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Ted 2

IMG_4463Titel: Ted 2
Genre: Komödie
Regie: Seth MacFarlane
Musik: Walter Murphy
Produzenten: Scott Stuber / Seth MacFarlane / John Jacobs / Jason Clark
Dauer: ca. 111 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Altersfreigabe: FSK 12

„In ‚Ted 2’ nimmt der plüschige Pöbler mal wieder kein Blatt vor den Mund. Als Ted erfährt, dass er offiziell nicht als Mensch gilt, hat das verhängnisvolle Konsequenzen: Die Ehe mit seiner großen Liebe Tami-Lynn wird annulliert und der Plan, ein Baby zu adoptieren, zunichte gemacht! Das kann Ted natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Also engagiert er gemeinsam mit seinem besten Freund John (Mark Wahlberg) die hübsche Anwältin Samantha (Amanda Seyfried) und kämpft vor Gericht um seine Bären- äh… Bürgerrechte.“
(Rückentext der DVD)

Dieses Mal habe ich mir „Ted 2“ angeschaut. Nachdem „Ted“ ja schon in meiner A-Z-Challenge vorkam und ich den Film grundsätzlich witzig fand, bin ich gespannt, wie nun die Fortsetzung bei mir ankommt. Man sagt ja, dass zweite Teile immer schlechter als ihre Vorgänger sind. Trifft das auch auf diesen Film zu?

Die Handlung der Fortsetzung ist anders. Wo es im ersten Teil noch um die Figuren, um das, was sie verbindet und was sie erlebt haben, drehte, geht es hier nur um Ted und welche Rechte man ihm einräumt oder nicht einräumt. Natürlich ist das Ganze noch mit einem Antagonisten versehen und schon hat man eine dramatische Nebenhandlung. Über den Inhalt gibt der Rückentext deutlich Aufschluss.
Ansonsten ist die Geschichte nicht sonderlich tiefgreifend, innovativ oder originell, mit Ausnahme einer Komponente: In keinem anderen Film, in dem es um Recht oder Gerechtigkeit geht, und auch sonst in keiner anderen Komödie ist ein lebender Teddy-Bär der Protagonist.
Das ist das einzig Besondere am ganzen Film.

Spannungstechnisch bewegt sich „Ted 2“ auch eher auf dem Niveau von einem Grundschultheaterstück von „Der Regenbogenfisch“. Alles läuft nahezu genau so ab wie im ersten Teil und die Motive sind, besonders im „dramatischen“ Nebenstrang, sehr ähnlich und einfach gehalten.

Die größte Veränderung nahm „Ted 2“ im Humor auf sich. Wo es im ersten Teil plump, sexistisch und sarkastisch herging, steht jetzt im Vergleich dazu ein laues Lüftchen im DVD-Regal. Es fehlt der Biss, die vulgäre Sprache und die expliziten Handlungen, die aus dem ersten Teil – zumindest in diesem Punkt – einen Pionier gemacht haben. Es kommt einem so vor, dass alles, was vorher besonders war, nun nicht mehr besonders ist und auch gar nicht mehr existiert. Als ob eine viel schlechtere Kopie vom ersten Teil neu veröffentlicht wurde. Es gab zwar den einen oder anderen Lacher, aber unterm Strich ist „Ted 2“ weit, weit entfernt von dem, was man aus dem ersten Teil kennt.

Die Kurzweiligkeit des Vorgängers ist ebenfalls nicht mehr vorhanden. Das Publikum muss sich mit einigen Längen und Passagen herumschlagen, in denen die Handlung eigentlich nur durch die Bilder und Musik weitererzählt wird. Die ca. 111 Minuten fühlen sich dadurch extrem in die Länge gezogen an. Kein gutes Gefühl.

Authentizität und Emotionen kommen wie so oft Hand in Hand einher. Logisch ist, dass sich die wiederkehrenden Charaktere aus dem ersten Teil in ihrer Rolle weiterentwickelt haben sollten. Was sie leider nur bedingt getan haben. Neu eingeführte Figuren, wie z.B. Samantha (Amanda Seyfried) oder Patrick Meighan (Morgan Freeman) zeigen zumindest die richtige Richtung an. Generell ist die darstellerische Leitung nicht schlechter oder besser als in „Ted“ allerdings, tut es einem Film und seiner Fortsetzung auch nicht immer gut, wenn sich wirklich nichts weiterentwickelt. Die Hinzunahme von zwei neuen Charakteren half dem gesamten Cast auf die Sprünge. Morgan Freeman spielt wie gewohnt locker, glaubwürdig und auf seine ganz eigene Art einen Anwalt. Amanda Seyfried ist vielseitig und die Nachwuchsanwältin steht ihr genau so gut zu Gesicht wie eine „Millionärstochter“, die gegen ihren Vater rebelliert („In Time“).

Insgesamt stagniert die Glaubwürdigkeit, da die Gefühlspalette zwar breit ist, allerdings selten bis gar nicht originell, geschweige denn echt rüber gebracht wird. Hier fehlt es an der Tiefe. Oberflächlich werden allerdings einige Emotionen gezeigt, allen voran Zuneigung und Sorge, an vielen Stellen wird es extremer und Wut und Trauer fließen mit in die Charaktere ein. Das Publikum kauft sie den Darstellern allerdings nicht ab.

Musikalisch hat der Film etwas mehr zu bieten. Er kommt mit wenigen bis keinen klassischen Songs aus, fast ausschließlich sind es popartige Töne, die der Zuschauer auf die Ohren bekommt. Die Songs sind gut eingesetzt und stehlen dem Film nie die Show.

Meine Meinung:
„Ted 2“ hat mich nur mäßig unterhalten und er ist ein klassisches Beispiel dafür, dass Fortsetzungen nicht immer gut sind.

Die Handlung ist wirklich sehr einfach und beinhaltet leider keine Überraschung. Sie ähnelt dem ersten Teil so sehr, dass ich das Gefühl hatte, ich schaue eine schlechtere Version von ebenjenem Film.

Spannung, Länge, Authentizität und die gezeigten Emotionen waren ebenfalls nur sehr mäßig bis unterdurchschnittlich.

Der Humor ließ stark nach. Alles, was in „Ted“ gut gemacht wurde, kommt im zweiten Teil fast gar nicht mehr vor. Schade.
„Ted 2“ lässt sehr viele Punkte liegen.

Meine Wertung:
Humor: 6,0 von 10
Spannung: 6,0 von 10
Story: 5,0 von 10
Länge: 4,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,0 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 5,6

Reihenfolge:
1. Ted
2. Ted 2

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Family Guy präsentiert: Es ist eine Falle!

IMG_1914Titel: Family Guy – Es ist eine Falle! (engl. „Family Guy: It´s a Trap“)
Genre: Zeichentrickserie
Regie: Peter Shin
Musik:
Produzenten: Seth MacFarlane
Dauer: ca. 54 Minuten
Erscheinungsjahr: 2010
Altersfreigabe: FSK 12

Ich bin endlich bei dem dritten Teil der „Star Wars“-Parodie von Family Guy angekommen. Nachdem mich der zweite Teil ja nun mehr als enttäuscht hat, hatte ich ehrlicherweise Angst vor dieser Folge, da ich nun nicht noch einmal ernüchtert zurückgelassen werden möchte.

Wie „Blue Harvest“ und „Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite“ behandelt auch „Es ist eine Falle!“ seinen ganz eigenen Teil der alten „Star Wars“-Trilogie, nämlich: „Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Wie bereits bekannt, wird diese Episode mit den Figuren aus Family Guy humoristisch nacherzählt.

Dieser Teil war nicht ganz so enttäuschend, denn auch wenn die großen Überraschungen ausgeblieben sind, hat er vieles besser gemacht als: „Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite“. Der Humor ist wieder ganz typisch für Family Guy, mit dem Unterschied, dass er besser verpackt, besser erzählt und insgesamt pointierter war. Er war zwar immer noch plump und flach, aber nicht ganz so schlimm, wie er es noch im zweiten Teil war. Die großen Lacher blieben trotzdem aus.

Die Umsetzung schwächelt aber immer noch deutlich. „Blue Harvest“ war in dem Punkt um längen besser. Die Story ist jedem von „Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ bekannt und deswegen wird inhaltlich keine besondere Spannung erzeugt. „Es ist eine Falle!“ ist aber wieder näher am Original dran und folgt einem klaren Handlungsstrang. Die Befreiung von Han Solo, der Kampf auf Endor und die Zerstörung des Todessterns werden gut hervorgehoben und die Geschichte der Vorlage deutlicher erzählt.

Musikalisch orientiert sich auch dieser Teil an seiner Realfilm-Vorlage. Zusätzlich hatte der gezeichnete John Williams wieder einen Gastauftritt. Wie schon in „Blue Harvest“ hat er sein Orchester dirigiert, diesmal war er nicht auf Tatooine, sondern Fahrrad fahrender Weise auf Endor.

IMG_1913Meine Meinung:
Meine Enttäuschung hat sich wieder gelegt.

Die ganze Box spielt mit Zitaten aus der alten „Star Wars“-Trilogie. Angefangen bei dem Titel der Box: „Ja, lach du nur, du dämliches Pelzvieh“, hat Han Solo zu Chewbacca in „Eine neue Hoffnung“ gesagt, „Blue Harvest“ war der Produktionsname von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“, um zu verschleiern, dass ein neuer „Star Wars“-Film gedreht wird und nicht zuletzt: „Es ist eine Falle!“. Das ist eine Aussage von General Ackbar in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“.

Die Box hat sehr stark angefangen. „Blue Harvest“ war toll und sehr witzig mit vielen Überraschungen. „Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite“ war einfach nur grottig und über alle Maßen schlecht. „Es ist eine Falle!“ hat versucht, alles zu retten und das ist halbwegs gelungen.

Der dritte Teil war auch wieder wesentlich besser umgesetzt und hat die Box insgesamt gerettet. Die Laufzeit hättet man auch komprimieren können, 54 Minuten waren definitiv zu lang.

Meine Wertung:
Umsetzung: 7,0 von 10
Humor: 7,0 von 10
Länge: 5,5 von 10
Authentizität: 6,0 von 10
Zeichentrick: 7,0 von 10
Musik: 6,5 von 10
GESAMT: 6,5

Reihenfolge:
1. Blue Harvest
2. Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite
3. Es ist eine Falle!
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Family Guy präsentiert: Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite

IMG_1899Titel: Family Guy – Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite (engl. „Family Guy: Something, Something, Something, Dark Side“)
Genre: Zeichentrickserie
Regie: Dominic Polcino
Musik:
Produzenten: Seth MacFarlane
Dauer: ca. 54 Minuten
Erscheinungsjahr: 2009
Altersfreigabe: FSK 12

Und weiter geht’s mit der etwas anderen Star-Wars-Saga.
Seth MacFarlane hat mit „Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite“ nun auch die „Episode V“ durch den Kakao gezogen.

IMG_1915Die Handlung orientiert sich stark, wie es schon bei „Blue Harvest“ der Fall war, an seiner Realfilm-Vorlage, in diesem Fall „Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück“.
Die Geschichte aus seiner Vorlage wird in gestraffter Form komplett wiedergegeben.
Die Besonderheiten an den Folgen von Seth MacFarlane sind die klassischen Star-Wars-Momente, die er nimmt und in typischer Family-Guy-Manier karikiert.
Nachdem das Publikum bei „Blue Harvest“ noch überrascht wurde, weil es neu war, weicht die Bewunderung bei „Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite“ schnell und merklich.

Der Humor ist ganz typisch für „Family Guy“. Derbe Sprüche, sarkastische Bemerkungen und plumpes Auftreten gehören ja schon fast zum guten Ton, aber in dieser Episode waren nahezu alle Gags vorhersehbar und brachten damit den Zuschauer allerhöchstens zum Schmunzeln und nicht zum Lachen. Im Vergleich zum Vorgänger ist hier der Humor schlechter geworden.
Ausnahmen bestätigen die Regel, dennoch reißt es diesen Teil nicht wieder raus und somit bleibt das Publikum – ungelacht – enttäuscht.

Auch das Cover orientiert sich an dem Original.

Auch das Cover orientiert sich an dem Original.

Die Umsetzung (= Story + Spannung) war insgesamt nicht so gut wie noch im Vorgänger. Schon nach wenigen Minuten beschleicht einen das Gefühl, dass „Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite“ keinem klaren Muster folgt. Der rote Faden, der dem Publikum die Geschichte näher bringen soll, fehlt.

Dadurch, dass das Gesamtbild nicht ganz stimmig war, kommen die ca. 54 Minuten dem Publikum wesentlich länger vor.

Ebenfalls wurde sich musikalisch an der Vorlage orientiert, was weitestgehend gelungen ist und zumindest ein bisschen „Star Wars“ in die Parodie gebracht hat.

Meine Meinung:
Ich bin enttäuscht.
Ich hatte mir, nach einem so guten Vorgänger, wesentlich mehr versprochen.
Die Gags haben mich nicht intuitiv zum Lachen gebracht, stattdessen habe ich kurz nachgedacht und konnte feststellen: „Ist irgendwie witzig.“. Und wenn es schon so weit ist, dann stimmt da etwas nicht.

Auch wenn ich „Family Guy“ mag und besonders die flachen Pointen den Humor ausmachen, war mir das zu viel.

Wenn man so will, wurde Han Solo alias Peter Griffin immer mehr zu dem Peter Griffin in der Zeichentrickserie. Ein begriffsstutziges Kleinkind im Körper eines Erwachsenen. Schade, denn das mochte ich besonders an „Blue Harvest“. Dass die ausgedachten Figuren sich wie Schauspieler verhalten und in eine andere Rolle schlüpfen.

Unterm Strich muss ich sagen, dass ich „Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite“ bin.

Meine Wertung:
Umsetzung: 5,5 von 10
Humor: 5,0 von 10
Länge: 6,5 von 10
Authentizität: 6,0 von 10
Zeichentrick: 7,0 von 10
Musik: 6,5 von 10
GESAMT: 6,1

Reihenfolge:
1. Blue Harvest
2. Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite
3. Es ist eine Falle!
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Family Guy präsentiert: Blue Harvest

IMG_1899Titel: Family Guy – Blue Harvest (engl. „Family Guy: Blue Harvest“)
Genre: Zeichentrickserie
Regie: Seth MacFarlane
Musik:
Produzenten: Dominic Polcino
Dauer: ca. 46 Minuten
Erscheinungsjahr: 2008
Altersfreigabe: FSK 12

Natürlich wollte ich nicht nur die Star-Wars-Saga schauen und rezensieren, sondern auch die dazugehörige Persiflage von den Machern von „Family Guy“. Mit „Blue Harvest“ habe ich den Anfang gemacht. In diesem Teil dreht sich alles um „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“. Die Charaktere aus Family Guy werden dabei in die Figuren aus dem Star-Wars-Universum eingefügt.
Peter Griffin spielt Han Solo, der Hund Brian einen redseligen Chewbacca, Lois ist eine „laszive“ Prinzessin Leia, Chris einen jugendlichen Luke Skywalker und Stewie spielt seine „Paraderolle“ Darth Vader.

IMG_1916Die Handlung orientiert sich an seiner Vorlage, mit dem Unterschied, dass dort die typischen Gags aus den Family-Guy-Episoden eingebaut wurden.
In kurzen und knappen 46 Minuten wird alles aus der „Episode IV“ in Zeichentrickmanier nachempfunden. Sogar John Williams hatte seinen kleinen Auftritt in „Blue Harvest“.

Der Humor ist satirisch, plump und manchmal derb. In diesem Fall verwundert es mich nicht, dass es bei „Blue Harvest“ eine höhere Alterfreigabe gibt, als bei „Episode IV – Eine neue Hoffnung“. In gelungenen situationskomischen Momenten wird der Witz abgerundet und bietet damit einmal mehr Grund zum Schmunzeln. Umgehauen wurde der Zuschauer aber nicht. Es flossen keine Tränen vor Lachen und man musste sich auch nicht den Bauch halten.

Die zeichnerische Darstellung der Charaktere passt perfekt zu Star Wars und gleichzeitig ist diese typische Family-Guy-Überzeichnung vorhanden. Eine Identifikation zu beiden Serien ist damit ganz klar vorhanden.

Auch wenn man sich musikalisch an die Vorlage gehalten hat, wurde es in „Blue Harvest“ nicht komplett durchgezogen und hat auch nicht ganz so viele Szenen untermalt. Bei der geringen Laufzeit ist das aber auch kein Wunder.

Meine Meinung:

Selbst im Design der DVD wurde sich am Original orientiert

Selbst im Design der DVD wurde sich am Original orientiert

Mit „Blue Harvest“ hat Seth MacFarlane eine tolle Parodie auf „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ geschaffen. Sie überzeugt mit dem Witz, den man aus Family Guy kennt und der Treue zu Star Wars. Die „Episode IV“ hat man nicht einfach nur durch den Kakao gezogen, ganz im Gegenteil, es wurde sich auch an den Handlungsverlauf gehalten, wie man ihn im Original gesehen hat.

Die Figuren aus Family Guy wurden gekonnt in den Rahmen von Star Wars eingesetzt und tatsächlich war für mich Peter in der Dauer von „Blue Harvest“ Han Solo und Lois war Prinzessin Leia.
Insgesamt hat mir „Blue Harvest“ gefallen, auch wenn storytechnisch und auf der Spannungsebene nichts Neues geboten wurde.

Um eine gerechte Bewertung abgeben zu können, habe ich die Punkte „Story“ und „Spannung“ in „Umsetzung“ zusammen gefasst. Da ich sonst ungerechtfertigt Punkte abziehen müsste.

Meine Wertung:
Umsetzung: 8,0 von 10
Länge: 7,5 von 10
Authentizität: 7,5 von 10
Zeichentrick: 7,0 von 10
Musik: 6,5 von 10
GESAMT: 7,3

Reihenfolge:
1. Blue Harvest
2. Irgendwo, irgendwie, irgendwann – auf der dunklen Seite
3. Es ist eine Falle!
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T wie „Ted“

IMG_6008Titel: Ted
Genre: Komödie
Regie: Seth MacFarlane
Musik: Walter Murphy
Produzenten: Scott Stuber / Seth MacFarlane / John Jacobs / Jason Clark / Wellesly Wild
Dauer: ca. 102 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Altersfreigabe: FSK 16

„Seth MacFarlane (‚Family Guy‘) hat eine neue Kultfigur geschaffen: Ted, den abgefahrensten Teddybären, der jemals lebte. Und wenn Ted das Maul aufmacht, dann kommen meistens Schweinereien raus. Er säuft, kifft und hurt, was die Bärenhaut so hergibt. Das hat John Bennett (Mark Wahlberg) nun davon, dass er sich nichts sehnlicher gewünscht hat, als dass sein Lieblingsteddybär lebendig werden soll. Jetzt hat er alle Hände voll zu tun, um diesen fellgewordenen Kindheitstraum zu bändigen…“
(Rückentext der DVD)

Ein (Teddy)Bär der etwas anderen Art sorgt für mächtig Aufsehen und zeigt uns, dass es der Freundschaft egal ist, woher du kommst.

Die Story von „Ted“ ist alles andere als verwirrend, ganz im Gegenteil, sie ist sogar sehr einfach und auch sehr flach. John Bennett wünscht sich als kleiner Junge, dass sein Teddybär zum Leben erwacht. Am nächsten Morgen lebt dieser tatsächlich. Eine wahrhafte Überraschung wäre es, wenn er nicht zu leben beginnt, dann wiederum hätte der Film keine Daseinsberechtigung mehr. Es kommt wie es kommen muss, Ted krempelt das Leben von John ziemlich um und gelangt zeitweise zu Weltruhm. „Ted“ beginnt nach der ruhmreichen Zeit vom Bären, eigentlich sogar noch ein bisschen später, als Ted schon eher so am Boden ist und kaum mehr Möglichkeiten hat. Durch sein eklatantes Verhalten strapaziert Ted nicht selten seine freundschaftliche Beziehung zu John und dessen Freundin Lori über. Kurzweilig kommt es sogar zu einem Bruch zwischen allen Dreien.

Trotz der äußerst flachen Story ist der Humor im Ganzen bissig und sehr sarkastisch. Im Einzelnen überwiegt eine vulgäre und plumpe Sprache, die diesen Film auf eine sehr sexuelle Ebene hebt und explizite Handlungen beschreibt. Dabei ist Ted nicht der einzige Charakter, der für Lacher sorgt.

Selten kommt auch eine Art kindischer Humor durch, der den Film anwechslungsreich wirken lässt.
Da man die meiste Zeit am lachen ist, fällt es kaum auf, dass der Film nicht so spannend ist. Zum Ende hin wird es durch eine Wendung etwas ereignisreicher, da sich das aber schon recht früh angedeutet hat, ist es für das Publikum gar nicht so überraschend.

Mit einer Laufzeit von 102 Minuten erscheint der Film recht kurz und er lässt auch in weiten Teilen keine Langeweile aufkommen. Zum Ende hin kann man den Abspann jedoch kaum erwarten, weil die Story sehr in die Länge gezogen wird.

In den Punkten Gefühle/Emotionen und Authentizität bekommt das Publikum schon etwas mehr für eine Komödie geboten. Die Palette der Gefühle reicht von Abneigung über Enttäuschung bis hin zur großen Liebe. Das ist an sich aber noch kein großes Kino, wenn da nicht der Charakter Ted wäre und die Authentizität. Ted ist nämlich in den meisten Szenen animiert, was die schauspielerische Leistung von Mark Wahlberg, Mila Kunis und Co. noch einmal aufwertet. Bis auf ein, zwei Ausnahmen sind die Charaktere originell dargestellt und in Szene gesetzt.

Die Filmmusik ist abwechslungsreich und unterhaltsam. In vielen Teilen fühlt man sich in die Vergangenheit zurück versetzt. Der bekannteste Song ist „Flash´s Theme“ von Queen. Dennoch ist der Soundtrack nicht komplett retro, er wird durch einige modernere Songs aufgewertet. Darüber hinaus trägt die Musik auch zum Charme und zur Story bei und lässt sie in einem nicht ganz so flachen Licht dastehen, wie sie eigentlich stehen sollte.

Meine Meinung:
Trotz der flachen Story hat „Ted“ mich ziemlich gut entertaint und auch nach mehrmaligem Sehen bringt er mich immer noch zum Lachen. Die Spannung des Films ist vorhersehbar und stark reduziert, dafür punktet er mit einem sehr tollen Humor und einem animierten Teddybären.

Die Filmmusik ist ausgesprochen ausgewogen und gefällt mir durch die Bank. Ich musste jedes Mal bei dem alten „Flash´s Theme“ von Queen mit einsteigen, weil es so markant und einladend war.

Meine Wertung:
Humor: 8,5 von 10
Spannung: 5,0 von 10
Story: 5,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,0 von 10
Authentizität: 7,5 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 6,7
„Flash, a-ah, saviour of the universe”

Reihenfolge:
1. Ted
2. Ted 2

A Million Ways to Die in the West

IMG_1284Titel: A Million Ways to Die in the West
Genre: Komödie
Regie: Seth MacFarlane
Musik: Joel McNeely
Produzenten: Jason Clark / Seth MacFarlane / Scott Stuber
Dauer: ca. 111 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Schafzüchter Albert (Seth MacFarlane) ist nicht geschaffen für das harte Leben im Wilden Westen: Er ist ein Feigling mit losem Mundwerk und geht Schießereien lieber aus dem Weg. Deshalb hat ihn auch seine Freundin (Amanda Seyfried) verlassen. Doch alles ändert sich, als die bildschöne Anna (Charlize Theron) auftaucht. Albert verliebt sich Hals über Kopf in diese Traumfrau, für die er endlich seinen Mut entdeckt. Und den braucht er auch! Denn Annas eifersüchtiger Ehemann (Liam Neeson) kommt mit rauchendem Colt in die Stadt geritten. Für den unausweichlichen Showdown muss Albert allerdings erst noch schießen lernen…“
(Rückentext der DVD)

Er hat es wieder getan! Seth MacFarlane haut nach „Ted“ mit „A Million Ways to Die in the West“ eine weitere derbe Komödie voller Stars, und vor allem voller Wortwitz, raus.

Die schwarzhumorige Komödie aus der Feder vom Macher von „Ted“, Seth MacFarlane, ist sehr unverblümt und, um es auf den Punkt zu bringen, auch sehr witzig. Der Humor besticht durch tolle Monologe des Charakters Albert. Außerdem ist der Film tatsächlich ein Western der im Jahre 1882 spielt und er geht sehr ironisch mit der damaligen Zeit um. An der einen oder anderen Stelle wird man auch, unerwarteter Weise, den einen oder anderen Hollywood-Star finden, wie z.B. Christopher Lloyd, Ryan Reynolds und Jamie Foxx. Wie der Titel schon sagt, gibt es eine Millionen Wege im Wilden Westen zu sterben, einige dieser Wege werden spektakulär und aberwitzig dargestellt.
Durch die sprunghafte Schnitttechnik werden die Pointen deutlich unterstützt.

Der Film war auf seine Weise fesselnd, aber nicht so richtig spannend. Man wusste vorher, wie der Handlungsstrang ablaufen wird, das nahm dem Ganzen ein wenig die Spannung, , aber es war durchaus interessant und witzig anzusehen.

Die Story ist flach. Sie ist nicht tiefgründig und regt auch nicht zu besonders starken Emotionen oder zum Nachdenken an. Mit seinen 111 Minuten macht der Film vieles richtig, aber leider nicht alles. Das Ende kommt eher unvermittelt und etwas früh. „A Million Ways to Die in the West“ entertaint aber auf ganzer Linie und was will man einer Komödie mehr abverlangen als gute Pointen und einige laute Lacher?

Die schauspielerische Leistung war von Grund auf gut und durch die Überzeichnung einiger Charaktere wirkt das Ganze in seiner komödiantischen Art auch schlüssig. Die Personen wirken in ihrem Umfeld sehr authentisch. Auch wenn man tiefere Beweggründe für das Handeln und die Entscheidungen einzelner Personen kennenlernt, bleiben, bis auf einige Lachanfälle, große Emotionen aus. In seiner Zeichnung muss man den Film nicht ernst nehmen. Er ist und bleibt eine Komödie voller schwarzem Humor. Dieser lebt von Überzeichnung, Übertreibung und extremen Bildern.

Die Musik dieser guten Komödie war sehr zurückgenommen und stark reduziert. Dem Ambiente entsprechend wurden hier Western-Klänge eingebaut und untermalten mehr oder minder den Film. Ausnahme war ein komödiantisches Western-Lied, das sich thematisch mit dem Inhalt des Filmes auseinander gesetzt hat.

Der Film zeichnet sich durch gute Kameraarbeit aus. Der Zuschauer kommt in den Genuss von einigen Detailaufnahmen, westerntypischen Kulissen und dementsprechenden Totalen, wie Sonnenuntergängen, Schießübungen und Vieh.

Meine Meinung:
Seth MacFarlane hat mich echt zum Lachen gebracht. Mit „A Million Ways to Die in the West“ schafft er pure Unterhaltung, tolle Kameraarbeit, teilweise Pointe auf Pointe und einem super Cast. Die Darstellung, die für mich zwar angemessen ist, sollte aber im FSK-Bereich nach oben korrigiert werden. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten den Film eher nicht sehen. Nicht selten spritze das Blut und waren die Worte sehr explizit.

Aber davon ab, hat der Film genretypisch agiert, wenig Story und witzige Darbietung. Insbesondere die Monologe von dem Charakter Albert (Seth MacFarlane) haben mich begeistert. Die diversen Cameo-Auftritte haben dem Ganzen die Krone aufgesetzt und machen den Film zwar nicht zu einem Unikat, aber dafür auf jeden Fall sehr sehenswert. Auch die ironische Umgangweise mit der Zeit ist hervorzuheben und bietet den einen oder anderen Lacher, garantiert. Durch die reduzierte Musik wird der Fokus auf den Humor und die Pointen gelegt. Ausnahme ist ein Lied, das sich nahtlos in die Story einfügt.

„A Million Ways to Die in the West“ ist eine solide Komödie und ich habe jetzt schon das Gefühl, dass mir die Witze, auch nach dem dritten Gucken, nicht alt erscheinen werden.

Meine Wertung:
Humor: 8,0 von 10
Spannung: 4,0 von 10
Story: 4,5 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,0 von 10
Authentizität: 7,0 von 10
Musik: 5,0 von 10
Kameraführung: 8,0 von 10
GESAMT: 5,9