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Mord ist mein Geschäft, Liebling

IMG_4801Titel: Mord ist mein Geschäft, Liebling
Genre: Komödie
Regie: Sebastian Niemann
Musik: Egon Riedel
Produzenten: Christian Becker / Rat Pack Filmproduktion / Klaus Dohle
Dauer: ca. 104 Minuten
Erscheinungsjahr: 2009
Altersfreigabe: FSK 12

„Eigentlich ist Toni Ricadelli (Rick Kavanian) mit seinem Beruf als Profikiller ganz zufrieden: ‚Gute Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, und man hat viel mit Menschen zu tun.‘ Doch eines fehlt ihm zu seinem Glück: die richtige Frau! Als Toni den Auftrag hat, den ehemaligen Mafioso und Autor Enrico Puzzo (Franco Nero) zu erledigen, begegnet er der schusseligen Verlagsangestellten Julia (Nora Tschirner) und verliebt sich prompt. Toni ergreift die Chance, in ihrer Nähe bleiben zu können, und gibt sich als Puzzo aus. Doch Tonis Hochstapelei erweist sich trotz der Hilfe von Pepe (Bud Spencer) als lebensgefährliche Mission. Nicht nur, dass Julias Verlobter Bob Kimbell (Janek Rieke) den echten Puzzo kennt und droht, ihn zu enttarnen. Auch Mafiaboss Salvatore Marino (Günther Kaufmann) setzt eine ganze Horde von Killern auf ihn an. Und so wird Tonis Leben als Mafiaautor schnell zum gefährlichsten Job seiner Karriere…“
(Rückentext der DVD)

Toni Ricadelli lernt auf seine eigene Weise, dass es nicht klug ist, ein doppeltes Spiel zu spielen.

Das Leben eines Profikillers scheint für Toni Ricadelli viele Annehmlichkeiten bereit zu halten und so wird die Geschichte rund um ihn und seine Opfern aufgebaut. In der Erzählweise versucht der Film lustig zu sein, aber da hapert es auch schon gewaltig. Stattdessen bekommt das Publikum eine eindimensionale Story, die, vielleicht gewollt, verwirrend erzählt wird. Mit einem Hauch von Lovestory versucht man wenigstens ein „übergeordnetes“ Ziel darzustellen, auf das der Streifen hinarbeitet.

Spannung kam, um ehrlich zu sein, nicht so recht auf. Selbst Actionszenen werden mit langweiligen und einfältigen Dialogen komplett entschärft.

In Sachen Humor sieht es ähnlich düster aus, ein „Running-Gag“ ist nach dem siebten Mal nicht mehr lustig. Der Film ist eigentlich nur eine laienhafte Parodie auf große Mafiafilme, der nur auf den ersten Blick lustig zu sein scheint. Kniffe, die in anderen Filmen funktionieren, wie das ständige tollpatschige Verhalten einzelner Figuren, machen diesen Film nicht automatisch zu einer guten Komödie.

Die schauspielerische Leistung war von nahezu allen Darstellern ungenügend. Die meisten Charaktere waren eher profillos und der Zuschauer hat zwar die Figuren wahrgenommen, aber sie hatten keinen Charakter, zuweilen fehlte dieses „der Figur Leben einhauchen“. Schade, denn sowohl von Rick Kavanian als auch von Nora Tschirner hat man schon mal wesentlich überzeugendere Leistungen geboten bekommen. Positiv hingegen war die schauspielerische Darbietung von Bud Spencer, der seiner Figur Pepe einen „Opa-Charme“ verliehen hat.

Andere Nebendarsteller, wie Christian Tramitz und Axel Stein, waren leider auch ohne nennenswerte Leistung.
Trotz des Lovestory-Aspektes waren die Emotionen eher nicht vorhanden und blieben damit weit hinter den Möglichkeiten des Streifens.

In Anbetracht der vielen Fehlleistungen sind 104 Minuten und die Investition in die DVD sowohl Zeit- als auch Geldverschwendung.

Meine Meinung:
„Mord ist mein Geschäft, Liebling“ konnte mich nicht überzeugen und war allenfalls vergeudete Zeit. Meiner Meinung nach hat der Film mit diesem Cast ein großes Potential, was er leider nicht ausgeschöpft hat.

Darüber hinaus war der Humor auch so nichtssagend wie die Leistung der Schauspieler.
Ich hatte immer das Gefühl, dass dieser Film sich irgendwo an den Krimi-Klassikern der 60er Jahre orientieren möchte, es aber vom Feeling her nicht im Ansatz schafft Spannung aufzubauen.

Am Ende bleiben ein sehr schwacher Rick Kavanian, eine ebenso enttäuschende Nora Tschirner und ein Bud Spencer, der, trotz des hohen Alters, den jüngeren den Schneid abkauft.

Meine Wertung:
Humor: 3 von 10
Spannung: 3 von 10
Länge: 2 von 10
Authentizität: 1 von 10
Gefühl/Emotionen: 1 von 10
GESAMT: 2 von 10