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se*P*tember-Challenge 2.0: Passengers

Titel: Passengers
Genre: Science-Fiction
Regie: Morten Tyldum
Musik: Thomas Newman
Produzenten: Stephan Hamel / Michael Maher / Ori Marmur / Neal H. Moritz
Dauer: ca. 111 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Altersfreigabe: FSK 12

„Aurora (Jennifer Lawrence) und Jim (Chris Pratt) sind zwei Passagiere an Bord eines Raumschiffs, das sie zu einem neuen Leben auf einem anderen Planeten bringen soll. Doch ihre Reise nimmt plötzlich eine lebensbedrohliche Wendung. Denn die Schlafkammern, in denen sie liegen, wecken sie auf unerklärliche Weise viel zu früh auf – 90 Jahre ehe sie ihr Ziel erreicht haben werden. Während Jim und Aurora versuchen, hinter das Geheimnis dieser Fehlfunktion zu kommen, fühlen sie sich mehr und mehr zueinander hingezogen. Doch dann werden sie von dem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Raumschiffs bedroht und entdecken den wahren Grund, warum sie aufgewacht sind.“
(Rückentext der DVD)

Der dritte Film der S-E-P-T-E-M-B-E-R-Challenge 2.0 ist einer dieser Filme, der unglaublich oft meine Aufmerksamkeit erregen konnte, alleine schon durch seine Besetzung. Ich mag Chris Pratt seit seinem Mitwirken in der Serie „Everwood“, die hierzulande vor 10 Jahren ausgestrahlt wurde. Aber auch sein Auftreten in „Wanted“ oder „Guardians of the Galaxy“ haben mir recht gut gefallen.
Und Jennifer Lawrence hat ja auch eine halbwegs passable Rolle in „Die Tribute von Panem“ gespielt. Die zwei zusammen könnten also einen guten Film auf die Beine stellen.

Nun sitze ich also hier und habe „Passengers“ geschaut. Meine Erwartungen sind unglaublich hoch, doch wurden sie in nur wenigen Punkten erfüllt.
Aber von vorn:

Die Handlung dreht sich um die zwei Passagiere eines intergalaktischen Raumschiffs, welches auf dem Weg in eine neue Heimat zu sein scheint. 90 Jahre vor Ankunft wird Jim von seiner Schlafkammer aufgeweckt. Logischerweise begibt er sich auf die Suche nach einem Grund, warum nur er aufgewacht ist und nicht auch die anderen Passagiere.
Monate später wacht auch Aurora auf, die sich ebenfalls keinen Reim auf ihre Situation machen kann. Die beiden finden auf der Reise zueinander, auch wenn sie das Ziel wohl nie lebend erreichen werden.

Ich muss gestehen, dass meine Erwartungen zunächst durch den Trailer extrem gestiegen sind, denn ein Science-Fiction-Szenario mit nur zwei Figuren schien mir mehr als interessant. Das erste Drittel des Streifens war für mich allerdings wesentlich spannender als der Rest des Films. Besonders in der ersten Phase, wo Jim „alleine“ auf dem Raumschiff unterwegs ist, wurde ich einfach abgeholt. Mein Interesse galt vor allem der Entwicklung Jims, der mit zunehmender Dauer mit der Einsamkeit zu kämpfen hatte. Ich muss einfach noch einen Schritt weiter gehen und an dieser Stelle die Leistung von Chris Pratt deutlich loben. Ich ziehe meinen Hut vor seiner beeindruckenden Leistung. Mit einer hohen Intensität und einem Maximum an Gefühl präsentiert sich Jim erstaunlich vielschichtig.
Ohne ins Detail gehen zu wollen, erlebt man besonders im ersten Drittel ein durchweg glaubwürdiges und authentisches Schauspiel.

Die restliche Zeit, in der dann auch Jennifer Lawrence mitspielt und dabei ihre Figur Aurora verkörpert, ist die Leistung bei weitem nicht so stark, wie noch zu Anfang. Vor allem fehlte es an Authentizität. Auch wenn die Figuren im Szenario stets logisch gehandelt und reagiert haben, missfiel mir die Figur Aurora aufgrund einer überaus hysterischen Attitüde. Es wirkte immer so, als ob Jennifer Lawrence versucht, die überaus gute Leistung von Chris Pratt zu übertrumpfen. Hat nicht funktioniert.

Auch wenn es ausschließlich mich und meine Empfindungen betrifft: Irgendwie saß der Stachel tief, als ich herausfand, dass sich meine Erwartungen nicht erfüllen würden. Der ganze Streifen driftete zunehmend ab und wurde zu einer Liebesgeschichte im Weltall, doch interessierte ich mich viel mehr dafür, wie die zwei aus ihrer misslichen Situation herauskommen. Ich will aber nicht verheimlichen, dass der Film beides sein möchte, allerdings beides nicht so gut umsetzt, dass man ihm in irgendeiner Form klassisch dem einen oder dem anderen Genre zuordnen kann. Ich persönlich fand es schade, dass „Passengers“ sein vorhandenes Potential nicht ausgeschöpft hat.

Das Setting wiederum ist mehr als gelungen. Die Kulissen wirken stilecht, hochwertig und mit viel Liebe zum Detail. Es wird gekonnt eine futuristische Raumschiff-Atmosphäre geschaffen, die gleichzeitig auch sehr steril wirkt. Die Kostüme passen sich den Kulissen an und unterstreichen abermals das Raumschiff-Thema.

Meine Meinung:
Technisch kann ich „Passengers“ keine schlechten Punkte geben, aber mich persönlich hat der Streifen nicht so richtig berührt. Mit Erscheinen von Jennifer Lawrence hat mich der Film irgendwie verlassen und die Richtung, die eingeschlagen wurde, gefiel mir nicht mehr. Es ist viel zu wenig Science-Fiction und viel zu viel Liebesfilm.
Auch die Charakterzeichnung ließ deutlich nach. Die Tiefe von Chris Pratt im ersten Drittel wurde danach nie wieder erreicht.

Es ist vielleicht auch ein Stückweit ein persönliches Problem, dass ich den Film dann so empfunden habe, wie ich es letzten Endes tat. Zum Ende hin konnte kurz mein Interesse wieder geweckt werden, aber als dann auch das Ende ein anderes war, als ich es mir erhoffte, trat schlussendlich Ernüchterung ein.

Punkte vergebe ich daher auch aus einer reinen subjektiven Sicht.

Meine Wertung:
Spannung: 6,5 von 10
Story: 6,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,5 von 10
Authentizität: 6,5 von 10
Setting: 9,0 von 10
GESAMT: 7,3

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Guardians of the Galaxy [Rewatched]

Guardians of the Galaxy
Titel: Guardians of the Galaxy
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: James Gunn
Musik: Tyler Bates
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 121 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Von den Machern von ‚Marvel´s THE AVENGERS‘ kommen jetzt die ‚GUARDIANS OF THE GALAXY‘!
Der Pilot und Vagabund Peter Quill (Chris Pratt), auch bekannt als ‚Star Lord‘, ist immer auf der Suche nach kostbaren Relikten. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er, ohne es zu ahnen, eine mysteriöse Superwaffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan. Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage den gesamten Kosmos zu unterwerfen.
Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Racoon, dem Baummenschen Groot, der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora (Zoë Saldana) und dem rachedurstigen Drax der Zerstörer. Unter dem Namen Guardians of the Galaxy zieht diese spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen!“
(Rückentext der BluRay)

Im Rahmen meiner chronologischen Sichtung des Marvel-Cinematic-Universe habe ich mich erneut mit dem ersten Teil von „Guardians of the Galaxy“ befasst. (Hier kannst du meine erste Kritik noch einmal lesen.) Auch wenn sich ganz unten nichts an der Bewertung ändern wird, wollte ich ihn erneut besprechen. Mit dem Wissen aller vorher gelaufenen Filme habe ich eine bessere Übersicht und eine bessere Vorstellung der Handlung im Gesamtkontext des MCUs.

An erster Stelle muss ich sagen, dass es bisher kaum einen witzigeren Film im MCU gibt. Selbst Iron Man mit seinen flotten Sprüchen ist in seinen drei Einzelfilmen dagegen ein Chorknabe. Peter „Star-Lord“ Quill und seine Beschützer des Universums sind in vielerlei Hinsicht das absurdeste Gespann im kompletten MCU. Das Besondere ist, dass sie die gesamte Zeit auf ihre Art zu unterhalten wissen und es dabei nicht an witzigen bis frechen Gegebenheiten fehlen lassen.

Handlungstechnisch werden fast alle wichtigen Figuren gekonnt und ausreichend eingeführt. Es gibt aber auch Figuren, die grundsätzlich eher wenig zu bieten haben. Die rätselhafte Gamora ist gar nicht mal so rätselhaft und Drax ist rachsüchtig und ein Zerstörer, da gibt es nichts dran zu rütteln. Rocket Racoon hingegen ist zwar sehr geschickt an der Waffe, hat aber auch unter der Oberfläche einiges zu bieten, ebenso der sprechende Baum Groot, der zwar immer nur „Ich bin Groot“ von sich gibt, aber damit so viel mehr aussagt. Im Gefüge der Guardians hat man hier eine heterogene Gruppe, die im Laufe der Zeit zusammenwächst und füreinander einsteht.
Die Figur mit der größten Schwäche ist meiner Meinung nach Ronan, weil er unüberlegt handelt und sich selbst viel zu sehr überschätzt.

Was die Spannung betrifft, arbeitet der Streifen wirklich viel mit Actionsequenzen. Der Lösung eines Problems geht meistens eine Explosion, Schießerei, Schlägerei oder dergleichen voraus. Das Vorgehen wiederholt sich, nicht nur in diesem Film, sondern in allen MCU-Filmen.
Alleinstellungsmerkmal von „Guardians of the Galaxy“ ist dabei allerdings der Humor. In keinem anderen Film werden so viele Witze gerissen. Gerade auch in diesen turbulenteren Szenen sorgt ein Lacher für Entspannung und hilft dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Was bleibt aber am Ende übrig? Auf der inhaltlichen Ebene lernt der Zuschauer zum ersten Mal Thanos kennen, der in diesem Streifen noch eine nette Nebenrolle hat. Die Guardians wirken im ersten Moment wie ein bunter Haufen, der sich zufällig getroffen hat. Auf den zweiten Blick soll sich der Eindruck bewahrheiten.
Bei den Emotionen kratzt „Guardians of the Galaxy“ weitestgehend an der Oberfläche, bietet dafür aber jede Menge Unterhaltung.

Musik, Setting und der Einsatz von CGI sollte man noch einmal hervorheben. Über alle drei Kategorien könnte man eine halbe Ewigkeit diskutieren. Es heißt aber schon etwas, wenn ich mir den Soundtrack auf CD kaufe und er regelmäßig durch die Kopfhörer an meinem Smartphone dringt.
Das Setting ist vielfältig, obgleich hier sehr viel mit Spezial-Effekten gearbeitet wurde. (Greenscreen lässt grüßen!) Und da bin ich auch beim CGI-Einsatz. Auch wenn ich nicht genau sagen kann, was an dem Film echt ist, weil gefühlt alles aus dem Computer stammt, wirkte es nicht so richtig gefälscht oder billig.

Meine Meinung:
Nach meiner ersten Sichtung von „Guardians of the Galaxy“ hatte ich noch versöhnlichere Worte drauf. Damals fühlte ich mich sehr gut unterhalten, heute empfand ich den Unterhaltungswert immer noch als gegeben, allerdings gibt es da Sachen, die mich irgendwie nicht so richtig zufrieden stellen.
Ganz oben steht die Story! Alles soll ja irgendwie vorbereiten bzw. auf ein anderes Ziel hindeuten. Insofern wirkt der Streifen eher wie ein Übergangsfilm, der mir die Antworten auf eine Frage gibt, die ich nie gestellt habe.

Beim ersten Mal sehen war dieser Streifen noch kurzweilig, inzwischen kenne ich eine Reihe von Szenen, in denen nichts passiert und die für den Ausgang der Geschichte vollkommen unerheblich sind.

Unterm Strich freue ich mich aber auf den zweiten Teil. Irgendeiner muss ihn sich ja ansehen.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Humor: 8,0 von 10
Action: 8,5 von 10
Story: 7,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,5 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 9,0 von 10
GESAMT: 8,0

Reihenfolge:
1. Guardians of the Galaxy
2. Guardians of the Galaxy Vol. 2

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom
9. The Return of the First Avenger
10. Guardians of the Galaxy

Terminator

Titel: Terminator (engl. „The Terminator“)
Genre: Science-Fiction
Regie: James Cameron
Musik: Brad Fiedel
Produzenten: Gale Anne Hurd
Dauer: ca. 103 Minuten
Erscheinungsjahr: 1984
Altersfreigabe: FSK 16

„Die Erde im Jahre 2029. Zwischen der Menschheit und intelligenten Maschinen tobt ein erbitterter Krieg. Um John Connor, den Anführer einer Widerstandsgruppe zu eliminieren, schicken die Maschinen einen Cyborg (Arnold Schwarzenegger) zurück ins Jahr 1984. Er soll die Mutter des Aufständigen töten, damit ihr Sohn niemals geboren wird. Connors Freund Reese folgt dem Terminator in die Vergangenheit, um die Frau und damit die Menschheit zu retten.“
(Rückentext der DVD)

Schon länger habe ich mich für die Reihe um den Terminator und die Paraderolle Arnold Schwarzeneggers interessiert. Immer, wenn ein „Terminator“-Teil im TV lief, war es leider nie der erste, denn ich wollte diese Reihe sehr gerne bei Teil 1 beginnen. Vor einigen Monaten habe ich dann einfach alle 5 Teile auf DVD gekauft. Damit es dieser Reihe nicht so ergeht, wie vielen anderen Filmen in meinem Regal, habe ich jetzt einfach mal gestartet und fange im Jahr 1984 mit dem ersten „Terminator“ an. Angeblich ein Film, der das Genre nachhaltig verändert hätte. Wer weiß, wer weiß?

Der Rückentext beschreibt die Handlung schon sehr gut. Im Wesentlichen wird an dieser Stelle weder zu viel, noch zu wenig verraten.
Die Erzählstruktur ist recht einfach gehalten. Der Hauptteil der Geschichte spielt ganz klar im Jahr 1984. „Terminator“ bleibt in der Reihenfolge der Ereignisse dabei stets chronologisch, sodass keine Verwirrung aufkommen kann. Aufgelockert wird das Bild durch regelmäßige Standort- und Jahreswechsel. Eben noch im Jahr 1984 ist der Zuschauer auch mal schnell im Jahr 2029 und bekommt einen Eindruck von der düsteren Zukunft des Planeten.

Die Elemente des Filmes sind besonders in den ersten 30 bis 40 Minuten sehr träge und verhindern ein Aufkommen der Spannung. Es gilt: Je länger der Film dauert, desto spannender wird er. Fantastische Actionelemente und Spezialeffekte kommen vermehrt erst in der zweiten Hälfte des Films vor, was ein Grund für die schwache Performance des Anfangs sein kann.
Mit zunehmendem Wissen und dem Durchschauen der einen oder anderen Figur, erschließt sich dem Zuschauer die Handlung nahezu komplett.

Im Bereich der Emotionen und der Authentizität bin ich etwas zwiegespalten. Für heutige Verhältnisse sind die geleisteten Darbietungen leider einfach nur mangelhaft, aber vor knapp 35 Jahren wollten die Zuschauer vielleicht genau so etwas sehen. Es hapert einfach an allen Ecken und Enden. Stetiges Overacting und Figuren, die keine Tiefe und zusätzlich wenig Ausstrahlungskraft zu besitzen scheinen, machen es mir schwer, Gefühle und Regungen glaubhaft einzuschätzen.
Weitestgehend unglaubwürdig sind die darstellerischen Leistungen aller Schauspieler.

Obwohl der Streifen bloß ca. 103 Minuten dauert, hatte er, wie bereits beschrieben, in der ersten Hälfte seine Längen. In dieser Zeit fiel es mir besonders schwer, die Augen offen zu behalten (es ist mir nicht immer geglückt!).
Musikalische Unterstützung erhielt „Terminator“ durch einfache Stücke, die vor allem in spannenden Szenen zum Einsatz kamen. Eines hatten alle Kompositionen jedoch gemeinsam: Sie sind allesamt sehr zurückhaltend. Es gab außerdem keine Szene, in der der Beobachter die musikalische Auswahl hervorheben wollen würde.

Zu guter Letzt: Das Setting.
Der Film spielt in Los Angeles des Jahres 2029 und des Jahres 1984. Von beiden Orten bekommt man relativ wenig mit. Das Jahr 2029 hatte eine besonders düstere und menschenfeindliche Atmosphäre. Mehr als das bekommt man fast nicht zu sehen.
Mein Problem an „Terminator“ ist, dass der komplette Film entweder am Abend bzw. in der Nacht zu spielen scheint oder in Gebäuden, sodass man wenige natürliche Lichtquellen hat.
Das soll dem Film aber nicht zum Nachteil werden. Grundsätzlich ist „Terminator“ nämlich ein gut umgesetzter Streifen, der durch die eine oder andere Science-Fiction-Spielerei zu überzeugen weiß. Für sein Alter ist dieser erste Teil immer noch voll in Schuss. Auf ihm bauen immerhin vier weitere Filme auf.
In einigen Szenen haben mir die Masken gut gefallen, auch wenn man durch heutige Computertechnologie weitaus bessere Bilder oder Effekte herzustellen weiß, empfinde ich die Umsetzung bei „Terminator“ gelungen.

Meine Meinung:
Ich kann nicht beurteilen, ob „Terminator“ das Science-Fiction-Genre nachhaltig beeinflusst oder verändert hat, da ich bei weitem nicht alle Filme aus diesem Bereich vor und nach diesem kenne. Ich weiß jedoch, dass zumindest die zweiten 50 Minuten des Films mich in den Punkten Setting und Spannung zwar nicht überrascht, mir aber gefallen haben.

Auch der Plot und die Umsetzung der Story sind, trotz schwacher schauspielerischer Leistung, gelungen. Seine Stärken konnte „Terminator“ für sich ausnutzen. Dafür, dass Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle spielt, hat er erstaunlich wenig Text.
Da der Film aber, wie beschrieben, nicht alles richtig gemacht hat, muss ich ihm ein paar Punkte abziehen.

Meine Wertung:
Spannung: 6,5 von 10
Story: 8,0 von 10
Länge: 5,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Setting: 8,0 von 10
Musik: 6,0 von 10
GESAMT: 6,1

The Return of the First Avenger

Titel: The Return of the First Avenger (engl.: „Captain America: The Winter Soldier“)
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: Anthony Russo / Joe Russo
Musik: Henry Jackman
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 130 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Zwei Jahre sind vergangen, seit Steve Rogers alias Captain America (Chris Evans) gemeinsam mit den Avengers in New York einen außerirdischen Angriff zurückgeschlagen hat.

Zurück in Washington, kämpft er im Auftrag von Nick Fury (Samuel L. Jackson) gemeinsam mit Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johansson) erfolgreich in neuen Geheimoperationen. Als bei einem Einsatz ein S.H.I.E.L.D.-Agent unter Beschuss gerät, wird Rogers plötzlich in ein Netz von Intrigen hineingezogen, das zu einer Gefahr für die ganze Welt zu werden droht. Gemeinsam mit seinen Verbündeten steht er schon bald einem ebenso unerwarteten wie höchst gefährlichen Gegner gegenüber – dem Winter Soldier.“
(Rückentext der DVD)

Auf meiner Reise durch das Marvel-Cinematic-Universe führte mich mein Weg zum zweiten Abenteuer von Captain America. Der deutsche Titel lautet „The Return of the First Avenger“, was das immer mit den anderen Titeln soll, weiß ich auch nicht. Die deutschen Vermarkter haben wohl irgendein Problem mit „Captain America: The Winter Soldier“.

Der Zuschauer merkt schon sehr früh, dass er mit der Captain-America-Reihe keine gewöhnlichen Comicverfilmungen bekommt. Ohne den dritten Teil zu kennen, kann man bereits jetzt und nach nur wenigen Minuten im zweiten Teil feststellen, dass die Grundthematik hinter dieser Verfilmung eine ganz Besondere ist. Rückblickend betrachtet, verändert dieser Film sogar die Handlung des Vorgängers. Bisher kann man aber sagen, dass sich „Captain America“ zwei Elementen hingibt. Das erste Element ist oberflächlich betrachtet ein reines Action-Element. Besonders auffällig sind die vielfältigen Variationen: Explosionen, Schießereien und Nahkampf-Szenen, die allesamt durchchoreografiert und dabei nicht zu viel sind. Es wird eine perfekte Balance zwischen Actionsequenzen und Charakterszenen geschaffen, die alles sehr homogen wirken lässt.
Das zweite Element ist im Grunde ein tiefgreifend-moralisches Element. Ganz klar wird hier der Charakter von Steve Rogers hervorgehoben, der auf eine besorgniserregende Art und Weise fragt, wo Freiheit anfängt, wo sie aufhört und welche Mittel zur Verteidigung erlaubt sind.
Damit ist „The Return of the First Avenger“ weitaus philosophischer als alle anderen Filme aus dem MCU.

Die Handlung ist chronologisch erzählt und stringent aufgebaut. Was ich leider wieder nicht so toll finde, ist, dass man sich nicht auf die Ereignisse aus dem ersten Zusammenkommen der Avengers bezieht. Stattdessen ist dieser Teil, natürlich ganz im Stile eines Einzelabenteuers, losgelöst zu betrachten. Erzähltechnisch wartet der Streifen nicht nur mit einer schlüssigen Handlung auf, sondern auch durch einige Wendungen und Überraschungen.

Grundsätzlich steckt in diesem Streifen sehr viel Spannung und das auch gleich auf mehreren Ebenen. Auf der Handlungsebene sind es Intrigen und Manipulationen, die immer wieder das Interesse der Zuschauer wecken und nach oben treiben. Unterstützt wird die Handlung durch ein paar sehr hübsche und sehr stark inszenierte Actionsequenzen. Zu guter Letzt ist es die Charakterebene, die für Spannung sorgt. Figuren und ihre Beziehungskonstellationen sind dabei extrem unterhaltsam und bergen die komplette Zeit Konfliktpotential.

Stark sind auch die emotionalen Ausprägungen, dabei agieren die Figuren stets gefühlstechnisch glaubwürdig. Der moralische Aspekt, der immer wieder von Captain America angestoßen und hervorgehoben wird, spielt da eine nicht unwesentliche Rolle. Wenn man genauer hinschaut, erkennt man auch die List, mit denen die Charaktere ausgestattet sind.
Dem Cast kann man bloß eine herausragende Leistung attestieren.
Folgerichtig steht es ähnlich positiv um die Glaubwürdigkeit der Darsteller.

Die Musik ist einzig darauf ausgelegt, den Film zu untermalen, ohne dabei ein besonderes Alleinstellungsmerkmal zu besitzen. Ganz anders sieht es da mit dem Setting aus. Die Kameraarbeit ist solide und folgt den Prinzipien des Marvel-Cinematic-Universe. Actionlastig und auf maximale Spannung ausgelegt.
Die Kulissen überzeugen durch eine hohe Vielfalt, die einzig und allein dem Film hilft, die Story glaubwürdig zu transportieren und darzustellen. Die Auswahl ist dahingehend sehr gelungen.

Meine Meinung:
„The Return of the First Avenger“ ist der bisher beste Film im gesamten MCU. Die Story, die Spannung und die Glaubwürdigkeit haben mir insbesondere bei dieser außergewöhnlichen Thematik gut gefallen. „Captain America“ zeigt beispielhaft, wie Action- und Charaktersequenzen miteinander agieren können, ohne dass dabei eine komplett hanebüchene Story bei herumkommt und der Unterhaltungswert auf mehreren Ebenen gegeben ist.

Im Gegensatz zu den „Thor“-Filmen, wo mit jedem neuen Teil die Qualität abnimmt, schafft es „Captain America“ nicht nur seine Heimat zu retten, sondern auch meinen Filmspaß, denn den hatte ich gewiss.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Action: 9,5 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 7,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,0 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
Setting: 7,0 von 10
GESAMT: 8,0

Reihenfolge
1. Captain America: The First Avenger
2. The Return of the First Avenger

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom
9. The Return of the First Avenger
10. Guardians of the Galaxy

Thor – The Dark Kingdom

Titel: Thor – The Dark Kingdom (engl.: „Thor – The Dark World“)
Genre: Comicverfilmung / Action / Science-Fiction
Regie: Alan Taylor
Musik: Brian Tylor
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 108 Minuten
Erscheinungsjahr: 2013
Altersfreigabe: FSK 12

„Ein rachsüchtiger alter Feind droht das gesamte Universum erneut in ewige Finsternis zu versetzen. Konfrontiert mit einem schattenhaften Gegner, dem selbst Odin (Anthony Hopkins) und Asgard kaum Widerstand leisten können, muss Thor (Chris Hemsworth) an seine äußersten Grenzen gehen, um die kosmische Ordnung wiederherzustellen. Wiedervereint mit Jane Foster (Natalie Portman) und gezwungen eine Gemeinschaft mit seinem heimtückischen Bruder Loki (Tom Hiddelston) zu bilden, begibt sich Thor auf eine lebensgefährliche Mission, um Erde und Universum vor dem Untergang zu bewahren.“
(Rückentext der DVD)

Nach langer Zeit habe ich es mal wieder geschafft, einen Film zu schauen, der in das „Marvel Cinematic Universe“ gehört. Mein persönliches Objekt der Begierde war dieses Mal „Thor – The Dark Kingdom“. An erster Stelle ist mir aufgefallen, dass der englische Titel ein anderer ist als der deutsche. Wieso, weshalb, warum? – Ich habe keine Ahnung. Es ist mir wirklich schleierhaft, denn meiner Meinung nach haben sich die Macher bei dem Titelzusatz „The Dark World“ schon irgendetwas gedacht. Ihr habt es also schon mitbekommen, ich stecke voll in Phase 2!

Nachdem unsere titelgebende Figur in seinem ersten Teil „Thor“ bereits eingeführt wurde, erleben wir nun sein zweites Abenteuer. Seine Gegner sind dieses Mal allerdings die Dunkelelfen, die die Konvergenz mit Hilfe des Äthers dafür nutzen wollen, um alle Welten in Dunkelheit zu stürzen.
(Der Äther im MCU ist einer der sechs „Infinity-Steine“ und der einzige, der nicht wirklich ein Stein, sondern eine sich stets veränderbare Flüssigkeit ist.)

Der Zuschauer erlebt die komplette Zeit über eine sehr chronologische Geschichte, die meistens durch den übermäßigen Gebrauch von Actionsequenzen aufzufallen weiß. In der Erzählstruktur von „Thor – The Dark Kingdom“ findet das Publikum kaum bis keine Überraschungen. Alles verläuft genau so, wie der aufmerksame Beobachter bereits nach wenigen Minuten vorhersagen kann. Dass das wirklich schade ist, muss ich fast nicht erwähnen, denn welcher Zuseher lässt sich nicht gerne von der Handlung eines Filmes überraschen?
Was mich persönlich auch stört, ist, dass die Brücke zum ersten Teil oder zu den Avengers fast nicht geschlagen wird. Am Ende von Teil 1 wird die Regenbogenbrücke und der Bifröst zerstört, über die Aufbauarbeiten oder die Zeit zwischen Zerstörung und Wiederherstellung erfährt der Zuschauer so gut wie nichts. In einem halbherzigen Nebensatz wird erwähnt, dass sich Thor nun wieder überall verdient macht, nachdem der Bifröst wieder Instand gesetzt wurde.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger bleibt „Thor – The Dark Kingdom“ hinter seinen Möglichkeiten, weil es eben nicht reicht, eine Story mit Actionelementen aufzubauschen.
Dem Streifen fehlt sehr viel Inhalt und das ist so ziemlich mein größtes Problem. Die Dunkelelfen werden erst als übermächtig dargestellt, um am Ende doch recht einfach besiegt zu werden und das obwohl sie den Äther in ihrem Besitz hatten.

Die Figuren sind fast ohne Ausnahme sehr eindimensional. Es geht emotionstechnisch weder in die Breite, noch in die Tiefe. Auch lassen die Darsteller ein gewisses Facettenreichtum vermissen. Mit der Glaubwürdigkeit oder der Echtheit der Figuren ist es damit auch schon fast gegessen. Sie bedienen ihr Klischee und liefern gerade einmal so viel ab, um da hinzukommen.
Eine kleine Ausnahme gibt es allerdings. Tom Hiddelston schafft es, seine Figur Loki etwas vom stereotypischen Hau-Drauf-Cast, wie Chris Hemsworth, Idris Elba oder Zachery Levi, zu entfernen und bemüht sich um darstellerische Vielfalt. Seine Erwähnung an dieser Stelle ist damit also folgerichtig.

Die Actionsequenzen sehen allesamt gut aus und passen auch zur Handlung, doch nehmen sehr viel Zeit in Anspruch, in der man einfach nur irgendetwas explodieren sieht. Seinen Höhepunkt sollte der Streifen eigentlich auch kurz vor dem Ende haben. Es gab allerdings einiges, was nicht nur besser eingeführt wurde, sondern auch besser ausgesehen hat.
Dennoch, die Qualität der Sequenzen ist höher als noch im ersten Teil. Aber wie so oft, die Hauptarbeit leistet die Kamera, die durch ein unruhiges Bild Aufregung suggeriert.

Spannungstechnisch spielt der Film allerdings in einer sehr viel schlechteren Liga. Da kommt „Thor – The Dark Kingdom“ ganz dem Anspruch nach, einfach nur flach zu unterhalten. Klassisches Popcorn-Kino.

Mit einer Länge von 108 Minuten ist der Streifen dann auch schon mehr als auserzählt. Wenn man sich beeilt hätte, wären auch locker nur 80 bis 90 Minuten drin gewesen. Der Platz, den die Figuren hatten, sich zu entwickeln, wurde fast gar nicht genutzt und deshalb gab es 80 Prozent der Zeit einfach nur Action.

Setting und Musik haben auch soweit gepasst. Was mich immer wieder faszinierte, war Asgard. Eine sehr detailreiche Darstellung einer anderen Welt, die vor allem durch pompöse Gebäude und sehr viel Glanz bestach. Die Kulissen auf der Erde sind London nachempfunden. Man sieht es allerdings sehr deutlich, dass das alles Studioaufnahmen sind.
Musikalisch gibt es ausschließlich unterstützende Stücke, die die Spannung künstlich nach oben treiben sollen. Ein Teilerfolg, weil manche Lieder sehr gut gepasst haben und ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert haben.

Meine Meinung:
„Thor – The Dark Kingdom“ (in meinen Augen ist der deutsche Titel Quatsch!) hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen. Als Lückenfüller zwischen Iron Man 3 und dem zweiten Teil von Captain America (noch so ein Film, bei dem der deutsche Titel nicht unbedingt alles besser macht!) kann man ihn sich anschauen.
Was mich jedoch ärgert: Seinen schwachen Vorgänger hat er noch einmal unterboten!
Einmal anschauen reicht also völlig.

Meine Wertung:
Spannung: 4,5 von 10
Action: 8,0 von 10
Story: 4,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 5,5 von 10
Musik: 7,0 von 10
Setting: 6,5 von 10
GESAMT: 5,7

Reihenfolge:
1. Thor
2. Thor – The Dark Kingdom
3. Thor – Tag der Entscheidung

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom
9. The Return of the First Avenger
10. Guardians of the Galaxy

What happened to Monday?

Titel: What Happened to Monday? (engl.: „What Happened to Monday“)
Genre: Science-Fiction / Action-Thriller
Regie: Tommy Wirkola
Musik: Christian Wibe
Produzenten: Raffaella De Laurentis / Fabrice Gianfermi / Philippe Rousselet
Dauer: ca. 120 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Altersfreigabe: FSK 16

„In naher Zukunft zwingen Überbevölkerung und Hunger die globale Regierung zu einer drastischen Ein-Kind-Politik. Daher treiben die sieben Settman-Schwestern (Noomi Rapace) seit ihrer Geburt ein gefährliches Versteckspiel mit dem Kinder-Zuteilungsbüro: Jede von ihnen darf nur an einem Tag der Woche in die Öffentlichkeit – um die gemeinsame Identität der Karen Settman zu verkörpern. Für die anderen sechs wird ihr Zuhause zum Gefängnis. Der Plan funktioniert und stellt das Überleben der jungen Frauen sicher. Bis eine der Schwestern eines Tages nicht nach Hause kommt…“
(Rückentext der DVD)

Eine siebenfache Hauptrolle für Noomi Rapace, die die sieben Schwestern verkörpert. Ein Thriller, der in der Zukunft spielt und dessen Thematik gar nicht so abwegig scheint. Wie ich „What Happened to Monday?“ bewerte, erfahrt ihr nun in meiner Kritik.

Als die sieben Schwestern geboren wurden, entschied der Opa (Willem Dafoe), sie allesamt aufzuziehen, obwohl er eigentlich sechs abgeben müsste. Bis ins Erwachsenenalter leben die sieben Schwestern, die nach den sieben Wochentagen benannt wurden, an denen sie das Haus verlassen dürfen, zusammen. Nach außen spielen sie die Karen Settman, obwohl jede Einzelne ihre ganz spezielle Persönlichkeit hat. Eines Tages kehrt Monday nicht wieder zurück und bringt damit alle anderen in Gefahr.

Die Erzählweise von „What Happened to Monday?“ lässt sich in zwei Ebenen aufteilen. Ebene eins behandelt den chronologischen Handlungsverlauf der erwachsenen Schwestern. Dabei ist man nur am Anfang bei Monday und im Verlauf der Geschichte immer bei einer der anderen Schwestern. Der Zuschauer fungiert hier nur als Beobachter, der eben nicht immer durch jede Tür gehen kann. Die zweite Ebene ist ganz klar die Vergangenheit. In Rückblenden, die sich aber nicht so anfühlen, als ob es welche sind, erfährt der Zuschauer Detailwissen, das gewisse Umstände und Eigenschaften der erwachsenen Schwestern erklärt. Die Erzählweise passt insofern ganz gut, weil sie gerade so viel wie nötig von der Handlung zeigt, damit das Publikum nicht komplett ahnungslos ist und man im Schauen Interpretationen anstellen kann. Der aufmerksame Zuschauer wird aber mit Leichtigkeit gewisse Handlungsstränge vorausahnen. Die Symbolik ist da, besonders in der ersten Hälfte des Films, eindeutig und lässt keinen anderen Schluss zu.

Besonders was die Spannung betrifft, ist die Art der Erzählung sehr zuträglich, da das Publikum, wie bereits erwähnt, nicht überall mit hingenommen wird. Dadurch fehlen an der einen oder anderen Stelle Informationen, die die Geschichte sonst schon sehr früh auflösen würden.
Aber auch sonst schafft es der Streifen, echte Spannung aufzubauen. Nicht nur durch die klug eingestreuten dramatischen Szenen, sondern auch durch Actionsequenzen. Die ganze Zeit bewegt sich „What Happened to Monday?“ zwischen Action-Thriller und Drama und nutzt dabei überwiegend die Vorteile aller Genres. Über die deutlichen und mehrfach auftretenden Logikfehler kann ich dennoch nicht hinwegsehen. Sie trübten das Seh-Erlebnis immer wieder und ließen die Spannung abflachen.

Die Authentizität passte nahezu immer. Noomi Rapace mimt gleich alle sieben Schwestern und verleiht durch Aussehen, Mimik und Gestik jeder einzelnen einen einzigartigen Charakter. Die Bandbreite reicht dabei vom sehr sportlichen und sportbegeisterten Typ, die ihren durchtrainierten Körper zu Schau stellt, bis zur Analytikerin, die sich besonders gut mit Mathematik, Zahlen und der neusten Software auskennt. Auch alles, was dazwischen liegt, passt sehr gut in den Film und trägt zur Charaktertiefe bei.

Die Actionsequenzen sind sehr vielfältig. Es gab eine gelungene Mischung aus Explosionen, Schießereien und Nahkämpfen. Die Kampfszenen wirkten dabei sehr durchchoreografiert. Schießereien und Explosionen hatten immer einen sehr bearbeiteten Look, der aber zur dystopisch angehauchten Grundstimmung des Films passte. Insbesondere nach Explosionen konnte man Logikfehler entdecken.

Die Leistung, die Noomi Rapace bei der Darstellung abruft, ist immens und mit keiner anderen gleichzusetzen. Sieben unterschiedliche Figuren mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Motivationen glaubwürdig zu spielen, ist mit Sicherheit keine einfache Aufgabe, die sie mit Bravour gemeistert hat. Auch ihre Kollegen wie Glenn Close und Willem Dafoe machen ihre Arbeit mehr als gut. Vor allem Glenn Close zeigt dabei einmal mehr, was in ihr steckt. Ihr facettenreiches Spiel reiht sich daher nahtlos in die sehr gute Leistung Rapaces ein. Willem Dafoe spielt vollkommen solide und unaufgeregt seine Rolle des Opas, den man in den Rückblenden zu sehen bekommt.

Was die Emotionen betrifft, bin ich jedoch sehr zwiegespalten. Ich kann nicht genau sagen, ob es an der deutschen Synchronisation oder der darstellerischen Leistung liegt, aber manche offensichtliche Emotionen, wie Weinen, ein Wutausbruch oder Flehen wirken sehr künstlich. Die Gefühle werden in den ruhigen Charakterszenen über die Mimik und die Gestik besser transportiert, als wenn sie zur Schau gestellt werden.

Die Länge ist mit 120 Minuten perfekt. Die Geschichte ist auserzählt und es bleiben keine Fragen offen. Das Tempo ist auch sehr gut, da keine Längen aufkommen. Es gibt an der Laufzeit wirklich nichts zu meckern.

Die musikalische Unterstützung ist spannungsfördernd und passend dazu eingesetzt. Es gab keine Besonderheiten oder Auffälligkeiten. Die gespielten Melodien sind überwiegend klassischer Natur gewesen und haben so gut wie nie den Weg in den Vordergrund gefunden.

Das Setting ist durch die Bank von einem dystopischen Grundton. Kaum bis keine prächtigen Farben, alles ist eher grau gehalten. Das öffentliche Leben wird durch Straßensperren, Schleusen und Sektoren kontrolliert. Allgemein ist Kontrolle ein ganz wichtiger Aspekt der Inszenierung. In den Häusern gibt es nur wenige Fenster und man spricht auch von Sektoren, wenn es um Kriminalität oder Armut geht. Alleine schon das Straßenbild übt einen bedrückenden und strengen Eindruck aus.

Im Rahmen der Filmreise-Challenge habe ich nun Aufgabe #26 „Schaue einen Film, der in einer fernen Zukunft spielt“ beendet. Für weitere Informationen klickt bitte einfach auf das Banner.

Meine Meinung:
Ich finde, dass „What Happened to Monday?“ sehr gelungen ist und kann ihn an dieser Stelle nur empfehlen. Dass ich einige Wendungen bereits sehr früh wusste, tut der Story keinen Abbruch. Ich konnte dennoch gut und lange unterhalten werden.

Eines der stärksten Argumente für diesen Film ist Noomi Rapace, die sich aufopfert und überzeugend diese schwere Rolle mit den unterschiedlichsten Facetten und Emotionen spielt. Mir hat es sehr gut gefallen, was sie da gezeigt hat.

Es wird Leute geben, die „What Happened to Monday?“ zu actionlastig finden. Denen kann ich nur sagen, dass es ein Stilmittel ist, welches die Brisanz der Thematik auf eine besondere Art und Weise unterstreicht. Wenn man sich auf diesen Streifen einlässt, bekommt man ein dystopisches Zukunftsszenario, das mit all seinen Überraschungen zum Nachdenken anregt.

Meine Wertung:
Spannung: 8,0 von 10
Story: 7,5 von 10
Action: 8,0 von 10
Länge: 10 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,5 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Musik: 7,5 von 10
GESAMT: 8,1

Arrow (Staffel 1)

Titel: Arrow (Season 1)
Idee: Marc Guggenheim / Greg Berlanti / Andrew Kreisberg
Genre: Krimi / Mystery / Science-Fiction / Action / Drama
Titellied: Blake Neely
Dauer: 23 Folgen à ca. 41 Minuten
Erscheinungsjahr: USA: 2012-2013 / Deutschland: 2013-2014
Altersfreigabe: FSK 16

„ ‚Arrow’ beruft sich auf die DC-Comic-Reihe und präsentiert den ungewöhnlichen Helden für das heutige Publikum in einem neuen Licht: Die spannendste und optisch überwältigendste Serie des Jahres zeigt den Milliardär Oliver Queen, der fünf Jahre lang auf einer entlegenen Insel gestrandet war – jetzt kehrt er mit einem geheimnisvollen Plan ins heimatliche Starling City zurück, um mit neuartigen, tödlichen Kampftechniken den Krieg gegen das Verbrechen aufzunehmen. Wenn der Bogenschütze Oliver das Gesetzt in die eigene Hand nimmt, maskiert er sich mit einer dunklen Kapuze und geht unerbittlich gegen die korrupten Elemente der Stadt vor, die einst seinem Vater Unrecht getan haben. Kompliziert wird sein Feldzug durch die dunklen Geheimnisse seiner eigenen Familie, durch Freunde, die selbst Beziehungen zur Unterwelt haben, und durch die Frau, die er liebt, obwohl er ihr einst großes Unrecht getan hat. Von Olivers qualvollen Erfahrungen auf der Insel bis zu Arrows atemberaubenden und listenreichen Großstadteinsätzen bieten die 23 Episoden der ersten Staffel zielgenau alles, was wir von einem Heldenabenteuer erwarten dürfen.“
(Rückentext der DVD)

Nachdem ich die erste Staffel von „The Flash“ gesehen habe, musste ich einfach mit der ersten Staffel von „Arrow“ anfangen. Vor allem, weil die Serien an einigen Punkten miteinander verbunden sind. Nachfolgend erfahrt ihr, wie ich diese erste Season von „Arrow“ bewerte.

Oliver Queen kommt wie aus dem Nichts wieder zurück in seine Heimatstadt Starling City. Nachdem er auf einer verschollenen Insel gestrandet ist und dort fünf Jahre unfreiwillig überleben musste, bekämpft er nun das Böse in seiner Stadt. Nicht als Oliver Queen, sondern als Kapuze tragender Rächer mit Pfeil und Bogen.

Die Handlung ist zweigeteilt. Ein Teil der gesamten Story spielt in der Gegenwart und behandelt die Fälle, in denen Arrow in Starling City das Verbrechen bekämpft. Der andere Teil spielt in der Vergangenheit und thematisiert immer wieder die Erlebnisse von Oliver auf der Insel. Durch die gesamte Staffel zieht sich ein klar erkennbarer roter Faden, aber dennoch sind die Folgen in sich abgeschlossen. Von Folge zu Folge steigt dabei das Interesse des Zuschauers, nicht nur, weil der Cliffhanger am Ende einer Episode den Spannungsbogen wieder nach oben reißt.

Bis auf wenige Ausnahmen sind die einzelnen Folgen allesamt gleich aufgebaut. Die Erzählweise ist dabei von den Motiven merklich vorhersehbar, allerdings unterscheiden sich die einzelnen Handlungsinhalte voneinander. Der Episodenaufbau ist im Prinzip identisch zu vielen anderen Serien. Einführung, Spannungsaufbau und Problemlösung, Widerstand, Spannung steigt, zweiter Versuch und Erfolg, Abflachen der Spannung und Cliffhanger. Dieses Schema kann man in fast allen 23 Episoden beobachten.

Die Emotionen sind ebenso wie die Handlung zweigeteilt. Stephen Amell versucht bei den Gefühlen als Oliver einen verständnisvollen, distanzierten, verletzten aber auch emphatischen Charakter zu mimen, wohingegen sein Alter-Ego Arrow ein gefährlicher und berechenbarer Zeitgenosse ist. Mein ganz persönliches Problem dabei ist, dass ich entweder Oliver oder Arrow nicht glaubwürdig genug empfinde. Zwar sehen wir von Stephen Amell gleich mehrere Facetten, allerdings bekommt der Zuschauer selten das Gefühl, dass die eine Seite (Arrow) die andere Seite (Oliver) beeinflusst und umgekehrt.
Das beeinflusst auch die Originalität und Glaubwürdigkeit insgesamt.

Aber diese Art der Darstellung und diese Kritik kann ich nicht einzig an Stephen Amell richten, sondern auch an andere Teile des Casts. Man kann den Nebenfiguren sogar unlogisches Handeln bescheinigen, was wirklich schade ist, denn „Arrow“ hat prinzipiell das Zeug dazu, stringente Handlungsverläufe darzustellen. Problematisch ist außerdem, dass die meisten Figuren einfach nur unsympathisch sind und man sich als Zuschauer mit den wenigsten identifizieren kann.

Positiv hervorheben muss ich das Setting. Es sind meistens Innenaufnahmen, aber dennoch hat der Zuschauer eine vage Vorstellung von der Struktur in der Stadt. Die Vergangenheitsszenen sind meistens Außenaufnahmen mit einem direkten Bezug zur Natur. Das ergibt einen sehr schönen Kontrast. Auch die Kameraführung ist dementsprechend angepasst. Vergangenheitsaufnahmen sind außerdem mit einem Grau-Filter aufgenommen, wohingegen die Szenen, in denen Arrow agiert, überwiegend düster gehalten sind. Sie tragen maßgeblich zum Spannungsbild bei. Die Mischung ist in diesem Fall stimmig und weiß zu überzeugen.

Die Serienatmosphäre wird nicht signifikant durch die musikalische Unterstützung beeinflusst. Das liegt vor allem daran, dass die Melodien sich zum größten Teil im Hintergrund befinden und nie wirklich den Weg in den Vordergrund schaffen. Selbst in besonders aufregenden Momenten bleibt die Musik bloß Beiwerk und uninteressant.

Grundsätzlich empfinde ich die Serie dennoch als sehr spannend, da die Handlung immer wieder mit Überraschungen glänzt und die Actionsequenzen nicht nur sehr schön aussehen, sondern auch auf einem sehr hohen Niveau durchchoreographiert sind.

Meine Meinung:
Staffel eins von „Arrow“ macht bei weitem nicht genau die gleichen Dinge richtig, wie es in der ersten Staffel von „The Flash“ der Fall gewesen ist. Nun ist es aber auch so, dass „Arrow“ vor „The Flash“ produziert wurde und die Macher aus den Fehlern gelernt und gleich bei der zweiten Serie die Fehler ausgemerzt haben. Wenn dem so ist, dann haben sie wenigstens etwas gelernt.

Ich habe mich aber dennoch gefreut, diese Serie angefangen zu haben, denn ich glaube, dass es besser wird. Außerdem sind 23 Episode à ca. 41 Minuten auch wieder eine sehr gute Länge, in der man eine Geschichte vernünftig auserzählen kann.

Für „Arrow“ gibt es allerdings deutliche Punktabzüge.

Meine Wertung:
Story: 7,5 von 10
Spannung: 8,0 von 10
Länge: 9,0 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Emotionen: 5,0 von 10
Setting: 7,5 von 10
Musik: 5,0 von 10
GESAMT: 6,7

Life

Titel: Life
Genre: Science-Fiction / Horror
Regie: Daniél Espinosa
Musik: Jon Ekstrand
Produzenten: David Ellison / Dana Goldberg / Bonnie Curtis / Julie Lynn
Dauer: ca. 100 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Altersfreigabe: FSK 16

„Die sechsköpfige Crew der Internationalen Raumstation macht eine unglaubliche Entdeckung: Es gibt Leben auf dem Mars! Die Astronauten finden in einer Bodenprobe Zellen einer extraterrestrischen Lebensform. Es stellt sich heraus, dass die schnell wachsenden Kreatur viel intelligenter ist als erwartet und nicht nur eine Bedrohung für die Besatzung der ISS darstellt, sondern ein unvorhersehbares Ende für die gesamte Menschheit…“
(Rückentext der DVD)

Ja, der Herr hat mich wieder einmal davon überzeugt, dass ich mir einen Film anschaue. Aber von Vorne: Nachdem ich mir den Film „Life“ bereits auf DVD gekauft habe, stand für mich fest, dass ich ihn mir auch anschauen möchte. Nun hat Ma-Go von Ma-Go Filmtipps einen Artikel zu ebenjenem Streifen veröffentlicht. In voller Vorfreude schrieb ich ihm dann privat, dass ich mir seinen Artikel durchlesen möchte, sowie ich dazu die Zeit habe. Statt gleich drauflos zu lesen empfahl er mir stattdessen den Film anzuschauen und erst danach sein Geschriebenes durchzulesen. Vielleicht sollte ich mir nur deshalb den Film zunächst anschauen, weil Ma-Go mit seinen Empfehlungen bei mir eigentlich immer danebenlag und er diesen Umstand nicht vergessen hatte. Nun passte es mir ganz gut und so schmiss ich „Life“ in den DVD-Player. Im Übrigen habe ich den Film auch im Rahmen der Filmreise-Challenge angeschaut.

Meine Befürchtung bei „Life“ war, dass dieser Streifen mir ähnlich schlecht gefallen wird, wie es damals bei „Gravity“ der Fall gewesen ist. Eine Sache zu damals hat sich allerdings geändert: Heute schreibe ich darüber, damals tat ich es nicht. Wie „Life“ nun abgeschnitten hat, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung ist klassisch aufgebaut. Am Anfang wird ein Organismus entdeckt und man lernt ihn kennen. Ebenso werden die Charaktere und die Umgebung gezeigt und eingeführt. Im Mittelteil gibt es ein paar Widerstände und Aufregungen, die sich dann im Schlussteil entspannen. Inhaltlich spiegelt der Rückentext die Handlung gut wieder, dem ist also nichts hinzuzufügen und verspricht an dieser Stelle schon einmal, besser als „Gravity“ zu werden.

Beim Inhalt stellte sich mir aber immer wieder eine ganz konkrete Frage: Am Anfang haben wir gesehen, dass ein einzelliger Organismus entdeckt und extrahiert wird, irgendwann ist dieser Organismus vielzellig. Dieser vielzellige Organismus ist dann im weiteren Verlauf dazu im Stande, ein Desaster auf der Raumstation anzurichten. Wie soll das funktionieren? – Gegen einen Alien-Organismus zu Argumentieren ist immer schwierig. Nach irdischen Verhältnissen jedenfalls wäre das nicht möglich gewesen.
Gut. Die Erzählweise ist recht chronologisch. Besonders zu Anfang wurde auf das Gaspedal getreten, da ist man dann auch in der Zeit deutlich nach vorne gesprungen, aber irgendwie scheine ich den Punkt verpasst zu haben, an dem man sieht, wo diese immense Gefahr herrührt.
Meine ganz eigenen Probleme bekomme ich dann noch einmal mit Ende, welches für mich den kompletten Streifen rückwirkend runterzieht.

Spannungstechnisch ist man als Zuschauer immer wieder hin und her gerissen. Mal gibt es tolle Momente, in denen man sich wirklich gefesselt fühlt und dann werden diese von bedeutungsschweren Szenen abgelöst. Mehrfach kam dieses „Stilmittel“ zum Einsatz und tatsächlich störte es immer den (Seh-)Fluss. Für mich war es nicht förderlich, da ich mich während des Schauens zu ärgern begann.

Auch an anderer Stelle gibt es Auffälligkeiten. Fangen wir mit den Hauptdarstellern an. Auf der DVD und auch auf Plakaten wird mit drei größeren Namen gearbeitet. Wir haben da Jake Gyllenhaal, Rebecca Ferguson und Ryan Reynolds. Besonders bei Letzteren fragt man sich, was er da überhaupt zu suchen hat. Es ist für mich durchaus vorstellbar, dass die Drehbuchautoren etwas damit zu tun haben, immerhin waren Rhett Reese und Paul Wernick auch für das „Deadpool“-Drehbuch verantwortlich. Die Rolle von Reynolds jedenfalls ist deshalb fragwürdig, da er nur in ca. drei bis fünf Szenen wirklich Essentielles beigetragen hat und dann obendrein auch noch nur mit pseudo-komischen Sätzen auffiel. Diese Rolle war auf jeden Fall vernachlässigbar.
Da sind die anderen beiden und auch die Nebendarsteller, die länger mit dabei sind, wesentlich wichtiger. Reynolds lockt aber offensichtlich die Zuschauer ins Kino.
Gyllenhaal und Ferguson nehmen von vorneherein eine wichtigere Rolle wahr. Sie sind nicht nur besser verankert, auch tragen sie Teile der Story auf ihren Schultern. Ariyon Bakare spielt den Hugh Derry, der sich, als vermeintlicher Nebendarsteller, viel Screentime als querschnittsgelähmter Wissenschaftler erarbeitet.

Die Emotionen und Authentizität agieren, wie so oft, Hand in Hand. Wir als Zuschauer sehen und erleben ängstliche Gefühle, die auch scheinbar glaubwürdig sind, aber die durch die bereits erwähnten bedeutungsschweren Szenen gleich wieder heruntergespielt werden. Ob das Ganze in letzter Konsequenz originell und glaubwürdig ist, stelle ich an dieser Stelle mal in Frage, denn diese Situation ist so dermaßen surreal, dass man sich das als normaler Mensch wenig bis gar nicht vorstellen kann.
Insgesamt ist die emotionale und auch die charakterliche Tiefe stark beschränkt. Insofern gibt es sowohl im Genre Science-Fiction, als auch im Genre Horror durchaus bessere Vertreter als „Life“. Mir fehlte es da an Überzeugung, Glaubwürdigkeit und Tiefe.

Das Setting ist stark. Alles spielt sich in der Schwerelosigkeit ab, diesen Effekt hat man gut umgesetzt und, meines Erachtens, bekommt man da, technisch gesehen, keinen Schund geboten. Die Kulisse ist der ISS nachempfunden und wirkt ebenfalls glaubwürdig, als ob sich alles im Orbit zuträgt. Daumen hoch.

Die musikalische Unterstützung ist auf Spannung getrimmt, in manchen Szenen funktioniert es sehr gut, in anderen nicht. Der Vogel wird allerdings abgeschossen, als ich am Ende „Spirit in the Sky“ gehört habe. Der Grundtenor von Film und Musik ist ein komplett anderer, sodass das nun wirklich nicht zusammenpasst. Zum Glück kam das Lied erst nach dem Ende und somit in den Credits vor.

Im Rahmen der Filmreise-Challenge habe ich nun Aufgabe #24 „Schaue einen Film, der auf fremden Planeten oder im All spielt“ beendet. Für weitere Informationen klickt bitte einfach auf das Banner.

Meine Meinung:
Um nochmals auf die eingangs erwähnten Empfehlungen von Ma-Go zu kommen: Ich finde es zwar schade, dass mir die meisten Filme bisher nicht gefallen haben, aber zumindest bei „Life“ kann er nun wirklich nichts dafür. Immerhin war die DVD ja bereits in meinem Besitz und wurde nicht extra angeschafft. Ich finde es auch gut, dass er mir empfiehlt, erst den Film zu sehen, bevor ich seine Kritik lese, da wir in der Vergangenheit ja nicht immer der gleichen Meinung gewesen sind.
Schlussendlich ist „Life“ ein Streifen, der eher im unteren Mittelfeld mitspielt. Zwar wurde ich teilweise gefesselt, aber ebenso schnell wieder aus dieser Spannung herausbefördert.
Bei manchen Figuren fragte ich mich echt nach dem Sinn und überhaupt fehlte es an charakterliche Tiefe. Außerdem missfällt mir, dass die Glaubwürdigkeit der Figuren einfach nicht gegeben ist.

Aber die größte Enttäuschung erlebte ich nicht mit der sehr dünnen Story, sondern mit dem absolut vorhersehbaren Ende. Davon habe ich erst einmal genug. Sorry Ma-Go.
Der Film hat mich nur marginal besser unterhalten als „Gravity“ damals.

Meine Wertung:
Spannung: 3,0 von 10
Story: 4,0 von 10
Länge: 6,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 3,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
Setting: 8,5 von 10
GESAMT: 5,1

Valerian – Die Stadt der tausend Planeten

Titel: Valerian – Die Stadt der tausend Planeten (engl.: „Valerian and the City of a Thousand Planets“)
Genre: Comicverfilmung / Science-Fiction / Fantasy
Regie: Luc Besson
Musik: Alexandre Desplat
Produzenten: Luc Besson
Dauer: ca. 132 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Altersfreigabe: FSK 12

„28. Jahrhundert: Die Spezialagenten Valerian und Laureline sind mit der Aufrechterhaltung der Ordnung im gesamten Universum beauftragt. Auf Anordnung ihres Kommandanten begeben sich die beiden auf eine Sondermission in die intergalaktische Stadt Alpha: einer Mega-Metropole, die unzählige Spezies des Universums beheimatet. Doch nicht jeder in der Stadt der Tausend Planeten verfolgt dieselben Ziele – im Verborgenen wächst eine dunkle Macht heran, die nicht nur Alpha, sondern die gesamte Galaxie in Gefahr bringt…“
(Rückentext der DVD)

Meine Herzdame schenkte mir „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ zu Weihnachten und ich kam leider erst jetzt dazu, mir diesen Film anzuschauen. Außerdem ist das mein erster Film für die Filmreise-Challenge (weitere Informationen zu dieser Challenge findest du unten!). Wie ich Luc Bessons neusten Film empfinde, kannst du nun hier im Anschluss in meiner Kritik lesen.

Als ich „Space Oddity“ von David Bowie in der Anfangssequenz hörte, fühlte ich mich wie in einen anderen Film gezogen. Nach kurzem Überlegen kam es mir dann, es war „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“. Schon damals war ich von diesem Song, an passender Stelle in diesem Film, entzückt. Auch dieses Mal fühlte ich die Vibes dieses grandiosen Songs, aber irgendwie fühlt sich diese erste Sequenz abgekupfert an und das ist schade, dabei will ich „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ eine echte Chance geben. Nach 5 Minuten konnte ich jedoch nicht ahnen, dass „Space Oddity“ bloß der Anfang ist.

Die komplette Story scheint vielleicht sehr gut im Comic zu funktionieren (ich habe den Comic leider nie gelesen), aber schafft sie es auch gleichermaßen in bewegten Bildern zu überzeugen?
Auch wenn die Handlung an und für sich stringent erzählt wird, so ist es dennoch so, dass ganze Teile der Handlung verzichtbar sind. Überraschung hier, Wendung dort um dann letzten Endes wieder auf den ursprünglichen Pfad zu kommen. An diesen Stellen wird etwas konstruiert, um die Laufzeit 10 oder vielleicht 15 Minuten länger zu machen. Der Streifen fühlt sich dadurch zwar nicht automatisch länger an, aber er wird in die Länge gezogen. Manchmal ergibt es Sinn, im Fall von „Valerian“ hingegen nicht. Außerdem sollte man den Rückentext nicht für bare Münze nehmen, denn die Handlung ist schon recht dürftig und viele Wünsche bleiben unerfüllt.

Auf der Rückseite der DVD-Hülle werden einige Kommentare von Zeitschriften gezeigt. Die TV Movie wird zitiert mit den Worten: „DIESER FILM SPIELT ZWEIFELLOS IN DER ‚STAR-WARS’-LIGA.“ Ganz klar weiß man schon nach kurzer Zeit, warum ausgerechnet diese Assoziation zustande kommt. Eigentlich wartet man nur gespannt darauf, dass jetzt irgendeiner mit einem Laser-Schwert auftaucht. Und nicht nur das, ein Bösewicht sieht in etwa so aus wie Jubba the Hutt und ganz zu schweigen von den beiden Protagonisten Valerian und Laureline. Sie erinnern ein wenig an Han Solo und Prinzessin Leia. Auch ganze Plätze sind dem Star-Wars-Universum nachempfunden und so sehe ich mich vor meinem inneren Auge immer auf Tatooine.

Was die Emotionen betrifft, bewegen wir uns mit „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ irgendwo im Nirgendwo. Bis auf ein paar wenige Szenen geht es erstaunlich emotionslos zu. Und die wenigen Szenen, in denen man irgendein Gefühl zu sehen bekommt, drehen sich um das Tête-à-Tête der beiden Protagonisten.
Auch die übrige darstellerische Leistung empfinde ich als äußerst fragwürdig und da beziehe ich mich nicht nur auf Dane DeHaan und Cara Delevingne. Als Nebendarsteller sehen wir unter anderem Rihanna, Ethan Hawke und Clive Owen. Um ehrlich zu sein, hätte man auch diese Rollen entweder anders besetzen oder weglassen können. Gut, in ihrer Rolle ist Rihanna fast unverzichtbar, denn es gibt kaum eine weibliche Künstlerin, die sich so gut und rhythmisch bewegen kann und diese eine Tanzszene zu einem Erlebnis machen kann wie sie, aber dennoch war es überflüssig.

Und da sind wir auch schon bei der Authentizität. Keiner hat es geschafft, seine Rolle glaubhaft zu verkörpern und das finde ich besonders schade und bedauernswert, denn „Valerian“ hätte mehr aus seinen Möglichkeiten machen können. Schon in der Wahl von Valerian ist Dane DeHaan rein optisch schon ein kleiner Fehlgriff oder die Darstellung seines Charakters ist ungünstig. Jedenfalls passt es nicht zusammen. Clive Owen gibt auch in diesem Streifen ein ähnlich bemitleidenswertes Bild ab wie in „Shoot ‘em up“. Es ist aber genau dieser Eindruck, der sich durch den ganzen Film zieht.

Wie sieht es denn mit der Spannung aus? Nun ja, ein Vorteil von „Valerian“ ist, dass das Erzähltempo sehr zügig und flott ist. Aufgrund der Tatsache, dass der ganze Film aber so emotionslos ist, geht es dem Zuschauer irgendwie am Hintern vorbei, was mit den Figuren passiert. Der Streifen überschreitet daher nie das Stadium des Interesses.

Die Musik ist gut ausgewählt. Die Anfangssequenz mit „Space Oddity“ hat sich sehr in den Vordergrund gedrängt, da passte die Situation zur Musik und dadurch bedarf es keiner Dialoge, um die Handlung zu erklären. Im weiteren Verlauf bekommt man eher klassische Melodien zu hören. Die gespielten Stücke stehlen dem Film sonst kaum bis nie die Show.

Bei all der Negativität gibt es auch Dinge, die „Valerian“ kann. In erster Linie sind das sehr abenteuerliche Szenen, die durch Computeranimationen unterstützt werden. Ich muss mich korrigieren: Es ist quasi eine ganz lange Computeranimation, die die ganze Zeit gezeigt wird. Zumindest fühlt es sich so an, denn es gibt einfach keine anderen Aufnahmen. Alles ist bearbeitet aber man sieht es nicht, weil es sehr gut gemacht ist. In den Extras sagt Luc Besson, dass er in „Das fünfte Element“ nur wenige Hundert Spezialeffekte/Computeranimationen verwendet hat, damals sei die Technik eben noch nicht reif gewesen. Heute waren es über 2000 Effekte und Animationen. Als Zuschauer sieht man also rund 15 Effekte pro Minute. Klar ist, dass die Szenen dadurch gleich viel aufregender sind, weil sie ausgeschmückt und hochgradig designed sind, daher wird die Kategorie „Action“ vermutlich die einzige sein, in der „Valerian“ verhältnismäßig viele Punkte ergattern kann.

Im Rahmen der Filmreise-Challenge habe ich nun Aufgabe #23 „Schaue einen Film, der auf fremden Planeten oder im All spielt.“ beendet. Für weitere Informationen klickt bitte einfach auf das Banner.

Meine Meinung:
„Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“. Dass ich „Space Oddity“ gleich zu Anfang gehört habe, hätte auch etwas Gutes bedeuten können, aber es gibt, wie ich bereits beschrieben habe, zig Anspielungen und Dinge, die diesen Film einfach nur wie eine schlechte Kopie eines sehr guten Filmes aussehen lassen.

Und nicht nur das, dann kommt da auch noch die dünne Handlung, wenig Spannung und schlechte Schauspielerei dazu. Immerhin ist aber der Spezialeffekt (oder die Spezialeffekte) und das Tempo gut und auch angenehm.

Es stellt sich mir nicht die Frage ob, sondern wie viele, Punkte verloren gehen.

Meine Wertung:
Spannung: 4,0 von 10
Action: 9,0 von 10
Story: 3,0 von 10
Länge: 5,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 1,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
GESAMT: 4,8

The Flash (Staffel 1)

Titel: The Flash (Season 1)
Idee: Greg Berlanti / Andrew Kreisberg / Geoff Johns
Genre: Krimi / Mystery / Science-Fiction / Action / Drama
Titellied: Blake Neely
Dauer: 23 Folgen à ca. 41 Minuten
Erscheinungsjahr: USA: 2014-2015 / Deutschland: 2015
Altersfreigabe: FSK 12

„Der clevere und charmante Barry Allen arbeitet als forensischer Ermittler in Central City – doch durch ein fehlgeschlagenes wissenschaftliches Experiment verwandelt er sich in den schnellsten Mann der Welt! Als Flash saust er durch die actionreiche neue Serie des kreativen Teams, dem wir auch Arrow verdanken. Als Vorlage dient der überschallschnelle Held aus den DC Comics. Barrys Leben wird davon überschattet, dass seine Mutter ermordet und sein Vater fälschlich für dieses Verbrechen verurteilt wurde. Doch weil Barry jetzt aufgrund seines Supertempos über ganz neue Fähigkeiten verfügt, entwickelt er sich zum unsichtbaren Schutzengel von Central City. Allerdings stellt er bald fest, dass nicht nur er allein von der explosiven Katastrophe mit ‚meta-humanen’ Kräften ausgestattet worden ist. Aber nicht alle Betroffenen wollen diese Stärke für das Allgemeinwohl nutzen. Um Unbeteiligte zu schützen, bildet Barry mit einigen eingeweihten Freunden eine eingeschworene Gruppe und nimmt den Kampf gegen die Bösewichte auf. Auf diese Weise erlebt er eine Reihe verblüffende Abenteuer, die uns in dieser fantastischen Collection der 23 Episoden auf 4 Discs mit blitzartiger Geschwindigkeit überrumpeln.“
(Rückentext der DVD)

Als im Jahr 2015 im Free-TV die Serie „The Flash“ ausgestrahlt wurde, waren meine Herzdame und ich von der ersten Sekunde dabei. Es war im Prinzip eine logische Schlussfolgerung, dass ich die dazugehörigen DVDs in regelmäßigen Abständen verschenke.
Nun haben wir uns dazu entschieden, die erste Staffel noch mal anzuschauen und wieder waren wir voll drin. Wie die Serie nun letzten Endes abschneidet, könnt ihr in diesem Artikel erfahren.

Barry Allen, in der Comic-Gemeinde auch unter seinen Pseudonym The Flash bekannt, hat nun seine eigene Serie. Die Handlung dreht sich dabei natürlich um ihn und seine Freunde und Kollegen von S.T.A.R.-Labs, dem Central City Police Department und seine Familie. Die Geschichte startet ganz am Anfang und klärt auf, warum und unter welchen Umständen Barry zum schnellsten Menschen der Welt wurde. Alles ist dabei leicht verständlich, spannend erzählt und darüber hinaus gibt es den einen oder anderen Kniff, der dem Zuschauer auch Spaß bereitet und die komplette Story aufwertet.

Mit Grant Gustin wurde der perfekte Darsteller für die Hauptrolle gecastet. Zumindest in der deutschen Synchronisation sind die Performance und das Spiel zwischen Mimik/Gestik und Text sehr ausgeglichen und glaubwürdig. In meiner Ausführung bleibe ich vorrangig bei der Titelfigur, die dem Zuschauer innerhalb von ein paar wenigen Szenen sowohl Hoffnung über die Mimik, Mut über die Gestik und Verzweiflung über die Darstellung des Textes, der Interaktionen zwischen ihm und einem anderen Charakter glaubhaft vermittelt. Aber auch innerer Zerrissenheit und ein ausgeprägtes Zugehörigkeitsgefühl wird auf eine so intensive Art und Weise vermittelt, dass der Zuschauer automatisch mitfiebert und dem Protagonisten ganz fest die Daumen drückt. Schlussendlich fällt es mir aber dennoch schwer, mich mit einem der Charaktere aus dieser TV-Serie zu identifizieren, denn im Wesentlichen handelt „The Flash“ von einem Superhelden. Glorifikation statt Identifikation trifft es da wohl eher. Wenn man sich neben Grant Gustin den übrigen Cast anschaut, findet man dort einige sehr talentierte aber auch erfahrene Schauspieler, die der ganzen Serie einen perfekten Feinschliff geben. Tom Cavanagh und Jesse L. Martin sind die beiden Oldies im Gespann und werden darüber hinaus von Danielle Panabaker, Carlos Valdes und Candice Patton unterstützt, die allesamt einen nicht unerheblichen Teil zu dieser Serie beigetragen haben.

Wenn man genauer hinschaut, dann merkt man auch, dass „The Flash“ keine stumpfe Serie über einen Superhelden ist. Sie ist nämlich viel mehr als das. Für mich ist sie eine dramatische Science-Fiction-Krimi-Serie mit mysteriösen Tendenzen, die in den richtigen Momenten eine unglaubliche Spannung aufbaut, emotional tiefgreifend oder leicht komisch sein kann.
Das Potential dieses Stoffes war mir in erster Linie gar nicht bewusst und dann wird man urplötzlich überrascht.

Ein Superhelden-Film steht und fällt mit seinem Gegner. Genau so verhält es sich auch mit dem Serien-Format. Es ist nur logisch, dass es bei dieser Serie mehr als nur einen Gegner und immer wieder entsprechende Storys gibt. Grundsätzlich gibt es einen roten Faden, der sich durch die ganze Staffel zieht. Jede Episode ist mit jedem Antagonisten wie eine Zwischenstation zu verstehen, die unseren Protagonisten erfahrener und stärker macht.
Weil in so ziemlich jeder Episode ein Hinweis oder ein Puzzelstück zum „Endgegner“ gezeigt wird, wird auch immer wieder Bezug auf den roten Faden genommen und man geht quasi im Gleichschritt auf das Ende oder die unausweichliche Konfrontation zu.

Setting und Musik passen sehr gut. Central City ist der Ort, in dem sich alles abspielt, viel von der Struktur der Stadt bekommt man allerdings nicht mit. Meistens befinden wir uns in einem Labor, der Polizeistation oder dem Zuhause unseres Helden. Das passt soweit ganz gut. Auch die Schnitte sind auf dem Punkt und keineswegs auffallend störend. Die Kameraarbeit ist solide. Die Effekte sind sehr unbeständig in ihrer Qualität. Zwischen wertig und schön anzusehen bis hin zu gravierend schlecht ist eben alles dabei. Die Musik unterstützt die Handlung, transportiert glaubhaft Emotionen und treibt die Story voran.

Einer der wichtigsten Punkte ist, dass „The Flash“ eine wunderbare Länge von 23 Episode à ca. 41 Minuten hat. Man bekommt also endlich mal wieder etwas für sein Geld zu sehen.

Meine Meinung:
„The Flash“ ist alles andere als bunt durcheinandergemischt. Vielmehr gleicht diese Serie einem wohldurchdachtem Konzept, in dem von jeder Zutat genau die richtige Menge beigesteuert wurde, um nicht nur unterhaltsam zu sein, sondern auch spannend und glaubwürdig.

Im Gegensatz zum DCEU scheint Warner Bros. mit diesem Format so ziemlich alles richtig gemacht zu haben. Ich als ein großer DC-Fan bin zumindest dankbar, dass es diese Serie gibt und werde mir definitiv auch die zweite Staffel (erneut!) anschauen.

Meine Wertung:
Story: 8,0 von 10
Spannung: 8,0 von 10
Länge: 9,0 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Emotionen: 7,0 von 10
Setting: 7,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 7,9