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Pocahontas

IMG_3674Titel: Pocahontas
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: Mike Gabriel / Eric Goldberg
Musik: Alan Menken
Produzenten: James Pentecost
Dauer: ca. 78 Minuten
Erscheinungsjahr: 1995
Altersfreigabe: FSK 0

„Abenteuerlustig streift die Häuptlingstochter Pocahontas mit ihren witzigen Freunden, dem ewig hungrigen Waschbären Meeko und dem frechen Kolibri Flit, durch die Wälder. Unbeschwert genießen sie ihre Freiheit, bis sich eines Tages plötzlich alles ändert. Die Trommeln rufen alle Indianer des Stammes der Powhatan zusammen: Ein Schiff hat in der Bucht angelegt! Goldgierige Fremde aus dem fernen England betreten das Ufer – und damit treffen zum ersten Mal zwei Welten aufeinander. Nur Pocahontas und der tapfere John Smith haben den Mut, einzugreifen und einen Kampf zu verhindern. Werden sie es gemeinsam schaffen, Pocahontas´ Volk zu retten?“
(Rückentext der DVD)

Pocahontas und John Smith kämpfen gemeinsam für die erste Völkerverständigung.

Die Story von diesem Meisterwerk aus dem Hause „Disney“ ist überwiegend kinderfreundlich und sehr bezaubernd. Die Erzählweise ist sehr stark an einem Musical angelehnt mit vielen tollen Liedern, die gleichermaßen die Story voran bringen wie die Dialoge. „Pocahontas“ schafft es, insbesondere vor dem Hintergrund einer wahren Begebenheit, zu überzeugen.

Abendfüllend ist der Film mit seiner Liebesgeschichte zwar nicht, aber er ist alle Male ein gutes Vorprogramm. Mit 78 spannenden Minuten lässt der Film keine Langeweile aufkommen.

Durch den Aspekt der wahren Geschichte wird aus „Pocahontas“ ein doppelt spannender Zeichentrickfilm. Zum einen erfährt man sehr viel von dem Indianerstamm, den Riten und dem Leben mit der Natur, zum anderen möchte das Publikum mehr von dem tapferen John Smith und Pocahontas erfahren.

Die zeichnerische Darbietung ist sehr fantasievoll und zugleich realitätsnah. Der Waschbär Meeko und der Kolibri Flit sind mit menschlichen Eigenschaften ausgestattet und wirken im Zusammenspiel eher wie ein altes Ehepaar und nicht wie zwei Tiere unterschiedlichster Art.

Allen voran sind eben die beiden Tiere ausschlaggebend für den Humor, der Groß und Klein zum lachen bringt. Die weise Trauerweide sorgt mit ihrem trockenen Witz auch für Gelächter. Nur selten wurde das Publikum von anderen Charakteren in irgendeiner Form zum Lachen animiert.

Die Musik ist ausgesprochen wundervoll und über jeden Zweifel erhaben. Sie ist kindgerecht, animiert zum Mitsingen und Mitfiebern und erzeugt Spannung. Darüber hinaus treibt sie eigenständig die Geschichte voran.

Von der ersten Minute an zeigt der Film Emotionen. Sei es Freude über die Abenteuerlust von John Smith, Neugier auf das Unbekannte und das Erkunden der neuen Welt oder Angst, die der Vater von Pocahontas hat, wenn seine Tochter sich wieder einmal auf ein riskantes Abenteuer einlässt. Ganz im Allgemeinen erlaubt Disney in vielen Filmen seinen Charakteren das Zeigen von Emotionen, aber in „Pocahontas“ bekommt das Publikum eine besonders große Dosis davon ab.

Meine Meinung:
„Pocahontas“ ist ein wirklich bezaubernder Film, der mich sehr gut entertaint hat. Ohne Grund gehört der Film nicht zur Reihe von Disneys Meisterwerken.

„Pocahontas“ ist der erste Film von Disney, der auf einer wahren Geschichte beruht. Das macht ihn besonders wertvoll, und lässt ihn nicht ganz so ausgedacht und fern von jeder Realität aussehen.

In keiner Sekunde wurde ich gelangweilt, von der ersten bis zur letzten Minute hielt mich die Geschichte am Film. Er hat die perfekte Mischung aus Musik und Dialogen, die gleichermaßen die Story vorantreiben als auch Emotionen zeigen.
Mir hat besonders gut der Witz der Trauerweide und der beiden Tiere gefallen, nicht so gut gefiel mir die Humorarmut der anderen Charaktere. Auch der Zeichentrickeffekt ist disneytypisch und wie die Musik, meiner Meinung nach, über jeden Zweifel erhaben.

Dieser Film ist nicht nur für Kinder ein Muss!

Meine Wertung:
Spannung: 8,0 von 10
Zeichentrick: 8,5 von 10
Humor: 6,0 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 8,0 von 10
Musik: 9,0 von 10
GESAMT: 8,0