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Ant-Man [Rewatched]

Titel: Ant-Man
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: Peyton Reed
Musik: Christophe Beck
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 112 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Altersfreigabe: FSK 12

„Ausgestattet mit der unglaublichen Fähigkeit, auf winzige Körpergröße zu schrumpfen und gleichzeitig seine Kräfte zu vervielfachen, verbündet sich Trickbetrüger Scott Lang (Paul Rudd) mit seinem neuen Mentor Dr. Hank Pym (Oscar®-Preisträger Michael Douglas), um das Geheimnis des spektakulären Ant-Man-Anzuges zu beschützen. Das Schicksal der Menschheit steht auf dem Spiel und Pym und Lang müssen einen fast aussichtslosen Kampf aufnehmen.“
(Rückentext der DVD)

Ich hatte bereits einmal über „Ant-Man“ geschrieben und den Beitrag findet ihr auch weiterhin auf meinem Blog, aber dennoch gibt es hier und jetzt ein Rewatched. Hin und wieder schaue ich Filme ein weiteres Mal, mit zeitlichem Abstand zur Erstsichtung. Vor allem mache ich das aber auch, weil ich das MCU in seiner Gänze und in der Reihenfolge schauen möchte, wie die Filme auch im Kino erschienen sind.
An dieser Stelle folgt also auf das letzte Avengers-Abenteuer wieder ein Solo-Film, dieses Mal von dem Mann in Ameisengröße.

„Ant-Man“ ist ein Superheld aus dem Hause Marvel und seine Fähigkeit ist es, sich – mittels eines Anzugs – auf die Größe eines Insekts zu schrumpfen und dabei eine höhere relative Stärke zum eigenen Körpergewicht und zur eigenen Körpergröße zu haben. Paul Rudd (eigentlich bekannt aus Komödien!) spielt Scott Lang, der Mann, der zu Ant-Man wird. Erst ist er ein Kleinkrimineller und nun soll er ein Held werden. Sowohl für seine Tochter, als auch für den Rest der Welt.

Die Handlung wird komplizierter dargestellt als sie ist. Im Allgemeinen wird sie recht chronologisch dem Zuschauer präsentiert, jedoch wird immer mal wieder versucht, mithilfe von originellen Erzählsträngen ein kompliziertes Handlungsgebilde aufzubauschen. Meiner Meinung nach hat es der Streifen nicht nötig, solche Mittel zu verwenden, um die Handlung witziger oder interessanter zu gestalten. „Ant-Man“ beginnt nämlich schon recht interessant und führt zwar nicht die Figuren grundlegend ein, aber erklärt ein wenig die Vorgeschichte.
Soweit so gut. Spannung wird immer wieder erzeugt, aber es wird sich auch immer wieder auf die Action verlassen. Und genau das ist Fluch und Segen zugleich:

Die Action ist unterhaltsam und vor allem in Verbindung mit der Größenrelation entstehen dabei sehr witzige Momente. Allerdings fällt es dem Zuschauer auf, dass die Qualität nicht die beste ist. „Viel hilft viel“ ist hier leider einmal mehr die Devise, aber Ant-Man ist ein Held, bei dem das leider nicht funktioniert. Das Schema-F-Vorgehen von Marvel und Disney funktioniert nicht. Gut, die Kinokassen klingeln, also haben sie etwas richtig gemacht, aber auf Kosten des Sehrvergnügens und des Spaßes der Kinogänger.

Grundsätzlich lässt sich auch zum Punkt der Spannung sagen, dass der Streifen in seinen Zügen vorhersehbar und aufgrund seiner Erzählweise und Inszenierung weit hinter seinen Möglichkeiten bleibt.
Bezogen auf die Authentizität und die Emotionen gibt es im gesamten MCU keinen Film, der mich so richtig von den Socken gehauen hat. „Ant-Man“ hat gute Ansätze, schafft es aber auch nicht, mich zu überzeugen. Viel mehr noch stört es mich, dass ein Kleinkrimineller sich gegen die Kriminalität entscheidet, um ein besserer Vater zu sein und macht dann bei einem Unterfangen mit, bei dem es die ganze Zeit darum geht, irgendwo einzubrechen und etwas zu stehlen oder in die Luft zu jagen. Klarer Fall von „nicht gut bis zum Ende gedacht“.

Das Setting hingegen weiß da schon etwas mehr zu überzeugen. Szenenbild, Kostüme und Make Up sind stimmig und passen. Die Effekte lassen aber von der ersten Sekunde an zu wünschen übrig. Besonders die Verjüngung von Michael Douglas ist ganz doll gescheitert.
Musikalische Unterstützung war vorhanden, allerdings bedeutungslos. Eine Sache, an der ich mich maßlos störe, ist die falsche Synchronstimme von Paul Rudd. Wer seine Rollen in Filmen oder Serien kennt, weiß auch, dass die alte deutsche Synchronstimme viel besser ist als diese.

Meine Meinung:
An vielen Ecken und Enden gibt es Dinge, die mich störten. Die Figuren, die Quintessenz, die Effekte, die Unglaubwürdigkeit und die Emotionslosigkeit. Warum sollte man sich diesen Film anschauen? Ich kann es nicht sagen. Er gehört zum MCU. Das muss leider reichen, auch wenn ich gut auf diesen Film verzichten könnte.
Und zum ersten Mal hat ein Streifen beim Rewatched weniger Punkte erhalten als bei der Erstsichtung.

Meine Wertung:
Spannung: 5,0 von 10
Action: 7,0 von 10
Story: 6,0 von 10
Länge: 7,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,0 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Musik: 6,0 von 10
Setting: 7,0 von 10
GESAMT: 6,1

Reihenfolge:
1. Ant-Man
2. Ant-Man and the Wasp

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom
9. The Return of the First Avenger
10. Guardians of the Galaxy
11. Avengers: Age of Ultron
12. Ant-Man

Ant-Man

IMG_3002Titel: Ant-Man
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: Peyton Reed
Musik: Christophe Beck
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 112 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Altersfreigabe: FSK 12

„Ausgestattet mit der unglaublichen Fähigkeit, auf winzige Körpergröße zu schrumpfen und gleichzeitig seine Kräfte zu vervielfachen, verbündet sich Trickbetrüger Scott Lang (Paul Rudd) mit seinem neuen Mentor Dr. Hank Pym (Oscar®-Preisträger Michael Douglas), um das Geheimnis des spektakulären Ant-Man-Anzuges zu beschützen. Das Schicksal der Menschheit steht auf dem Spiel und Pym und Lang müssen einen fast aussichtslosen Kampf aufnehmen.“
(Rückentext der DVD)

„Ant-Man“ – eine weitere Comicverfilmung. Eigentlich bin ich kein Fan vom gesamten Universum der Marvel-Comics, aber ich muss leider zugeben, dass einzelne Figuren schon gefallen. Dieses Mal habe ich mich mit „Ant-Man“ auseinandergesetzt. Ein Superheld, der auf Insektengröße schrumpfen kann und, ähnlich wie eine Ameise, eine hohe relative Stärke im Verhältnis zu seinem eigenen Gewicht und seiner Größe hat.

Paul Rudd spiel Scott Lang, besser bekannt als „Ant-Man“. Er ist die Hauptfigur, um die sich alles dreht. Als ambitionierter Krimineller hat Scott Karriere gemacht und saß dafür in St. Quentin, nun soll er nicht nur ein Held für seine Tochter, sondern auch für den Rest der Welt werden. Dafür muss er so groß wie ein Insekt werden und den „Ant-Man“-Anzug tragen. Alles wird sehr chronologisch erzählt und so beginnt der Film nicht mit Scott im eigentlichen Sinne, sondern mit einem Ereignis in der Vergangenheit: Wir finden uns im Jahre 1989 wieder, um kurz darauf mehr als zwei Jahrzehnte in die Zukunft zu springen. Wir werden Zeuge der Entlassung Scotts aus dem Gefängnis. Von nun an beginnt seine kleine Verwandlung. Mit äußerst einfachen Mitteln wird die Story vorangetrieben.
Dabei wird das Publikum sehr selten überrascht, denn die Geschichte ist ebenso einfach wie vorhersehbar.

Spannungstechnisch geht der Film leider auch nicht so sehr ab. Ja, er ist unterhaltsam. Nein, es ist nicht das Beste, was man je gesehen hat. Anders als bei „Guardians of the Galaxy“ kann „Ant-Man“ leider nicht mit unvorhersehbaren Wendungen punkten. Das Potential, das dieser Film definitiv hat, wird nicht ausgeschöpft. Am Ende bleibt eher ein müdes Lächeln, als frenetisch glänzende Augen.

Es gibt eine Sache, die alle Marvel-Filme – außer des comichaften Hintergrunds – verbindet: Action.
Sie alle können Explosionen, Luftschlachten, Schießereien und Verfolgungsjagden, umso erfrischender wäre es, einen Helden zu sehen, der alles zwar kann, aber nicht in einem übertriebenen Maße macht. „Ant-Man“ ist in diesem Fall in jeder Hinsicht minimalistisch angesiedelt, denn er bietet alles von dem, nur nicht in 70% der Laufzeit, sondern eher nur 30%. Es ist wohltuend so etwas zu sehen, auch wenn es wohl die kleine Ausnahme bleiben wird und die nächsten Marvel-Verfilmungen wieder voller Bomben, Explosionen, Schießereien und Verfolgungsjagden sein werden.

Eine weitere positive Eigenschaft des Films war der Humor. Mit flotten und ironischen Sprüchen wird dem Publikum immer mal wieder Abwechslung geboten. Darüber hinaus profitiert er von seiner Situationskomik.

Auf der emotionalen Ebene soll das Publikum ebenfalls ergriffen und abgeholt werden. Hier zeigt der Film gute Ansätze, Beweggründe und Chancen für einige Charaktere, so richtig überzeugend war das nicht. Scott wollte sich für seine Tochter verändern und ein Vater sein, der nichts mehr mit kriminellen Gedanken zu tun hat. In ein hautenges Lederkostüm zu schlüpfen und auf die Größe einer Ameise zu schrumpfen, um dann gegen das Böse zu kämpfen, ist zwar löblich, hat aber wenig mit einem Leben ohne kriminelle Energie zu tun, wenn alles darauf ausgelegt ist, irgendwo einzubrechen, um etwas zu stehlen. Vielleicht heiligt der Zweck die Mittel.

„Ant-Man“ ist der Film der grundsätzlich guten Ideen, aber schwachen Umsetzung. Dieses „Phänomen“ zieht sich auch durch die Glaubwürdigkeit der Figuren. Diesen Gedanken hatte ich schon am Anfang des Filmes, als Dr. Pym und Howard Stark (Vater von Tony Stark alias „Iron Man“) aufeinander trafen. Alles war so gespielt, so unecht und wenig begeisternd.

Aber um noch einmal ein Wort über die Figuren zu verlieren: Die schauspielerische Darbietung war insgesamt nicht schlecht, aber in manchen Szenen leider doch. Es stachen dabei vereinzelt Rollen heraus und bleiben auch über den Streifen hinaus in den Gedanken des Zuschauers.
An erster Stelle steht dabei Michael Peña, der seiner Rolle ein verplantes, aber stets witziges und schnell zu begeisterndes Wesen verliehen hat. Mit seinen beiden Kumpels Dave und Kurt bekam das Publikum ein interessantes Trio zu Gesicht.
Abby Ryder Fortson (als Tochter) war die nächste Überraschung. Das 2008 geborene Mädchen überzeugt mit einem schlagfertigen und süßen Auftreten.
Und nicht zuletzt Paul Rudd. Normalerweise kennt man ihn aus Komödien wie „Trauzeuge gesucht!“ oder „Our Idiot Brother“ und mit „Ant-Man“ schafft er es, sich zwar auch einem anderen Publikum zu zeigen, allerdings hat das ganze ein Manko: In der Regel wird er nämlich von Norman Matt synchronisiert, nicht so in diesem Film. Hier verleiht Markus Pfeiffer ihm seine deutsche Stimme. Auch wenn die Vertonung recht gut gepasst hat, war es doch eher irritierend, ihn mit einer neuen Stimme zu hören.

Besonders gut fielen die vielen Kameraeinstellungen auf, die uns an Scotts Abenteuer in Ameisengröße teilhaben ließen. Die Inszenierung war in diesen Momenten besonders eindrucksvoll und auf einem hohen Niveau.

Die musikalische Untermalung war eher typisch für eine Comicverfilmung: unterstützend, wenig aufregend und in den richtigen Szenen darin bestrebt, die Spannung nach oben zu treiben, um so die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu sichern. Insgesamt war die Musik aber eher unspektakulär.

Meine Meinung:
Insgesamt habe ich mir mehr von dem Film versprochen. Meine Enttäuschung fing eigentlich auch schon mit dem Trailer an. Als ich den ersten deutschsprachigen Trailer gesehen habe, hörte ich gleich, dass Paul Rudd einen anderen Synchronsprecher hat, was mir schon sehr missfallen hat.
Und es zieht sich so durch den Film. In vielen Dingen hat „Ant-Man“ eine gute Idee, die er nicht konsequent und gut umsetzt.

Die Authentizität hätte auch besser sein können. Wenn die Nebendarsteller das erste sind, was einem dazu einfällt, dann läuft da ganz viel nicht richtig. Michael Douglas verkörpert den neuen Mentor, ja, aber nicht glaubhaft. Insgesamt war er ein Charakter, der mich eher genervt hat.

Auch die Story hatte einen guten Ansatz und spannungstechnisch wäre definitiv mehr drin gewesen, fehlende Wendungen und ein vorhersehbarer Handlungsstrang schlagen sich hier negativ auf die Punkte nieder.

Weniger ist mehr, zumindest wenn man sich die Action anschaut. Erfrischendes Verhältnis von Action zu den übrigen Szenen. Gefühlt waren weniger als ein Drittel des Filmes Actionsequenzen, vermutlich irre ich mich, allerdings fiel es mir auf, dass weitaus weniger Aufregung im Vergleich zu anderen Marvel-Comicverfilmungen vorhanden war.

Es gibt Ausnahmen, da hole ich die Kameraführung wieder aus dem Exil, aber dann muss es sich auch lohnen. „Ant-Man“ kommt zwar nicht mit Totalen oder grandiosen Landschaftseinstellungen daher, aber mit Einstellungen, die mich in die Welt der Insekten entführt hat, zumindest kurzzeitig und immer dann, wenn er sich geschrumpft hat. Klarer Daumen hoch.

Punkte lässt er aber trotzdem liegen.

Meine Wertung:
Spannung: 5,0 von 10
Action: 8,0 von 10
Humor: 7,0 von 10
Story: 6,0 von 10
Länge: 7,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,0 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Musik: 6,0 von 10
Kameraführung: 8,0 von 10
GESAMT: 6,4

Y wie „Year One“

IMG_8202Titel: Year One – Aller Anfang ist schwer (engl. „Year One“)
Genre: Komödie
Regie: Harold Ramis
Musik: Theodore Shapiro
Produzenten: Judd Apatow / Clyton Townsend
Dauer: ca. 95 Minuten
Erscheinungsjahr: 2009
Altersfreigabe: FSK 12

„Geschichte wurde geschrieben… von diesen Jungs? Zed (Jack Black) und Oh (Michael Cera) sind Höhlenmenschen, die sich aus der Bergwelt heraus auf eine Abenteuerreise biblischen Ausmaßes begeben. Der eine ein ungeschickter Jäger, der andere ein sanftmütiger Sammler, zusammen ungleiche Augenzeugen historischer Schlüsselmomente.“
(Rückentext der DVD)

Ich bin endlich bei „Y“ angelangt und spätestens jetzt ist einem klar, dass das Ende nicht mehr fern ist. „Year One – Aller Anfang ist schwer“ war das Objekt der Begierde.

„Year One“ versucht mit einer biblischen Geschichte zweier Männer, die sich aus einer Höhle begeben, um die Welt zu verändern, zu bestechen. Man wandert quasi aus der Höhle gleich ins „Alte Testament“. Die anfängliche Dynamik führt sich leider nicht den kompletten Film fort. Auch die Erzählweise ist ohne große Kniffe ausgestattet und so dümpelt „Year One“ so vor sich hin, nicht ganz „bibeltreu“, aber immerhin chronologisch erzählt.

Es ist leider immer so, dass Komödien mehr Probleme haben Spannung zu erzeugen als Actionfilme, Dramen oder Thriller, deswegen muss der Film viel über die Handlung und die Lacher arbeiten. Wie sich unter dem Punkt der Story aber herauslesen lässt, ist die Handlung eher mäßig. Der Humor versucht vieles, aber nicht alles und so bleiben auch viele Chancen auf einige Lacher ungenutzt. Mit klamaukähnlichem Phrasengedresche und einem stetigen Abfall des Niveaus, schießt sich der Film immer mehr auf sexistische, unkreative Pointen ein. Anfänglich brillierte der Humor noch durch Situationskomik, die sich dann auch sehr schnell wieder verabschiedete.

Wenn man die beiden ersten Punkte zusammennimmt, kann man schnell erahnen, wie es mit der Spannung steht. Anfänglich hat sie den Zuschauer mitgenommen. Mit zunehmender Dauer jedoch verliert sich das Interesse und das Publikum wird angeödet und gelangweilt.

In dem Punkt der Emotionen besticht ein Charakter mit einer selbstüberschätzten Art, der voller Mut, Hoffnung und sehr viel Tollpatschigkeit ausgestattet ist. Die meisten anderen Charaktere zeigen viel Wut und Enttäuschung, aber ebenfalls Liebe und Zuneigung. Überschwänglich sind aber keine dieser Gefühle.

Insbesondere die beiden Hauptdarsteller haben ihre Sache außerordentlich gut gemacht und waren sehr originell dargestellt. Jack Black und Michael Cera passen in „Year One“ wunderbar zusammen. Auch die anderen Charaktere hatten viele Eigenheiten mit einem hohen Wiedererkennungswert. Ebenso waren die Schauplätze und Kostüme gelungen und zeitgemäß.

Die Musik war – für mich – nicht existent. Ich verspreche mir ja immer etwas von der Filmmusik und sehe es sehr gerne, wenn sie präsent ist und den Streifen gekonnt untermalt. In „Year One“ war leider nichts davon so richtig vorhanden.

Meine Meinung:
Mich hat „Year One“ nicht unterhalten können. Der Film konnte hinsichtlich Handlung, Spannung und Humor nicht überzeugen. Zu einfallslos, zu eindimensional und zu ungenügend. Die anfängliche Spannung hat sich leider nicht den ganzen Film halten können. Der Humor war zwar am Anfang durchdacht und mit guten Pointen ausgestattet, das konnte sich aber nicht bis zum Ende durchziehen. Zu oft wurden sexistische und niveaulose Anspielungen gemacht, die dem Zuschauer nicht einmal ein müdes Lächeln ins Gesicht zaubern konnten.

Auch wenn die Figuren authentisch und die Schauplätze und Kostüme sehr originell waren und die Hauptdarsteller alles gegeben haben, um den Film zu retten, bleibt unterm Strich leider nichts bis auf ein Gähnen des Publikums.

Meine Wertung:
Humor: 3,5 von 10
Spannung: 2,5 von 10
Story: 2,0 von 10
Länge: 5,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,0 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Musik: 3,0 von 10
GESAMT: 4,4

Trauzeuge gesucht

DSCF1476Titel: Trauzeuge gesucht! (engl. „I love you, Man“)
Genre: Komödie
Regie: John Hamburg
Musik: Theodore Shapiro
Produzenten: John Hamburg / Donald De Line
Dauer: ca. 100 Minuten
Erscheinungsjahr: 2009
Altersfreigabe: FSK 12

„In diesem überdrehten, lustigen Komödien-Highlight verlobt sich Paul Rudd (Beim ersten Mal) mit der Frau seiner Träume. Dummerweise besitzt er keinen einzigen Freund, der sein Trauzeuge werden könnte, bis auf Jason Segel (Nie wieder Sex mit der Ex) trifft – der ultimative „Dude“, ein absoluter Chaot. Rudd und Segels „Bruderschaft“ katapultiert das Thema Männerfreundschaft in ungeahnte Höhen, in einer Story, die witzig aufdeckt, was es wirklich bedeutet, ein Freund zu sein.“
(Rückentext der DVD)

Als Mann, der keine Freunde hat, einen Trauzeugen zu suchen ist wahrlich eine schwere Aufgabe. Auch wenn es sich in diesem Film letzten Endes nicht darum dreht, so ist das Ziel dennoch eben diesen zu finden.

„Trauzeuge gesucht“ behandelt das Thema Freundschaft und zeigt sehr witzig die vielen kleinen Eigenheiten in einer wahren Männerfreundschaft, in der es nicht nur chillige Zeiten voller Jam-Sessions und Gespräche über Frauen, Sex und Selbstbefriedigung gibt, sondern eben auch Streitereien und dumme Anschuldigungen. Es wird auch sehr schön dargestellt, dass ein bester Freund einen ganz anderen Stellenwert hat als die eigene Verlobte und das man sich unter Männern auch verhalten kann als wäre man unter Männern.

Paul Rudd und Jason Segel spielen sich gekonnt die Bälle zu und dadurch wirken viele sehr lustige Stellen wie Situationskomik und lassen den Zuschauer sich vor Lachen krümmen.
Der Humor hat zwar keine besondere Raffinesse, aber an einigen Stellen ist er wirklich pikant und an anderen Stellen auch plump, ohne dabei richtig pervers zu sein. Der erwachsene Zuschauer versteht alle Anspielungen und genau diese haben mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht.

Untermalt wird der Film von einem guten Soundtrack der, so erscheint es mir, ausgewogen ist. Besonders gut gefiel mir, dass die Protagonisten ihren Musikgeschmack teilen (in diesem Fall die Vorliebe für die Band „Rush“) und dadurch Rockklassiker ihren Weg in den Film finden. Der Rest des Soundtracks ist weder störend noch drängt er sich auf, er bleibt aber auch leider eher unauffällig.

Die Länge des Films ist mit ca. 100 Minuten ideal für diese Komödie, auch wenn ich mir am Ende des Films gewünscht habe, noch 10 oder 20 Minuten mit Peter (Paul Rudd), Sidney (Jason Segel) und der Verlobten Zooey (Rashida Jones) zu haben. (Kleine Info: Wenn man den Abspann durchlaufen lässt hat man noch ein paar Augenblicke mit den Figuren!)

Die Glaubwürdigkeit der Darsteller lässt leider zuweilen zu wünschen übrig. In manchen Szenen lässt die Situationskomik stark nach und die Figuren, insbesondere die Nebendarsteller, wirken eher gekünstelt und scheinen nicht so recht in Fahrt zu kommen. Der Lichtblick aber ist Andy Samberg, der den homosexuellen Bruder von Paul Rudd spielt. Auch er verhalf dem Humor mit einigen Sprüchen auf die Sprünge und entzerrte teilweise eintönige Szenen.

Die großen Emotionen gibt es in diesem Film zwar nicht und werden deshalb vermutlich auch bei dem Zuschauer nicht ausbrechen, aber die eine oder andere Lach-Träne kann es sicher geben.

Meine Meinung:
Ein alles in allem guter und gelungener Film, der streckenweise durch seine Situationskomik besticht. Es gibt auf jeden Fall was zu lachen, aber wer ein Pointen-Feuerwerk erleben will, wird hier nicht unbedingt fündig.
Der Soundtrack ist ausgewogen, „Rush“ ist, wie ich finde, ziemlich genial und wird es auch in den nächsten 20 Jahren bleiben.
Der Neben-Cast ist nicht spektakulär und hätte mehr hergeben können, die Lichtblicke waren, wie bereits erwähnt, Andy Samberg (einige kennen ihn vielleicht aus dem Comedy-Trio „The Lonely Island“), die beiden Hauptdarsteller und Rashida Jones als die Verlobte Zooey.
Wenn ich so etwas wie ein Siegel vergeben könnte, dann würde er das Siegel „Lacher garantiert“ bekommen, so bekommt er von mir, die Empfehlung „für alle Komödien-Liebhaber sehenswert“.

Meine Wertung:
Humor: 7,5 von 10
Musik: 6,5 von 10
Länge: 8 von 10
Authentizität: 6,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 5 von 10
GESAMT: 6,7 von 10