[Gastrezension] Pretty Little Liars (Staffel 2)

Titel: Pretty Little Liars (Staffel 2) (engl.: „Pretty Little Liars (Season 2)“)
Idee: Marlene King (Serie) / Sara Shepard (Bücher)
Genre: Mystery / Drama / Romanverfilmung
Musik: Michael Suby
Dauer: 25 Folgen à ca. 42 Minuten
Erscheinungsjahr: USA: 2011/2012 / Deutschland: 2013
Altersfreigabe: FSK 12

„Ganz Rosewood will wissen, wer Alison umgebracht hat – gemunkelt wird von Aria, Emily, Hanna und Spencer. Die Girls sehen sich gezwungen, ihre Freundschaft von nun an heimlich zu pflegen, und weil sie auch eine Therapie machen müssen, fühlen sie sich völlig isoliert. Gibt es vor dem aufmerksamen Auge von „A“ kein Entrinnen? Nicht nur das Verhältnis zu den Eltern ist zerrüttet – auch in den Liebesbeziehungen hängt der Haussegen schief. Deshalb überlegen die Girls, ob sie ihr Geheimnis preisgeben sollen – was ihren Pakt nur noch mehr belastet. Während das Geheimnis immer undurchdringlicher erscheint, tauchen weitere Leichen auf, und „A“s Botschaften werden immer bedrohlicher. Jetzt brauchen die Girls einander mehr denn je.“
(Rückentext der DVD)

Ich habe es nicht ausgehalten und konnte keine Pause nach Staffel 1 machen. Ich musste unbedingt weiterschauen und sehen, wie es mit den vier Freundinnen weitergeht.

Nicht nur ich machte direkt weiter, auch Staffel 2 setzt nur wenige Stunden nach dem Finale der Vorgängerstaffel an. Ians Leiche ist verschwunden und niemand glaubt Aria, Hanna, Emily und Spencer. Nicht einmal ihre Eltern. So finden sie sich bald bei einer Psychologin wieder. Doch nicht nur deswegen fällt es der Clique immer schwerer, das Geheimnis um A zu verschweigen. Es fällt auch immer schwerer, ihre Freunde und Familien zu belügen. Und das, obwohl As Schritte und Forderungen immer extremer, gefährlicher und schmerzhafter werden.

Die Geschichte geht weiter, hat sich aber weder in der Erzählweise, noch in den Grundzügen geändert. Immer noch bestehen die großen Fragen, wer A ist und wer Alison getötet hat. Diese Fragen versuchen die Mädchen immer noch durch eine Mischung aus Detektivarbeit und Schnitzeljagd zu lösen.
Die Spannung ist dabei ungebrochen hoch, vor allem, weil stetig neue Kleinigkeiten und Informationen preisgegeben werden. Dabei werden immer noch neue Verdachtsmomente eingestreut und die Meinungen zu einzelnen Figuren in Frage gestellt. Genau deswegen kommt es zu Überraschungen, Wendungen und sprachlosen Momenten – im und vor dem Fernseher. Nichtsdestotrotz werden die Geschehnisse und neuen Erkenntnisse aber nie unlogisch oder übertrieben. Nur sind manche Zufälle und Pläne von A zu leicht umgesetzt. Zu einfach schlucken die Mädels manchen Köder oder finden den Hinweis. Für manche Schlussfolgerungen würden Normalsterbliche wohl auch länger brauchen als Aria, Hanna, Emily und Spencer.
Die Geschichte und die Geheimnisse sind insgesamt tiefgreifender, weitreichender und verworrener geworden. Deswegen sollte man auch als Zuschauer immer konzentriert bleiben, denn kleine Hinweise, die vor mehreren Folgen aufkamen, könnten plötzlich wieder wichtig werden.
Klassisch für amerikanische Serien gibt es in Staffel 2 auch zum ersten Mal eine Halloween-Folge, die sogar mit einem speziellen Intro aufwartet.

Wieder werden neben dieser Hauptstory andere Themen behandelt, die für Jugendliche wichtig sind, wie homosexuelle Beziehungen oder (Cyber)Mobbing. In diesen augenscheinlichen „Nebenbereichen“ liegt eine ganz große Stärke der Serie.

Die Figuren haben sich deutlich weiterentwickelt. Jeder in seiner Art. Selbst die Nebenfiguren sind nicht mehr die, die sie noch in Staffel 1 waren. Dabei haben alle eine logische, wenn auch nicht immer positive Entwicklung und Veränderung genommen. Auch das macht es so spannend, die Serie zu verfolgen. Man kann sich nie darauf verlassen, dass jemand der bleibt, der er war. Oder eben vielleicht auch nicht war.
Insgesamt machen es einem aber viele Figuren wahnsinnig einfach, sein Herz an sie zu verlieren. Konnte ich in Staffel 1 noch klar Favoriten bei den vier Mädels und ihren jeweiligen Partnern ausmachen, fällt es mir nach dieser Staffel deutlich schwerer. Immer, wenn ich eine einzelne Charakterszene sehe, bin ich sicher, dass das mein Lieblingscharakter ist. Und schon in der nächsten Szene ändert es sich.

Die Emotionen spielen wieder eine große Rolle in der Geschichte. Die volle Bandbreite wird wieder abgedeckt. Und auch dieses Mal schaffen es die Schauspieler sie so überzeugend rüberzubringen, oft nur mit kleinen Blicken, dass sie mich mitgenommen, eingenommen und bewegt haben.
Einzig irritierend ist nur, dass die Figuren so schnell über Schicksalsschläge hinwegkommen. Unfälle, Trennungen, Tode… alles wird relativ kurz betrauert und dann geht es weiter.

Die Musik ist der Mischung aus instrumentaler, klassischer Filmmusik und echten Songs treu geblieben. Auffällig ist, wie unfassbar gutgemacht die Wechsel aus unbeschwerten Klängen hin zu nervenzerreißenden ist. Waren die Songs in der ersten Staffel noch schön und passend, aber irgendwie alle gleich im Stil, öffnet sich die zweite Staffel dahingehend etwas mehr. Der Hauptteil der Songs ist immer noch unbeschwert und leichtherzig, ohne kitschiger Pop zu sein, doch immer öfter werden auch Lieder eingesetzt, die sich deutlich absetzen und kantiger sind.
Für mich hat die Serie auch zwei Songs hervorgebracht, die ich auch nach dem Ausschalten der DVD höre. Einmal der Titelsong „Secret“ von The Pierces und ein Lied, das in der finalen Szenen eingesetzt wurde: „Suggestions“ von Orelia Has Orchestra.

Mit 22 Folgen und 925 Minuten bot die erste Staffel schon viel Stoff, doch die zweite Staffel legt da sogar noch einiges drauf. 25 Folgen und 1050 Minuten lang kann der Zuschauer sich nun in das kleine Städtchen Rosewood begeben und rätseln, entspannen, anspannen, sich gruseln und sich verlieben.

Meine Meinung:
Ich würde mich am liebsten den ganzen Tag mit der Serie beschäftigen, selbst wenn ich sie nicht schaue. Ich möchte sie all meinen Freunden empfehlen oder mit ihnen darüber reden. Oder zumindest würde ich gern ganz viel googeln. Spannende Storys vom Set oder von den Schauspielern lesen. Doch ich traue mich nicht. Zu groß ist meine Angst, gespoilert zu werden.
Ich kann es kaum abwarten, mit Staffel 3 weiterzumachen, denn auch diese liegt schon neben dem Fernseher.

Meine Wertung:
Story 8,5 von 10
Spannung: 8,0 von 10
Länge: 8,5 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Emotionen: 8,0 von 10
Schnitt: 9,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 8,3

Reihenfolge:
1. Pretty Little Liars (Staffel 1)
2. Pretty Little Liars (Staffel 2)
3. Pretty Little Liars (Staffel 3)
4. Pretty Little Liars (Staffel 4)
5. Pretty Little Liars (Staffel 5)
6. Pretty Little Liars (Staffel 6)
7. Pretty Little Liars (Staffel 7)

Autor: buecherherz

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3 Gedanken zu „[Gastrezension] Pretty Little Liars (Staffel 2)

  1. Pingback: [Gastrezension] Pretty Little Liars (Staffel 1) | zacksmovie

  2. Pingback: [Gastrezension] Pretty Little Liars (Staffel 3) | zacksmovie

  3. Pingback: [Gastrezension] Pretty Little Liars (Staffel 4) | zacksmovie

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