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Guardians of the Galaxy [Rewatched]

Guardians of the Galaxy
Titel: Guardians of the Galaxy
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: James Gunn
Musik: Tyler Bates
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 121 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Von den Machern von ‚Marvel´s THE AVENGERS‘ kommen jetzt die ‚GUARDIANS OF THE GALAXY‘!
Der Pilot und Vagabund Peter Quill (Chris Pratt), auch bekannt als ‚Star Lord‘, ist immer auf der Suche nach kostbaren Relikten. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er, ohne es zu ahnen, eine mysteriöse Superwaffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan. Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage den gesamten Kosmos zu unterwerfen.
Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Racoon, dem Baummenschen Groot, der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora (Zoë Saldana) und dem rachedurstigen Drax der Zerstörer. Unter dem Namen Guardians of the Galaxy zieht diese spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen!“
(Rückentext der BluRay)

Im Rahmen meiner chronologischen Sichtung des Marvel-Cinematic-Universe habe ich mich erneut mit dem ersten Teil von „Guardians of the Galaxy“ befasst. (Hier kannst du meine erste Kritik noch einmal lesen.) Auch wenn sich ganz unten nichts an der Bewertung ändern wird, wollte ich ihn erneut besprechen. Mit dem Wissen aller vorher gelaufenen Filme habe ich eine bessere Übersicht und eine bessere Vorstellung der Handlung im Gesamtkontext des MCUs.

An erster Stelle muss ich sagen, dass es bisher kaum einen witzigeren Film im MCU gibt. Selbst Iron Man mit seinen flotten Sprüchen ist in seinen drei Einzelfilmen dagegen ein Chorknabe. Peter „Star-Lord“ Quill und seine Beschützer des Universums sind in vielerlei Hinsicht das absurdeste Gespann im kompletten MCU. Das Besondere ist, dass sie die gesamte Zeit auf ihre Art zu unterhalten wissen und es dabei nicht an witzigen bis frechen Gegebenheiten fehlen lassen.

Handlungstechnisch werden fast alle wichtigen Figuren gekonnt und ausreichend eingeführt. Es gibt aber auch Figuren, die grundsätzlich eher wenig zu bieten haben. Die rätselhafte Gamora ist gar nicht mal so rätselhaft und Drax ist rachsüchtig und ein Zerstörer, da gibt es nichts dran zu rütteln. Rocket Racoon hingegen ist zwar sehr geschickt an der Waffe, hat aber auch unter der Oberfläche einiges zu bieten, ebenso der sprechende Baum Groot, der zwar immer nur „Ich bin Groot“ von sich gibt, aber damit so viel mehr aussagt. Im Gefüge der Guardians hat man hier eine heterogene Gruppe, die im Laufe der Zeit zusammenwächst und füreinander einsteht.
Die Figur mit der größten Schwäche ist meiner Meinung nach Ronan, weil er unüberlegt handelt und sich selbst viel zu sehr überschätzt.

Was die Spannung betrifft, arbeitet der Streifen wirklich viel mit Actionsequenzen. Der Lösung eines Problems geht meistens eine Explosion, Schießerei, Schlägerei oder dergleichen voraus. Das Vorgehen wiederholt sich, nicht nur in diesem Film, sondern in allen MCU-Filmen.
Alleinstellungsmerkmal von „Guardians of the Galaxy“ ist dabei allerdings der Humor. In keinem anderen Film werden so viele Witze gerissen. Gerade auch in diesen turbulenteren Szenen sorgt ein Lacher für Entspannung und hilft dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Was bleibt aber am Ende übrig? Auf der inhaltlichen Ebene lernt der Zuschauer zum ersten Mal Thanos kennen, der in diesem Streifen noch eine nette Nebenrolle hat. Die Guardians wirken im ersten Moment wie ein bunter Haufen, der sich zufällig getroffen hat. Auf den zweiten Blick soll sich der Eindruck bewahrheiten.
Bei den Emotionen kratzt „Guardians of the Galaxy“ weitestgehend an der Oberfläche, bietet dafür aber jede Menge Unterhaltung.

Musik, Setting und der Einsatz von CGI sollte man noch einmal hervorheben. Über alle drei Kategorien könnte man eine halbe Ewigkeit diskutieren. Es heißt aber schon etwas, wenn ich mir den Soundtrack auf CD kaufe und er regelmäßig durch die Kopfhörer an meinem Smartphone dringt.
Das Setting ist vielfältig, obgleich hier sehr viel mit Spezial-Effekten gearbeitet wurde. (Greenscreen lässt grüßen!) Und da bin ich auch beim CGI-Einsatz. Auch wenn ich nicht genau sagen kann, was an dem Film echt ist, weil gefühlt alles aus dem Computer stammt, wirkte es nicht so richtig gefälscht oder billig.

Meine Meinung:
Nach meiner ersten Sichtung von „Guardians of the Galaxy“ hatte ich noch versöhnlichere Worte drauf. Damals fühlte ich mich sehr gut unterhalten, heute empfand ich den Unterhaltungswert immer noch als gegeben, allerdings gibt es da Sachen, die mich irgendwie nicht so richtig zufrieden stellen.
Ganz oben steht die Story! Alles soll ja irgendwie vorbereiten bzw. auf ein anderes Ziel hindeuten. Insofern wirkt der Streifen eher wie ein Übergangsfilm, der mir die Antworten auf eine Frage gibt, die ich nie gestellt habe.

Beim ersten Mal sehen war dieser Streifen noch kurzweilig, inzwischen kenne ich eine Reihe von Szenen, in denen nichts passiert und die für den Ausgang der Geschichte vollkommen unerheblich sind.

Unterm Strich freue ich mich aber auf den zweiten Teil. Irgendeiner muss ihn sich ja ansehen.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Humor: 8,0 von 10
Action: 8,5 von 10
Story: 7,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,5 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 9,0 von 10
GESAMT: 8,0

Reihenfolge:
1. Guardians of the Galaxy
2. Guardians of the Galaxy Vol. 2

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom
9. The Return of the First Avenger
10. Guardians of the Galaxy
11. Avengers: Age of Ultron

Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire

IMG_5965Titel: Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire (engl. „Cirque du Freak – The Vampire´s Assistant“)
Genre: Fantasy / Romanverfilmung
Regie: Paul Weitz
Musik: Stephen Trask
Produzenten: Ewan Leslie / Lauren Shuler Donner
Dauer: ca. 104 Minuten
Erscheinungsjahr: 2009
Altersfreigabe: FSK 12

„Der 16-jährige Darren Shan (Chris Massoglia) besucht einen unheimlichen Mitternachtszirkus, wo er von einem Vampir (John C. Reilly) gebissen wird. Weil er nicht in sein altes Leben zurück kann, geht der untote Teenager mit der Freakshow auf Tournee. Für Darren beginnt ein fantastisches neues Leben mit Vampiren, Wolfsmenschen und einer bärtigen Frau (Salma Hayek). Das alles könnte total cool sein, wenn nicht plötzlich Krieg zwischen den Vampiren ausbrechen würde. Nun ist es Darrens Aufgabe, die Welt zu retten – sonst ist die Menschheit dem Untergang geweiht…“
(Rückentext der DVD)

Ich glaube, es war 2011 oder 2012, als ich „Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire“ zum ersten Mal sah. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern. Auch wusste ich den Titel nicht mehr ganz genau außer dem Wort ‚Mitternachtszirkus’, den Rest dazu hatte ich bereits vergessen. Das hat auch vollkommen gereicht. Bei dem DVD-Dealer meines Vertrauens war der Film leider nicht vorrätig, aber dennoch konnte ich ihn mir am Ende einer Woche abholen. An die Story an sich konnte ich mich auch nicht mehr so genau erinnern, doch jetzt habe ich mir den Film ein weiteres Mal angesehen.

Die Geschichte basiert auf der zwölfteiligen Darren-Shan-Serie von dem Autoren Darren O´Shaughnessy. In „Mitternachtszirkus“ werden die ersten drei Bücher filmisch umgesetzt.
Die Story wird chronologisch und eher unaufgeregt erzählt. Kniffe sind eigentlich so gut wie keine vorhanden und darüber hinaus war die Handlung überaus vorhersehbar. Es wurde alles sehr neutral und ohne Wertung erzählt und dargestellt. Spannung wurde in dem Fall nicht durch die Erzählung an sich erzeugt, sondern eher durch den Eigenantrieb, den eine Geschichte mit der Zeit bekommt.
Begünstigt durch die Personenkonstellation und die Geschehnisse entstehen interessante Momente, ohne dabei richtig spannend zu sein.

Mit 104 Minuten ist die Geschichte auch mehr als auserzählt. Gefühlt geht der Film 15 Minuten zu lang. Obwohl die „entfallenen Szenen“ auch schon rund 20 Minuten gingen, hätte man „Mitternachtszirkus“ getrost ein bisschen stärker kürzen können, ohne dabei den Hauptstrang zu verfälschen.

Es gibt nicht so viel, woran man die Authentizität fest machen kann. Ein Punkt sind die Emotionen, die allesamt nicht sonderlich ausgeprägt waren. Ein kleiner Flirt hier, ein bisschen Sorgen machen da, aber keine großen Emotionen. Auch auf der Seite der Antagonisten ist es kein unerbittlicher Hass, sondern eher ein: „Ihr nervt mich nur unglaublich und deswegen mag ich euch nicht“. Es gibt kein Aufbäumen, keine extremen Gefühle und somit auch nichts, oder nur sehr wenig, was den Zuschauer mitreißen kann. Ein weiterer Punkt ist natürlich die Originalität. Dabei stellt sich mir die Frage: Wie glaubwürdig ist der Schauspieler in seiner Rolle? John C. Reilly als einen herangereiften Vampir zu sehen, ist einfach toll. Er macht seine Sache gut und überzeugend. Und auch all die anderen Figuren sind toll besetzt. Selma Hayek als Madam Truska ist ebenso gut, wie Patrick Fugit als Evra der Schlangenjunge.
Josh Hutcherson („Tribute von Panem“), Ken Watanabe („Batman Begins“) und Willem Dafoe („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“) sind noch ein paar weitere Namen, die an diesem Film mitgewirkt haben und das Potential steigern.
In ihren Rollen haben wirklich alle Schauspieler gut gepasst und waren, bis auf den Teil der Emotionen, originell.

Dafür, dass es sich bei „Mitternachtszirkus“ eigentlich um einen Fantasyfilm handelt, war der Film erstaunlich humorvoll, denn immer wieder treten die Hauptfiguren mit einem flapsigen Spruch in Erscheinung und lockern die Szenen merklich auf. Dabei behält der Film immer sein düsteres Erscheinungsbild. Die Pointen sind dadurch noch überraschender.

Die Musik ist zwar unterstützender Natur, allerdings ist sie nicht ausschließlich klassisch komponiert. Immer wieder schleichen sich ungewohnte Klänge ein, die Szene auf eine ungewohnte Art unterstreichen. Überwiegend ist allerdings auch die Filmmusik eher düster gehalten. Mal etwas anderes.

IMG_5966Meine Meinung:
Ich mochte die Geschichte um Darren und den „Cirque du Freak“. Schade, dass sie weniger von dem Zirkus und den Kreaturen darin handelt, als von einem sich anbahnenden Krieg zwischen Vampiren.

Man kann aber generell sagen, dass sich dieser Film von vielen anderen Vampirfilmen oder -serien unterscheidet, denn er ist nicht halb so schnulzig. Überrascht hat mich, dass dieser Streifen für sein Genre sehr humorvoll und düster zugleich ist.

Auch wenn „Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire“ viele Punkte liegen lässt, ist er ein sehr runder und wirklich guter Film.

Meine Wertung:
Spannung: 6,0 von 10
Story: 7,5 von 10
Länge: 5,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 6,5 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Humor: 7,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 6,9

Kings of Rock – Tenacious D

IMG_4655Titel: Kings of Rock – Tenacious D (engl. „Tenacious D in The Pick of Destiny“)
Genre: Filmmusical / Komödie
Regie: Liam Lynch
Musik: Andrew Gross / John King
Produzenten: Jack Black / Kyle Gass / Stuart Cornfeld
Dauer: ca. 90 Minuten
Erscheinungsjahr: 2006
Altersfreigabe: FSK 12

„An einem schicksalhaften Tag in Venice Beach treffen JB (Jack Black) and KG (Kyle Gass) aufeinander und erkennen, dass sie vorherbestimmt sind, durch das Kombinieren ihres jeweiligen Genies Musikgeschichte zu schreiben. Aber um den verdienten Ruhm zu erlangen, müssen sie sich auf die Suche nach dem legendären ‚Plektron des Schicksals’ machen, das jeden Karaokesänger zur Rocklegende verwandelt. Ihre epische Reise, voll wilder Verfolgungsjagden, heißer Bräute und Bigfoot, lässt kein Auge trocken.“
(Rückentext der DVD)

Zum ersten Mal hörte ich von diesem Film vor ein paar Wochen. Ein Kumpel hatte mir davon erzählt und neben „Ex Machina“ lieh er mir auch „Tenacious D“ aus. Ich erwarte von der Entstehungsgeschichte dieses Rockduos keine richtige Geschichte der Entstehung, sondern ein fiktives Abenteuer. Rock On!

Die Handlung ist einfach gehalten und dreht sich ausschließlich um die beiden Musiker JB und KG (Jack Black und Kyle Gass) und wie sie zueinanderfinden, um das Rockduo „Tenacious D“ zu gründen. Aber damit nicht genug. Um Musikgeschichte zu schreiben, begeben sie sich auf die Reise und suchen das „Plektron des Schicksals“ und müssen zu guter Letzt mit ihrem Gitarrenspiel Satan besiegen.

Die Erzählweise ist ähnlich wie bei einem Musical. Einfache Charakterszenen wechseln sich mit Liedern ab, welche die Handlung wesentlich voran treiben. Der chronologische Handlungsverlauf passt sehr gut zu der Erzählweise. Überraschungen oder große Kniffe sind selten oder gar nicht vorhanden. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel.

Wo die Lieder immer wieder für Aufregung sorgen, sind die Charakterszenen vielerorts zu lang und unkreativ. Ein richtiges Spannungsgefühl lässt sich dadurch nicht aufbauen. Auf der musikalischen Ebene ist der Zuschauer gefesselt, da jedes gesungene Lied anders inszeniert wird. Ob es beim ersten Treffen zwischen den beiden an einer Strandpromenade ist oder auf dem Rücken von Bigfoot, Texte, Performance und Ausdruck sind immer anders. Bei den Charakterszenen ist ein klares Defizit zu vernehmen. Sie sind zu sehr aufgebauscht und viel zu sehr in die Länge gezogen. Spannung kommt da selten auf, auch wenn Jack Black in seiner gewohnt überdrehten Art sich von Wand zu Wand rollt, hüpft, schleicht oder kriecht. Es sieht zwar witzig aus, aber packend, ansprechend und fesselnd ist das nicht.

Mit 90 Minuten Laufzeit hat man einen Film, der grundsätzlich nicht zu lang ist. Die meisten Geschichten sind in der Zeit auserzählt und als Zuschauer sollte man nicht auf große Kniffe warten, denn man wird meistens enttäuscht. In diesem Fall waren 90 Minuten auch mehr als ausreichend. Überraschungen sind auch kaum vorhanden und wie schon erwähnt, sind die meisten Charakterszenen eindeutig zu lang.

Rock and Roll ist überall vorhanden. Vor allem ist „Kings of Rock“ kein Film, bei dem man große Gefühle erwarten darf, außer wenn es um die Musik geht, denn dieser Film zeigt nichts anderes als die Liebe zweier Kerle, die nichts anderes wollen als zu musizieren, zu rocken und zu rollen und das in Reinkultur. Jeder Akkord wird gelebt, gefeiert, geliebt und performt. Auch in den ruhigeren Szenen merkt man, dass die Figuren es kaum erwarten können, wieder zur Klampfe zu greifen und Saiten zu zupfen.
Das Ganze ist sehr gut und authentisch dargestellt. JB und KG sind Tenacious D, sowohl im Film als auch im echten Leben. Der Zuschauer nimmt ihnen ihr Musikleben, ihre Lust zu spielen und ihre Faszination für Rock ’n’ Roll ab, allerdings nicht die Figuren JB und KG. Gerade wenn es kein Lied zu schmettern gibt, ist die darstellerische Leistung sehr statisch und festgefahren. Man merkt den beiden an, wie viel wohler sie sich fühlen, wenn sie keinen Charakter spielen sollen, sondern so bleiben können, wie sie sind.

Das Publikum kann ganz klar einen grundsätzlichen humoristischen Unterton vernehmen. Es geht hierbei weniger um den pointierten Witz, als um die Art der Darstellung. Es sind Absurditäten, die den Zuschauer zum Schmunzeln bringen und auch die Songtexte. Einen kugeligen Bauch wird sich allerdings niemand lachen.

Der Zuschauer merkt, dass dieser Streifen ausschließlich auf die beiden ausgelegt ist. Es gibt kaum bzw. wenig Interaktionen mit Nebendarstellern. Alles wirkt so, als seien sie nur dabei, weil man der Meinung ist, dass ein Film auch Nebendarsteller benötigt. Ganz am Anfang hat man mit Meat Loaf einen Darsteller und Musiker, der einfach mitsingt. Auch die restlichen Nebendarsteller sind alle auf ihre Weise sehr bekannt und überzeugend. Mit Ben Stiller, Tim Robbins und John C. Reily sind auch echte Hollywood-Größen dabei. Ronnie James Dio und Dave Grohl sind ebenfalls zwei Musiker, die dem Film alles andere als schaden.

IMG_4832IMG_4834Die Musik ist typisch Tenacious D. Rock ’n’ Roll, unterhaltsam und witzig, mit sehr expliziten Äußerungen und Darstellungen. Daumen hoch. Der Soundtrack hat mir sogar so gut gefallen, dass ich ihn mir nach Gucken des Films auf CD zugelegt habe.

Meine Meinung:
Spannungstechnisch hat „Kings of Rock – Tenacious D“ nicht viel zu bieten, allerdings macht die Mischung aus Jack Black und Kyle Gass mit ihrer Musik diesen Film zu etwas Einzigartigem.

Ich habe mich insgesamt unterhalten gefühlt. Die Charakterszenen waren mir zu lang(weilig), die Figuren zu uninspiriert. Die Musik fand ich klasse und ich wünschte mir, dass die beiden niemals damit aufhören. Ich mag es sehr, wie Jack Black und Kyle Gass als Band funktionieren und harmonieren. Ich mochte die Art und Weise wie „Für Elise“ in einer Akkustik-Rock-Version gespielt wird und Jack Black sich einen Text scheinbar spontan ausgedacht und zum Besten gegeben hat.

IMG_4656Das hinter dem Film eine Story steckt, ist zwar logisch, wird dem Zuschauer aber nicht immer so ganz klar. Das Ganze kann auch als Tourtagebuch, Roadmovie oder Erlebnisbericht durchgehen. Die Suche nach dem „Plektron des Schicksals“ ist zwar das Thema, aber es fühlte sich nicht so an.

Die tollen Nebendarsteller sind ein kleiner Blickfang für sich und bei den meisten muss man zweimal hinschauen, bevor man sie erkennt.

Insgesamt lässt der Film viele Punkte liegen. In der Kategorie Musik gibt es zwar die volle Punktzahl, dafür büßt er mächtig bei Spannung und Länge ein. Beim Rest wäre allerdings auch wesentlich mehr drin gewesen.

Meine Wertung:
Spannung: 5,0 von 10
Story: 7,0 von 10
Humor: 5,5 von 10
Länge: 5,0 von 10
Authentizität: 7,5 von 10
Musik: 10 von 10
Gefühle/Emotionen: 6,0 von 10
GESAMT: 6,6

Guardians of the Galaxy

IMG_2720Titel: Guardians of the Galaxy
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: James Gunn
Musik: Tyler Bates
Produzenten: Kevin Feige
Dauer: ca. 121 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Von den Machern von ‚Marvel´s THE AVENGERS‘ kommen jetzt die ‚GUARDIANS OF THE GALAXY‘!
Der Pilot und Vagabund Peter Quill (Chris Pratt), auch bekannt als ‚Star Lord‘, ist immer auf der Suche nach kostbaren Relikten. Bei seinem letzten Beutezug stiehlt er, ohne es zu ahnen, eine mysteriöse Superwaffe, auf die offensichtlich das ganze Universum scharf ist, und macht sich damit nicht nur zum neuen Lieblingsfeind des gewieften Schurken Ronan. Denn wer immer diese Waffe besitzt, ist in der Lage den gesamten Kosmos zu unterwerfen.
Auf seiner wilden Flucht verbündet sich Quill notgedrungen mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Außenseiter: dem waffenschwingenden Waschbären Rocket Racoon, dem Baummenschen Groot, der ebenso rätselhaften wie tödlichen Gamora (Zoë Saldana) und dem rachedurstigen Drax der Zerstörer. Unter dem Namen Guardians of the Galaxy zieht diese spezielle Heldentruppe gemeinsam in den Kampf um das Schicksal des gesamten Universums. Irgendjemand muss den Job ja erledigen!“
(Rückentext der BluRay)

Für das Schicksal des Universums wird aus einem Haufen Außenseiter eine wahrhafte Heldentruppe.

Das Publikum wird durch eine ebenso actionreiche wie humorvolle Story gut unterhalten. Mit vielen Wendungen und unterschiedlichen Charakteren wird der Zuschauer am TV-Gerät gefesselt. In dem Sci-Fi-Szenario dreht sich alles um Peter „Star Lord“ Quill und die Personen, die sich um ihn auftun und an seiner Seite stehen und kämpfen. Es fällt in gewisser Weise auf, dass der Streifen eine Comicverfilmung ist und den Fan wird es freuen, da mit dem Film das „Marvel Cinematic Universe“ um sehr witzige und facettenreiche Figuren erweitert wird.

Nahezu jede Szene trägt maßgeblich zum allgemeinen Spannungsgefühl bei. Das lässt einerseits den Film fesselnd wirken, andererseits bekommt das Publikum kaum Möglichkeiten zu Verschnaufpausen, um das Gesehene zu verarbeiten. Im ganzen Film ist dadurch nie Langeweile aufgekommen.

Wie man es von Filmen aus dem Hause Marvel Studios gewohnt ist, ist auch „Guardians of the Galaxy“ ein Actionfeuerwerk gepaart mit Story und Humor, sodass der Streifen unterm Strich eine perfekte Mischung bietet. Explosionen, Kampfszenen, Verfolgungsjagden und Schießereien sind durch den Weltraumfaktor nochmal interessanter anzusehen. In der Inszenierung sind sie alle originell und passen insgesamt in den Film.
Der Humor ist teilweise plump, öfter flach und selten intelligent, aber er bringt immer das Publikum zum Lachen und das ist das Wichtigste. Auch passt er super in den Film und leistet seinen erheblichen Beitrag zum Charme dessen bei.
In 121 Minuten wird die Story dieser Comicverfilmung knackig auf den Punkt gebracht. Durch das hohe Tempo des Films hat das Publikum aber nicht das Gefühl, dass der Film 2 Stunden dauert sondern eher tendenziell weniger.

Insgesamt bekommt das Publikum viel geboten, sei es auf der emotionalen Ebene, wenn es sieht, wie sich die Gruppe um den Star Lord anfreundet und anfängt sich auf einander zu verlassen oder auf der optischen Ebene mit den detailreichen Kostümen und den überzeugenden Kulissen. Darüber hinaus werden die Beweggründe und Motive, so verschieden sie auch sind, auf einer sehr persönlichen Ebene dem Zuschauer näher gebracht.

In dieser Comicverfilmung sind die Figuren so authentisch wie möglich. Die Animationen von Rocket und Groot sind, in diesem Punkt, unglaublich originell und machen den ganzen Film, sowohl durch die Animation als auch durch ihre Eigenschaften, zu einem kleinen Meisterwerk und damit unglaublich sehenswert.
Die Musik ist von vorne bis hinten genial. Pop-Klassiker der 70er und 80er mit sagenhafter Ohrwurmqualität, die dem Zuschauer zum rhythmischen Hin- und Herwippen animieren und sich dennoch nicht in den Vordergrund drängen und dem Film die Show stiehlen. Die Musik ist eine perfekte Untermalung des gesamten Films.

Meine Meinung:
Mir gefiel „Guardians of the Galaxy“ wirklich gut und ich fühlte mich sehr entertaint.
Die Schauplätze und Masken sind allesamt originell und unterstreichen die Comicherkunft.

Besonders gut gefiel mir die Filmmusik, der Humor und die Actionsequenzen. Auch dass die Figuren auf einer emotionalen Ebenen näher gebracht werden, ist unterhaltsam und macht die Charaktere auf gewisse Weise verletzbar.

Wie bereits erwähnt, machen Rocket und Groot den Film durch die Animationen zu etwas Besonderem, aber auch die anderen Charaktere passen in diesen Film.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Humor: 8,0 von 10
Action: 8,5 von 10
Story: 7,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,5 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 9,0 von 10
GESAMT: 8,0