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Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten

Titel: Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten (engl. „Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides“)
Genre: Abenteuer / Fantasy
Regie: Rob Marshall
Musik: Hans Zimmer
Produzenten: Jerry Bruckheimer
Dauer: ca. 136 Minuten
Erscheinungsjahr: 2011
Altersfreigabe: FSK 12

„In diesem actiongeladenen Abenteuer dreht sich alles um Wahrheit, Verrat und Verdammnis: der eigensinnige Piratenkapitän Jack Sparrow ist diesmal hinter der Quelle der ewigen Jugend her. Auch der berüchtigte Captain Blackbeard (Ian McShane) will die Quelle finden – zusammen mit der schönen, verwegenen Freibeuterin Angelica (Penélope Cruz), die mit beiden Männern so einiges verbindet. Es beginnt eine Reise ins Ungewisse, auf der die Piraten sich nicht nur gegen mysteriöse Meerjungfrauen und skrupellose Halsabschneider, sondern auch gegen Jacks alten Rivalen Hector Barbossa (Geoffrey Rush) behaupten müssen.“
(Rückentext der BluRay)

Jetzt bin ich endlich fertig mit den „Fluch der Karibik“-Filme meines Schwagers. Es wird ihm eine Lehre sein, mir seine Filme auszuleihen. Nachdem ich seine vier Filme nun einige Jahre hier liegen hatte, habe ich „kurz vor Schluss“ die letzten beiden Teile noch schnell geguckt.

Bevor ich mit meiner Rezension beginne, starte ich mit einer kleinen Kritik.
„Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“ ist ein klassisches Beispiel von „den Hals nicht voll genug kriegen können“. Einige von euch werden meine Meinung teilen, andere vielleicht nicht, aber für mich fühlt sich dieser Teil sehr danach an, dass Disney in erster Linie die Kinokassen klingeln hören wollte. Storytechnisch ist „Fremde Gezeiten“ ein Neubeginn für eine weitere Fluch-der-Karibik-Trilogie. Aus meiner Sicht hat es diese Weiterführung nicht gebraucht.
Und hier steige ich auch mit meiner Rezension ein.

Die Handlung ist chronologisch erzählt, weist einige witzige Momente und einen stringenten Verlauf auf. Aber ich hadere. Ich hadere damit, dass dieser Film nicht nötig war. Ganz offensichtlich war ein Bedürfnis der Zuschauer vorhanden, aber reicht das?
Im Grunde bringt die Geschichte um Jack Sparrow Spaß und weist auch einige tolle und interessante Figuren auf. Als Neustart ist dieser Streifen also vollkommen ok.

Die Figuren sind oft, meiner Meinung nach sogar viel zu oft, eindimensional. Johnny Depp spielt nun zum vierten Mal diese Rolle und ich habe eigentlich keine Lust mehr auf ihn. Egal in welchem Film Johnny Depp mitspielt, alles driftet in eine andere Version eines Jack Sparrows ab. Für die „Fluch der Karibik“-Reihe ist Johnny Depp allerdings ein Need, weil er das Bindeglied ist und das seine einzige Rolle ist, der er seinen Stempel gänzlich aufgedrückt hat. In den anderen Rollen haben wir einen Geoffrey Rush, der die gleiche Rolle in anderen Klamotten spielt. Leider bleibt er ähnlich blass wie Depp. Penélope Cruz spielt dieses Mal die weibliche Rolle und war – schlicht ausgedrückt – schwach. Unter den „größeren“ Rollen war einzig und allein Ian McShane als Blackbeard überzeugend, leider hatte er insgesamt aber viel zu wenig Screentime. Sein erstes Erscheinen war auch erst nach einer guten Stunde und dadurch konnte er sich nicht so sehr zeigen.
Emotionen spielen ganz am Rand eine Rolle und sind eigentlich die meiste Zeit sehr zurückgenommen. In einer Nebenhandlung gibt es Potential und werden Ansätze gezeigt, aber insgesamt zu wenig. Die Figuren handeln aber in der Regel logisch und echt – entsprechend ihrer persönlichen Vergangenheit. Auch hier sticht Ian McShane als Blackbeard raus. Als geheimnisvollste Figur kommt er daher und agiert unberechenbar und authentisch.

Alles rund um die Spannung ist so eine Sache. Es gibt immer mal wieder Momente, in denen der Film fesselt, aber auch dieser Streifen hat seine Längen. Im Vergleich zum dritten Teil hat er sogar sehr viel mehr Längen, trotz der deutlich geringeren Laufzeit und das macht es schwierig, hier ein Lob für die Spannung auszusprechen. Die Geschichte dümpelt leider viel zu oft vor sich hin und dadurch, dass Jack Sparrow bzw. Johnny Depp mich – also mich persönlich – nervt, waren mir die Figuren oft egal, wodurch ich nicht mitgerissen wurde.

Setting und Musik waren wieder erstklassig. Hans Zimmer ist ein Meister, da gibt es nichts dran zu rütteln. Die Kulissen, Outfits, Effekte, Kämpfe und alles drum herum: Erstklassig.

Meine Meinung:
Wenn es einen Need gibt, dann bitte eine Geschichte ohne Jack Sparrow, am besten eine Vorgeschichte von Blackbeard. Alles andere, was mit Johnny Depp als Jack Sparrow zu tun hat, ist einfach nur Gier und einfallslos. Aus unternehmerischer Sicht kann ich es verstehen, als Filmliebhaber ist es mir aber zu doll. In meinen Augen ist die „Fluch der Karibik“-Reihe ausgelutscht.
Fans werden aber, wie so oft, ihren Spaß haben, ich hatte ihn nur so lala.

Meine Wertung:
Spannung: 5,0 von 10
Story: 6,0 von 10
Länge: 4,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 6,0 von 10
Musik: 9,0 von 10
Setting: 10 von 10
GESAMT: 6,3

Reihenfolge:
1. Fluch der Karibik
2. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2
3. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt
4. Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten

Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2

Titel: Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 (engl. „Pirates of the Caribbean: Dead Man´s Chest“)
Genre: Abenteuer / Fantasy
Regie: Gore Verbinski
Musik: Hans Zimmer
Produzenten: Jerry Bruckheimer
Dauer: ca. 145 Minuten
Erscheinungsjahr: 2006
Altersfreigabe: FSK 12

„Davy Jones, der mysteriöse Captain des ‚Flying Dutchman’ hat noch eine Rechnung mit Jack Sparrow offen – doch der hat zunächst ganz andere Probleme: Ein Kannibalenstamm möchte ihn am liebsten auffressen! Auch Will Turner und seine stürmische Verlobte Elizabeth sind hinter Jack her – und alle machen sich auf die abenteuerliche Suche nach der geheimnisumwitterten ‚Truhe des Todes’. Die wilde Jagd führt sie kreuz und quer durch die Karibik – furiose Säbelgefechte und Voodoozauber inbegriffen!“
(Rückentext der DVD)

Ich habe mir vor ganz langer Zeit von meinem Schwager die „Fluch der Karibik“-Reihe ausgeliehen. Vor circa einem Jahr habe ich mir den ersten Teil angeschaut, nun kam Teil 2 dran. Ich bin dann also hoffentlich in drei Jahren fertig. Die ersten drei Filme habe ich bereits alle schon einmal gesehen und wollte sie nun noch einmal schauen.

Die Handlung ist chronologisch und ohne großartige Kniffe erzählt. Wie auch im ersten Teil dreht sich alles um Captain Jack Sparrow, Will Turner und Elizabeth, die wieder in irgendeiner Form ein Abenteuer erleben. Ich muss vorwegnehmen, dass dieser Film bei weitem nicht so viel richtig macht wie sein Vorgänger.
Die ersten 40-50 Minuten sind verzichtbar. Das liegt aber auch daran, dass die Handlung in dieser Zeit einfach nichtssagend ist. Man kann sehr gut irgendetwas Nützliches im Haushalt erledigen, ohne dass man Angst haben muss, etwas zu verpassen.
Um es auf den Punkt zu bringen: 90 statt 145 Minuten Laufzeit wären auch absolut ausreichend gewesen.
Die Story handelt im Wesentlichen davon, dass Jack Sparrow die „Truhe des Todes“ sucht und zwischenzeitlich bei einem karibischen Kannibalenstamm auf dem Thron landet. Wie er dahin gekommen ist und warum ausgerechnet dieser Stamm ihn so anhimmelt, bleibt im Grund offen und wird nicht geklärt. Auch Will Turner und Elizabeth werden in die Handlung eingeflochten, sodass Jack und die anderen zwei aus den unterschiedlichsten Motiven gemeinsame Sache machen können.

Die Figuren sind im Vergleich zum Vorgänger auch weniger facettenreich, weniger flexibel in der Spielweise und daher auch bei weitem nicht so glaubwürdig. Das ärgert mich wirklich sehr, vor allem hatte ich den Streifen besser in Erinnerung.

Spannungstechnisch verhält es sich ähnlich, wie mit der Handlung. In der ersten Stunde kommt nicht so richtig etwas zusammen und ab dann wird man auch nicht so richtig überzeugt. Zu wenig wird dafür getan, dass sich der Streifen entfalten kann. Der Zuschauer wird nicht so gut abgeholte, wie es noch im Vorgänger der Fall gewesen ist. Zumindest reichen gute Effekte und choreografierte Abenteuerszenen nicht aus.
Auch sonst geht von der Handlung oder der Erzählweise keine Spannung aus.

Die Figuren sind, wie bereits erwähnt, viel zu statisch, als dass sie irgendetwas Positives beitragen könnten. Sie sind auch nicht glaubwürdig. Am Beispiel von Johnny Depp lässt sich sagen, dass seine „typische“ Jack-Sparrow-Art hier erstmalig anfängt zu nerven. Eine Mischung aus Overacting und Parodie auf einen Piraten. Auch die anderen Charaktere machen im Wesentlichen nichts besser und der Einzige, der überzeugt, ist weitestgehend computeranimiert.

Musik und Setting sind die einzigen beiden Kategorien, in denen dieser Film überzeugen konnte. Die Musik ist von Hans Zimmer wunderbar komponiert und arrangiert. Ein Negativpunkt gibt es allerdings: Sie will, unberechtigterweise, in den Vordergrund und gefühlt immer mehr beweisen, als sie tatsächlich geben kann. Das Setting und die Kulissen sind einfach überzeugend. Das Design der Piratenschiffe, Kostüme und Kamerafahrten haben einfach super gepasst und fangen das Thema perfekt ein. Das Abenteuerfeeling, das ich noch im ersten Teil hatte und bewunderte, fehlte mir aber fast gänzlich. Der Film glich einem Actionspektakel, das mit tollen Kampfszenen daherkam, aber für mich nicht einmal ansatzweise mit dem ersten Teil zu vergleichbar ist. „Priates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ hat daher einen faden Beigeschmack und schafft es nicht zu überzeugen.

Meine Meinung:
So traurig und hart es klingt, aber „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ war reinste Zeitverschwendung. Mich haben die Figuren nicht überzeugt, die Handlung nicht abgeholt und es wurde auch keine Spannung aufgebaut. Technisch war er nett anzusehen und auch die Effekte haben Spaß gebracht, aber selbst das schlechteste Popcorn-Kino kann mich mehr und besser unterhalten als dieser Streifen.

Es gibt also gehörigen Punktabzug. Da kann man nur hoffen, dass der dritte Teil besser wird. Zumindest habe ich ihn aufregend in Erinnerung. Hoffentlich täusche ich mich da nicht.

Meine Wertung:
Abenteuer: 5,0 von 10
Spannung: 3,0 von 10
Länge: 3,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 4,0 von 10
Musik: 9,0 von 10
Setting: 9,0 von 10
GESAMT: 5,3

Reihenfolge:
1. Fluch der Karibik
2. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2
3. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt
4. Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten

Tränen der Sonne

Titel: Tränen der Sonne (engl. „Tears of the Sun“)
Genre: Kriegsfilm
Regie: Antoine Fuqua
Musik: Hans Zimmer
Produzenten: Mike Lobell
Dauer: ca. 116 Minuten
Erscheinungsjahr: 2003
Altersfreigabe: FSK 16

„Bruce Willis ist Leutnant A. K. Waters, ein Veteran der Spezialeinheit Navy S.E.A.L., die besonders heikle und gefährliche Missionen durchführt. Diesmal soll er in Nigeria Dr. Lena Kendricks (Monica Belucci) aus einem umkämpften Bürgerkriegsgebiet retten. Doch sie akzeptiert seine Hilfe nur, wenn die Flüchtlinge, um die sie sich kümmert, mitkommen dürfen. Eine nervenaufreibende Flucht durch den Dschungel zur rettenden Grenze nach Kamerun beginnt. Und während dieser Mission entwickelt Waters unerwartet Gefühle für Dr. Kendricks…“
(Rückentext der DVD)

Meine neueste Kritik wird sich um den Film „Tränen der Sonne“ drehen. Wie ich diesen schweren und beeindruckenden Film empfand, könnt ihr also nachfolgend erfahren.

Die Handlung ist sehr chronologisch erzählt und berichtet die komplette Zeit von dem Auftrag, den A. K. Waters mit seinem Team auszuführen hat. Dabei bleibt die Kamera meistens bei den Navy S.E.A.L., den Flüchtlingen und der Ärztin. Vom Tempo her ist der Streifen besonders am Anfang merklich rasanter unterwegs. Mit zunehmender Dauer verliert er hier etwas an Zugkraft. Der Showdown kommt so auch nicht unerwartet, es wurde ewig auf ihn hingearbeitet.

Inszenatorisch hat „Tränen der Sonne“ einen erheblichen Mehrwert, denn der Zuschauer wird gleich auf vielen – auch widersprüchlichen – Ebenen angesprochen. Teilweise ist durch den dichten Dschungel das Bild immer etwas dunkler, was entsprechend auch eine beklemmende Atmosphäre erzeugt. Im Gegensatz dazu haben wir Lichtungen, die sonnenüberflutet kräftige Farben zeigen und beim Publikum auch einen Wow-Effekt erzeugen. Ich stellte mir die Frage, wie es sein kann, dass an so einem paradiesischen Ort die Schönheit der Natur und menschliches Leid so nah beieinander liegen.
In meinen Augen ist das auch schon der entscheidende Fakt, der diesen Film zu einem absolut sehenswerten Streifen macht. Alles andere sind nur weitere Stilmittel, die gut eingesetzt und unterstützend wirken.

Die recht ursprüngliche Musik, die im Übrigen hervorragend von Hans Zimmer komponiert wurde, erinnert sehr stark an Urwaldgeräusche. Hier, in meiner Heimatstadt, befindet sich seit langer Zeit das Musical zum Disney-Erfolg „Der König der Löwen“ und mich erinnert die Filmmusik an dieses Musical. Im Prinzip ist das sehr gut, denn der Schauplatz wurde durch die Musik einmal mehr hervorgehoben.

Unter den Darstellern befinden sich zwei bekannte. Mit Bruce Willis und Monica Bellucci bekommen wir in jedem Fall Hochkaräter. Ganz unabhängig davon gibt der übrige Cast ein sehr gutes Bild ab. Die allermeisten Charaktere bieten mitunter sehr gut herausgearbeitete und differenzierte Facetten. Als Zuschauer hat man kaum bis keine Probleme, die Figuren zu verstehen oder in irgendeiner Form Empathie für sie aufzubringen. Es sind die Charakterszenen, in denen die Darsteller auftrumpfen. Sie bieten besonders viele Möglichkeiten, sich und die Figuren in der Tiefe zu präsentieren. So wird aus einem knallharten Action-Darsteller Willis, in einigen Szenen, der facettenreiche und durchaus überzeugende „Charakterdarsteller“.

Es gibt einfach so viel, was diesen Streifen einzigartig macht. Sei es die Musik, die Figuren oder die Emotionen. Letztere spielen von Anfang an eine übergeordnete Rolle, denn der Film funktioniert fast nur über die Emotionen. Alle anderen Stilmittel dienen eigentlich nur der Unterstützung und der Untermalung. Gefühle werden die meiste Zeit glaubhaft dargestellt, sodass das Gesamtpaket durchaus stringent ist.
Einzeln betrachtet ist keine Figur besonders originell oder ausgesprochen kreativ, allerdings ist die Zusammensetzung der Charaktere unter Berücksichtigung der dargestellten Tiefe überzeugend.

„Tränen der Sonne“ zeigt überwiegend kriegerische Handlung und ist aus diesem Grund nicht als reines Drama im klassischen Sinne anzusehen. Die dargestellten Szenen sind ebenfalls einer dieser Punkte, die dem Gesamtkunstwerk einen feinen Schliff geben. Außerdem gibt es zahlreiche Actionszenen, die technisch gesehen wertig ausschauen.
Es fällt mir schwer beispielsweise Bruce Willis in der einen Szene als „Actionheld“ anzusehen und ihn in der nächsten Szene als glaubhaften „Charakterdarsteller“ wahrzunehmen, aber wie gesagt, das ist mein Empfinden.

Meine Meinung:
„Tränen der Sonne“ ist ein wirklich starker Film mit einer berührenden und emotionalen Geschichte, die man erst einmal wegstecken muss.
Daher empfehle ich jedem diesen Streifen.

Was mich störte, war ein konstruierter Nebenstrang, der in die Richtung Lovestory geht. Mich nervt er aus dem Grund, dass es dieser Streifen eigentlich nicht nötig hat, sich so zu diffamieren.

Dennoch, wenn man darüber hinwegsieht, bekommt man einen mehr als sehenswerten Film, der auf vielen Ebenen zu unterhalten weiß und zum Nachdenken anregt.

Meine Wertung:
Spannung: 7,0 von 10
Story: 9,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 9,5 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 9,0 von 10
Action: 7,5 von 10
GESAMT: 8,2

The Dark Knight Rises

Titel: The Dark Knight Rises
Genre: Comicverfilmung / Action
Regie: Christopher Nolan
Musik: Hans Zimmer
Produzenten: Christopher Nolan / Emma Thomas / Charles Roven
Dauer: ca. 164 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Altersfreigabe: FSK 12

Im dritten und letzten Film der „The Dark Knight“-Trilogie bekommt Batman/Bruce Wayne einen neuen, härteren und erbarmungsloseren Gegner. Bane versetzt Gotham City in Angst und Schrecken und verlangt nichts weniger, als das Aufbegehren der Bevölkerung, sich ihre Stadt zurückzuholen. Ein Spiel, bei dem es keine Gewinner geben soll. Wird sich der Dunkle Ritter durchsetzen können oder kommt er beim Versuch, die Stadt zu retten, unter die Räder?

Der August war leider bisher nicht so erfolgreich, wie ich es mir gewünscht habe. Einen Film habe ich mir fest vorgenommen anzuschauen und das war „The Dark Knight Rises“. Mein liebster aller Superhelden hat bei mir einen ganz besonderen Platz und so kam ich nicht drum herum, auch diesen Film in seiner Schönheit zu zelebrieren, einfach, weil ich alle Batman-Filme zelebriere, die ich in irgendeiner Weise toll finde. Da mir die BluRay vorliegt, gibt es keinen Rückentext.

Die Handlung dreht sich natürlich wieder um Bruce Wayne. Einige Jahre nach „The Dark Knight“ und dem Tod von Harvey Dent ist Batman ein gesuchter Verbrecher. Die Kriminalitätsrate ist stetig gesunken und Commissioner Jim Gordon ist ein „Kriegsheld in Friedenszeiten“ und deswegen auch immer bedeutungsloser für die Polizei in Gotham. Während John Daggett Bane engagiert, um eine Übernahme von Wayne Enterprises in die Wege zu leiten, gibt Bruce die Leitung der Firma an Miranda Tate ab, wodurch Daggett keine Kontrolle über Wayne Enterprises bekommt.
Bane beginnt die Stadt zu terrorisieren, Anarchie bricht aus und durch Gotham fährt ein Atomsprengkopf, der nicht mehr entschärft werden kann.

Erzählerisch bewegt sich „The Dark Knight Rises“ auf einem ähnlichem Niveau wie sein Vorgänger. Schon mit der ersten Minute wird ein sehr ernster und zugleich bedrückender Ton angeschlagen.
Auffallend ist der Einsatz der Musik, aber dazu später mehr.
Die Art und Weise, wie die Figuren eingeführt und dargestellt werden, ist extrem unterhaltsam und erzeugt Spannung und Interesse. Bestes Beispiel ist die Vorstellung von Bane in den ersten zehn Minuten. Ähnlich verhält es sich mit Catwoman/Selina Kyle oder John Blake. Alle drei werden mit einer Szene oder einer Situation eingeführt, die charakteristisch für diese Figur ist.
Zwischenzeitlich meldet sich auch Bruce Wayne mit seinem Butler Alfred und Commissioner Jim Gordon zurück, allerdings ohne besonderes Augenmerk oder hervorgehobene Brisanz.

In allen Belangen ist „The Dark Knight Rises“ wirklich sehr gut, allerdings muss er sich mit „Batman Begins“ und „The Dark Knight“ messen. Insgesamt wird dabei die Luft für ihn sehr dünn. Besser, spannender und atmosphärischer als das zweite Abenteuer dieser Reihe bekommt man eine Geschichte fast gar nicht inszeniert und daher sind das wirklich riesengroße Fußstapfen, in die dieser Film treten muss.
Spannungstechnisch bewegen wir uns nach wie vor am Limit. Durch die stilvolle Einführung der Figuren, die atmosphärische Dichte, die sogar die Luft im Wohnzimmer vor dem Fernseher zum Zittern brachte, eine brisante und gefährliche Handlung und knackige Actionsequenzen bleibt dem Zuschauer nichts anderes übrig, als sich dem Ganzen hinzugeben und zuzusehen, was mit ihm geschieht.
Was leider fehlte, war der Kick des Ungewissen, mit dem im Vorgänger, insbesondere durch den Joker, die Massen gebannt und elektrisiert wurden. Mit dem, was „The Dark Knight Rises“ abliefert, bekommt der Zuschauer aber auch wesentlich mehr geboten, als bei anderen Mainstream-Action-Comicverfilmungen à la „Iron Man“.

Die Emotionen hätten fast nicht vielfältiger sein können. Verzweiflung, Von Wut und Hass bis hin zu Mut, Liebe und Hoffnung und alles, was dazwischen liegt, wird gezeigt. Mal mehr, mal weniger, aber meistens intensiv und sehr eindringlich und unverkennbar.
Auch die Glaubwürdigkeit der Figuren ist wieder einmal erschreckend gut. Mit Catwoman, John Blake, Bane und Miranda Tate bekommt der Zuschauer gleich vier neue Figuren geboten, die sich leistungsmäßig alle auf einem sehr hohen Niveau befinden.
Einzig Gary Oldman als Commissioner Jim Gordon muss wieder aus der Reihe tanzen. Ein Zwiespalt, in dem sich der Commissioner befindet, wird zwar teilweise thematisiert und angesprochen, jedoch spiegelt sich diese Belastung weder mimisch noch in der Körpersprache wider.
Besonders hervorheben muss ich an dieser Stelle allerdings Tom Hardy. Mit seiner Darbietung beweist er einmal mehr, dass er nicht einfach nur ein Darsteller ist, der Mal den Muskelprotz raushängen lässt, sondern auch mit einer Maske Emotionen zeigen kann. Besonders bemerkenswert empfinde ich, dass er einfach nur die obere Gesichtshälfte benötigt, um ein maximales an Glaubwürdigkeit und Emotionen zu zeigen. In der ersten Hälfte des Films zeigt er hier einen erbarmungslosen Charakter, der nur vor Gefahr strotzt. In der zweiten Hälfte bekommen wir auch einen Einblick in seine Vergangenheit und dadurch noch einmal eine Facette mehr, die seine Leistung auf ein höheres Level bringt.

In den Actionsequenzen bekommt das Publikum, wie nicht anders zu erwarten, ein sehr wertiges Bild geboten. Die Kameraarbeit war besonders in diesem Zusammenhang vielfältig. Mal bekommen wir eine sehr ruhige Kameraführung und haben die Möglichkeit, die Szenen auf uns wirken zu lassen und mal sind wir mitten drin und haben das Gefühl, dass die Bilder direkt aus der Ego-Perspektive auf dem Bildschirm landen. Auch bei diesen Szenen wird immer schön draufgehalten, sodass wir ein unverfälschtes Bild der Dinge bekommen. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, auch wenn das Spiel mit Licht und Schatten oder mit Helligkeit und Dunkelheit nicht mehr so im Vordergrund steht, wie beispielsweise noch bei „The Dark Knight“.

Ein weiterer wichtiger und nahezu herausragender Punkt ist die musikalische Untermalung. Auf der einen Seite haben wir Hans Zimmer, der wirklich ein Meister seines Fachs ist und vermutlich am besten weiß, wie man einen sehr guten Film perfekt untermalt. Nichts weniger ist hier passiert. Und auf der anderen Seite haben wir den krassen Gegenteil, nämlich dass Musik und Ton auch einfach weggelassen werden. Wir bekommen dann so ein Gefühl, als ob wir in einer schalldichten Kammer sitzen würden und nicht einmal die berühmte Stecknadel fallen hören. Es ist eine sehr beklemmende Stille, die allerdings durch Effekte oder eine natürliche Geräuschkulisse, wie z.B. Flugzeuglärm oder einem singenden Kind, durchbrochen wird.

„The Dark Knight Rises“ ist ein würdiges Ende dieser Trilogie, aber leider nicht der beste von diesen drei außergewöhnlichen Filmen. Christopher Nolan hat mit dieser Inszenierung einer Sage einen Maßstab gesetzt, der sehr lange nicht erreicht werden wird und kein Batman-Darsteller ist bisher besser gewesen als Christian Bale.
Am Ende bleibt ein spannender, aufregender und beklemmender Film, der nicht einfaches Actionkino bietet, sondern mit einer überaus düsteren und gewalttätigen Atmosphäre aufwartet.

Für jeden Batman-Fan ein Muss, für Filmliebhaber, ambitionierte Kenner oder Fachleute nicht weniger als Pflichtprogramm.

Meine Meinung:
Der Fortsetzungsmonat findet mit „The Dark Knight Rises“ sein Ende. Ich hatte viel Spaß, auch wenn ich aus unterschiedlichsten Gründen nicht so viel in diese Challenge investieren konnte, wie erhofft.

Für mich ist dieser Film, wie bereits erwähnt, nicht der stärkste der Trilogie, aber eben auch nicht der schwächste. Wenn ich eine Reihenfolge nennen müsste, dann würde sie vermutlich „Batman Begins“, „The Dark Knight Rises“ und dann „The Dark Knight“ lauten, dann wäre eine stetige Steigerung vorhanden. Alles nur Konjunktive. Die „The Dark Knight“-Trilogie ist für lange Zeit ein sehr düsteres und beeindruckendes Abenteuer, das unfassbar gut inszeniert wurde.

Wenn man in die Vergangenheit schaut und herausragende Reihen nennen müsste, dann behaupte ich mit Fug und Recht, dass neben „Der Herr der Ringe“, „Der Hobbit“ oder „Star Wars“ auch die „The Dark Knight“-Trilogie genannt werden muss.

Zum Abschluss gibt es zwar kein Hightlight-Siegel, aber dennoch eine klare Empfehlung.
Danke, Christopher Nolan, für ein Stückchen beeindruckender und nachhaltiger Filmkunst.

Meine Wertung:
Spannung: 9,5 von 10
Action: 8,0 von 10
Story: 9,0 von 10
Länge: 8,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,5 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 10 von 10
GESAMT: 8,9

Reihenfolge:
1. Batman Begins
2. The Dark Knight
3. The Dark Knight Rises

The Dark Knight

Titel: The Dark Knight
Genre: Comicverfilmung / Action
Regie: Christopher Nolan
Musik: Hans Zimmer /James Newton Howard
Produzenten: Christopher Nolan / Emma Thomas / Charles Roven
Dauer: ca. 146 Minuten
Erscheinungsjahr: 2008
Altersfreigabe: FSK 16

„Die Fortsetzung von ‚Batman Begins’. ‚The Dark Knight’ verein Regisseur Christopher Nolan und Hauptdarsteller Christian Bale, der erneut die Rolle des Batman/Bruce Wayne in seinem Kampf gegen das Böse verkörpert. Unterstützt von Lieutenant Jim Gordon und Staatsanwalt Harvey Dent setzt Batman sein Vorhaben fort, das organisierte Verbrechen in Gotham endgültig zu zerschlagen. Das Dreigespann erweist sich als effektiv. Doch bald sehen sie sich einem genialen, immer mächtiger werdenden Kriminellen gegenüberstellt, der als Joker bekannt ist: Er stürzt Gotham in ein anarchisches Chaos und zwingt Batman immer näher an die Grenze zwischen Gerechtigkeit und Rache.“
(Rückentext der DVD)

Und wieder habe ich ein Soloabenteuer meines liebsten Superhelden angeschaut. Heute geht es um den vielfach gelobten, nominierten und ausgezeichneten Streifen „The Dark Knight“.

Die Geschichte dreht sich um Bruce Wayne und sein Alter-Ego Batman. Zeitlich spiel dieser Teil nach seinem Vorgänger „Batman Begins“, der seinerzeit die Geschichte erzählt wie es dazu gekommen ist, dass aus dem Milliardär Bruce Wayne der dunkle Ritter geworden ist. „The Dark Knight“ geht dabei einen Schritt weiter und führt die Story fort.
In einer chronologischen Erzählweise erfährt sieht der Zuschauer erstmalig, wie der Joker auf die Bildfläche tritt und anfängt Gotham ins Chaos zu stürzen. Auf unorthodoxe Art und Weise begeht er Verbrechen und schreckt dabei auch nicht vor Opfern zurück, getreu dem Motto „Je mehr, desto besser“, schreitet der Joker als ein psychisch labiler Krimineller durch die Straßen und verbreitet dabei nicht nur Angst sondern auch Schrecken. Unterstützt von Jim Gordon und Harvey Dent hat Batman zwei Verbündete, die mit ihm gegen einen unberechenbaren Gegner ankämpfen. Dabei müssen alle drei mehr Opfer denn je bringen.

Allein durch die Handlung, die Figurenkonstellation und die Inszenierung wird soviel Spannung aufgebaut, dass es dem Zuschauer kaum im Sitz hält.
Von der ersten Minute an wird Interesse und Aufregung aufgebaut. Es beginnt mit der Musik von Hans Zimmer, die ähnlich wie im ersten Teil, immer in die Gänsehautkerbe schlägt. Weiter sind es die Figuren, allen voran Christian Bale und Heath Ledger, die eine unglaubliche Bildpräsenz haben und immer alle Blicke auf sich ziehen und zu guter Letzt die Geschichte.
Der dunkle Ritter und sein Kampf gegen das Verbrechen, eine klassische Geschichte eines Helden, der alleine für Recht und Ordnung sorgt. Auch in den Charakterszenen entsteht keine Langeweile, ganz im Gegenteil, alles dient dazu den Zuschauer zu fesseln und die Handlung so aufregende wie möglich zu gestalten. Keiner, aus einem sehr berühmten Cast, ist unglaubwürdig oder lässt in irgendeiner Form zu wünschen übrig, auch das ist ein wichtiger Punkt, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Die Emotionen sind sehr vielfältig, auch aufgrund der Tatsache, weil sich Batman immer wieder im Zwiespalt befindet. Auch auf andere Sicht spielen die Gefühle eine Übergeordnete Rolle. Aaron Eckhart und Maggie Gyllenhaal interagieren hervorragend und sehr glaubhaft miteinander und so bahnt sich natürlich eine komplizierte aber echte Liebesbeziehung an.
Gegenüber dem ersten Teil hat sich Gary Oldman wesentlich verbessert und war weitestgehend überzeugend. Die eindimensionale und sehr schwache Katie Holmes wurde durch die besser aufspielende Maggie Gyllenhaal ersetzt.
Den krönenden Abschluss bildet dabei Heath Ledger. Irre überzeugend, gnadenlos unberechenbar und absolut verrückt und dabei so glaubhaft wie kein anderer Darsteller, schafft es Heath Ledger einer Figur so viel Leben einzuhauchen.

Authentisch überzeugend sind nicht nur die oben genannten Darsteller, sondern auch allen voran Michael Caine und Morgan Freeman. Auch sie schaffen es ihren Figuren tiefe und Glaubwürdigkeit zu verleihen. Im Gegensatz zu „Batman Begins“ gibt es in diesem Streifen keinen Darsteller, der in irgendeiner Form schlecht aufgespielt hat. Naturgemäß ist nicht alles zu 100 Prozent glatt gelaufen, aber grundsätzlich stimmt der Eindruck und das Erscheinungsbild.

Mit einer Actionszene beginnt „The Dark Knight“. Wo im ersten Teil der Mix aus Charakter- und Actionszenen noch sehr ausgewogen war, ist er es im zweiten Teil nun nicht mehr. Minutenlang sehen wir mehrere Sequenzen in denen eine Explosion die andere jagt. Ja, schon seit der ersten Minute wird das Stilmittel der Action verwendet und großflächige Teile der Geschichte übersprungen. Technisch ist sie allerdings sehr gut gemacht und hervorragend in Szene gesetzt.

Die Musik wurde wieder von Hans Zimmer und James Newton Howard komponiert. Artverwandt sind die Stücke mit dem ersten Teil und wie schon eingangs erwähnt, sind sie in jedem Fall Gänsehautfördernd. Zwar sind die Stücke alle klassischer Natur, überzeugen aber auf ganzer Linie.

Meine Meinung:
Die „The Dark Knight“-Trilogie begann mit „Batman Begins“ und geht nun weiter mit „The Dark Knight“. Der Film, für dessen Leistung Heath Ledger postum einen Oscar® gewonnen hat, hat mich nicht nur unterhalten, sondern auch auf ganzer Linie überzeugt.

Ich kann hier nicht nur eine Empfehlung für alle Fans von Comicverfilmungen aussprechen, sondern insgesamt für jeden. Spannungstechnisch aber vor allem darstellerisch erreicht „The Dark Knight“ ein Level, das viele Jahre für jeden Schauspieler unerreicht sein wird. Heath Ledgers Darbietung ist über alle Maßen überzeugend und sucht nach wie vor seines Gleichen.

Ein absolutes Highlight, für viele, viele Jahre.

Meine Wertung:
Spannung: 10 von 10
Action: 8,5 von 10
Story: 9,0 von 10
Länge: 8,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 9,0 von 10
Authentizität: 9,0 von 10
Musik: 9,0 von 10
GESAMT: 9,0

Reihenfolge:
1. Batman Begins
2. The Dark Knight
3. The Dark Knight Rises

Batman v Superman – Dawn of Justice (Extended Cut)

Batman v Superman_CoverTitel: Batman v Superman – Dawn of Justice (Extended Cut)
Genre: Comicverfilmung
Regie: Zack Snyder
Musik: Hans Zimmer / Junkie XL
Produzenten: Charles Roven / Deborah Snyder
Dauer: ca. 182 Minuten (Kinofassung: ca. 151 Minuten)
Erscheinungsjahr: 2016
Altersfreigabe: FSK 12

„Zwei Titanen der Gerechtigkeit, Batman/Bruce Wayne (Ben Affleck) und Superman/Clark Kent (Henry Cavill), treffen im spannendsten Duell unserer Zeit aufeinander. Doch während es der respekteinflößende Ordnungshüter aus Gotham City mit dem verehrten Ritter aus Metropolis aufnimmt, streitet die Welt darüber, welche Art Helden sie eigentlich braucht… und schon wird die Menschheit von einer neuen Gefahr ungeahnten Ausmaßes bedroht.“
(Rückentext der BluRay)

Im gleichen Monat, in dem „Man of Steel“ veröffentlicht wurde, wurde bekannt gegeben, dass es eine Fortsetzung geben wird. Es gab viele Gerüchte zu diesem Film und irgendwie scheint jeder eine Meinung zu haben. Dann kam „Batman v Superman – Dawn of Justice“ in die Kinos. Ich habe ihn mir damals auch relativ zeitnah angesehen. Wer mich kennt, weiß, dass ich viel mehr auf das DC Universum stehe als auf das von Marvel. Batman ist der Held meiner Kindheit, ich hatte damals ein Batmobil als Spielzeug. Es war mein liebstes Spielzeug. Anfang der 90er Jahre lief da die Serie mit dem „Vorzeige-Batman“ Adam West. Als Kind sollte ich mir die Serie nicht anschauen, ich tat es trotzdem heimlich.
All die Batmans, die es in der Zeit danach gab, haben mir nicht den Batman gegeben, den ich sehen wollte und dann kam Christopher Nolan um die Ecke und brachte mit der „The Dark Knight“-Trilogie eine Reihe raus, in dem jeder Film eine Steigerung ist. Das Batman-Franchise ist mit Sicherheit eines der lukrativsten, die es gibt. Meiner Meinung nach gibt es nur einen Superhelden, der das Potential hat, mehr Zuschauer in die Kinos zu locken als z.B. „Marvel´s Avengers“ und das ist niemand geringeres als der Held meiner Kindheit: Batman. In Verbindung mit Superman muss einfach etwas Großes entstehen.

Die Handlung von „Batman v Superman“ wird sehr linear und mit nur wenigen Nebensträngen erzählt. Man kann sagen, dass die Nebenhandlungen in der Hauptstory münden und ihr zuarbeiten.
Die brisanten Ereignisse aus „Man of Steel“ werden zwar aus der Sicht von Bruce Wayne noch Mal gezeigt, aber das heißt nicht, dass alles selbsterklärend ist. Meiner Meinung nach sollte man schon die Geschichte um Clark Kent gesehen haben, um wirklich alles von diesem Aufeinandertreffen zu verstehen.
In einer Welt, in der Superman nur nach seinem eigenen Gewissen handelt, diskutiert die Menschheit, ob die Helden „befehligt“ werden sollen. Superman ist Fluch und Segen zugleich und so gibt es unterschiedliche Lager. Bruce Wayne sieht eher die Gefahren, die Superman mit sich bringt und versucht auf eigene Faust, den Mann aus Stahl in die Schranken zu weisen, während jemand anderes versucht, Superman zu erpressen. Wie wird die Geschichte ausgehen? Ist der Kryptonier erpressbar? Wird der dunkle Ritter aus Gotham dem Helden aus Metropolis zurechtweisen können?

Spannungstechnisch bewegt sich der Film auf einem guten Niveau. Er gibt dem Zuschauer Raum zum Atmen und presst ihn an anderer Stelle wieder voll in den Kinositz. Wenn Ereignisse anfangen sich zu überschlagen, wirkt er etwas überladen. Man muss ganz klar sagen, dass der Comicfan, der Zuschauer, der sich gerne mit Comics befasst, oder einfach nur der Fan von actionlastigem Kino, sich gut unterhalten fühlen wird. Der einfache Kinogänger wird durch die Laufzeit der Kinoversion meist schon abgeschreckt, denn mit ca. 150 Minuten ist „Batman v Superman“ nicht gerade kurz. Der Extended Cut hat noch Mal satte 30 Minuten mehr zu bieten und das merkt man.
Einige Elemente werden eingeführt, um die Geschichte um Batman und Superman abzurunden. Es werden Dinge mehr beleuchtet und verständlicher gemacht, sodass sie am Ende mehr Sinn ergeben. Es fühlt sich so an, als ob die Kinofassung so etwas wie eine sehr gute „Beta“ ist und die DVD bzw. BluRay-Version, das eigentliche Kunstwerk mit Bugfixes.

Nachdem man schon sehr viel in den Medien zu diesem Film und der darstellerischen Leistung gehört, gelesen oder gesehen hat, muss ich sagen, dass die Figuren gut funktionieren. Immer wieder habe ich von unzureichender Leistung der Hauptdarsteller gehört und gelesen. Immer wieder gab es Kritik an einer zu flachen Geschichte und ich sehe das etwas anders.
Die Figuren stammen allesamt aus dem DC Universum und auch wenn der kleinste gemeinsame Nenner zwischen Batman und Superman so absurd ist, so menschlich ist er auch.
Mit Henry Cavill hat man zwar den bekannten Clark Kent wieder mit dabei, allerdings hat man mit Ben Affleck einen ganz anderen Bruce Wayne, als man ihn in den herausragenden Filmen von Christopher Nolan gesehen hat. Anders als in „Daredevil“ will man die Leistung von Ben Affleck in diesem Film nicht ungeschehen machen.
Wie gesagt, die Charaktere funktionieren, die Beweggründe sind soweit klar und die Glaubhaftigkeit ist auch überragend.
Mit Jesse Eisenberg hat man einen sehr seltsam aussehenden Lex Luthor ausgesucht. Anfänglich wirkt er nicht so richtig bedrohlich und man nimmt es ihm nur schwer ab, dass er der Antagonist im Film sein soll. Mit zunehmender Spieldauer mutiert er zu einer schlechteren Kopie eines Jokers, wie man ihn in „The Dark Knight“ gesehen hat. Auf mich macht es den Eindruck, als würde er kein anderes System, keine andere Vorgehensweise oder andere Regeln haben wollen, sondern er will keine. Heath Ledger hat genau das, nur mit mehr Überzeugung und mit mehr Herzblut dargestellt als Jesse Eisenberg. Dennoch gehe ich auch hier, zumindest in den Grundzügen, d‘accord.
Gal Gadot spielt die weibliche Hauptrolle und ist über alle Maßen glaubhaft, überzeugend und hübsch.

Die Emotionen waren nur gelegentlich tieferer Natur und doch waren sie in den Momenten klar, unmissverständlich und glaubhaft. Dort, wo der Film gefühlstechnisch nur an der Oberfläche kratzt, ist er dünn und unzureichend. Die meiste Zeit bewegt sich der Film leider auf dem Niveau, wo er gefühlstechnisch nicht das Potential abrufen kann, das ihn mit dem DC Universum zur Verfügung steht. Zwar wurde streckenweise die sehr düstere Atmosphäre sehr gut eingefangen, allerdings nicht in dem Ausmaße, wie man es sich vorgestellt und gewünscht hat.

Der Zuschauer merkte von der ersten Actionsequenz an, dass Zack Snyder nicht weniger als epische Kämpfe inszenieren will. Anders als in den Marvel-Filmen setzt man hier nicht auf viele kleine Auseinandersetzungen, sondern auf einen richtigen Showdown mit einer richtig langen Kampfszene, die es in sich hat. Insgesamt ist hier allerdings zu viel Pathos drin und das macht aus einer sehr ansehnlichen Szene leider etwas Schwerfälliges. Es sieht einfach alles zu sehr gewollt bedeutungsvoll aus.

Die Filmmusik hat wieder niemand geringeres als Hans Zimmer in Zusammenarbeit mit Junkie XL komponiert. Sie ist überwiegend unterstützender Natur, allerdings ist auch hier ein bisschen viel Pathos drin. So gut sie zu dem Film passt, versucht sie zu sehr die bedeutungsvollen Momente zu unterstreichen und wird besonders zum Ende hin schwer. Ansonsten stiehlt sie dem Film aber selten bis kaum die Show, auch wenn sie an ganz wenigen Stellen etwas dominant ist.

Batman v Superman_DVDMeine Meinung:
„Batman v Superman – Dawn of Justice“ ist ein erstes Aufeinandertreffen zweier großer Helden auf der Kinoleinwand und mit Zack Snyder hat auch ein richtig guter Regisseur diesen Film inszeniert.
Ich hatte mich schon, nachdem ich „Man of Steel“ gesehen hatte, auf diesen Film gefreut, immerhin soll der Held meiner Kindheit eine tragende Rolle haben.

Ich werde mich hier nicht an dem Ben-Affleck-Bashing beteiligen, weil ich finde, dass er eine richtig gute Leistung abgeliefert hat. Da gibt es ganz andere Figuren, die wesentlich schwächer waren und die es mehr verdient hätten, in der Öffentlichkeit verrissen zu werden.

Auch wenn dieser Streifen einige Schwächen hat, überwiegen für mich die Stärken.
Der Zuschauer hat nicht nur einen komplett anderen Batman zusehen bekommen, sondern auch insgesamt einen Cast, der abseits dessen ist, was man sich vorgestellt hat. Eine Überraschung ist auch die weibliche Hauptrolle und Jesse Eisenberg.

Für Comicfans wie mich wird dieser Film allerdings ohne Zweifel einen sehr unterhaltsamen Abend bereithalten und der Extended Cut bringt einen erheblichen Mehrwert mit. Ich habe zum Teil sofort erkannt, wo sich die zusätzlichen Minuten befanden.

Die volle Punktzahl wird „Batman v Superman“ allerdings nicht bekommen und insgesamt ist er auch etwas schwächer als der Vorgänger „Man of Steel“.
Ich bin schon gespannt auf die nächsten Ableger aus dem Hause DC.
Es sind ja bereits erste Trailer veröffentlicht und voraussichtliche Termine für „Wonder Woman“ und „Justice League“ bekannt. Worauf ich mich persönlich aber freue ist ein Batman-Solo-Film mit Ben Affleck in der Hauptrolle.

Meine Wertung:
Spannung: 9,0 von 10
Action: 7,0 von 10
Story: 8,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,0 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 7,8

„Justice League“-Reihe:
1. Man of Steel
2. Batman v Superman – Dawn of Justice
3. Suicide Squad
4. Wonder Woman
5. Justice League
6. Aquaman

Batman Begins

IMG_5777Titel: Batman Begins
Genre: Comicverfilmung
Regie: Christopher Nolan
Musik: Hans Zimmer / James Newton Howard
Produzenten: Emma Thomas / Charles Roven / Larry J. Franco
Dauer: ca. 134 Minuten
Erscheinungsjahr: 2005
Altersfreigabe: FSK 12

„Als kleiner Junge zum Zeugen des Mordes an seinen Eltern geworden und geplagt von seinen Kindheitserinnerungen, reist der Industrie-Erbe BRUCE WAYNE (CHRISTIAN BALE) ziellos durch die Welt, auf der Suche nach einem Weg jene zu bekämpfen, die Angst und Schrecken verbreiten. Mit der Hilfe seines treuen Butlers ALFRED (MICHAEL CAINE) Detective JIM GORDEN (GARY OLDMAN) und seines Verbündeten LUCIUS FOX (MORGAN FREEMAN) kehrt Wayne schließlich nach GOTHAM CITY zurück und erschafft sein Alter Ego: BATMAN. Als maskierter Kreuzritter kämpft er mit Stärke, Intelligenz und einem Arsenal von High-Tech-Waffen gegen die bösen Kräfte der Unterwelt, die die Stadt bedrohen.“
(Rückentext der DVD)

Mein liebster Superheld. Schon als Kind habe ich mir im Fernsehen die TV-Serie mit Adam West angesehen. Schon damals mochte ich Batman, Robin und all die Feinde. Bruce Wayne, ein Typ, der ein Unternehmen geerbt hat und nun richtig viel Geld hat. Mithilfe des Geldes kann er sich all dieses technische Equipment leisten und wird so zu Batman. In der TV-Serie war Bruce Wayne ein Gentleman, ein erhabener Held, der Gotham City beschützt. Wie wird Christopher Nolan Batman interpretieren?

Zum – vielleicht – ersten Mal bekommt das Publikum die Entstehungsgeschichte von Batman erzählt. Der Film behandelt auf eine sehr originelle Weise die Geburt von Batman. Damit fängt der Streifen auch schon an. Von dem Moment an, wo Bruces Eltern erschossen werden bis zu dem Zeitpunkt, wo Batman geboren wird, vergehen viele Jahre und Bruce hat viel in der Zeit unternommen, aber nie das Richtige. Die komplette Handlung dreht sich um die Entstehung von Batman, das Training von Bruce Wayne, seine Gefühlslage, was ihn dazu bewogen hat, Batman zu werden und seine ersten „Feinde“.

Spannung wird dabei gekonnt von der ersten Minute an aufgebaut. Selbst die Szenen, in denen es nicht sonderlich aufgeregt zugeht, gibt es keinen Leerlauf. Hier muss man Christian Bales darstellerische Leistung anerkennen, denn auf der einen Seite schafft er es, einen Playboy zu verkörpern und auf der anderen Seite einen Helden, der lieber unentdeckt bleibt. Es sind die zwei Seiten einer Medaille, die er hier gleich gut verkörpert. Die komplette Handlung liegt auf seinen Schultern, unterstützt wird er dabei von drei weiteren großartigen Schauspielern:
Morgan Freeman, Michael Caine und Liam Neeson. Mit Gary Oldman und Katie Holmes sind zwei weitere bekannte Darsteller mit im Cast.
Vor allem die ersten drei geben der Handlung eine ganz andere Dynamik. Morgan Freeman löst immer eine Art Neugier aus, Michael Caine stellt seine Figur mit viel Loyalität und Erhabenheit dar und Liam Neeson überzeugt durch sein facettenreiches Schauspiel auf Charakterebene. Alle drei sind grandiose Charakterdarsteller, die ihres zum Film beitragen.

Schwachstellen sind leider Gary Oldman und Katie Holmes. Keiner der beiden schafft es zu überzeugen. Platt und eindimensional nimmt das Publikum ihre Darstellung wahr. Katie Holmes schafft es offensichtlich nur einen Gesichtsausdruck hinzubekommen und in Gary Oldmans Gesicht regt sich mit seinem Bart nichts mehr. In anderen Filmen („Harry Potter“) hat er mir wesentlich besser gefallen.
Eine weitere Person reiht sich hier ein. Cillian Murphy spielt einen Bösewicht, der nicht in das Konzept des Filmes passt. Die komplette Story brilliert durch ihre Nähe zur Realität und dann schmeißt er die ganze Realität über den Haufen und agiert vollkommen comichaft. Als Feind passt die Darstellung prinzipiell sehr gut, allerdings stört das künstlich Aufgedrehte, das psychisch Verrückte, dieses komplette andere Wesen, das man eigentlich nicht an diesem Feind sehen möchte.

„Batman Begins“ war nicht actionüberladen, wie man es aus anderen Comicverfilmungen kennt. Er nahm sich auch Zeit, um die Charaktere darzustellen. Der Mix passte sehr gut. Dadurch, dass die Spannung weitestgehend hoch war und auch in nicht ganz so aufregenden Szenen kein „Leerlauf“ entstand, hatte man eh das Gefühl, dass irgendwie immer etwas passiert.

Die Emotionen sind ein großes Thema in diesem Streifen. Furcht, Mut, Angst, Trauer, Zuneigung – man kann sie gar nicht alle aufzählen. Es sind die Emotionen, die sich durch den kompletten Film ziehen und ein Motiv darstellen. Sie alle sind Grund dafür, dass Bruce Wayne Batman wird, Grund, um ein Doppelleben zu führen. Hier liegt die größte Last auf den Schultern von Christian Bale. Die anderen Figuren tragen eher weniger zum emotionalen Gefüge bei. Eine Ausnahme ist allerdings der Butler Alfred. Er empfindet sehr viel für die Familie Wayne und ist daher gefühlstechnisch wesentlich mehr involviert. Im Film ist sein emotionales Befinden allerdings nicht sehr stark beleuchtet.

Die Musik wurde von Hans Zimmer komponiert. Großartig. Klassische Stücke, die sich gekonnt in den Film eingliedern, ihn unterstützen, untermalen und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Sie hat sich nie in den Vordergrund gedrängt. Dem Film hätte allerdings die eine oder andere Szene, die ausschließlich von der Musik getragen wird, sicherlich gut gestanden. Stattdessen ist man die Sicherheitstour gefahren, was auch vollkommen legitim ist.

IMG_5782Meine Meinung:
Mit „Batman Begins“ fing die „The Dark Knight“-Trilogie an, ein starker erster Teil.
Besonders gut gefiel mir, dass man hier auf dem Boden geblieben ist. Man hat Batman nicht als einen übermächtigen Helden dargestellt, sondern als einen emotional gezeichneten Mann, der viele Probleme hat. Er hat einen elementaren Teil des Gedankenguts seines Vaters verinnerlicht und versucht nun, gegen das Böse in SEINER Stadt zu kämpfen.

Dadurch, dass die Charaktere nicht überzeichnet sind, bietet der Film außerdem einen Zugang für alle, die nicht auf Comicverfilmungen stehen. „Batman Begins“ ist alles andere als eine typische Verfilmung eines Helden. Es ist schon beinahe grotesk, einen der größten Helden der Comicgeschichte in ein so düsteres Umfeld zu integrieren. Unterhaltsam, spannend und absolut empfehlenswert.

Meine Wertung:
Spannung: 9,0 von 10
Action: 8,5 von 10
Story: 9,0 von 10
Länge: 8,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,5 von 10
Authentizität: 9,0 von 10
Musik: 9,0 von 10
GESAMT: 8,8

Reihenfolge:
1. Batman Begins
2. The Dark Knight
3. The Dark Knight Rises

Kung Fu Panda

IMG_2399Titel: Kung Fu Panda (engl. „Kung Fu Panda”)
Genre: Animationsfilm
Regie: Mark Osborne / John Stevenson
Musik: John Powell / Hans Zimmer
Produzenten: Melissa Cobb
Dauer: ca. 88 Minuten
Erscheinungsjahr: 2008
Altersfreigabe: FSK 6

„Die Macher von ‚Shrek’ und ‚Madagascar’ schufen erneut den witzigsten Film des Jahres! Sei bei KUNG FU PANDA, dem neusten Clou von Dreamworks Animation, auf alles gefasst. Hape Kerkeling ist perfekt als Stimme für Po. Dieser ist ein nudelschlürfender Träumer, der sein wahres Ich mit allen Ecken und Rundungen annehmen muss, um zum legendären Drachenkrieger zu werden. Mit schlagkräftigem Humor, jeder Menge Kung-Fu-Action und bahnbrechender Animation erzählt KUNG FU PANDA eine herzerwärmende Geschichte über Mut für die ganze Familie!“
(Rückentext der DVD)

Da meine Freundin „Kung Fu Panda“ noch nicht kannte, musste ich ihr ihn einfach zeigen. Ich habe ihn schon gefühlte zehn Mal gesehen und jetzt freue ich mich, ihn endlich mit meiner Herzdame teilen zu können.

Die Geschichte dreht sich um Po, den Panda, der eigentlich im Nudelsuppen-Restaurant seines Vaters arbeitet und irgendwann die spezielle Nudelsuppe, deren geheime Zutat nur der Papa kennt, zubereiten soll. Nachts träumt er aber eher davon, an der Seite der furiosen Fünf, gegen das Böse der Welt zu kämpfen.
Als aus den fünf unterschiedlichen Kämpfern der Drachenkrieger erwählt werden soll, kommt alles anders als geplant. Plötzlich ist Po in der Rolle, die er sich so lange herbeisehnte. Doch wie wird aus einem tapsigen Panda ein gefürchteter Kung-Fu-Krieger?
Viel Zeit zum Lernen bleibt ihm nicht, denn das Böse rückt immer näher…

Die Story ist chronologisch, einfach und kindgerecht erzählt. Sie überzeugt mit einer guten, aber typischen Idee: Gut kämpft gegen Böse und der Weg dorthin ist steinig und schwer.
Die ganze Zeit baut sich die Spannung auf, um in einem Showdown zu enden. Natürlich werden zwischenzeitig immer wieder Situationen aufgelöst und sorgen kurzzeitig für Entspannung.

Die Animationen sind sehr originell und realitätsnah, aber gleichzeitig auch fantasievoll und überzeichnet. Aufgewertet werden diese durch Martial-Arts-Kämpfe. Spielereien, wie ein kurzer Zeitlupen-Effekt, kommen auch einige Male vor und zeigen, auf welchem hohen Niveau sich der Film in diesem Bereich bewegt. Auch der Humor spielt in diesem Punkt eine Rolle, denn in einigen Szenen kommt dieser erst durch die guten Bewegungen zur Geltung.
Die Charaktere sind in ihren Eigenschaften stark vermenschlicht.

Insgesamt ist der Humor sehr pointiert und für Kinder geeignet, das heißt aber nicht, dass die Erwachsenen nicht auf ihre Kosten kommen. In vielen Szenen kann man einfach nicht anders und man kugelt sich vor lachen. Insbesondere durch die komischen Momente kommt die tiefere Bedeutung des Films wunderbar zu Geltung.

Die musikalische Untermalung wurde von John Powell und Hans Zimmer realisiert. Einen besonderen Unterhaltungswert kann man ihr aber nicht zusprechen. Sie hat den Film durchgängig mit überwiegend asiatischen Klängen untermalt, die, besonders in Martial-Art-Szenen, gut zu Geltung kamen.

Mit ca. 88 Minuten war der Streifen relativ kurz. Das merkt man ihm auch an. An manchen Stellen wirkt der Inhalt sehr gedrängt oder zusammengestaucht, besonders am Anfang und am Ende. Im Mittelteil ist der Film langsamer und nimmt sich etwas Zeit. Zu Beginn und zum Schluss jeweils 10 Minuten mehr hätten „Kung Fu Panda“ auch nicht geschadet.

IMG_2400Meine Meinung:
„Kung Fu Panda“ – nun habe ich ihn das schätzungsweise 11. Mal gesehen und ich würde ihn auch noch ein 12., 13. oder 14. Mal sehen.
Ich habe mich wieder sehr entertaint gefühlt und auch wenn ich diesen Film schon so oft gesehen habe, ich lache immer noch an den gleichen Stellen, wie beim ersten Mal.

Die Animationen sind herausragend und begeistern mich auf eine ganz andere Art und Weise, wie sie mich in anderen Filmen begeistert haben. Besonders die Kampfeinlagen sind besonders gelungen und faszinierend.

Die Geschichte ist mitreißend erzählt und die facettenreichen Figuren fügen sich perfekt in das Setting ein. Den Kampf „Gut gegen Böse“ gibt es schon seit Anbeginn der Zeit und irgendwie dreht sich fast jeder Film um ihn. „Kung Fu Panda“ versucht diesen Konflikt nur etwas anders zu erzählen.

Die Laufzeit ist zu gering und die Filmmusik nicht so herausragend, wie man es von Hans Zimmer erwarten würde. Es müssen daher einige Punkte abgezogen werden.

Meine Wertung:
Spannung: 7,5 von 10
Animationen: 8,5 von 10
Humor: 8,0 von 10
Story: 7,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Musik: 6,0 von 10
GESAMT: 7,2

Reihenfolge:
1. Kung Fu Panda
2. Kung Fu Panda 2
3. Kung Fu Panda 3

IMG_2399

Interstellar

IMG_8328Titel: Interstellar
Genre: Science-Fiction / Drama
Regie: Christopher Nolan
Musik: Hans Zimmer
Produzenten: Christopher Nolan / Emma Thomas / Lynda Obst
Dauer: ca. 162 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Regisseur Christopher Nolan („Inception“, „The Dark Knight“-Trilogie) inszeniert die Story eines Forscherteams auf der bedeutendsten Mission in der Geschichte der Menschheit. Oscar®-Preisträger Matthew McConaughey spielt den Ex-Piloten und jetzigen Farmer Cooper, der seine Familie und die vom Untergang bedrohte Erde verlassen muss, um mit seiner Expeditionscrew die Grenzen unserer Galaxis zu überwinden und herauszufinden, ob die Menschheit in den Weiten des Alls auf einen neuen Anfang hoffen darf. Oscar®-Preisträgerin Anne Hathaway und Oscar®-Kandidatin Jessica Chastain wirken ebenfalls mit in diesem filmischen Meilenstein, den Lou Lumenick in der New York Post als ‚einen der anregendsten Kinoerfahrungen des neuen Jahrhunderts’ bezeichnet.“
(Rückentext der DVD)

Ich habe mir zuletzt „Interstellar“ angeschaut und habe festgestellt, dass es ein Fehler war, ihn noch nicht früher gesehen zu haben.

Christopher Nolan erzählt in diesem Film die Geschichte eines Ex-Piloten, der durch die Widrigkeiten auf der Erde dazu gezwungen ist, ein Farmer zu sein. Wir befinden uns in einer nicht näher definierten Zukunft, in der die Welt ausgelaugt und zerstört scheint. Überall sind nur Sand und Wüsten und der Mais ist das letzte Getreide, das die Menschen noch anbauen. Ein Vater muss die Erde verlassen, um für die Menschheit eine Zukunft zu finden. Die Erzählweise des Filmes ist anfänglich verwirrend, da ich das Gefühl hatte, ich würde mich in einer Dokumentation befinden. In den ersten Minuten werden öfter alte Menschen – die wie Zeitzeugen aussahen – interviewt und alle sprechen davon, wie es früher war. Es wirkte wahrhaftig wie ein Bericht über eine vergangene Zeit. Hinter diesem Einstieg entfaltete sich dann „Interstellar“ und entpuppte sich als alles, aber keine Dokumentation. Die Geschichte ist von der ersten Sekunde an chronologisch erzählt, es gibt keine Rückblenden und auch keine Verwirrung beim Publikum. Je mehr der Film ins Detail geht, desto mehr klärt er den Zuschauer auf. „Interstellar“ lässt niemanden im Dunkeln sitzen und kocht sein eigenes Süppchen, sondern er nimmt jeden Zuschauer mit auf diese Reise durch die Galaxie.

In seinen 162 Minuten Laufzeit nimmt „Interstellar“ sich auch Zeit für die „kleinen“ Dinge. In der ersten Stunde lernen wir eigentlich nur Cooper und seine Familie kennen und wissen, wie es um sein eigenes Schicksal bis dahin bestimmt ist. Nur langsam erahnen wir, was passieren wird. Darüber hinaus ist „Interstellar“ einer der wenigen Filme, die trotz einer großen Laufzeit, meiner Meinung nach, gerne noch eine Stunde länger sein könnten.

Cooper ist die tragische Figur in dem ganzen Film. Auf seinen Schultern liegt nicht nur das Schicksal der Erdbevölkerung, sondern auch das ganz persönliche Schicksal seiner Kinder. Er ist es, der sich entscheiden muss zwischen: „Ich lasse meine Kinder alleine zurück.“ und „Die Menschheit muss selbst sehen wo sie bleibt.“. Matthew McConaughey spielt diese Rolle grandios und zeigt sehr deutlich, wie schwer es seiner Figur gefallen ist, sich für eine Expedition zu entscheiden, ohne zu wissen, wann und ob er jemals seine Kinder wiedersieht. Von Lieben und Hoffen bis Hoffnungslosigkeit und dem traurigen Gewissen, der Liebe den Rücken gekehrt zu haben, ist auf der emotionalen Ebene alles dabei. Ebenso ist Mut ein treibender Faktor, den ausnahmslos alle Figuren irgendwie in sich vereinen.

Selten war ich so überzeugt von den Schauspielern. „Interstellar“ hat einen grandiosen Cast. Matthew McConaughey verleiht seiner Figur unglaublich viel Tiefe. Er schafft es sogar so weit zu gehen, dass ich mich gefragt habe, wie ich mich an seiner Stelle entscheiden würde. Michael Caine spielt einen Professor extrem glaubhaft, da er trotz Schauspielerei eine lehrerhafte Attitüde besitzt. Er wirkt weise, entschlossen und hoffnungsvoll und sucht eine Lösung in den Weiten des Alls. Zuweilen hatte ich auch das Gefühl, dass er besonders durch seine Weisheit als stabiler Rückhalt funktioniert, an dem man sich festhalten kann, ähnlich wie sich ein Kind an seinem Vater festhält, wenn es Schutz sucht. Jessica Chastain und Anne Hathaway sind die beiden weiblichen Rollen, die mich mit jeder Minute mehr und mehr überzeugt haben. Auch wenn es mir schwer fiel einen Zugang zu ihnen zu bekommen, bin ich letzten Endes überzeugt von ihren Leistungen. Unter all den guten Leistungen haben die Charaktere deutlich gemacht, warum sie tun, was sie tun. Darüber hinaus hatte ich nicht das Gefühl, dass die Schauspieler „zu viel“ gegeben haben. Es war eine glanzvolle und perfekte Mischung.
Auch die Atmosphäre im Film ist stark durch dieses Endzeitszenario geprägt. „Interstellar“ ruft beim Schauen eine Beklemmung hervor, die einem dieses Szenario noch ein Stückchen näher bringt.

Ich konnte bisher nichts Schlechtes über „Interstellar“ sagen und das soll auch so bleiben. Die von Hans Zimmer komponierte Musik untermalt den Film in jeder Szene. Sie verleiht von der ersten Minute an Gänsehaut und legt dabei den Fokus auf den Film. Die ohnehin schon sehr starken Bilder mit den starken Gefühlen, die man im Laufe des Films zu Gesicht bekommt, wirken nochmal wesentlich intensiver, wenn man sie mit der grandiosen Musik zusammen nimmt.

Ähnlich wie bei den „Der Hobbit“-Filmen muss ich auch bei „Interstellar“ die Kategorie „Kameraführung“ zurück ins Leben rufen: Der Film ist in dem Punkt eine Meisterleistung. Es ist unfassbar, was Christopher Nolan uns da eigentlich zeigt und wie viel Pioniergeist darin steckt. Von unwirklichen Welten bis hin zu Schwarzen Löchern ist alles dabei.
Die Spannung ist ein Zusammenspiel aus allen Punkten. Im Fall „Interstellar“ ist es eine perfekte Mischung und zum ersten Mal habe ich einen Film gesehen, bei dem ich mich gefragt habe, wie man es besser machen will.

Meine Meinung:
„Interstellar“ ist so viel mehr als ein Science-Fiction-Film. Er ist nicht abgedreht, soll heißen: Es geht weniger um die Raumschiffe, als um das Abenteuer. Es geht um Dimensionen und die Relativitätstheorie und was aus einem Menschen wird, der seine Kinder wiedersehen will, aber auf einer langen Reise ist, in der er sich auf Planeten befindet mit anderen Zeiten und Geschwindigkeiten, wo einige Minuten auf der Erde einige Jahre sind. Dass daraus dramatische Momente entstehen, die einzigartig sind, muss ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen. Christopher Nolan zeigt Planeten, die man noch nie so gesehen hat und Schwarze Löcher, die von den Menschen genutzt werden. In den ganzen physikalischen Theorien bezieht er sich immer wieder auf den Faktor Zeit und Gravitation und er kreierte hier wieder einen Film, den man sich öfter angucken muss, um ihn komplett zu verstehen.

Ich frage mich, wie man sich so etwas ausdenken kann und dann, wie man so etwas auf die Leinwand bringen kann.
„Interstellar“ ist wohl das Beste, was ich je gesehen habe und ich verneige mich tief vor allen, die diesen Film zustande gebracht haben.

Ein Meisterwerk von Christopher Nolan, ein grandioser Cast, perfekte Musik von Hans Zimmer, dramatische und tiefgreifende Emotionen und eine Story, die einem den Boden unter den Füßen wegzieht.

Meine Wertung:
Spannung: 10 von 10
Story: 10 von 10
Länge: 9,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 10 von 10
Authentizität: 10 von 10
Musik: 10 von 10
Kameraführung: 10 von 10
GESAMT: 9,9

M wie „Man of Steel“

IMG_6652Titel: Man of Steel
Genre: Comicverfilmung
Regie: Zack Snyder
Musik: Hans Zimmer
Produzenten: Christopher Nolan / Lloyd Phillips / Charles Roven / Deborah Snyder
Dauer: ca. 143 Minuten
Erscheinungsjahr: 2013
Altersfreigabe: FSK 12

„Ein kleiner Junger erfährt, dass er über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und nicht von der Erde stammt. Als junger Mann will er herausfinden, woher er kommt und welche Aufgabe ihn hier erwartet. Doch er muss zunächst den Helden in sich entdecken, um die Welt vor der Vernichtung zu bewahren und selbst zum Symbol der Hoffnung aller Menschen aufzusteigen.“
(Rückentext der BluRay)

Nach einer kleinen Filmpause habe ich mir keinen geringeren ausgesucht als „Man of Steel“ von Zack Snyder. Wie viele Filme in meiner Sammlung gehört dieser auch zu denen, die ich jetzt öfter gesehen habe und von daher wusste ich, worauf ich mich einlassen werde.

Zack Snyder hat sich an einen Comic aus dem DC Universum heran getraut und einen Film über eine Figur gedreht, die schon in diversen Ablegern realisiert wurde. Sei es in Serien- oder Filmformaten mit diversen Schauspielern. Insbesondere die Superman-Reihe mit Christopher Reeve feierte weltweit Erfolge und wurde mit mehreren Fortsetzungen versehen. Auch die TV-Serie der 1990er Jahre „Superman – die Abenteuer von Lois & Clark“ sowie die spätere Serie „Smallville“ sind bekannt und geläufig. Ich will den Antworten der Fragen „Was macht diesen Film zu etwas Besonderem? Und Warum?“ etwas näher kommen.

„Man of Steel“ und seine Story rollen das Feld von vorne auf. Halbwegs chronologisch und verständlich erzählt, fängt der Film auf Krypton, dem Heimatplaneten von Clark Kent, an. Schon dort bekommt der Zuschauer unmittelbar mit, welche Gründe seine Eltern haben, ihn auf die Erde zu schicken. Ab dann kann es etwas verwirrend wirken, denn immer wieder befinden wir uns in Clark Kents Erinnerungen und welche Probleme ihm seine Fähigkeiten machen. Das Besondere an der Erzählweise ist, dass sie eigentlich nicht so besonders ist. Durch diese Rückblenden verarbeitet Clark seine Vergangenheit und sie treiben ihn maßgeblich voran. Rat und Unterstützung bekommt er in der Vergangenheit immer wieder von seinem (Zieh-)Vater.

Spannung wird durch die Handlung ganz automatisch erzeugt und der Umstand, dass das Publikum direkt mitbekommt, wie sich Clark und sein Umfeld weiterentwickeln, heizt zusätzlich den Zuschauer an, dran zu bleiben. Nicht zu vergessen, dass es keinen Superhelden ohne Bösewichte gibt. Es ist nicht nur ein Konflikt von Clark Kent und seinem Gegenspieler zu vernehmen, sondern auch ein innerer Konflikt des jungen Superman, was maßgeblich zum Spannungsgefühl beiträgt. Auch die Fragen woher er kommt und warum er auf der Erde ist, treiben ihn und die Geschichte an und sorgen für Aufregung.

Es gibt wohl kaum eine Comicverfilmung ohne Actionsequenzen und da kann „Man of Steel“ wirklich punkten. Mit Szenen wie von einem anderen Stern, technischen Tricks und Kniffen wird hier fast schon in Michael-Bay-Manier zumindest teilweise ein Actionfeuerwerk inszeniert. Meiner Meinung nach wurde in „Man of Steel“ ein gutes Mittelmaß gefunden, denn zu viel dieser Action hätte dem Film und vor allem der Story nicht gut getan. Wäre die Action weniger hätte es dem Thema „Superman“ nicht gut zu Gesicht gestanden.

Auch in den Punkten Gefühle und Emotionen sowie Authentizität spielt der Streifen oben mit. Hier möchte ich aber nicht die vorherigen Superman-Filme mit „Man of Steel“ vergleichen, sondern sehe dieses Kunstwerk alleinstehend an. So kann man die Gefühlswelt des jungen Clark Kent immer wieder in den Rückblenden beobachten und sie als sehr wütend interpretieren, wohingegen der erwachsenere Clark Kent als eine sehr ausgeglichene und entschlossene Person rüber kommt, die zugleich aber auch von Selbstzweifeln geplagt scheint.

Henry Cavill passt meiner Meinung nach sehr gut in die Rolle des „Man of Steel“, denn er verleiht diesem Außerirdischen nicht nur Stärke und Kalkül, sondern auch jede Menge Emotionen, die diesem Superman zumindest sehr gut stehen und ihn damit auch sehr glaubwürdig aussehen lässt.
Die anderen Charaktere, wie z.B. Kevin Costner oder Diane Lane als die (Zieh-)Eltern liefern souverän ab und sind in ihrer Tiefe absolut glaubwürdig. Russel Crowe und Ayelet Zurer als die echten Eltern stehen den anderen beiden in nichts nach. Amy Adams spielte die Lois Lane sehr sprung- und launenhaft, was manchmal sehr gezwungen aussah.
Für „Man of Steel“ hat sich Zack Snyder prominente und professionelle Hilfe ins Boot geholt. Mit Hans Zimmer war ein Meister für die Musik zuständig, die dem Film nie die Show gestohlen und die Situationen immer sehr passend untermalt hat.

Meine Meinung:
Um auf meine eingangs gestellten Fragen zurück zu kommen, was diesen Film so besonders macht und warum, kann ich folgendes dazu sagen:
Zack Snyder als Regisseur beweist sein Können. Immer wenn ich an einen Film von ihn denke, fallen mir „300“, „Sucker Punch“ und „Watchmen – die Wächter“ ein, die allesamt durch ihre sehr düstere Atmosphäre und erzählerische Vielfalt, Tricks und Kniffe sowie hochkonzentrierte und wohl dosierte Action einen festen Platz in meiner Favoritenliste haben. „Man of Steel“ zeigt nicht nur einen anderen Superman, sondern auch einen anderen Zack Snyder, der in seiner Figur Hoffnung widerspiegelt und nicht nur Tod und Zerstörung.

Hans Zimmer als Filmkomponist ist eine große Nummer, aber leider macht er diesen Film zwar nicht zu etwas Besonderem, aber er wertet ihn maßgeblich auf. Im Vergleich hatte der erste Superman-Film mit Christopher Reeve John Williams als Filmkomponisten, der ebenso – wenn nicht mehr – erfahren als Zimmer zu sein scheint, schließlich war er für die musikalische Vertonung von diversen Steven-Spielberg-Filmen und einiger Star-Wars-Episoden verantwortlich. Williams greift inzwischen auf über 60 Jahre Berufserfahrung zurück.

Der Cast macht hingegen da schon wesentlich mehr her. Jung und Alt auf der Leinwand vereint, Kevin Costner und Russel Crowe zwischen Henry Cavill, Amy Adams und Dylan Sprayberry. Allesamt gute Schauspieler, die ihren Höhepunkt noch vor oder bereits hinter sich haben, aber dennoch ihren Charakteren Leben eingehaucht haben.

Zu guter Letzt: Der andere Superman! „Man of Steel“ ist der andere Superman, der sich von allen anderen unterscheidet. Er hatte nur ca. 143 Minuten Zeit, um sich von vielen Seiten zu zeigen und nicht wie in „Smallville“ ganze 10 Staffeln. Glaubwürdig, stark, hoffnungsvoll und nicht überheblich, gepaart mit einigen Selbstzweifeln, dabei aber nie den Mut und den Glauben an sich verlierend. Das ist vermutlich der ausschlaggebendste Punkt, warum „Man of Steel“ besonders ist.

Wen wundert es, wenn ich sage, dass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe und ich mich heute schon auf „Batman v Superman: Dawn of Justice“ freue, der soweit ich weiß, auf „Man of Steel“ aufbaut. Unter all den Superhelden ist Superman der Einzige, dessen Fassade sein menschliches Leben ist und sein Kostüm sein wahren Ich zeigt.

Meine Wertung:
Spannung: 9,0 von 10
Action: 8,5 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 7,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,5 von 10
Authentizität: 9,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 8,4

„Justice League“-Reihe:
1. Man of Steel
2. Batman v Superman – Dawn of Justice
3. Suicide Squad
4. Wonder Woman
5. Justice League
6. Aquaman