Guardians of the Galaxy [Rewatched]

Guardians of the Galaxy
Titel: Guardians of the Galaxy
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: James Gunn
Musik: Tyler Bates
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 121 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Von den Machern von ‚Marvel´s THE AVENGERS‘ kommen jetzt die ‚GUARDIANS OF THE GALAXY‘!
Der Pilot und Vagabund Peter Quill (Chris Pratt), auch bekannt als ‚Star Lord‘, ist immer auf der Suche nach kostbaren Relikten. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er, ohne es zu ahnen, eine mysteriöse Superwaffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan. Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage den gesamten Kosmos zu unterwerfen.
Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Racoon, dem Baummenschen Groot, der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora (Zoë Saldana) und dem rachedurstigen Drax der Zerstörer. Unter dem Namen Guardians of the Galaxy zieht diese spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen!“
(Rückentext der BluRay)

Im Rahmen meiner chronologischen Sichtung des Marvel-Cinematic-Universe habe ich mich erneut mit dem ersten Teil von „Guardians of the Galaxy“ befasst. (Hier kannst du meine erste Kritik noch einmal lesen.) Auch wenn sich ganz unten nichts an der Bewertung ändern wird, wollte ich ihn erneut besprechen. Mit dem Wissen aller vorher gelaufenen Filme habe ich eine bessere Übersicht und eine bessere Vorstellung der Handlung im Gesamtkontext des MCUs.

An erster Stelle muss ich sagen, dass es bisher kaum einen witzigeren Film im MCU gibt. Selbst Iron Man mit seinen flotten Sprüchen ist in seinen drei Einzelfilmen dagegen ein Chorknabe. Peter „Star-Lord“ Quill und seine Beschützer des Universums sind in vielerlei Hinsicht das absurdeste Gespann im kompletten MCU. Das Besondere ist, dass sie die gesamte Zeit auf ihre Art zu unterhalten wissen und es dabei nicht an witzigen bis frechen Gegebenheiten fehlen lassen.

Handlungstechnisch werden fast alle wichtigen Figuren gekonnt und ausreichend eingeführt. Es gibt aber auch Figuren, die grundsätzlich eher wenig zu bieten haben. Die rätselhafte Gamora ist gar nicht mal so rätselhaft und Drax ist rachsüchtig und ein Zerstörer, da gibt es nichts dran zu rütteln. Rocket Racoon hingegen ist zwar sehr geschickt an der Waffe, hat aber auch unter der Oberfläche einiges zu bieten, ebenso der sprechende Baum Groot, der zwar immer nur „Ich bin Groot“ von sich gibt, aber damit so viel mehr aussagt. Im Gefüge der Guardians hat man hier eine heterogene Gruppe, die im Laufe der Zeit zusammenwächst und füreinander einsteht.
Die Figur mit der größten Schwäche ist meiner Meinung nach Ronan, weil er unüberlegt handelt und sich selbst viel zu sehr überschätzt.

Was die Spannung betrifft, arbeitet der Streifen wirklich viel mit Actionsequenzen. Der Lösung eines Problems geht meistens eine Explosion, Schießerei, Schlägerei oder dergleichen voraus. Das Vorgehen wiederholt sich, nicht nur in diesem Film, sondern in allen MCU-Filmen.
Alleinstellungsmerkmal von „Guardians of the Galaxy“ ist dabei allerdings der Humor. In keinem anderen Film werden so viele Witze gerissen. Gerade auch in diesen turbulenteren Szenen sorgt ein Lacher für Entspannung und hilft dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Was bleibt aber am Ende übrig? Auf der inhaltlichen Ebene lernt der Zuschauer zum ersten Mal Thanos kennen, der in diesem Streifen noch eine nette Nebenrolle hat. Die Guardians wirken im ersten Moment wie ein bunter Haufen, der sich zufällig getroffen hat. Auf den zweiten Blick soll sich der Eindruck bewahrheiten.
Bei den Emotionen kratzt „Guardians of the Galaxy“ weitestgehend an der Oberfläche, bietet dafür aber jede Menge Unterhaltung.

Musik, Setting und der Einsatz von CGI sollte man noch einmal hervorheben. Über alle drei Kategorien könnte man eine halbe Ewigkeit diskutieren. Es heißt aber schon etwas, wenn ich mir den Soundtrack auf CD kaufe und er regelmäßig durch die Kopfhörer an meinem Smartphone dringt.
Das Setting ist vielfältig, obgleich hier sehr viel mit Spezial-Effekten gearbeitet wurde. (Greenscreen lässt grüßen!) Und da bin ich auch beim CGI-Einsatz. Auch wenn ich nicht genau sagen kann, was an dem Film echt ist, weil gefühlt alles aus dem Computer stammt, wirkte es nicht so richtig gefälscht oder billig.

Meine Meinung:
Nach meiner ersten Sichtung von „Guardians of the Galaxy“ hatte ich noch versöhnlichere Worte drauf. Damals fühlte ich mich sehr gut unterhalten, heute empfand ich den Unterhaltungswert immer noch als gegeben, allerdings gibt es da Sachen, die mich irgendwie nicht so richtig zufrieden stellen.
Ganz oben steht die Story! Alles soll ja irgendwie vorbereiten bzw. auf ein anderes Ziel hindeuten. Insofern wirkt der Streifen eher wie ein Übergangsfilm, der mir die Antworten auf eine Frage gibt, die ich nie gestellt habe.

Beim ersten Mal sehen war dieser Streifen noch kurzweilig, inzwischen kenne ich eine Reihe von Szenen, in denen nichts passiert und die für den Ausgang der Geschichte vollkommen unerheblich sind.

Unterm Strich freue ich mich aber auf den zweiten Teil. Irgendeiner muss ihn sich ja ansehen.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Humor: 8,0 von 10
Action: 8,5 von 10
Story: 7,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,5 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 9,0 von 10
GESAMT: 8,0

Reihenfolge:
1. Guardians of the Galaxy
2. Guardians of the Galaxy Vol. 2

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom
9. The Return of the First Avenger
10. Guardians of the Galaxy

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Power Rangers

Titel: Power Rangers
Genre: Fantasy
Regie: Dean Israelite
Musik: Brian Tyler
Produzenten: Haim Saban / Brian Casentini / Marty Bowen / Wyck Godfrey
Dauer: ca. 119 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Altersfreigabe: FSK 12

„Jason, Kimberly, Billy, Trini und Zack haben nichts weiter gemeinsam, als auf dieselbe Highschool zu gehen. Als Jason und Billy zufällig auf etwas stoßen, das sie für uralte Fossilien halten, erwecken sie eine außerirdische Macht. Um die Welt vor der Zerstörung zu bewahren, müssen die fünf schnell lernen, was normalerweise Jahre dauert: echte Power Rangers zu werden!“
(Rückentext der DVD)

Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Kindheit. Die Tage, an denen ich extra früh aufgestanden bin, um heimlich im elterlichen Wohnzimmer um 5 Uhr die Power Rangers zu schauen. Ich habe mich immer darauf gefreut und es wurde zu so etwas wie einem Ritual, denn auch wenn ich eigentlich immer heimlich schaute, saß oft meine Mutter hinter mir und schaute es mit mir zusammen.
Nun ist es 2018 und dass ich die Serie geschaut habe, ist über 20 Jahre her. Ich habe irgendwann im letzten Jahr allerdings einen Trailer gesehen, der mir zwar auf der informativen Ebene mitteilte, dass es da bald einen Film gibt, aber inhaltlich hat er mich überhaupt nicht abgeholt und genau so tat ich den Film als „Klamauk“ bzw. „Irrsinn“ ab.
Erst vor kurzem war meine Schwester zu Besuch, um sich endlich „Nerve“ anzuschauen, was ich ihr zeigen wollte, seit ich ihn damals im Kino gesehen habe. Aus diesem Grund schmiss ich die BluRay in den Player und wir haben uns gemeinsam den Streifen angeschaut. Aber was hat das Ganze mit den „Power Rangers“-Film zu tun? Direkt bevor „Nerve“ anfing, lief wieder ein Trailer zu „Power Rangers“, nur dieses Mal habe ich zum einen nicht gewusst, dass es sich um den Film handelt und zum anderen war der Trailer nicht mehr rein informativ für mich, sondern konnte mich tief in meinem Inneren abholen und begeistern.

Ich weiß auch nicht so richtig, wo ich anfangen soll, denn die Handlung ist irgendwie merkwürdig und befremdlich aufgebaut. Sie fühlt sich einerseits an wie ein Highschool-Teenie-Film aus den frühen 2000er Jahren, aber andererseits verbindet dieser Film auch klassische Superhelden-Aspekte miteinander.

Handlungstechnisch bewegt sich der „Power Rangers“-Film rein chronologisch und weitestgehend stringent fort. Inhaltlich weist er aber einige Schwächen auf, die sich leider auch auf die Narration ausüben. Meinem Empfinden nach wurden die Figuren viel zu schnell und viel zu oberflächlich eingeführt. Auch die Vorstellung des Antagonisten wirkt zwar im ersten Moment ausführlich, stellt sich aber schlussendlich auch als zu ungenügend bzw. ungenau heraus.

Spannungstechnisch ist dieser Streifen leider sehr sprung- und wechselhaft. „Power Rangers“ macht dabei grundlegend nichts schlecht, aber der Wechsel ist eben sehr abrupt und erfüllt im Moment der Szene nicht die Erwartungen des Zuschauers. Erfreulicherweise bessert sich der Film mit zunehmender Spieldauer.

Im Gegensatz zur Spannung bleiben die Emotionen weitestgehend auf einer Stufe – und leider gibt es da auch keine Steigerung. Weiter lässt sich dazu sagen, dass die Gefühle bei so ziemlich jedem Darsteller an der Oberfläche bleiben. Es gibt nur wenige Momente, in denen die darstellerische Leistung so überzeugend ist, dass sie tiefgreifend überzeugt.

Obgleich die Emotionen recht einfach gehalten sind, bleiben die Darsteller aber immer authentisch. Gut, man darf nicht vergessen, dass es sich bei dem Film immer noch um einen Superhelden-Film handelt. Da ist die Originalität der Handlung gleich wesentlich besser. Sie ist stark an die erste Serie aus den frühen 1990er Jahren angelehnt und man findet auch immer wieder Referenzen darauf. In einer Szene hat der „Grüne Ranger“ aus der Serie einen Cameo-Auftritt. Das Publikum kann sich über gute Leistungen von Elizabeth Banks und weniger gute Leistungen von Bryan Cranston freuen. Zweiter ist aber auch nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen.

Weiterhin lässt sich über das Setting und die Musik sagen, dass beides sehr ausgewogen scheint. Ein kleinstädtisches Bild wird mit einigen Innenaufnahmen und abwechslungsreichen Außenaufnahmen kombiniert. Besonders die „Zentrale“ der jungen Helden erinnert mich sehr stark an Supermans „Festung der Einsamkeit“, sodass zumindest die Szenen auf jeden Fall andernorts ihren Ursprung bzw. Inspiration her haben. Im Kontext passt das aber sehr gut zur Atmosphäre des Films. Ähnlich verhält es sich auch mit der Filmmusik. Spannungsfördernde und untermalende Musik wechseln sich förmlich ab. Sie unterscheiden sich durch die Szenenauswahl, die unterschiedlichen Tempi und wie sehr sie in den Fokus des Zuschauers rücken. In aufregenden Sequenzen merkt man deutlich, wie auch die Lautstärke der Musik angehoben wird.

Positiv aufgefallen ist, dass der Film eine angenehmen Länge mit einem guten Erzähltempo gepaart hat. Mit knapp zwei Stunden Laufzeit ist der Streifen wunderbar auserzählt.

Meine Meinung:
Der „Power Rangers“-Film hat mich überrascht. Nicht beim eigentlichen Gucken, sondern vielmehr im Trailer, den ich auf der „Nerve“-BluRay habe. Die Geschichte, die Art der Erzählung und die übrige Inszenierung ist nicht halb so sehr Klamauk oder Irrsinn, wie ich es noch anfangs vermutet hätte.

Als Zuschauer sollte man aber auch kein tiefgreifendes Trauerspiel erwarten, denn man bekommt nicht mehr oder weniger als entspanntes und seichtes Popcorn-Kino.
Aber dennoch: Ein ordentlicher Film, der ein bisschen mit dem eingestaubten Image der Power Rangers aufräumt. Dieser Streifen nimmt sich nicht ernster als er ist und das merkt man ihm von der ersten Sekunde an an.

Meine Wertung:
Spannung: 7,0 von 10
Story: 7,0 von 10
Länge: 8,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,5 von 10
Authentizität: 7,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
Setting: 8,0 von 10
GESAMT: 7,2

Es läuft gerade die Serie… „Poldark“ (Staffel 3)

©Edel:Motion

„Poldark“ ist inzwischen zu einer meiner liebsten Serien avanciert und so freue ich mich auch wieder sehr, euch die inzwischen dritte Staffel präsentieren zu können. Auch hier habe ich wieder ein kostenloses Rezensionsexemplar bekommen und bin darüber sehr dankbar.

Ich erinnere mich sehr genau und gut an die Ereignisse aus Staffel zwei und hoffe umso mehr, dass diese neueste Ausgabe genau da anknüpfen und mich aufs Neue begeistern kann.
Eindringlich möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf die ersten beiden Staffeln hinweisen und jedem ans Herz legen, der diese Serie noch nicht kennt.

„Im Jahr 1794 wird Großbritannien von den Auswirkungen des Krieges und der Revolution in Frankreich überschattet. Während George Warleggan sein Imperium in Cornwall weiter ausbaut, um die Poldarks zu vernichten, ist Elizabeth entschlossen, sich in ihr neues Leben als seine Frau und als eine Warleggan zu fügen und mit ihrer Vergangenheit und mit Ross abzuschließen. Doch das komfortable Leben, das sie sich selbst und ihrem Sohn endlich gesichert hat, ist in Gefahr, sollte ihr wohlgehütetes Geheimnis ans Licht kommen.

Ross und Demelza setzen derweil alles daran, ihre Beziehung zu retten und George aus dem Weg zu gehen. Doch die Ankunft von Demelzas Brüdern stört den fragilen Frieden und Ross muss sich fragen, wie lange man George noch ungehindert weiter aufsteigen lassen sollte. Währenddessen gerät Dwight im Krieg mit Frankreich in Gefangenschaft, und es ist an Ross, seinen Freund zu befreien.

Doch ist Ross wirklich bereit, alles zu riskieren, was ihm lieb und teuer ist, um seine persönlichen Schlachten zu schlagen?“
(Rückentext der DVD)

Terminator

Titel: Terminator (engl. „The Terminator“)
Genre: Science-Fiction
Regie: James Cameron
Musik: Brad Fiedel
Produzenten: Gale Anne Hurd
Dauer: ca. 103 Minuten
Erscheinungsjahr: 1984
Altersfreigabe: FSK 16

„Die Erde im Jahre 2029. Zwischen der Menschheit und intelligenten Maschinen tobt ein erbitterter Krieg. Um John Connor, den Anführer einer Widerstandsgruppe zu eliminieren, schicken die Maschinen einen Cyborg (Arnold Schwarzenegger) zurück ins Jahr 1984. Er soll die Mutter des Aufständigen töten, damit ihr Sohn niemals geboren wird. Connors Freund Reese folgt dem Terminator in die Vergangenheit, um die Frau und damit die Menschheit zu retten.“
(Rückentext der DVD)

Schon länger habe ich mich für die Reihe um den Terminator und die Paraderolle Arnold Schwarzeneggers interessiert. Immer, wenn ein „Terminator“-Teil im TV lief, war es leider nie der erste, denn ich wollte diese Reihe sehr gerne bei Teil 1 beginnen. Vor einigen Monaten habe ich dann einfach alle 5 Teile auf DVD gekauft. Damit es dieser Reihe nicht so ergeht, wie vielen anderen Filmen in meinem Regal, habe ich jetzt einfach mal gestartet und fange im Jahr 1984 mit dem ersten „Terminator“ an. Angeblich ein Film, der das Genre nachhaltig verändert hätte. Wer weiß, wer weiß?

Der Rückentext beschreibt die Handlung schon sehr gut. Im Wesentlichen wird an dieser Stelle weder zu viel, noch zu wenig verraten.
Die Erzählstruktur ist recht einfach gehalten. Der Hauptteil der Geschichte spielt ganz klar im Jahr 1984. „Terminator“ bleibt in der Reihenfolge der Ereignisse dabei stets chronologisch, sodass keine Verwirrung aufkommen kann. Aufgelockert wird das Bild durch regelmäßige Standort- und Jahreswechsel. Eben noch im Jahr 1984 ist der Zuschauer auch mal schnell im Jahr 2029 und bekommt einen Eindruck von der düsteren Zukunft des Planeten.

Die Elemente des Filmes sind besonders in den ersten 30 bis 40 Minuten sehr träge und verhindern ein Aufkommen der Spannung. Es gilt: Je länger der Film dauert, desto spannender wird er. Fantastische Actionelemente und Spezialeffekte kommen vermehrt erst in der zweiten Hälfte des Films vor, was ein Grund für die schwache Performance des Anfangs sein kann.
Mit zunehmendem Wissen und dem Durchschauen der einen oder anderen Figur, erschließt sich dem Zuschauer die Handlung nahezu komplett.

Im Bereich der Emotionen und der Authentizität bin ich etwas zwiegespalten. Für heutige Verhältnisse sind die geleisteten Darbietungen leider einfach nur mangelhaft, aber vor knapp 35 Jahren wollten die Zuschauer vielleicht genau so etwas sehen. Es hapert einfach an allen Ecken und Enden. Stetiges Overacting und Figuren, die keine Tiefe und zusätzlich wenig Ausstrahlungskraft zu besitzen scheinen, machen es mir schwer, Gefühle und Regungen glaubhaft einzuschätzen.
Weitestgehend unglaubwürdig sind die darstellerischen Leistungen aller Schauspieler.

Obwohl der Streifen bloß ca. 103 Minuten dauert, hatte er, wie bereits beschrieben, in der ersten Hälfte seine Längen. In dieser Zeit fiel es mir besonders schwer, die Augen offen zu behalten (es ist mir nicht immer geglückt!).
Musikalische Unterstützung erhielt „Terminator“ durch einfache Stücke, die vor allem in spannenden Szenen zum Einsatz kamen. Eines hatten alle Kompositionen jedoch gemeinsam: Sie sind allesamt sehr zurückhaltend. Es gab außerdem keine Szene, in der der Beobachter die musikalische Auswahl hervorheben wollen würde.

Zu guter Letzt: Das Setting.
Der Film spielt in Los Angeles des Jahres 2029 und des Jahres 1984. Von beiden Orten bekommt man relativ wenig mit. Das Jahr 2029 hatte eine besonders düstere und menschenfeindliche Atmosphäre. Mehr als das bekommt man fast nicht zu sehen.
Mein Problem an „Terminator“ ist, dass der komplette Film entweder am Abend bzw. in der Nacht zu spielen scheint oder in Gebäuden, sodass man wenige natürliche Lichtquellen hat.
Das soll dem Film aber nicht zum Nachteil werden. Grundsätzlich ist „Terminator“ nämlich ein gut umgesetzter Streifen, der durch die eine oder andere Science-Fiction-Spielerei zu überzeugen weiß. Für sein Alter ist dieser erste Teil immer noch voll in Schuss. Auf ihm bauen immerhin vier weitere Filme auf.
In einigen Szenen haben mir die Masken gut gefallen, auch wenn man durch heutige Computertechnologie weitaus bessere Bilder oder Effekte herzustellen weiß, empfinde ich die Umsetzung bei „Terminator“ gelungen.

Meine Meinung:
Ich kann nicht beurteilen, ob „Terminator“ das Science-Fiction-Genre nachhaltig beeinflusst oder verändert hat, da ich bei weitem nicht alle Filme aus diesem Bereich vor und nach diesem kenne. Ich weiß jedoch, dass zumindest die zweiten 50 Minuten des Films mich in den Punkten Setting und Spannung zwar nicht überrascht, mir aber gefallen haben.

Auch der Plot und die Umsetzung der Story sind, trotz schwacher schauspielerischer Leistung, gelungen. Seine Stärken konnte „Terminator“ für sich ausnutzen. Dafür, dass Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle spielt, hat er erstaunlich wenig Text.
Da der Film aber, wie beschrieben, nicht alles richtig gemacht hat, muss ich ihm ein paar Punkte abziehen.

Meine Wertung:
Spannung: 6,5 von 10
Story: 8,0 von 10
Länge: 5,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Setting: 8,0 von 10
Musik: 6,0 von 10
GESAMT: 6,1

„Der Koffer“ im Mai und Juni 2018

Ein Monatsrückblick alle zwei Monate, wer hätte das gedacht?
Heute mit den üblichen „New In“- und „Watched“-Listen, einer Aktualisierung bezüglich der Filmreise-Challenge und eine Information für alle Krimi-Fans.

Beginnen wir, wie gehabt, mit der „New In“-Liste. Der Mai war wirklich schwach, der Juni aber leider auch nicht viel besser. Ein paar Filme haben es aber dennoch in meine DVD-Wand geschafft.

„New In“ sind:
• „Aus dem Nichts“ (DVD, 2017)
• „Heat“ (DVD, 1995)
• „Der Himmel über Berlin“(DVD, 1987)
• „Power Rangers“ (DVD, 2017)
• „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ (DVD, 2017)
• „Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone“ (DVD, 2018)
• „Kingsman: The Golden Circle“ (DVD, 2017)

In zwei Monaten bloß sieben Filme, das ist eine verdammt niedrige Zahl. Aber es passt zu meinem Filmkonsum der letzten zwei Monate. Der Plan für die Zukunft sieht da aber anders aus. Im Folgenden gibt es die „Watched“-Liste aus dieser Zeit.

Auf der „Watched“-Liste sieht es wie folgt aus:
• „Nerve“ (BluRay, 2016)
Meine Schwester kannte den Film noch nicht, daher haben wir ihn uns einfach angeschaut.

• „Manhunt: Unabomber“ (Staffel 1) (Stream, 2017)
Eine spannende Serie über den Unabomber in den USA. Die Serie ist auf Netflix verfügbar und absolut empfehlenswert.

• „The Cleaners“ (Stream, 2018)

• „Riverdale“ (Staffel 2) (Stream, 2017/2018)
Hach, einfach nur toll. Eine Teenie-Crime-Serie auf Netflix. Ich mag sie.

• „Black Lightning“ (Staffel 1) (Stream, 2018)
Ebenfalls auf Netflix, eine Serie über einen Schulleiter, der Superkräfte hat. Nette Effekte, nette Story, wenig Überraschungen.

• „Warrior“ (BluRay, 2011)
Ich hatte über Pfingsten Besuch von einem meiner besten Freunde. Er kannte „Warrior“ noch nicht, das musste geändert werden.

• „Terminator“ (DVD, 1984)

• „No Country for Old Men“ (DVD, 2007)

• „Power Rangers“ (DVD, 2017)

• „Call My Agent!“ (Staffel 1) (DVD, 2015/2017)

• „The Others“ (Stream, 2001)
Meine Freundin wollte mir diesen Film unbedingt zeigen, weil sie ihn toll findet. Nun ja, sie findet ihn toll.

• „Das Kabinett des Dr. Parnassus“ (TV, 2009)
Der echte letzte Film mit Heath Ledger: Durch Zufall habe ich ihn im laufenden TV-Programm entdeckt und blieb gleich dran. Insgesamt sehenswert.

• „Der Wixxer“ (Stream, 2004)
Ich brauchte etwas Klamauk, wo ich nebenbei abschalten kann. „Der Wixxer“ bot sich dafür förmlich an.

Die Filmreise-Challenge sollte schon längt in Fahrt gekommen sein. Hat nicht so ganz hingehauen. Ich gelobe Besserung und hoffe einfach, dass das Ganze eine Eigendynamik bekommt.
Derzeit habe ich 5 von 70 Aufgaben bewältigt.

Ich habe ja erst sehr spät mein Interesse an Krimis entdeckt und habe dazu eine kleine Information bekommen. Seit neuestem ist die Gesamtbox von „Lewis – Der Oxford Krimi“ nämlich bei Amazon erhältlich und hat es damit gleich mal geschafft, zu meinem Objekt der Begierde zu werden. Die in Großbritannien überaus bekannte und erfolgreiche Serie findet auch hierzulande immer mehr Anhänger und Fans.
Den Charakter des Robert Lewis gibt es aber nicht erst seit dieser Krimiserie, sondern schon seit 1986, als er erstmals in der nicht minder erfolgreichen Serie „Inspektor Morse“ aufgetreten ist.
Für mich ist einer der herausragendsten Merkmale beider Serien, dass der Darsteller Kevin Whately sowohl den Robert Lewis in „Inspektor Morse“ als auch in seiner eigenen Serie spielt und damit diese Rolle seit nun mehr 30 Jahren spielt.

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Die Gesamtbox beinhaltet alle 33 Episoden mit allerlei zusätzlichen Extras. Fans und solche, die es werden wollen, kommen da mit Sicherheit auf ihre Kosten (die sich im Vorhinein auf mehr als 150 EUR belaufen).

Call My Agent! (Staffel 1)

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Titel: Call My Agent! (franz.: „Dix pour cent“)
Idee: Dominique Besnehard
Genre: Dramedy
Musik: Loïk Dury / Christophe Minck
Dauer: 6 Folgen à ca. 50 Minuten
Erscheinungsjahr: Frankreich: 2015 / Deutschland: 2017
Altersfreigabe: FSK 12

„‚Call My Agent!’ erzählt so gnadenlos wie humorvoll vom Alltag einer Schauspiel-Agentur im Herzen von Paris. Für die Agenten Mathias (Thibault de Montalembert), Gabriel (Grégory Montel), Andrea (Camille Cottin) und Arlette (Liliane Rovère) ist jeder Tag wie ein Drahtseilakt. Denn sie kennen den Preis des Ruhmes – das Showbiz ist nicht nur Glanz und Glamour. Und so bemüht sich das Team um Verträge für renommierte Schauspieler wie Cécile de France, Nathalie Baye, Francois Berléand, Audrey Fleurot und andere französische Top-Talente, die sich in der Serie mit viel Ironie selbst spielen. Dabei gleicht die Agentur einer dysfunktionalen Familie, und viel Drama ist vorprogrammiert. Sie führen den Zuschauer hinter die Kulissen der aufregenden Welt der Stars. Dabei folgt eine kuriose Situation der nächsten, und die Agenten versuchen, Beruf und Privatleben unter einen Hut bringen. Denn: Künstlerische Integrität zahlt nicht die Rechnungen.“
(Rückentext der DVD)

Freundlicherweise habe ich die erste Staffel von „Call My Agent!“ zugeschickt bekommen.
Es ist unglaublich schade, dass ich erst jetzt dazu gekommen bin, mir diese Serie anzuschauen.

Die Handlung dreht sich um eine Agentur für Schauspieler und all die Quälereien, die hinter den Kulissen stattfinden. Dabei wird immer wieder ein Interessenskonflikt der Agenten, aber auch der Schauspieler aufgezeigt und mal mehr, mal weniger witzig gelöst. Als eine Steuerprüfung ansteht, sieht sich die Agentur am Rand der Existenz, doch wie geht es weiter?

Ich persönlich bin nicht vollends begeistert gewesen.
Aber von vorn: Die Handlung wird stringent und chronologisch erzählt. Ein kleines Highlight sind die von der Agentur vertretenen Schauspieler. Sie sind in Frankreich bekannte Schauspieler, die sich selbst spielen und sich damit auch ein wenig auf die Schippe nehmen.
Erzählerisch geht es in der ersten Staffel immer auf und ab. Dabei durchläuft man als Zuschauer ebenfalls spannende und witzige Passagen, aber auch das komplette Gegenteil.

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Wo ich meine ganz persönlichen Probleme mit hatte, war schlicht die Handlung. Sie konnte mich nicht abholen, weil sie mich irgendwie nicht berührt hat. Die Leistung der Darsteller war gut, doch die Figuren sind nur teilweise authentisch.
Ich kann und möchte der Serie nicht ihre witzigen und dramatischen Momente absprechen, die mich persönlich auch zum Lachen oder den Atem zum Stocken gebracht haben.
Schlussendlich hat die Serie aber weder ein Gag-Feuerwerk abgebrannt, noch ist sie dramatisch so in die Tiefe gegangen, dass sie als klassische Dramaserie durchgehen würde.

Ich lege besonders viel Wert auf Emotionen, die aussagekräftig sind. Dabei müssen auch die Mimik und die Gestik passen. Ja, „Call My Agent!“ hat Emotionen parat. Nein, sie sind nicht tiefgreifend oder überzeugend. Dass ich das so empfunden habe, kann aber auch an der Synchronisation liegen, die ich nicht als optimal empfunden habe.

Ein großer Kritikpunkt ist die Länge. 6 Folgen à ca. 50 Minuten sind für eine Serie bzw. Staffel einfach zu wenig. Da bin ich nicht zufrieden und man tut dem Zuschauer damit auch keinen Gefallen. Besser wäre es, wenn man wartet bis die Serie im TV läuft.

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Die Schnitte sind unauffällig bzw. gut gesetzt. In manchen Szenen sind sie sogar so gut, dass sie aktiv in die Spannung eingreifen und noch einmal das Maximum rausholen. Sie sind in jedem Fall nicht negativ auffallend.
Auch die Musik hat sich einem übergeordneten Konzept untergliedert. Von den Melodien her erinnert sie mich an französische Musik der 1960er Jahre. Sie kommen halt mit ihrem ganz eigenen Charme daher, der das gesamte Ambiente der Serie positiv beeinflusst.

„Call My Agent!“ ist seit Ende 2017 im Handel verfügbar.

Meine Meinung:
„Call My Agent!“ ist eine Serie, die ihre Fans haben wird. Sie hat eine gewisse Ausstrahlung und wenn man sich darauf einlässt, wird man auch seinen Spaß damit haben. Bei mir jedoch war es anders. Die Handlung hat mich nicht mitgerissen und manchmal wusste ich auch nicht, warum die Figur so handelt, wie sie handelt.

Ich hatte es auch bereits erwähnt, dass ich die Synchronisation nicht optimal empfand. Manche Stimmen hörten sich einfach langweilig an. Einige Figuren wurden die ganze Zeit überartikuliert, andere hatten hin und wieder ein Nuscheln drin. Insgesamt war die Vertonung unbeständig.

Abschließend habe ich mich die meiste Zeit eher gelangweilt. Ich habe die Serie auch nicht in einem Rutsch durchgeschaut, sondern mich eher dazu zwingen müssen, sie weiter zu schauen.
Logischerweise werden daher auch einige Punkte abgezogen.

Meine Wertung:
Story: 6,5 von 10
Spannung: 5,5 von 10
Länge: 4,0 von 10
Authentizität: 6,0 von 10
Emotionen: 7,0 von 10
Schnitt: 8,0 von 10
Musik: 8,5 von 10
GESAMT: 6,5

Es läuft gerade die Serie… „Call My Agent!“ (Staffel 1)

©Edel:Motion

Ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar zu der französischen Serie „Call My Agent!“ erhalten und freue mich darüber, dass ich die Möglichkeit habe, diese Serie zu schauen.
Ich kannte „Call My Agent!“ noch nicht einmal dem Namen nach. Daher versuche ich so neutral wie möglich an diese Serie heranzugehen, um mich von ihr überraschen zu lassen.

„‚Call My Agent!’ erzählt so gnadenlos wie humorvoll vom Alltag einer Schauspiel-Agentur im Herzen von Paris. Für die Agenten Mathias (Thibault de Montalembert), Gabriel (Grégory Montel), Andrea (Camille Cottin) und Arlette (Liliane Rovère) ist jeder Tag wie ein Drahtseilakt. Denn sie kennen den Preis des Ruhmes – das Showbiz ist nicht nur Glanz und Glamour. Und so bemüht sich das Team um Verträge für renommierte Schauspieler wie Cécile de France, Nathalie Baye, Francois Berléand, Audrey Fleurot und andere französische Top-Talente, die sich in der Serie mit viel Ironie selbst spielen. Dabei gleicht die Agentur einer dysfunktionalen Familie, und viel Drama ist vorprogrammiert. Sie führen den Zuschauer hinter die Kulissen der aufregenden Welt der Stars. Dabei folgt eine kuriose Situation der nächsten, und die Agenten versuchen, Beruf und Privatleben unter einen Hut bringen. Denn: Künstlerische Integrität zahlt nicht die Rechnungen.“
(Rückentext der DVD)

8 Sekunden – Ein Augenblick Unendlichkeit

Titel: 8 Sekunden – Augenblick Unendlichkeit (türk.: „8 Saniye“)
Genre: Drama / Fantasy
Regie: Ömer Faruk Sorak
Musik: Gustavo Farias
Produzenten: Ipek Sorak / Necati Akpinar / Taha Altayli
Dauer: ca. 116 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Altersfreigabe: FSK 12

„ESRA lebt in zwei Welten. In der wirklichen Welt lebt sie mit ihrer außergewöhnlichen türkischen Familie in Berlin. Trotz aller Liebe für ihre Familie fühlt sie sich durch die streng eingehaltene Tradition eingeengt. Sie bricht mit Regeln und fühlt beständig, dass ihrem Herz Entscheidendes fehlt, sie will mehr als das. Sie sucht die Bedingungslose Liebe. In ihrer zweiten, geträumten Welt versucht sie die geheime Identität eines rätselhaften Mannes zu entschlüsseln, der sie wiederkehrend in ihren Träumen besucht. Ist er bei ihr, fühlt sie sich geborgen und vollständig. Je mehr sie versucht, ihre Träume zu verstehen, umso mehr beeinflussen sie ihr ganzes Leben. Während sie im wirklichen Leben immer mehr Widerständen begegnet, kommt sie im Traum immer näher hinter ihr Geheimnis. Aber was wäre, wenn ihre Träume und die Wirklichkeit nie voneinander getrennt waren?“
(Rückentext der DVD)

Als ich mir „8 Sekunden – Ein Augenblick Unendlichkeit“ gekauft habe, war ich von dem Titel fasziniert, denn er regt bei mir die Fantasie an. Wie kann so etwas wie ein Augenblick auch gleichzeitig unendlich sein? Und 8 Sekunden sind sogar fast zu wenig, um als ein Augenblick durchzugehen, oder? Wie ich den Streifen empfunden habe, erfahrt ihr nun in meiner Kritik.

Die Handlung dreht sich um Esra, die eine ganz besondere Persönlichkeit ist. Bereits im frühen Kindesalter hat sie sehr lebhaft geträumt. Nicht immer waren die Leute von den Erzählungen über ihre Träume begeistert. Bis irgendwann ihre Träume nicht nur ihren Schlaf, sondern auch ihr Leben nachhaltig beeinflussen.

„8 Sekunden – Ein Augenblick Unendlichkeit“ lässt mich manchmal sehr zwiegespalten zurück.
Das lässt sich ziemlich einfach erklären: Wenn man sich die Story anschaut, bekommt man vordergründig ein deutsch-türkisches Drama zu sehen, das die Irrungen und Wirrungen des Lebens detailliert und in seiner ganzen Breite aufzeigt, das es aber währenddessen vermissen lässt, eine für alle Seiten glückliche Lösung zu suchen, geschweige denn zu finden.
Wenn man allerdings sehr genau hinschaut, dann sieht man einen Film, der sich mit dem Thema Träume befasst und wie weit sie sich in einem Leben und in einem Alltag manifestieren können. Es geht also um mehr, als nur um das Leben. Es geht um verschiedene Realitäten und wie sie sich ausdrücken können. In gewisser Weise ist „8 Sekunden – Ein Augenblick Unendlichkeit“ ein biografisches Werk, in dem Esra Inal sich selbst spielt und Teile ihrer Geschichte mit dem Publikum teilt.
Insofern erlebt der Zuschauer mit diesem Streifen keinen einfachen Spielfilm, sondern ein Stückchen intime Persönlichkeit.

Was die Spannung betrifft, schafft dieser Streifen es leider nur bedingt, mitzureißen. Die meiste Zeit funktioniert dieser Film allerdings aufgrund der Handlung, ohne dabei übermäßig spannend zu sein. Es entsteht vielmehr ein gesteigertes Interesse, das den Zuschauer am TV-Gerät lässt.

Der Cast ist vielfältig und beherbergt neben einigen bekannten Darstellern auch eine Reihe unbekannter Schauspieler. Dabei kann man keinen Qualitätsunterschied feststellen. Das liegt aber nicht daran, dass Fahri Yardim, Axel Stein oder Mehmet Kurtulus schlecht waren, sondern dass der gesamte Cast perfekt harmoniert hat. Esra Inal spielt in ihrer ersten Rolle sich selbst und gibt die ganze Zeit alles und das weiß durchaus zu imponieren, während ihre Kollegen ihr den Raum geben und sich einzubringen wissen.

Ein besonders wichtiger Punkt sind die Emotionen. Bei Esra Inal scheinen sie überzulaufen, weil sie es am besten weiß, wie es ist, ihr Leben zu leben. Beim Rest sind sie in einem sehr guten Maße und wissen dadurch zu überzeugen. Auch in den aufgeladenen Momenten, in denen es gefühlstechnisch besonders zur Sache geht, ist Esra Inal immer etwas drüber und der Partner in einem richtigen Maße unterstützend.
Auch was die Originalität betrifft, bekommt das Publikum einen überzeugenden Streifen zu sehen. Umsetzung, Idee und Darsteller funktionieren auf ihre eigene Weise besonders gut und ziehen das Publikum gleichermaßen in ihren Bann.

Mit knapp 116 Minuten ist dieser Film nicht besonders lang, allerdings fühlt er sich länger an. Es gibt Szenen, die besonders schwerfällig und behäbig sind, in denen die Handlung zu stagnieren scheint. Auch, dass in einigen Szenen Dinge passieren, auf die sich später nicht mehr bezogen wird, hinterlässt einen faden Beigeschmack. Schlussendlich hätte „8 Sekunden – Ein Augenblick Unendlichkeit“ eine kürzere Laufzeit besser zu Gesicht gestanden.

Die musikalische Untermalung war vielseitig und gefiel mir persönlich gut. Der Score überzeugt durch eine Mischung aus traditionell-orientalischen und internationalen, populären Stücken, die dem Streifen in seiner Gänze eine eigene Dynamik verleihen.

Mir liegt aber ein ganz anderer Punkt am Herzen, den ich auch statt des Settings bewerten möchte:
die Effekte. Im Handlungsverlauf stellt man sich als Zuschauer auch immer wieder die Frage, ob es sich jetzt um einen Traum oder um die Realität handelt, was natürlich noch einmal die schwammigen Grenzen Esras aufzeigt, da selbst sie diese nicht immer voneinander zu unterscheiden weiß. Es gibt aber auch immer wieder Szenen, in denen man weiß, dass es sich um einen Traum handelt und da schlagen die Effekte zu. Sie sind überzeugend und lassen einen vergessen, dass wir hier eine türkisch-deutsche Produktion haben, denn sie spielt zweifelsohne auf internationalem Niveau. „8 Sekunden – Ein Augenblick Unendlichkeit“ kann man also ein grundsätzlich positives Zeugnis ausstellen.


Im Rahmen der Filmreise-Challenge habe ich nun Aufgabe #25 „Schaue einen Film, in dem Träume ein zentrales Thema sind“ beendet. Für weitere Informationen klickt bitte einfach auf das Banner.

Meine Meinung:
„8 Sekunden – Ein Augenblick Unendlichkeit“ hat mich grundsätzlich überzeugt. Auch wenn ich kein hundertprozentiges Loblied auf diesen Film singen möchte und er auch nicht mein absolut liebster Lieblingsfilm wird, schaffte er es, mich zu überraschen und zu unterhalten.

Dieser für mich überraschende Film erhält folgende Bewertung:

Meine Wertung:
Spannung: 7,0 von 10
Story: 8,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,5 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 8,0 von 10
Effekte: 10 von 10
GESAMT: 8,0

The Return of the First Avenger

Titel: The Return of the First Avenger (engl.: „Captain America: The Winter Soldier“)
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: Anthony Russo / Joe Russo
Musik: Henry Jackman
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 130 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Zwei Jahre sind vergangen, seit Steve Rogers alias Captain America (Chris Evans) gemeinsam mit den Avengers in New York einen außerirdischen Angriff zurückgeschlagen hat.

Zurück in Washington, kämpft er im Auftrag von Nick Fury (Samuel L. Jackson) gemeinsam mit Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johansson) erfolgreich in neuen Geheimoperationen. Als bei einem Einsatz ein S.H.I.E.L.D.-Agent unter Beschuss gerät, wird Rogers plötzlich in ein Netz von Intrigen hineingezogen, das zu einer Gefahr für die ganze Welt zu werden droht. Gemeinsam mit seinen Verbündeten steht er schon bald einem ebenso unerwarteten wie höchst gefährlichen Gegner gegenüber – dem Winter Soldier.“
(Rückentext der DVD)

Auf meiner Reise durch das Marvel-Cinematic-Universe führte mich mein Weg zum zweiten Abenteuer von Captain America. Der deutsche Titel lautet „The Return of the First Avenger“, was das immer mit den anderen Titeln soll, weiß ich auch nicht. Die deutschen Vermarkter haben wohl irgendein Problem mit „Captain America: The Winter Soldier“.

Der Zuschauer merkt schon sehr früh, dass er mit der Captain-America-Reihe keine gewöhnlichen Comicverfilmungen bekommt. Ohne den dritten Teil zu kennen, kann man bereits jetzt und nach nur wenigen Minuten im zweiten Teil feststellen, dass die Grundthematik hinter dieser Verfilmung eine ganz Besondere ist. Rückblickend betrachtet, verändert dieser Film sogar die Handlung des Vorgängers. Bisher kann man aber sagen, dass sich „Captain America“ zwei Elementen hingibt. Das erste Element ist oberflächlich betrachtet ein reines Action-Element. Besonders auffällig sind die vielfältigen Variationen: Explosionen, Schießereien und Nahkampf-Szenen, die allesamt durchchoreografiert und dabei nicht zu viel sind. Es wird eine perfekte Balance zwischen Actionsequenzen und Charakterszenen geschaffen, die alles sehr homogen wirken lässt.
Das zweite Element ist im Grunde ein tiefgreifend-moralisches Element. Ganz klar wird hier der Charakter von Steve Rogers hervorgehoben, der auf eine besorgniserregende Art und Weise fragt, wo Freiheit anfängt, wo sie aufhört und welche Mittel zur Verteidigung erlaubt sind.
Damit ist „The Return of the First Avenger“ weitaus philosophischer als alle anderen Filme aus dem MCU.

Die Handlung ist chronologisch erzählt und stringent aufgebaut. Was ich leider wieder nicht so toll finde, ist, dass man sich nicht auf die Ereignisse aus dem ersten Zusammenkommen der Avengers bezieht. Stattdessen ist dieser Teil, natürlich ganz im Stile eines Einzelabenteuers, losgelöst zu betrachten. Erzähltechnisch wartet der Streifen nicht nur mit einer schlüssigen Handlung auf, sondern auch durch einige Wendungen und Überraschungen.

Grundsätzlich steckt in diesem Streifen sehr viel Spannung und das auch gleich auf mehreren Ebenen. Auf der Handlungsebene sind es Intrigen und Manipulationen, die immer wieder das Interesse der Zuschauer wecken und nach oben treiben. Unterstützt wird die Handlung durch ein paar sehr hübsche und sehr stark inszenierte Actionsequenzen. Zu guter Letzt ist es die Charakterebene, die für Spannung sorgt. Figuren und ihre Beziehungskonstellationen sind dabei extrem unterhaltsam und bergen die komplette Zeit Konfliktpotential.

Stark sind auch die emotionalen Ausprägungen, dabei agieren die Figuren stets gefühlstechnisch glaubwürdig. Der moralische Aspekt, der immer wieder von Captain America angestoßen und hervorgehoben wird, spielt da eine nicht unwesentliche Rolle. Wenn man genauer hinschaut, erkennt man auch die List, mit denen die Charaktere ausgestattet sind.
Dem Cast kann man bloß eine herausragende Leistung attestieren.
Folgerichtig steht es ähnlich positiv um die Glaubwürdigkeit der Darsteller.

Die Musik ist einzig darauf ausgelegt, den Film zu untermalen, ohne dabei ein besonderes Alleinstellungsmerkmal zu besitzen. Ganz anders sieht es da mit dem Setting aus. Die Kameraarbeit ist solide und folgt den Prinzipien des Marvel-Cinematic-Universe. Actionlastig und auf maximale Spannung ausgelegt.
Die Kulissen überzeugen durch eine hohe Vielfalt, die einzig und allein dem Film hilft, die Story glaubwürdig zu transportieren und darzustellen. Die Auswahl ist dahingehend sehr gelungen.

Meine Meinung:
„The Return of the First Avenger“ ist der bisher beste Film im gesamten MCU. Die Story, die Spannung und die Glaubwürdigkeit haben mir insbesondere bei dieser außergewöhnlichen Thematik gut gefallen. „Captain America“ zeigt beispielhaft, wie Action- und Charaktersequenzen miteinander agieren können, ohne dass dabei eine komplett hanebüchene Story bei herumkommt und der Unterhaltungswert auf mehreren Ebenen gegeben ist.

Im Gegensatz zu den „Thor“-Filmen, wo mit jedem neuen Teil die Qualität abnimmt, schafft es „Captain America“ nicht nur seine Heimat zu retten, sondern auch meinen Filmspaß, denn den hatte ich gewiss.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Action: 9,5 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 7,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,0 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
Setting: 7,0 von 10
GESAMT: 8,0

Reihenfolge
1. Captain America: The First Avenger
2. The Return of the First Avenger

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom
9. The Return of the First Avenger
10. Guardians of the Galaxy

„Der Koffer“ im März und April 2018

Bald ist schon der Mai vorbei und ich habe noch nicht einmal den Monatsrückblick der letzten beiden Monate veröffentlicht. Manchmal macht einem das Leben einen Strich durch die Rechnung, aber ich möchte hier niemandem etwas schuldig bleiben.
Eines kann ich allerdings vorwegnehmen: Filmtechnisch ist nicht allzu viel passiert.

„New In“ sind:
• „The Magicians“ (Staffel 2) (DVD, 2017)
• „Thor: Tag der Entscheidung“ (DVD, 2017)
• „Soul Eater“ (komplette Serie) (DVD, 2008/2009)
• „Sword Art Online“ (Staffel 1/Box 1) (DVD, 2012)
• „Sword Art Online“ (Staffel 1/Box 2) (DVD, 2012)
• „Justice League“ (BluRay, 2017)
• „Amelie rennt“ (DVD, 2018)
• „Sword Art Online“ (Staffel 1/Box 3) (DVD, 2013)
• „Sword Art Online“ (Staffel 1/Box 4) (DVD, 2013)
• „Psycho Pass“ (Vol. 1) (DVD, 2012/2013)
• „Poldark“ (Staffel 3) (DVD, 2018)
• „Call my Agent“ (Staffel 1) (DVD, 2017)
• „Star Wars: Episode VIII – Die letzten Jedi (DVD, 2017)

Der ziemlich langen Neuzugänger-Liste steht eine kürzere Gesehen-Liste gegenüber. Es ist eben deutlich leichter Filme und Serien käuflich zu erwerben, als sie zu schauen.
Einige Filme habe ich gesehen und deren Artikel auch schon geschrieben, jedoch noch nicht veröffentlicht. In den nächsten Tagen werdet ihr also an dieser Stelle einige zu sehen bekommen.

Auf der „Watched“-Liste sieht es wie folgt aus:
• „Riverdale“ (Staffel 1) (Stream, 2017)
Eine spannende Serie um Freundschaft, Verrat, Intrigen, Liebe und Mord.

• „Gauguin“ (DVD, 2017)

• „The Magicians“ (Staffel 2) (DVD, 2017)

• „Thor – The Dark Kingdom“ (DVD, 2013)

• „The Return of the First Avenger“ (DVD, 2014)

• „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ (DVD, 2006)

• „Sword Art Online“ (Staffel 1/Box 1) (DVD, 2012)

• „8 Sekunden – Ein Augenblick Unendlichkeit“ (DVD, 2015)

• „Sword Art Online“ (Staffel 1/Box 2) (DVD, 2012)

• „Fullmetal Alchemist“ (Stream, 2003)
Die erste Serie mit über 50 Episoden habe ich einer zweiten Sichtung unterzogen. Die Serie hat nach wie vor seinen Charme, Tiefe und Spannung.

• „Dear White People“ (Staffel 1) (Stream, 2017)
Eine Serie, die viel zu wenig aus ihren Möglichkeiten macht und die komplette Zeit immer etwas hinterherhängt. Insgesamt fehlt es an vielen Komponenten, um eine unterhaltsame Serie zu sein.

• „Amelie rennt“ (DVD, 2017)

Ganz aktuell hat die Filmreise-Challenge noch keine große Fahrt aufgenommen, auch das wird sich in den nächsten Tagen ändern.
Derzeit habe ich 5 von 70 Aufgaben bewältigt.