After Midnight – Die Liebe ist ein Monster

© „After Midnight – Die Liebe ist ein Monster“ (Meteor Film GmbH)

Titel: After Midnight – Die Liebe ist ein Monster (original „After Midnight (aka Something Else)“)
Genre: Monsterfilm
Regie: Jeremy Gardner / Christian Stella
Musik: Eric Krans / Jen O`Connor
Produzenten: David Lawson Jr. / Aaron Moorhead
Dauer: ca. 84 Minuten
Erscheinungsjahr: 2020
Altersfreigabe: FSK 16

„Alles schien gut zu laufen in der Beziehung von Hank und Abby – vor allem nach dem Einzug ins neue Heim. Dennoch ist Abby eines Tages verschwunden und nur ein Abschiedsbrief erinnert Hank an die Zeit mit ihr. Zwischen depressiven Phasen und Selbstvorwürfen versucht er, mit ihr Kontakt aufzunehmen, doch seine Anstrengungen scheinen vergebens. Stattdessen sieht sich Hank nächtlich immer häufiger den Angriffen eines monströsen Wesens ausgesetzt, das an der Tür kratzt und geräuschvoll sein Anwesen durchstreift. Keiner seiner Freunde glaubt ihm, und so muss Hank selbst die Initiative ergreifen, um dem Monster ein für alle Mal den Garaus zu machen.“
(Kurzinhalt laut Presseheft)

Ich hatte wieder die Möglichkeit bekommen, einen Film vorab sehen zu dürfen. Dieses Mal entstammte der Streifen allerdings nicht meinem bevorzugten Genre, denn es war ein Horrorfilm!
Titel des Films, der am 29.02.2020 seinen Heimkinostart hat, ist „After Midnight – Die Liebe ist ein Monster“.

© „After Midnight – Die Liebe ist ein Monster“ (Meteor Film GmbH)

Hanks leben läuft gut, zumindest solange bis seine Freundin Abby aus seinem Leben tritt. Seitdem besucht ihn Nacht für Nacht ein Wesen, das an seiner Tür kratzt und sein Leben mächtig auf den Kopf stellt. Mit einer Schrotflinte bewaffnet, wartet Hank auf das Wesen, um es niederzustrecken.
So viel zum Inhalt.

Hinter diesem Film verbirgt sich eine Prämisse, die viel zu versprechen scheint, aber ich werde damit aufräumen müssen. Am besten ihr lasst keine Erwartungen aufkommen, denn sie können nicht erfüllt werden und das obwohl „After Midnight“ trotzdem etwas zu bieten hat.

© „After Midnight – Die Liebe ist ein Monster“ (Meteor Film GmbH)

Der Bezeichnung „Horror“ kommt „After Midnight“ nicht nach, nein, er wird ihr nicht so richtig gerecht. Was fehlt? Naja, alles. Deswegen habe ich ihn in meiner Info ganz oben auch als „Monsterfilm“ bezeichnet, wobei man da eigentlich auch das Monster streichen könnte. Es ist also ein Film. Vielleicht so etwas, das in Richtung Drama oder Kammerspiel mit Thriller-Elementen geht, aber nicht mehr.

Was die Spannung betrifft, seid ihr aber bei diesem Film an der komplett falschen Adresse, denn „After Midnight“ fühlt sich so an wie ein sehr langer Monolog. Ein interessanter – hin und wieder mit Musik unterlegter – Monolog. Und auch was die „Horrorelemente“ betrifft, gibt es ein, zwei Szenen, die einen sehr, sehr kurz erschrecken.

Die Emotionen wirken stark zurückgenommen, obwohl „After Midnight“ auch hier mehr sein kann und eigentlich auch will. Immerhin vermisst die Hauptfigur jemanden und das wird auch ganz deutlich. Die wiederkehrenden Erinnerungen an Abby lassen Hank bessere Zeiten vermissen und auch die aktuelle Situation besser reflektieren. Man erlebt hier eine schöne Entwicklung, die durch die Anwesenheit eines Monsters überlagert wird.

Das Setting war stimmig und thematisch hätte man mehr herausbekommen können. Ein Dorf, irgendwo in der amerikanischen Einöde, wo es außer unbefestigten Straßen wenig zu finden gibt. Aber umso besser war die Musik, die mir auch Tage später noch in den Ohren liegt und mich in einen Traum voller Sonnenuntergänge und staubiger Wüsten entführt. Grundsätzlich lässt sich zur Musik sagen, dass sie sehr atmosphärisch war und weniger die Szenen, als vielmehr das untermalte, was der Protagonist zu sagen hatte. Als ob es einen ständigen Dialog gäbe und alles, was geantwortet wird, eine Melodie ist.

„After Midnight – Die Liebe ist ein Monster“ erscheint am 29.02.2020 auf BluRay und DVD.

© „After Midnight – Die Liebe ist ein Monster“ (Meteor Film GmbH)

Meine Meinung:
Ich habe es eingangs gesagt: Habt keine Erwartungen, dann werdet ihr zumindest nicht enttäuscht.
Der Film hat sehr, sehr viele Schwächen und sehr wenig Stärken, ABER ich empfand ihn trotz dessen als einen kurzweiligen Film, in dem ein Irrer seine Geschichte monologartig zum Besten gibt und dabei mit seiner Freundin spricht, die es schon längst nicht mehr gibt.
Spaß hat mir der Film nur bei der Musik gebracht, sonst war es eher ein „puh, muss jetzt nicht sein“.

Meine Wertung:
Spannung: 3,0 von 10
Story: 4,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 6,0 von 10
Authentizität: 4,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 5,3

7 Gedanken zu „After Midnight – Die Liebe ist ein Monster

  1. Ma-Go

    „in dem ein Irrer seine Geschichte monologartig zum Besten gibt und dabei mit seiner Freundin spricht, die es schon längst nicht mehr gibt.“

    Waaaaaas? Was hast du denn für einen Film gesehen? 😂 Wieso ist der Irre? Und wieso soll es die Freundin nicht mehr geben?

    Ich finde schon, dass der Film recht emotional war. Ich könnte mich zumindest in beide Protagonisten einfühlen.

    Ich finde der Film hat deutlich mehr stärken als Schwächen. Allerdings ist das Ende meiner Meinung nach so schlecht, dass es den Gesamteindruck deutlich getrübt hat.

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    Antwort
      1. Zack Autor

        Ja, die Freundin ist nicht außer Landes, sie ist einfach nur weg. Irre, weil er trotz ihrer Abwesenheit versucht mit ihr Kontakt aufzunehmen, in dem er mit ihr redet.

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      2. Ma-Go

        Hä? Wenn meine Freundin eines Tages abhauen würde, würde ich sie auch anrufen. Ansonsten spricht er doch nicht mit ihr, wenn sie weg ist. Oder hab ich was verpasst? Die beiden sprechen erst miteinander als sie wieder da ist.

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      3. Zack Autor

        Meinst du nicht, dass all die Erinnerungen so etwas wie eine Kontaktaufnahme ist? Ein monologisiertes „vor sich hin reden“ als ob man einen Gesprächspartner da wäre? Vielleicht interpretiere ich da auch zu viel hinein.

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      4. Ma-Go

        Hm… denke nicht. Ich schätze, da er verlassen wurde, denkt er halt an die gute alte Zeit. Das ist denke ich vollkommen normal und hat jeder schon mal erlebt. Da würde ich persönlich gar nichts rein interpretieren.

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