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Minions

IMG_2078Titel: Minions
Genre: Animationsfilm
Regie: Pierre Coffin / Kyle Balda
Musik: Heitor Pereira
Produzenten: Janet Healy / Chris Meledandri
Dauer: ca. 91 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Altersfreigabe: FSK 0

„Die Minions gibt es schon seit Anbeginn der Zeit und sie haben immer nur ein Ziel: den Superschurken der Weltgeschichte zu Diensten zu sein. Leider sind sie darin nicht besonders gut. Ihre Ungeschicklichkeit wird ihren Meistern immer zum Verhängnis. Als sie auch den letzten Bösewicht versehentlich ums Leben bringen, verfallen die kleinen Latzhosenträger in eine tiefe Depression. Doch drei Minions – Kevin, Stuart und Bob – nehmen all ihren Mut zusammen und begeben sich auf die Suche nach einem neuen Meister. Ihre Reise um den halben Erdball führt schließlich zu Scarlet Overkill, die als erste weibliche Superschurkin die Weltherrschaft an sich reißen will. Und plötzlich stehen unsere drei Helden vor ihre bislang größten Herausforderung… die Rettung aller Minions!“
(Rückentext der BluRay)

In „Ich – Einfach unverbesserlich“ haben wir sie zum ersten Mal gesehen und spätestens in „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ geliebt. Die Rede ist von den Minions. Nun wurden sie mit ihrem eigenen Film, ihrem eigenen kleinen Abenteuer gehuldigt. „Minions“ ist ein Spin-Off zu den „Ich – Einfach unverbesserlich“-Filmen.

Die Geschichte wird in großen Teilen schon im Rückentext erzählt. Doch, wie soll ich sagen, sie ist stark geschönt. Man kann den Inhalt schon mit sehr viel Feuer und Elan wiedergeben, doch wenn man sich den Film anschaut, merkt man schnell, dass tatsächlich recht wenig von beidem in der Erzählweise enthalten ist. Das Spannendste ist der Anfang, da eine Stimme aus dem Off uns die Entwicklung der Minions näher bringt.
Dem Zuschauer wird die Story chronologisch und einfach näher gebracht. Die Erzählweise hat dabei keine größeren Kniffe parat. Ganz im Gegenteil: Die Handlung wird künstlich in die Länge gezogen und das Publikum sieht sich einer Zerreißprobe gegenübergestellt.

Spannung wird in diesem Film leider auch nicht sonderlich groß geschrieben. Es hätte ein sehr tolles Abenteuer sein können, das die Minions dort erleben. Lediglich zum Ende hin entsteht etwas Aufregung und das kurzzeitige Interesse des Publikums ist geweckt.

Der Humor ist ähnlich wie in den „Ich – Einfach unverbesserlich“-Filmen. Situationskomik und das Sprechverhalten der Minions ist das Witzigste am ganzen Streifen, ansonsten ist alles sehr einfach gehalten.

Musikalisch wurde „Minions“ ausschließlich unterstützt. Es gibt im ganzen Film so gut wie keine richtigen Songs, die ihn nachhaltig beeinflussen oder untermalen. Somit wurde dem Film jedoch auch nie die Show gestohlen.

Mit ca. 91 Minuten hat „Minions“ eine durchschnittliche Laufzeit, die dem Film aber nicht gut getan hat. 10 bis 15 Minuten weniger wären sicherlich besser gewesen.

Der Streifen lebt glücklicherweise nicht von der Musik, sondern von den Animationen und die sind, wie schon bei der Herkunft der Minions, sehr originell, überzeichnet und überzeugend.

IMG_2077Meine Meinung:
Was habe ich mich gefreut, dass ich endlich „Minions“ gucken konnte. Meine Herzdame hat ihn mir zu Weihnachten geschenkt und die Freude war wirklich riesig, da ich schon die „Ich – Einfach unverbesserlich“-Teile gut fand. Keiner konnte ahnen, dass ich so enttäuscht werden würde.

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Die Animationen reißen es leider nicht raus. Man hat es jetzt bereits in zwei vorhergehenden Filmen gesehen und eine wirkliche Neuerung kam nicht hinzu. Das zeigt lediglich, dass die Macher sich und ihrem Stil treu geblieben sind und man eine klare Verbindung zu den Teilen mit Gru und den drei kleinen Mädchen herstellt.

Was mich persönlich nervt, ist, dass man schon in „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ das Gefühl hat, dass es sich mehr und mehr um die Minions dreht und diese jetzt ihr eigenes Abenteuer haben, das aber nicht im Geringsten an die Herkunftsfilme heranreicht. Spannung, Story und Erzählweise haben mich nämlich nicht überzeugt, auch wenn es nett war zu sehen, wie die Minions sich im Laufe der Evolution entwickelten.

Der Humor war situationsbedingt komisch und überzeugte, geht aber leider unterm Strich etwas unter. Kein Film, den man im Kino gesehen haben muss.
Als besonderes Feature bringt die BluRay drei Kurzfilme mit, die in ihrem Rahmen etwas Neues bieten und einen kleinen Mehrwert schaffen.

Meine Wertung:
Spannung: 5,0 von 10
Animationen: 8,5 von 10
Humor: 7,0 von 10
Story: 5,5 von 10
Länge: 5,0 von 10
Musik: 6,0 von 10
GESAMT: 6,2

Reihenfolge „Ich – Einfach unverbesserlich“:
1. Ich – Einfach unverbesserlich
2. Ich – Einfach unverbesserlich 2

Spin Off:
Minions

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Der Lorax

IMG_6659Titel: Der Lorax (engl. „Dr. Seuss´ The Lorax“)
Genre: Animationsfilm
Regie: Chris Renaud / Kyle Balda
Musik: John Powell
Produzenten: Janet Healy / Christopher Meledandri
Dauer: ca. 86 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Altersfreigabe: FSK 0

„Der 12-jährige Ted würde alles tun, um einen echten Truffula-Baum zu finden und so das Mädchen seiner Träume zu beeindrucken. Doch Bäume gibt es in seiner Heimatstadt Thneedville schon lange nicht mehr. Auf seiner abenteuerlichen Suche nach dem letzten Baumsamen stößt Ted auf die unglaubliche Legende vom Lorax, dem charmanten, aber mürrischen Waldmeister, der für die Bäume spricht.“
(Rückentext der BluRay)

„Der Lorax“ war schon seit Veröffentlichung ein Film, den ich immer mal sehen wollte. Nun hat es sich endlich ergeben und ich bin echt erleichtert und froh, dass ich es einrichten konnte, ihn zu sehen.

Die Geschichte von „Der Lorax“ ist nicht chronologisch erzählt, sondern eher in viele Rückblenden aufgeteilt. Dabei ist die Erzählweise zweigeteilt: Durch ein einfaches Voranschreiten der Geschichte bekommt der Zuschauer alles Wichtige mit, aber auch durch eine musicalhafte Inszenierung werden Handlung, Orte und Personen teilweise vorgestellt und weiter entwickelt.

Bei der Spannung schafft es „Der Lorax“ nicht nur, die Kinder zu überzeugen, sondern auch die Erwachsenen. Durch eine teilweise wegweisende Geschichte und einen klaren Appell an das Publikum, wird der Zuschauer animiert am Ball zu bleiben. Langeweile kommt dabei nie auf.

Ein solcher Film lebt von seinen Animationen. Diese sind bei „der Lorax“ besonders gut gelungen. Es ist nicht nur so, dass der Film total bunt und genauso schrill ist, nein, er sieht auch noch so aus wie gemalt. Ich hatte das Gefühl zu wissen, wie sich die Fasern der Bäume anfühlen. Die animierten Personen und Tiere waren eher realitätsnah, der Lorax hingegen war sehr phantasievoll und sah für mich immer aus wie ein Kuscheltier. In meiner Phantasie hat er sich auch mindestens genau so toll angefühlt.

Der Humor besticht durch seine Situationskomik. Irgendjemand macht immer etwas, das einem ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Der Witz war aber dabei nie plump, sondern total süß und liebenswert. Im Allgemeinen verlieh der Humor dem ganzen Streifen eine unglaublich liebenswerte Art, sodass die meisten Figuren für die Dauer des Films im Herzen des Publikums verweilen – vielleicht sogar darüber hinaus.

Die Musik war kinderfreundlich und animiert zweifelsohne zum Mitsingen oder Mittanzen. Sie ist auch nicht so disneyhaft, sondern hat ihre eigenen Merkmale, die aber nicht minder herzlich oder schön sind. Ein gravierender Unterschied zu den Disney-Liedern ist, dass bei Disney in der Regel einzelne Charaktere oder Figuren ein Lied singen und bei „Der Lorax“ ist es eher so, dass alle anfangen ein Lied zu schmettern.

Meine Meinung:
„Der Lorax“ – ein abendfüllender Familienfilm mit einer klaren Aussage. Aber ich muss etwas ausholen: Die Geschichte war herzerwärmend, die Figuren toll animiert und die Musik hervorragend. Das, was der Film einem sagen will oder kann, könnte nicht unterschiedlicher sein. Zum einen animiert er, an seinen Zielen festzuhalten und niemals aufzugeben, zum anderen sagt er aber auch, dass das, was wir auf der Erde haben, schützenswert ist und nicht sinnlos zerstört werden sollte. Alles natürliche Leben hat ein Recht darauf, sich zu entfalten und in Harmonie mit anderem Leben zu koexistieren.

Bei allem, was der Film so aussagt, empfand ich keine Langeweile, sondern fühlte mich die ganze Zeit über gut unterhalten.
Mit 86 Minuten Laufzeit empfand ich den Film etwas kurz, obwohl quasi alles gesagt wurde, aber dennoch sehnte ich mich noch nach den tollen Figuren und wollte unbedingt noch etwas mehr Zeit mit ihnen haben.

Ein kleines Highlight ist der Synchronsprecher des Lorax: Er wird im Deutschen, wie auch in der Originalfassung, von Danny DeVito gesprochen.

Alles in allem kann ich den Streifen guten Gewissens weiterempfehlen, insbesondere Kindern und solchen, die im Herzen Kind geblieben sind.

Meine Wertung:
Spannung: 8,0 von 10
Animationen: 10 von 10
Humor: 7,0 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 7,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 8,1