Happy Feet

happy-feet_coverTitel: Happy Feet
Genre: Animationsfilm
Regie: George Miller
Musik: John Powell
Produzenten: Bill Miller / George Miller / Doug Mitchell
Dauer: ca. 104 Minuten
Erscheinungsjahr: 2006
Altersfreigabe: FSK 0

„Kaiserpinguine sind zum Singen geboren. Außer Mumble – er ist zum Tanzen geboren… zum Stepptanzen. Dieses für Pinguine ungewöhnliche Verhalten führt schließlich dazu, dass Mumble seine Heimat verlassen muss und sich in die weite, kalte Welt hinauswagt. Begleitet wird er von seinen Freunden den Adelie-Pinguinen und dem allwissenden Felsenpinguin Lovelace. Mumble begibt sich auf eine abenteuerliche Reise und beweist schließlich, dass man wirklich etwas bewegen kann… wenn man nur sich selbst treu bleibt.“
(Rückentext der DVD)

Ein Artikel von Filmkompass hat mich angestachelt und so habe ich mir nun „Happy Feet“ angeschaut.

Animationsfilme sind, wenn sie gut gemacht sind, immer etwas Besonderes. Dass „Happy Feet“ sich in meinem Besitz befindet, ist auch irgendwie logisch, denn Pinguine sind neben den Eisbären seit jeher meine Lieblingstiere. Mein liebster Animationsfilm ist zwar „König der Wellen“, aber heute kümmere ich mich zunächst um „Happy Feet“.

Die Geschichte dreht sich um den Kaiserpinguin Mumble und wie er, anders als alle anderen, tanzt statt zu singen. Es geht um ebenjenes Anderssein, um sich treu bleiben und um einen Weg zu sich selbst zu finden.

Die Geschichte ist, bis auf ein paar Ausnahmen, weitestgehend kindgerecht. Die Ausnahmen kann der Zuschauer wahrlich an einer Hand abzählen. Die Erzählweise ist dabei aber stets linear und nicht verwirrend. Darüber hinaus hat dieser Streifen auch eine gelungene Nebenhandlung parat. Man muss aber ganz klar sagen, dass „Happy Feet“ die Thematik eines Ausgestoßenen nicht neu erfindet. Mumble wird zum Außenseiter und erlebt etwas, dass ihn irgendwie doch in die Mitte seiner Gemeinschaft zurückholt. Also nichts Innovatives, aber dennoch interessant erzählt.
Was die Spannung betrifft, ist „Happy Feet“ mit kaum aufregenden Szenen ausgestattet, vielmehr ist es das Interesse und die sehr guten Animationen, die den Zuschauer am Bildschirm fesseln.

„Happy Feet“ bringt auch etwas zum Lachen mit. Die ganzen Szenen, in denen es ums Tanzen und Singen geht und besonders zu Anfang, als Mumble kein Herzenslied trällerte, sondern eher mit seinen kleinen Füßen wild durch die Gegend stampfte, werden witzig wiedergegeben.
Grundsätzlich ist dieser Streifen aber eher nicht witzig.
Stattdessen ist „Happy Feet“ ein animiertes Abenteuer, das für kurzweilige Unterhaltung sorgt.

Da bin ich auch schon bei den Animationen, das Herzstück eines Animationsfilmes. Diese sind sehr originell. Die Hauptfiguren kann der Zuschauer aufgrund einer Eigenschaft, eines Musters oder Ähnlichem von anderen unterscheiden und der Rest der namenlosen Herde sieht irgendwie gleich aus. Da haben sich die Macher bei wiederkehrenden Pinguinen Mühe gegeben und beim Rest sieht es so aus, als trügen allen Uniformen, was einen guten Kontrast bietet, da sie wie eine eingeschworene Gemeinschaft gegen Mumble aussehen.
Es gibt auch einige Szenen, in denen man Menschen zu Gesicht bekommt und da muss ich sagen, dass das Gezeigte schon ziemlich realistisch aussah. Es ist gut möglich, dass man dort Computertechnologie nachgeholfen hat und diese Szenen tatsächlich gedreht wurden, sicher bin ich mir da aber nicht. Wenn nein, dann ist das Animationskunst auf ganz hohem Niveau.
Auch das Wasser, das Verhalten bei einbrechendem Eis und natürlich das Eis selbst ist extrem gut dargestellt und selten in diese hohe Qualität von mir in Animationsfilmen gesehen worden.

Ein nächster sehr wichtiger Punkt ist die Musik. Ohrwürmer an jeder Ecke, gut zusammengestellt und von den Synchronsprechern im Original eingesungen, dadurch haben alle Songs einen neuen Charakter bekommen und das macht diesen Film zu etwas Besonderem. Nicht nur, dass der Score überaus unterhaltsam ist, nein er ist auch noch grandios aufeinander abgestimmt und deswegen der kleine Star in diesem Film.

Das Setting ist passend. Der Film bleibt bei dem Thema Pinguine und wird nicht abgedreht. Es passt alles wunderbar zusammen und auch die Bilder, die das Publikum zu sehen bekommt, wie bereits angedeutet, sind sehr sehenswert.

Die Länge ist mit ca. 104 Minuten auch fast abendfüllend. Es gibt kaum Längen und wenig Szenen, in denen Langeweile aufkommt. Insgesamt fühlte sich der Film für mich eher kurzweilig an.

happy-feet_dvdMeine Meinung:
Ich hatte wirklich keine Erwartungen an diesen Streifen, außer dass er mich gut unterhalten sollte.
Er hat es geschafft. Dieser aus dem Jahr 2006 stammende Film hat mich in puncto Animationen so sehr überzeugt, wie es jüngere Streifen nicht geschafft haben.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Zusammenspiel aus Charakter/Figur (in diesem Fall Pinguin) und Musik. Die Pinguine haben nicht willkürlich irgendein Lied gesungen, nein, viel mehr ist das Lied Teil des Charakters.

Ich hatte mit „Happy Feet“ meinen Spaß, obwohl die Story wenig innovativ ist und spannungstechnisch keine bis wenige aufregende Szenen vorhanden sind.

Meine Wertung:
Spannung: 6,0 von 10
Animationen: 10 von 10
Humor: 6,0 von 10
Story: 6,5 von 10
Länge: 7,5 von 10
Musik: 10 von 10
Setting: 8,0 von 10
GESAMT: 7,7

Ein Gedanke zu „Happy Feet

  1. Pingback: „Der Koffer“ im Dezember – zacksmovie

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