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Horton hört ein Hu!

IMG_3986Titel: Horton hört ein Hu! (engl. „Horton Hears a Who!“)
Genre: Animationsfilm
Regie: Jimmy Hayward / Steve Martino
Musik: John Powell
Produzenten: Bruce Anderson / Bob Gordon
Dauer: ca. 83 Minuten
Erscheinungsjahr: 2008
Altersfreigabe: FSK 0

„Eines schönen Tages hört der neugierige Elefant Horton im Dschungel einen Hilfeschrei von einem Staubkorn. Auf ihm wohnen die Hus, deren winzige Welt in Gefahr ist. Horton verspricht den Winzlingen, sie wieder an einen sicheren Platz im Dschungel zu bringen. Dieses Versprechen katapultiert ihn mitten in ein rasantes Dschungelabenteuer. Die anderen Urwaldbewohner, alles voran die garstige Kängurumama halten ihn nicht nur für vollkommen verrückt, sondern versuchen sogar, seine Mission zu verhindern. Doch weil ein Elefant hundertprozentig treu ist, lässt sich Horton nicht davon abbringen! “
(Rückentext der DVD)

Das erste Mal hört ich etwas von Horton, als meine Schwester den Film bei einer Freundin gesehen hat. Sie empfahl ihn mir und auf ihr Anraten habe ich ihn kurze Zeit später gekauft. Das Ganze ist nun schon einige Jahre her.

Die Geschichte dreht sich um den Elefanten Horton und die Hus, die auf einem Staubkorn leben. Auf dem Weg durch den Dschungel auf der Suche nach einem wohlbehüteten Ort für ebenjenes Staubkorn muss er es vor Einflüssen von außen beschützen. Allen voran die Kängurumama glaubt, dass Horton nur fantasiert.

Die kinderfreundliche Handlung und einfache Erzählweise machen es leicht, dem Film zu folgen. Ergänzend hilft ein Sprecher aus dem Off, die Handlung ins rechte Licht zu rücken. In kurzen, aber witzigen Sätzen oder teilweise Reimen erhält „Horton hört ein Hu!“ ein wiederkehrendes Merkmal. Langweilig wird es dabei nie und das Abenteuer unterhält Erwachsene wie Kinder gleichermaßen.
Der erwachsene Zuschauer kann aufgrund sein Lebenserfahrung vielleicht noch etwas mehr in die Geschichte hineininterpretieren als die Kleinen. Insbesondere ist hier die philosophische Frage, wie groß unser Universum ist und ob wir dort allein sind, für Erwachsene spannend.

Spannungstechnisch ist in diesem Film einiges geboten. Zum einen lernen wir Horton und die Bewohner des Urwaldes kennen. Von Anfang an wissen wir, wer Horton ist und wer auf seiner Seite steht, bzw. gegen ihn agiert. Hauptaugenmerk liegt hier natürlich auf dem Schutz des Staubkorns und den Unstimmigkeiten zwischen der Kängurumama und dem Elefanten.
Zum Kontrast dazu bekommt das Publikum einen Einblick in die Welt der Hus. Wir lernen den Bürgermeister und seine 96 Töchter und den einen Sohn kennen. Bis zum Schluss bleibt es spannend, denn auch die Bewohner auf dem Staubkorn bekommen langsam mit, dass es da draußen mehr gibt als nur ihre winzige Welt. Wie können also die Hus Horton bei seiner Mission unterstützen?
Dadurch, dass es sich hierbei um einen Kinderfilm handelt, sind die Erwachsenen nicht so leicht zu beeindrucken, aber für (kleine) Kinder ist Hortons Abenteuer eine sehr spannende Geschichte.

Ohne große Kniffe sind es weniger die Pointen als die Begebenheiten, die den Zuschauer zum Lachen bringen. Darüber hinaus sind Szenen vorhanden, die sich situationskomisch auf die Lachmuskeln auswirken können. Dass der Film dabei immer kindgerecht ist, muss ich an dieser Stelle natürlich nicht erwähnen.

Die Filmmusik hat den Streifen gekonnt untermalt. Aufregende Momente wurden besonders gut unterstützt. Darüber hinaus war sie zurückgenommen und unauffällig. Am Ende wird noch ein Lied von den Figuren zum Besten gegeben. Eine größere Bedeutung hat die Musik in diesem Film nicht bekommen.

Das Wichtigste an diesem Film sind die Animationen. Sie waren durchweg phantasievoll, originell und von hoher Qualität. Insgesamt haben sie großen Spaß bereitet. Tiere wurden überwiegend realitätsnah mit starker Vermenschlichung dargestellt. „Horton hört ein Hu!“ bringt sogar Nahaufnahmen mit, die von einer hohen Detailverliebtheit geprägt sind.
Die Welt der Hus wurde steril dargestellt und die Hus selbst mit einem überaus großen Erfindergeist und dem Bestreben ohne Konflikte auszukommen in Szene gesetzt.
Hortons Welt wird von kräftigen und knalligen Farben dominiert, die Klein wie Groß gleichermaßen ansprechen.

IMG_3989Meine Meinung:
„Horton hört ein Hu!“ ist einer meiner liebsten Animationsfilme.
Ich mag die Geschichte und die Figuren. Ich finde außerdem, dass die deutsche Synchronisation auch sehr passend ist. Christoph Maria Herbst und Anke Engelke sprechen Horton und die Kängurumama.
Besonders interessant finde ich, dass Horton aus der Feder von Dr. Seuss ist, dem Erfinder von „Der Lorax“.

Dieser Film ist natürlich für Kinder gedacht. Die Schwächen in der Handlung kann man allerdings gut und gerne übersehen, da das Gesamtbild stimmt. Erwachsene werden ebenso wenig gelangweilt wie Kinder und das ist das Wichtigste. Die Geschichte ist nicht im klassischen Sinne spannend, aber dennoch will der Zuschauer wissen, wie es für Horton und die Hus ausgeht.

Die Animationen sind überragend und von detailreichen Aufnahmen bis totale Bilder ist alles dabei. Ergänzt werden sie durch eine große Farbpalette.

Die Figuren sind originell und witzig. Nicht selten habe ich lachen müssen.

Insgesamt gefällt mir „Horton hört ein Hu!“ sehr gut. Jedem den ich diesen Film gezeigt habe, hat ihm immer ein positives Urteil ausgesprochen. Nun, ganz offiziell, bekommt er auch auf meinem Blog eine Empfehlung.

Meine Wertung:
Spannung: 8,0 von 10
Animationen: 10 von 10
Humor: 8,0 von 10
Story: 9,0 von 10
Länge: 8,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 8,5

Der Lorax

IMG_6659Titel: Der Lorax (engl. „Dr. Seuss´ The Lorax“)
Genre: Animationsfilm
Regie: Chris Renaud / Kyle Balda
Musik: John Powell
Produzenten: Janet Healy / Christopher Meledandri
Dauer: ca. 86 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Altersfreigabe: FSK 0

„Der 12-jährige Ted würde alles tun, um einen echten Truffula-Baum zu finden und so das Mädchen seiner Träume zu beeindrucken. Doch Bäume gibt es in seiner Heimatstadt Thneedville schon lange nicht mehr. Auf seiner abenteuerlichen Suche nach dem letzten Baumsamen stößt Ted auf die unglaubliche Legende vom Lorax, dem charmanten, aber mürrischen Waldmeister, der für die Bäume spricht.“
(Rückentext der BluRay)

„Der Lorax“ war schon seit Veröffentlichung ein Film, den ich immer mal sehen wollte. Nun hat es sich endlich ergeben und ich bin echt erleichtert und froh, dass ich es einrichten konnte, ihn zu sehen.

Die Geschichte von „Der Lorax“ ist nicht chronologisch erzählt, sondern eher in viele Rückblenden aufgeteilt. Dabei ist die Erzählweise zweigeteilt: Durch ein einfaches Voranschreiten der Geschichte bekommt der Zuschauer alles Wichtige mit, aber auch durch eine musicalhafte Inszenierung werden Handlung, Orte und Personen teilweise vorgestellt und weiter entwickelt.

Bei der Spannung schafft es „Der Lorax“ nicht nur, die Kinder zu überzeugen, sondern auch die Erwachsenen. Durch eine teilweise wegweisende Geschichte und einen klaren Appell an das Publikum, wird der Zuschauer animiert am Ball zu bleiben. Langeweile kommt dabei nie auf.

Ein solcher Film lebt von seinen Animationen. Diese sind bei „der Lorax“ besonders gut gelungen. Es ist nicht nur so, dass der Film total bunt und genauso schrill ist, nein, er sieht auch noch so aus wie gemalt. Ich hatte das Gefühl zu wissen, wie sich die Fasern der Bäume anfühlen. Die animierten Personen und Tiere waren eher realitätsnah, der Lorax hingegen war sehr phantasievoll und sah für mich immer aus wie ein Kuscheltier. In meiner Phantasie hat er sich auch mindestens genau so toll angefühlt.

Der Humor besticht durch seine Situationskomik. Irgendjemand macht immer etwas, das einem ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Der Witz war aber dabei nie plump, sondern total süß und liebenswert. Im Allgemeinen verlieh der Humor dem ganzen Streifen eine unglaublich liebenswerte Art, sodass die meisten Figuren für die Dauer des Films im Herzen des Publikums verweilen – vielleicht sogar darüber hinaus.

Die Musik war kinderfreundlich und animiert zweifelsohne zum Mitsingen oder Mittanzen. Sie ist auch nicht so disneyhaft, sondern hat ihre eigenen Merkmale, die aber nicht minder herzlich oder schön sind. Ein gravierender Unterschied zu den Disney-Liedern ist, dass bei Disney in der Regel einzelne Charaktere oder Figuren ein Lied singen und bei „Der Lorax“ ist es eher so, dass alle anfangen ein Lied zu schmettern.

Meine Meinung:
„Der Lorax“ – ein abendfüllender Familienfilm mit einer klaren Aussage. Aber ich muss etwas ausholen: Die Geschichte war herzerwärmend, die Figuren toll animiert und die Musik hervorragend. Das, was der Film einem sagen will oder kann, könnte nicht unterschiedlicher sein. Zum einen animiert er, an seinen Zielen festzuhalten und niemals aufzugeben, zum anderen sagt er aber auch, dass das, was wir auf der Erde haben, schützenswert ist und nicht sinnlos zerstört werden sollte. Alles natürliche Leben hat ein Recht darauf, sich zu entfalten und in Harmonie mit anderem Leben zu koexistieren.

Bei allem, was der Film so aussagt, empfand ich keine Langeweile, sondern fühlte mich die ganze Zeit über gut unterhalten.
Mit 86 Minuten Laufzeit empfand ich den Film etwas kurz, obwohl quasi alles gesagt wurde, aber dennoch sehnte ich mich noch nach den tollen Figuren und wollte unbedingt noch etwas mehr Zeit mit ihnen haben.

Ein kleines Highlight ist der Synchronsprecher des Lorax: Er wird im Deutschen, wie auch in der Originalfassung, von Danny DeVito gesprochen.

Alles in allem kann ich den Streifen guten Gewissens weiterempfehlen, insbesondere Kindern und solchen, die im Herzen Kind geblieben sind.

Meine Wertung:
Spannung: 8,0 von 10
Animationen: 10 von 10
Humor: 7,0 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 7,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 8,1