dem zweiten Teil von Captain America (noch so ein Film, bei dem der deutsche Titel nicht unbedingt alles besser macht!) kann man ihn sich anschauen.
Was mich jedoch ärgert: Seinen schwachen Vorgänger hat er noch einmal unterboten!
Einmal anschauen reicht also völlig.

Meine Wertung:
Spannung: 4,5 von 10
Action: 8,0 von 10
Story: 4,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 5,5 von 10
Musik: 7,0 von 10
Setting: 6,5 von 10
GESAMT: 5,7

Reihenfolge:
1. Thor
2. Thor – The Dark Kingdom
3. Thor – Tag der Entscheidung

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom

The Magicians (Staffel 2)

Titel: The Magicians (Season 2)
Idee: Sera Gamble / John McNamara
Genre: Fantasy
Titellied: The Magicians Theme
Dauer: 13 Folgen à ca. 42 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Altersfreigabe: FSK 16

„Quentin Coldwater und seine Freunde gehen auf die Brakebills University, eine geheime Institution für Magie. Während die jungen Studenten lernen, mit ihren übernatürlichen Kräften umzugehen, machen sie eine grauenvolle Entdeckung: Die Fantasiewelt, die sie aus alten Kinderbüchern kennen, existiert wirklich und stellt eine düstere Bedrohung dar! In der zweiten Staffel finden sich die Freunde nach einem schicksalhaften Ereignis auf unbekanntem Territorium wieder, wo sie sich gegen neue Gefahren wehren und die magische Welt vor der Vernichtung retten müssen. Getrieben von Macht, Rache und dem Willen zu überleben wird ihnen eines klar: Wer die betörend schöne Welt Fillory betritt, wird nie wieder derselbe sein…“
(Rückentext der DVD)

Die Prüfungen sind durch und mit der zweiten Staffel von „The Magicians“ kam auch gerade rechtzeitig eine Serie auf DVD, die ich seit einem Jahr endlich weitersehen möchte. Nachdem mir die erste Staffel auch nicht schlecht gefallen hat, war die Vorfreude schon leicht gestiegen und die Sehnsucht nach den Freunden um Quentin und die wundervolle Welt Fillory war schon fast nicht mehr auszuhalten.
Es kann also mit der zweiten Staffel von „The Magicians“ weitergehen.

Die Handlung knüpft direkt an seine Vorgängerstaffel an und damit kommen auch die Gedanken und Gefühle zurück, die ich hatte, als ich die erste Staffel sah. Schon wieder stellte ich mir vor, wie es wohl wäre, wenn ich zaubern könnte. Und schon wieder sah ich mich, in meiner Vorstellung, mit einem Zauberstab in der Hand.

Die Hauptstory der ersten Staffel drehte sich noch primär um Quentin und Julia. Das hat sich in der zweiten Staffel geändert. Inzwischen geht es um die gesamte Gruppe, die sich um Quentin eingefunden hat. Und natürlich steht auch Fillorys Schicksal auf dem Spiel. Durch die gesamte Staffel hinweg erleben wir dabei immer wieder unterschiedliche Interessen und Herangehensweisen.
Obwohl die Erzählweise recht chronologisch ist, habe ich mich immer mal wieder dabei erwischt, wie ich über das eine oder andere Ereignis nachdenken musste. Es geht dabei vor allem darum, zu verstehen, wie es dazu kam. Oft wird zwischen den unterschiedlichen Figuren hin und her gesprungen und dabei ändern sich auch immer wieder Kameraführung, Farbgebung, Filter und Kulissen. Irritationen sind also zum Teil vorprogrammiert. Auch der Aufbau und die Struktur der einzelnen Folgen sind zum Teil sehr unterschiedlich.

Die Kulissen sind besonders vielfältig. Auf der einen Seite haben wir die Universität Brakebills. Hörsäle und Labore kommen denen einer echten Universität sehr nahe. Städtische Außenaufnahmen sind stilecht und realitätsnah. Fillory verblüfft durch sehr viele, unterschiedliche und farbenfrohe Kulissen. Auch die eingesetzten Filter erfüllen ihren Zweck und unterstreichen die atmosphärische Grundstimmung der einzelnen Szenen.

Das Besondere an dieser Serie ist, dass bei jeder Figur eine kontinuierliche Entwicklung stattfindet. Im Verlauf geht es nicht nur um Emotionen und Handlungen, sondern auch um die Motive. Die Entwicklungen sind dabei allesamt glaubwürdig und originell.
Die Figuren sind glaubwürdig und authentisch. Sie überzeugen durch ein hohes Maß an Facettenreichtum. Insgesamt gibt es an der darstellerischen Leistung nichts auszusetzen.
Das Schauspiel jedes Einzelnen überzeugt mit zunehmender Breite und Tiefe.

Obwohl es bei der Serie um Zauberer bzw. Hexen und den Einsatz von Magie geht, wirkt sie mit all ihren fantasievollen Elementen nicht lächerlich oder unglaubwürdig. Als Zuschauer bringt es Spaß, sich in diese spannende und sehr atmosphärische Serie fallen zu lassen und dem Abenteuer von Quentin und der Welt Fillory hinzugeben.

Die musikalische Untermalung ist zu jedem Zeitpunkt passend. Vorwiegend werden instrumentale Stücke verwendet, die hin und wieder durch gesungene Songs ergänzt werden. Ein besonderes Element an dieser Stelle ist, dass einige Lieder von den Darstellern selbst gesungen werden.

Wie bereits die erste Staffel basiert die zweite ebenfalls auf der gleichnamigen Romanreihe von Lev Grossman. In 13 Folgen à 42 Minuten wird die komplette Staffel erzählt. Die Handlung ist dabei die komplette Zeit spannend und abwechslungsreich. Die zweite Staffel von „The Magicians“ ist absolut empfehlenswert. Ich freue mich bereits jetzt auf die dritte Staffel, auch wenn es darauf hinauslaufen wird, dass ich wieder ein Jahr warten muss.

Meine Meinung:
Auch dieses Mal wurde die komplette Staffel innerhalb von nur wenigen Tagen durchgeschaut. „The Magicians“ hat einen unglaublich hohen Unterhaltungswert und das zieht sich durch so ziemlich jede Szene. Wenn es nicht gerade dramatisch zugeht, ist die Serie auf ihre ganz eigene Weise witzig oder spannend. Die Zeit verging wie im Flug und noch einmal: eine absolute Empfehlung an dieser Stelle.
Jeder, der sich gerne in den Bann einer guten Serie ziehen lässt und dabei auch keine Probleme hat, dass es um Übernatürliches geht, wird mit „The Magicians“ sehr gut beraten sein.

Meine Wertung:
Story: 9,0 von 10
Fantasy: 9,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Authentizität: 9,0 von 10
Emotionen: 9,0 von 10
Musik: 7,5 von 10
GESAMT: 8,4

Reihenfolge:
1. The Magicians (Staffel 1)
2. The Magicians (Staffel 2)

„Der Koffer“ im Februar 2018

Auch im Februar gab es nicht viel mehr, als im Januar. Meine erste Prüfungsphase in meinem Studium hat mich eigentlich nur Bücher sehen lassen, statt Filme und Serien. Bei all dem Lernen habe ich mich dennoch dazu überwinden können, das eine oder andere zu sehen.
Und dann kommt da ja auch noch die Filmreise-Challenge dazu.
Ich freue mich darüber, dass meine Prüfungsphase inzwischen beendet ist und ich nun endlich wieder Zeit habe, ein paar Filme zu schauen.

„New In“ sind:
• „Terminator“ (DVD, 1984)
• „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ (DVD, 1991)
• „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ (DVD, 2003)
• „Terminator – Die Erlösung“ (DVD, 2009)
• „Terminator – Genisys“ (DVD, 2015)
• „Sicario“ (DVD, 2015)
• „1984“ (DVD, 1984)
• „What happened to Monday?“ (DVD, 2017)
• „Gangster Squad“ (DVD, 2013)
• „Gauguin“ (DVD, 2017)

Nachdem ich mir also im Februar die komplette Terminator-Reihe gekauft habe, freue ich mich natürlich auch darauf, sie irgendwann zu sehen. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet, denn ich kenne noch keinen einzigen Film aus der Reihe und es gibt nicht wenige Leute/Blogger/Kritiker, die diese Reihe in Teilen loben.
Seit Neustem habe ich die Möglichkeit, einen bekannten Streaming-Anbieter zu nutzen. Es erklärt sich von selbst, dass das Prokrastinieren mit dieser Versuchung besonders leicht fällt.

Auf der „Watched“-Liste sieht es wie folgt aus:
• „Dirk Gentlys holoistische Detektei“ (Staffel 1) (Stream, 2016)
Diese Serie hat mir gut gefallen. Sie ist witzig und surreal gleichzeitig.

• „Criminal Squad“ (Kino, 2018)
Meine Schwester hat mich ins Kino eingeladen, um diesen actionreichen Film zu sehen. Kurzweiliges und unterhaltsames Popcorn-Kino.

„Die Grundschullehrerin“ (Stream-Rezensionsexemplar, 2018)

„Arrow“ (Staffel 1) (DVD, 2012/2013)

„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ (DVD, 2017)

„Life“ (DVD, 2017)

„What happened to Monday?“ (DVD, 2017)


Seit Februar bin ich auch dabei, die Filmreise-Challenge zu machen. Dabei geht es darum, sehr viele, sehr unterschiedliche Filme zu schauen. Es geht nicht darum, die Filme innerhalb kürzester Zeit zu gucken. Meiner Meinung nach schafft man das auch nicht. In Zukunft findet ihr an dieser Stelle auch immer ein Update. Vorher solltet ihr aber nicht vergessen, den Initiator Ma-Go von Ma-Go Filmtipps und Ainu89 von Verfilmt & Zerlesen zu besuchen. Die zwei haben eine tolle Seite zur Filmreise-Challenge erstellt.
Derzeit habe ich 4 von 70 Aufgaben bewältigt.

What happened to Monday?

Titel: What Happened to Monday? (engl.: „What Happened to Monday“)
Genre: Science-Fiction / Action-Thriller
Regie: Tommy Wirkola
Musik: Christian Wibe
Produzenten: Raffaella De Laurentis / Fabrice Gianfermi / Philippe Rousselet
Dauer: ca. 120 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Altersfreigabe: FSK 16

„In naher Zukunft zwingen Überbevölkerung und Hunger die globale Regierung zu einer drastischen Ein-Kind-Politik. Daher treiben die sieben Settman-Schwestern (Noomi Rapace) seit ihrer Geburt ein gefährliches Versteckspiel mit dem Kinder-Zuteilungsbüro: Jede von ihnen darf nur an einem Tag der Woche in die Öffentlichkeit – um die gemeinsame Identität der Karen Settman zu verkörpern. Für die anderen sechs wird ihr Zuhause zum Gefängnis. Der Plan funktioniert und stellt das Überleben der jungen Frauen sicher. Bis eine der Schwestern eines Tages nicht nach Hause kommt…“
(Rückentext der DVD)

Eine siebenfache Hauptrolle für Noomi Rapace, die die sieben Schwestern verkörpert. Ein Thriller, der in der Zukunft spielt und dessen Thematik gar nicht so abwegig scheint. Wie ich „What Happened to Monday?“ bewerte, erfahrt ihr nun in meiner Kritik.

Als die sieben Schwestern geboren wurden, entschied der Opa (Willem Dafoe), sie allesamt aufzuziehen, obwohl er eigentlich sechs abgeben müsste. Bis ins Erwachsenenalter leben die sieben Schwestern, die nach den sieben Wochentagen benannt wurden, an denen sie das Haus verlassen dürfen, zusammen. Nach außen spielen sie die Karen Settman, obwohl jede Einzelne ihre ganz spezielle Persönlichkeit hat. Eines Tages kehrt Monday nicht wieder zurück und bringt damit alle anderen in Gefahr.

Die Erzählweise von „What Happened to Monday?“ lässt sich in zwei Ebenen aufteilen. Ebene eins behandelt den chronologischen Handlungsverlauf der erwachsenen Schwestern. Dabei ist man nur am Anfang bei Monday und im Verlauf der Geschichte immer bei einer der anderen Schwestern. Der Zuschauer fungiert hier nur als Beobachter, der eben nicht immer durch jede Tür gehen kann. Die zweite Ebene ist ganz klar die Vergangenheit. In Rückblenden, die sich aber nicht so anfühlen, als ob es welche sind, erfährt der Zuschauer Detailwissen, das gewisse Umstände und Eigenschaften der erwachsenen Schwestern erklärt. Die Erzählweise passt insofern ganz gut, weil sie gerade so viel wie nötig von der Handlung zeigt, damit das Publikum nicht komplett ahnungslos ist und man im Schauen Interpretationen anstellen kann. Der aufmerksame Zuschauer wird aber mit Leichtigkeit gewisse Handlungsstränge vorausahnen. Die Symbolik ist da, besonders in der ersten Hälfte des Films, eindeutig und lässt keinen anderen Schluss zu.

Besonders was die Spannung betrifft, ist die Art der Erzählung sehr zuträglich, da das Publikum, wie bereits erwähnt, nicht überall mit hingenommen wird. Dadurch fehlen an der einen oder anderen Stelle Informationen, die die Geschichte sonst schon sehr früh auflösen würden.
Aber auch sonst schafft es der Streifen, echte Spannung aufzubauen. Nicht nur durch die klug eingestreuten dramatischen Szenen, sondern auch durch Actionsequenzen. Die ganze Zeit bewegt sich „What Happened to Monday?“ zwischen Action-Thriller und Drama und nutzt dabei überwiegend die Vorteile aller Genres. Über die deutlichen und mehrfach auftretenden Logikfehler kann ich dennoch nicht hinwegsehen. Sie trübten das Seh-Erlebnis immer wieder und ließen die Spannung abflachen.

Die Authentizität passte nahezu immer. Noomi Rapace mimt gleich alle sieben Schwestern und verleiht durch Aussehen, Mimik und Gestik jeder einzelnen einen einzigartigen Charakter. Die Bandbreite reicht dabei vom sehr sportlichen und sportbegeisterten Typ, die ihren durchtrainierten Körper zu Schau stellt, bis zur Analytikerin, die sich besonders gut mit Mathematik, Zahlen und der neusten Software auskennt. Auch alles, was dazwischen liegt, passt sehr gut in den Film und trägt zur Charaktertiefe bei.

Die Actionsequenzen sind sehr vielfältig. Es gab eine gelungene Mischung aus Explosionen, Schießereien und Nahkämpfen. Die Kampfszenen wirkten dabei sehr durchchoreografiert. Schießereien und Explosionen hatten immer einen sehr bearbeiteten Look, der aber zur dystopisch angehauchten Grundstimmung des Films passte. Insbesondere nach Explosionen konnte man Logikfehler entdecken.

Die Leistung, die Noomi Rapace bei der Darstellung abruft, ist immens und mit keiner anderen gleichzusetzen. Sieben unterschiedliche Figuren mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Motivationen glaubwürdig zu spielen, ist mit Sicherheit keine einfache Aufgabe, die sie mit Bravour gemeistert hat. Auch ihre Kollegen wie Glenn Close und Willem Dafoe machen ihre Arbeit mehr als gut. Vor allem Glenn Close zeigt dabei einmal mehr, was in ihr steckt. Ihr facettenreiches Spiel reiht sich daher nahtlos in die sehr gute Leistung Rapaces ein. Willem Dafoe spielt vollkommen solide und unaufgeregt seine Rolle des Opas, den man in den Rückblenden zu sehen bekommt.

Was die Emotionen betrifft, bin ich jedoch sehr zwiegespalten. Ich kann nicht genau sagen, ob es an der deutschen Synchronisation oder der darstellerischen Leistung liegt, aber manche offensichtliche Emotionen, wie Weinen, ein Wutausbruch oder Flehen wirken sehr künstlich. Die Gefühle werden in den ruhigen Charakterszenen über die Mimik und die Gestik besser transportiert, als wenn sie zur Schau gestellt werden.

Die Länge ist mit 120 Minuten perfekt. Die Geschichte ist auserzählt und es bleiben keine Fragen offen. Das Tempo ist auch sehr gut, da keine Längen aufkommen. Es gibt an der Laufzeit wirklich nichts zu meckern.

Die musikalische Unterstützung ist spannungsfördernd und passend dazu eingesetzt. Es gab keine Besonderheiten oder Auffälligkeiten. Die gespielten Melodien sind überwiegend klassischer Natur gewesen und haben so gut wie nie den Weg in den Vordergrund gefunden.

Das Setting ist durch die Bank von einem dystopischen Grundton. Kaum bis keine prächtigen Farben, alles ist eher grau gehalten. Das öffentliche Leben wird durch Straßensperren, Schleusen und Sektoren kontrolliert. Allgemein ist Kontrolle ein ganz wichtiger Aspekt der Inszenierung. In den Häusern gibt es nur wenige Fenster und man spricht auch von Sektoren, wenn es um Kriminalität oder Armut geht. Alleine schon das Straßenbild übt einen bedrückenden und strengen Eindruck aus.

Im Rahmen der Filmreise-Challenge habe ich nun Aufgabe #26 „Schaue einen Film, der in einer fernen Zukunft spielt“ beendet. Für weitere Informationen klickt bitte einfach auf das Banner.

Meine Meinung:
Ich finde, dass „What Happened to Monday?“ sehr gelungen ist und kann ihn an dieser Stelle nur empfehlen. Dass ich einige Wendungen bereits sehr früh wusste, tut der Story keinen Abbruch. Ich konnte dennoch gut und lange unterhalten werden.

Eines der stärksten Argumente für diesen Film ist Noomi Rapace, die sich aufopfert und überzeugend diese schwere Rolle mit den unterschiedlichsten Facetten und Emotionen spielt. Mir hat es sehr gut gefallen, was sie da gezeigt hat.

Es wird Leute geben, die „What Happened to Monday?“ zu actionlastig finden. Denen kann ich nur sagen, dass es ein Stilmittel ist, welches die Brisanz der Thematik auf eine besondere Art und Weise unterstreicht. Wenn man sich auf diesen Streifen einlässt, bekommt man ein dystopisches Zukunftsszenario, das mit all seinen Überraschungen zum Nachdenken anregt.

Meine Wertung:
Spannung: 8,0 von 10
Story: 7,5 von 10
Action: 8,0 von 10
Länge: 10 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,5 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Musik: 7,5 von 10
GESAMT: 8,1

Es läuft gerade die Serie… „The Magicians“ (Staffel 2)

ENDLICH!
Nachdem ich Staffel 1 gesehen habe, musste ich sehr lange auf ihren Nachfolger warten. Umso schöner ist es, dass ich sie schon seit der Erscheinung in der Hand halten kann. Nachdem aber auch meine erste Prüfungsphase an der Universität endlich vorbei ist und ich einige schlaflose Nächte hatte, komme ich erst jetzt dazu, sie mir anzuschauen.
Schlussendlich freue ich mich darüber, dass ich meine geplante Serien-Guck-Reihenfolge abgeändert habe und mich von nun an der zweiten Staffel von „The Magicians“ widme. Es wird auf keinen Fall allzu lange dauern, bis ich sie beendet habe. Es wird ein kurzweiliger, aber großer Spaß.

„Quentin Coldwater und seine Freunde gehen auf die Brakebills University, eine geheime Institution für Magie. Während die jungen Studenten lernen, mit ihren übernatürlichen Kräften umzugehen, machen sie eine grauenvolle Entdeckung: Die Fantasiewelt, die sie aus alten Kinderbüchern kennen, existiert wirklich und stellt eine düstere Bedrohung dar! In der zweiten Staffel finden sich die Freunde nach einem schicksalhaften Ereignis auf unbekanntem Territorium wieder, wo sie sich gegen neue Gefahren wehren und die magische Welt vor der Vernichtung retten müssen. Getrieben von Macht, Rache und dem Willen zu überleben wird ihnen eines klar: Wer die betörend schöne Welt Fillory betritt, wird nie wieder derselbe sein…“
(Rückentext der DVD)