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Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten

Titel: Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten (engl. „Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides“)
Genre: Abenteuer / Fantasy
Regie: Rob Marshall
Musik: Hans Zimmer
Produzenten: Jerry Bruckheimer
Dauer: ca. 136 Minuten
Erscheinungsjahr: 2011
Altersfreigabe: FSK 12

„In diesem actiongeladenen Abenteuer dreht sich alles um Wahrheit, Verrat und Verdammnis: der eigensinnige Piratenkapitän Jack Sparrow ist diesmal hinter der Quelle der ewigen Jugend her. Auch der berüchtigte Captain Blackbeard (Ian McShane) will die Quelle finden – zusammen mit der schönen, verwegenen Freibeuterin Angelica (Penélope Cruz), die mit beiden Männern so einiges verbindet. Es beginnt eine Reise ins Ungewisse, auf der die Piraten sich nicht nur gegen mysteriöse Meerjungfrauen und skrupellose Halsabschneider, sondern auch gegen Jacks alten Rivalen Hector Barbossa (Geoffrey Rush) behaupten müssen.“
(Rückentext der BluRay)

Jetzt bin ich endlich fertig mit den „Fluch der Karibik“-Filme meines Schwagers. Es wird ihm eine Lehre sein, mir seine Filme auszuleihen. Nachdem ich seine vier Filme nun einige Jahre hier liegen hatte, habe ich „kurz vor Schluss“ die letzten beiden Teile noch schnell geguckt.

Bevor ich mit meiner Rezension beginne, starte ich mit einer kleinen Kritik.
„Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“ ist ein klassisches Beispiel von „den Hals nicht voll genug kriegen können“. Einige von euch werden meine Meinung teilen, andere vielleicht nicht, aber für mich fühlt sich dieser Teil sehr danach an, dass Disney in erster Linie die Kinokassen klingeln hören wollte. Storytechnisch ist „Fremde Gezeiten“ ein Neubeginn für eine weitere Fluch-der-Karibik-Trilogie. Aus meiner Sicht hat es diese Weiterführung nicht gebraucht.
Und hier steige ich auch mit meiner Rezension ein.

Die Handlung ist chronologisch erzählt, weist einige witzige Momente und einen stringenten Verlauf auf. Aber ich hadere. Ich hadere damit, dass dieser Film nicht nötig war. Ganz offensichtlich war ein Bedürfnis der Zuschauer vorhanden, aber reicht das?
Im Grunde bringt die Geschichte um Jack Sparrow Spaß und weist auch einige tolle und interessante Figuren auf. Als Neustart ist dieser Streifen also vollkommen ok.

Die Figuren sind oft, meiner Meinung nach sogar viel zu oft, eindimensional. Johnny Depp spielt nun zum vierten Mal diese Rolle und ich habe eigentlich keine Lust mehr auf ihn. Egal in welchem Film Johnny Depp mitspielt, alles driftet in eine andere Version eines Jack Sparrows ab. Für die „Fluch der Karibik“-Reihe ist Johnny Depp allerdings ein Need, weil er das Bindeglied ist und das seine einzige Rolle ist, der er seinen Stempel gänzlich aufgedrückt hat. In den anderen Rollen haben wir einen Geoffrey Rush, der die gleiche Rolle in anderen Klamotten spielt. Leider bleibt er ähnlich blass wie Depp. Penélope Cruz spielt dieses Mal die weibliche Rolle und war – schlicht ausgedrückt – schwach. Unter den „größeren“ Rollen war einzig und allein Ian McShane als Blackbeard überzeugend, leider hatte er insgesamt aber viel zu wenig Screentime. Sein erstes Erscheinen war auch erst nach einer guten Stunde und dadurch konnte er sich nicht so sehr zeigen.
Emotionen spielen ganz am Rand eine Rolle und sind eigentlich die meiste Zeit sehr zurückgenommen. In einer Nebenhandlung gibt es Potential und werden Ansätze gezeigt, aber insgesamt zu wenig. Die Figuren handeln aber in der Regel logisch und echt – entsprechend ihrer persönlichen Vergangenheit. Auch hier sticht Ian McShane als Blackbeard raus. Als geheimnisvollste Figur kommt er daher und agiert unberechenbar und authentisch.

Alles rund um die Spannung ist so eine Sache. Es gibt immer mal wieder Momente, in denen der Film fesselt, aber auch dieser Streifen hat seine Längen. Im Vergleich zum dritten Teil hat er sogar sehr viel mehr Längen, trotz der deutlich geringeren Laufzeit und das macht es schwierig, hier ein Lob für die Spannung auszusprechen. Die Geschichte dümpelt leider viel zu oft vor sich hin und dadurch, dass Jack Sparrow bzw. Johnny Depp mich – also mich persönlich – nervt, waren mir die Figuren oft egal, wodurch ich nicht mitgerissen wurde.

Setting und Musik waren wieder erstklassig. Hans Zimmer ist ein Meister, da gibt es nichts dran zu rütteln. Die Kulissen, Outfits, Effekte, Kämpfe und alles drum herum: Erstklassig.

Meine Meinung:
Wenn es einen Need gibt, dann bitte eine Geschichte ohne Jack Sparrow, am besten eine Vorgeschichte von Blackbeard. Alles andere, was mit Johnny Depp als Jack Sparrow zu tun hat, ist einfach nur Gier und einfallslos. Aus unternehmerischer Sicht kann ich es verstehen, als Filmliebhaber ist es mir aber zu doll. In meinen Augen ist die „Fluch der Karibik“-Reihe ausgelutscht.
Fans werden aber, wie so oft, ihren Spaß haben, ich hatte ihn nur so lala.

Meine Wertung:
Spannung: 5,0 von 10
Story: 6,0 von 10
Länge: 4,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 6,0 von 10
Musik: 9,0 von 10
Setting: 10 von 10
GESAMT: 6,3

Reihenfolge:
1. Fluch der Karibik
2. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2
3. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt
4. Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten

[Gastrezension] Die Tribute von Panem – Mockingjay 2

IMG_3998Titel: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2 (engl. „The Hunger Games: Mockingjay – Part 2“)
Genre: Science-Fiction
Regie: Francis Lawrence
Musik: James Newton Howard
Produzenten: Nina Jacobson / Jon Kilik
Dauer: ca. 137 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Altersfreigabe: FSK 12

„Nachdem sie zum Gesicht der Rebellion ernannt wurde, bricht Katniss Everdeen zusammen mit Gale, Peeta, Finnick und einer Einsatztruppe aus Distrikt 13 ins Kapitol auf, um Panem von Präsident Snows Schreckensherrschaft zu befreien. Die heimtückischen Fallen, die überall auf sie lauern, und die moralischen Entscheidungen vor die Katniss gestellt wird, übertreffen bei weitem die Gefahren, denen sie in der Arena der letzten beiden Hungerspiele ausgesetzt war. Sie realisiert, dass es nicht mehr nur ums bloße Überleben geht, sondern dass die Zukunft ihres ganzen Landes auf dem Spiel steht.“
(Rückentext der DVD)

Hier ist es nun, das große Finale um die Tribute-von-Panem-Reihe.
Nachdem ich an den ersten zwei Teilen viel Spaß hatte, hatte ich ein wenig Angst vor den Verfilmungen des letzten Buches, das für mich ganz klar der schwächste war.

Das "Mockingjay-Menü" im Kino.

Das „Mockingjay-Menü“ im Kino.

Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1“ konnte mich nicht wirklich begeistern. Einzig allein die Liebe zu der Reihe an sich ließ mich den Film gern sehen.
Ich hoffte auf einen würdigen Abschluss im zweiten Teil, den ich mir damals natürlich sofort im Kino ansah.

Nachdem Katniss der Spotttölpel wurde und die Macht der Rebellen in den Propos immer wieder zur Schau stellte, gibt es mehr und mehr Aufstände im ganzen Land, das Kapitol wird geschwächt.
Den Rebellen gelingt es, Peeta, Annie und Johanna aus der Gefangenschaft von Präsident Snow zu befreien und ins Distrikt 13 zu bringen. Katniss freut sich, Peeta endlich wieder in die Arme schließen zu können. Dann wird sie von ihm angegriffen.
So endete Teil 1.

Im letzten Teil der Reihe begleitet man nun Peetas kleine Genesungsschritte, bis Katniss die Präsidentin aus Distrikt 13 bittet, ins Kapitol reisen zu dürfen. Sie will Rache für das, was Peeta angetan wurde.

Diese Reise ist nun Dreh- und Angelpunkt des ganzen Films.
Der Weg ins Kapitol ist natürlich gefährlich und beschwerlich. Man muss Verluste hinnehmen und Anstrengungen bewältigen.
Auch wenn der Weg weit ist, gibt er tatsächlich nur relativ wenig Inhalt her. Trotzdem kommt der Film auf über zwei Stunden. Ein paar Längen sind also vorprogrammiert.

Gewalt und Action sind auch in diesem Teil ein zentrales Element. Das trägt bedeutend zur düsteren und dramatischen Atmosphäre bei. Es werden Leute erschossen, bei Explosionen in die Luft gesprengt oder zerfleischt. Die Szenen werden aber nie explizit.

Gefühlstechnisch gibt es keine große Veränderung zu den Vorgängern. Die Hauptfiguren finde ich immer noch authentisch und überzeugend, obwohl Jennifer Lawrence das ein oder andere Mal sicher ein wenig „drüber“ ist. Die Nebenfiguren verbesserten sich jedoch auch im letzten Teil nicht. Egal ob Mutter Everdeen, Präsidentin Coin oder die Friedenswächter. Alle wirkten aufgesetzt, ihre Emotionen platt hingespielt.

Eine Besonderheit bei der Besetzung ist Philip Seymour Hoffman. Er verstarb leider bevor die Reihe abgedreht war. Deswegen war er vor allem in der zweiten Hälfte des Films kaum noch vertreten. In manchen Szenen wurden bereits gedrehte Bilder von ihm eingefügt, in anderen wurde seine Rolle durch eine andere Figur ersetzt. Damit verlor der Film eine authentische und sympathische Figur.
Der Film ist ihm gewidmet.

Musikalisch konnte mich der Letzte Teil nun aber als einziger so richtig überzeugen.
Immer noch gab es ausschließlich instrumentale Stücke, doch die passten dieses Mal sehr gut zu den jeweiligen Szenen, Emotionen und Stimmungen.
Vor allem der Bezug zu dem Lied „The Hangig tree/ Der Henkersbaum“, das Katniss in Mockingjay 1 sang, war sehr schön und gut gemacht.

IMG_4025Meine Meinung:
Ich mag die Panem-Reihe sehr, obwohl ich viele Schwierigkeiten mit ihr hatte.
Ins erste Buch kam ich schlecht rein und beim dritten musste ich mich durchquälen.
Ich glaube, richtig begeistert war ich dann aber erst, als es die Filme gab. Für mich persönlich sind das sehr gute Umsetzungen der literarischen Vorlage.
Das ist natürlich Fluch und Segen, denn durch die Nähe zum Buch gefielen mir auch die beiden Mockingjay-Teile nicht so richtig gut.
Eine Freundin fragte mich, ob ich mir mit ihr ein zweites Mal diesen Abschluss im Kino angucken würde. Ich habe abgesagt. Ein zweites Mal innerhalb so kurzer Zeit hätte ich einfach nicht ertragen. Mir war der Film oft zu langgezogen und langweilig.
Die Stärken liegen für mich klar in den Hauptfiguren und der Atmosphäre.
Die Story allein hätte mich wohl eher enttäuscht.

Meine Wertung:
Spannung: 6,0 von 10
Action: 8,0 von 10
Story: 5,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,5 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 7,5 von 10
GESAMT: 6,9

Reihenfolge:
1. Die Tribute von Panem – The Hunger Games
2. Die Tribute von Panem – Catching Fire
3. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1
4. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2

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Autor: buecherherz

[Gastrezension] Die Tribute von Panem – Mockingjay 1

IMG_2094Titel: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 (engl. „The Hunger Games: Mockingjay – Part 1“)
Genre: Science-Fiction
Regie: Francis Lawrence
Musik: James Newton Howard
Produzenten: Nina Jacobson / Jon Kilik
Dauer: ca. 118 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Katniss Everdeen konnte von den Rebellen aus der Arena gerettet und in dem zerstört geglaubten Distrikt 13 in Sicherheit gebracht werden. Für die unterdrückte Gesellschaft wird sie zur heroischen Symbolfigur des Aufstands gegen das Kapitol. Als der Krieg ausbricht, der das Schicksal Panems für immer bestimmen wird, muss Katniss sich entscheiden: Kann sie den Rebellen rund um Präsidentin Coin trauen? Und was kann sie tun, um Peeta aus den Fängen des Kapitols zu retten und Panem in eine bessere Zukunft zu führen?“
(Rückentext der DVD)

Das Finale der „Tribute von Panem“ beginnt.
Natürlich habe ich auch hierzu das Buch gelesen – „Die Tribute von Panem – Flammender Zorn„.
Nachdem ich in den ersten Teil damals schwer reinkam und den zweiten dann verschlungen habe, hatte ich mit dem dritten Buch – das sich ja auf zwei Filme aufteilt – unglaubliche Probleme.
Gerade die erste Hälfte fand ich elendig zäh und das ist ja nun ausgerechnet die Vorlage zu „Mockingjay Teil 1“.

Dank der tollen Besetzung und der Liebe zu den anderen Teilen, gefällt mir der Film zum Glück wesentlich besser als das Buch, so viel sei vorweg schon einmal gesagt.

Und trotzdem muss der Film nun einmal das zeigen, was das Buch vorgegeben hat.
Katniss wurde von den Rebellen aus der Arena, die sie am Ende von Teil 2 zum Einsturz brachte, befreit und kann sich nun in Distrikt 13 erholen. Dabei galt jenes äußerste Distrikt bisher als vollkommen zerstört und unbewohnt.
Nun avanciert sie zum Gesicht der Rebellion. Sie wird zum Spotttölpel, provoziert das Kapitol. Und das auch noch ohne Peeta an ihrer Seite, denn der wird von Präsident Snow gefangen gehalten.

Die Story klingt nicht nach viel und ist es streng genommen auch nicht. Dennoch werden zwei Stunden gefüllt.
Es ist nicht so, dass die Story künstlich aufgeblasen wurde, damit man einen langen Film abliefern kann, aber es hätte sicher auch nicht geschadet, wenn er gestrafft worden wäre.
So blieb für mich die Spannung in weiten Teilen auf der Strecke. Gerade am Anfang wird sich viel im Kreis gedreht. Erst im letzten Drittel wird an Fahrt aufgenommen.

Im Buch hatte ich bis zum Ende Schwierigkeiten mit den Figuren. Ich mochte nicht mal Katniss so wirklich und auch beim Rest war mir niemand ans Herz gewachsen.
Bei der filmischen Darstellung sieht das zum Glück ganz anders aus. Für mich persönlich macht das auch den meisten Reiz an diesem Teil aus, bei dem die Story mich nicht in ihren Bann ziehen konnte.
Ich finde die Hauptdarsteller unglaublich sympathisch und finde auch ihre schauspielerische Leistung vollkommen überzeugend. Mit einigen neuen und auch alten Nebenfiguren habe ich aber Probleme. Sie wirken unecht und ihre Gefühle immer aufgesetzt.

Die Gefühle der Hauptpersonen konnten mich dafür die ganze Zeit fesseln und nicht selten war ich kurz davor, mit Katniss anzufangen zu weinen.
Ich war vollkommen bei ihr, als sie mit Grauen an die letzten Hungerspiele dachte und verzweifelt zusehen musste, wozu das Kapitol fähig ist.IMG_2095

Musikalisch reißt mich das Ganze aber immer noch nicht vom Hocker.
Weiterhin gibt es durchweg instrumentale Begleitung, die die Stimmung nur in Teilen transportieren kann.
Schon in Teil 1 sang Katniss für ihre Schwester Prim und das Tribut Rue ein Lied, doch in diesem Teil steigert sich ihr Gesang zu einer vollkommen ausführlichen Komposition, die in einem Chor gipfelt.
Diese Szene war schon im Kino das Highlight des ganzen Films für mich und auch nun auf DVD bekam ich eine Gänsehaut an dieser Stelle.
Das Lied konnte mich tatsächlich so begeistern, dass ich es mir damals direkt auf iTunes kaufte.

Gut rübergebracht wurde jedoch die Stimmung. Sie war durchgängig düster und auch im Kapitol bekam man all die kunterbunten Menschen nicht mehr wirklich zu sehen.
Grau, Weiß und Schwarz sind die vorherrschenden Farben und so würde der Zuschauer selbst ohne Ton und Handlung verstehen, dass der Filminhalt weit entfernt von Spaß ist.
Passend dazu wurde die Brutalität auch noch einmal ganz schön nach oben geschraubt.
Schon in den ersten Teilen, wurde mit Morden nicht gespart, aber nun gibt es in ganz Panem reihenweise Massenerschießungen.
In keinem Panem-Teil ging es bisher so sehr um Leben und Tod, wie in diesem.

IMG_2099Meine Meinung:
Auch wenn es nicht so klingt: Ich mag den Film wirklich und ich habe ihn gern gesehen, auch wenn ich ihn teilweise etwas sehr gezogen finde.
Das liegt aber weder an der packenden Story, noch an der wahnsinnigen Spannung. Es liegt einzig und allein an meiner persönlichen Liebe zu den Panem-Filmen und meiner unglaublichen hohen Sympathie für die Hauptdarsteller.
Wenn ich wirklich objektive Maßstäbe ansetze, wie ich es in der Rezension versucht habe, schließt „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1“ leider gar nicht mal so gut ab.

Ich hoffe deswegen, dass Teil 2 einen würdigen Abschluss darstellt.

Meine Wertung:
Spannung: 7,0 von 10
Action: 7,5 von 10
Story: 6,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,0 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 6,5 von 10
GESAMT: 7,1

Reihenfolge:
1. Die Tribute von Panem – The Hunger Games
2. Die Tribute von Panem – Catching Fire
3. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1
3. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2

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Autor: buecherherz

[Gastrezension] Die Tribute von Panem – Catching Fire

IMG_4023Titel: Die Tribute von Panem – Catching Fire (engl. „The Hunger Games: Catching Fire“)
Genre: Science-Fiction / Romanverfilmung
Regie: Francis Lawrence
Musik: James Newton Howard
Produzenten: Nina Jacobson / Jon Kilik
Dauer: ca. 141 Minuten
Erscheinungsjahr: 2013
Altersfreigabe: FSK 12

„Katniss und Peeta haben die Hungerspiele überlebt und dem mächtigen Kapitol die Stirn geboten. Ihr Beispiel ermutigt die unterdrückte Bevölkerung in den Distrikten zur Rebellion gegen das Regime. Doch dann ändert Präsident Snow kurzerhand die Spielregeln und lässt alle bisherigen Gewinner bei den anstehenden 75. Hungerspielen noch einmal gegeneinander antreten. Auch Katniss und Peeta müssen zurück in die Arena und sich erneut dem Kampf ums Überleben stellen. Doch langsam wird ihnen klar, dass sie in Wirklichkeit Teil eines viel größeren Plans sind…“
(Rückentext der DVD)

Es ist schon fast vier Jahre her, seit ich den zweiten Teil der Tribute-von-Panem-Reihe von Suzanne Collins gelesen habe. Auch wenn ich es zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, sollte „Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe“ mein liebster Teil bleiben.
Da ich alle Filme der Reihe mittlerweile auch schon mehr als einmal gesehen habe, kann ich sagen: Auch bei den Filmen ist der zweite Teil mein liebster.

Die Story ist zweigeteilt. In der ersten Hälfte des Filmes machen Katniss und Peeta die „Tour der Sieger“. Sie bereisen alle Distrikte und halten Lobreden auf die gefallenen Tribute des jeweiligen Distrikts. Immer klarer werden die Rebellionen der Einwohner gegen das Kapitol, immer deutlicher wird die Hoffnung, dass Katniss mit ihrem Affront gegen den Spielmacher und den Präsidenten etwas verändern kann.
In der zweiten Hälfte befindet man sich in einer neuen Arena. Bei diesem „Jubel-Jubiläum“ müssen die Gewinner der vergangenen Hungerspiele gegeneinander antreten. Wieder bekommen die Zuschauer viel Mord und Totschlag zu sehen.
Obwohl der Teil in der Arena ganz klar der spannendere und actionreichere ist, ist auch die Tour interessant mit anzusehen.

So schafft es der Film auch insgesamt, dass die 141 Minuten zwar lang erscheinen, aber definitiv nicht zu lang. Nie tritt der Film auf der Stelle, jede Szene bringt die Story weiter.

So unsympathisch mir Katniss im Buch war, so gern sehe ich Jennifer Lawrence als das Mädchen, das in Flammen steht. Auch die anderen Charaktere werden durchweg authentisch dargestellt. Selbst den übertrieben agierenden Caesar Flickerman, gespielt von Stanley Tucci, sehe ich gern und nehme ihm alles ab. Wie schon im ersten Film „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ waren alle wieder für die Zeit des Films für mich die dargestellten Figuren. Ich vergesse die Schauspieler dahinter komplett.

Die Gefühlspalette ist wieder unglaublich vielfältig, unterscheidet sich aber nicht sehr von der im ersten Film. Liebe, Angst, Verzweiflung, Mut, Zerrissenheit und ähnliche Dinge sind vorherrschend. Es sind also vorrangig Gefühle, die einen gedämpften Schleier tragen. Keine strahlende Freude oder sonniger Spaß. Alles ist gedrückt, doch nur so passt es in den Film und die Atmosphäre.
Jedes einzelne dieser dargestellten Gefühle konnte mich berühren und total in die Geschichte gleiten lassen. Wieder – wie schon in Teil 1 – war ich mehr als nur den Tränen nahe. Egal ob auf der Tour, bei der erneuten Ernte, beim Training oder in der Arena. Stets und ständig musste ich heulen. Mir gefällt die Geschichte um Panem einfach zu gut, um nicht mit ganzem Herzen dabei zu sein.

Musikalisch war ich vom ersten Teil sehr enttäuscht, hier nicht mehr. Auch wenn es wieder rein instrumentale Stücke waren, unterstreichen sie die Szenen viel besser. Die Stimmungen wurden von der Musik getragen, vermittelt und sogar verstärkt.
Zusätzlich gibt es verschiedene Stücke bzw. Themen, die immer wieder auftauchen und so Verknüpfungen herstellen.

IMG_4024Meine Meinung:
Wie schon bei „The Hunger Games“ lautet die Devise wieder: „Wie objektiv kann man einen Film bewerten, den man schon sechs oder sieben Mal gesehen hat, weil man ihn so gern mag?“. Aber vielleicht ist auch genau das der Punkt: Ich mag den Film so gern und das aus verschiedenen Gründen und diese habe ich versucht darzulegen.
Jedes Mal kann der Film mich aufs Neue mitreißen und berühren. Jedes Mal nehme ich den Schauspielern das Dargestellte zu 100 Prozent ab, beobachte gespannt die „Tour der Sieger“ und fiebere mit den Tributen in der Arena mit.
Und auch dass man Arena-Kämpfe schon im ersten Teil gesehen hat, mindert das Vergnügen kein Stück.
„Catching Fire“ wird einfach immer mein Lieblingsteil der Reihe bleiben.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Action: 7,0 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 8,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 9,0 von 10
Authentizität: 9,5 von 10
Musik: 7,0 von 10
GESAMT: 8,2

Reihenfolge:
1. Die Tribute von Panem – The Hunger Games
2. Die Tribute von Panem – Catching Fire
3. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1
3. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2

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Autor: buecherherz