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Vaiana – Das Paradies hat einen Haken

Titel: Vaiana – Das Paradies hat einen Haken (engl.: „Moana“)
Genre: Animationsfilm
Regie: Ron Clements / John Musker
Musik: Opetaia Foa’i / Mark Mancina / Lin-Manuel Miranda
Produzenten: Osnat Shurer
Dauer: ca. 103 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Altersfreigabe: FSK 0

„Die temperamentvolle und eigenwillige Vaiana (gesprochen von Lina Larissa Strahl) ist von Geburt an mit einer einzigartigen Verbindung zum Ozean gesegnet. Mutig setzt sie die Segel und macht sich zusammen mit dem selbstverliebten Halbgott Maui (gesprochen von Andreas Bourani) auf die Suche nach den Geheimnissen ihrer Vorfahren. Ihr Weg birgt jede Menge aufregende Erlebnisse und Begegnungen mit den verrücktesten Kreaturen und führt Vaiana letztlich nicht nur auf die Spur ihrer Ahnen, sondern auch zu sich selbst.“
(Rückentext der DVD)

Dieses Mal habe ich mir „Vaiana“ angesehen und musste feststellen, dass der Film es aufgrund seines Aussehens und seiner „Schauplätze“ geschafft hat, die volle Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Marketing-Maschine Disney hat da wieder voll ins Schwarze getroffen, auch wenn der Erfolg weit hinter die „Eiskönigin“ liegen wird.

Unsere Heldin ist in diesem Film das Mädchen Vaiana, das durch seine Taten Mut beweist und alles auf eine Karte setzt, um die Bewohner ihrer Insel zu retten. Alleine geht das allerdings nicht, denn sie benötigt die Hilfe des Halbgottes Maui, der seinerzeit das Herz von Te Fiti (ein magisches Artefakt) stahl, wodurch die ganze Region von der Finsternis bedroht ist. Nachdem Vaiana Maui aufgespürt hat, geht die Reise erst richtig los und dabei lernen sich der Halbgott und die Tochter des Stammeshäuptlings kennen. Zusammen müssen die zwei viele Gefahren durchstehen und da ist noch das Volk von Vaianas Insel, das gerettet werden muss.

Ach ja, ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich den Film finden soll. Denn irgendwie schafft es Disney mit der immer gleichen Story in so vielen verschiedenen „Szenarien“ erfolgreich zu sein. Einerseits ist das bemerkenswert, andererseits auch irgendwie langweilig. Die Story ist daher so vorhersehbar wie jede andere auch. Bei Disney gibt es keinen richtigen Innovationsgedanken und kleine Mädchen, die auf einen neuen Trend von Disney aufspringen, wird es wohl auch immer geben. Von daher wird die Zielgruppe immer erreicht, auch wenn die Filme immer die gleichen sind. Ob es „Pocahontas“, „Arielle, die Meerjungfrau“, „Die Eiskönigin“ oder „Vaiana“ ist.

Erzählerisch bewegt sich der Film also auf einem absolut normalen Niveau und weiß weder zu überzeugen noch zu enttäuschen. Eine chronologische Darstellung der Ereignisse ist da auf jeden Fall nicht das schlechteste Mittel. Ein paar Dinge gibt es allerdings schon noch, die man hervorheben darf. Es gibt Passagen, in denen die Figuren ihre schönste Gesangsstimme rausholen und ein Lied nach dem anderen schmettern. Das passt sehr gut und Disney bleibt hier seinem alten Stilmittel treu. Kleine Mädchen singen halt gerne und die Lieder im Film laden sie herzlich dazu ein.

Die Animationen sind sehr gut umgesetzt. Ich war fasziniert von den Haaren, denn jedes Mal, wenn sie sich bewegten, dachte ich: „Boah. Die sehen extrem realistisch aus.“ Und spätestens, wenn Teile der Geschichte mit einem Zeichentrickstil karikiert werden, denkt man: „Wow, jetzt werden in einem Animationsfilm Teile der Handlung mit einem anderen Zeichentrickstil dargestellt.“. Da hat man die hohe Kunst des Animierens schon fast in seiner Gänze gesehen.
Insgesamt macht „Vaiana“ an diesem Punkt sehr viel richtig und das ist den Machern auch durchaus bewusst.

Der Humor in einem Disney-Animationsfilm darf natürlich auch nicht fehlen, aber in diesem Fall fällt er nicht ganz so gut aus, wie in anderen Filmen. Mir fiel es schwer, irgendeine Figur witzig zu finden und mitunter war der Witz auch durchaus infantil. Eine Ausnahme ist der Hahn Heihei, der immer wieder unvorhersehbare Dinge macht.

Mit ca. 103 Minuten finde ich den Streifen allerdings auch deutlich zu lang. Andere Filme schaffen es auch in weniger Zeit, die gleiche Story zu erzählen. In diesem Punkt finde ich daher „Vaiana“ nicht ganz gelungen. Die Längen merkt man dem Film an, ich war schnell gelangweilt. Bei kleinen Mädchen wird wahrscheinlich ein anderes Problem in den Vordergrund treten, denn kleine Kinder haben meistens kleine Blasen.

Meine Meinung:
„Vaiana“ hat mir den typischen Disney-Stoff vorgestellt und das Ganze in ein anderes Setting gepackt. Mit Polynesien bekommt man da auf jeden Fall mal etwas anderes zu Gesicht, das auch durchaus zu überzeugen weiß.
Die Animationen waren zwar sehr gut und auf einem Top-Niveau, jedoch blieb die Handlung weit hinter ihren Möglichkeiten, da sie auch zuweilen sehr vorhersehbar ist.

Spannung kommt nur punktuell, es reicht aber nicht, um mir den Film großartig schmackhaft zu machen. Einmal anschauen reicht also völlig aus. Im Gegensatz zur „Eiskönigin“ kann „Vaiana“ nicht mit vielen witzigen Nebenfiguren punkten, die man immer wieder gerne neu kennenlernen möchte.

„Vaiana“ – nice to know, ohne Überraschungen, mit tollen Animationen.

Meine Wertung:
Spannung: 5,0 von 10
Animationen: 10 von 10
Humor: 5,0 von 10
Story: 6,5 von 10
Länge: 5,0 von 10
Musik: 8,5 von 10
GESAMT: 6,7

[Gastrezension] Das Dschungelbuch

Titel: Das Dschungelbuch (engl. „The Jungle Book“)
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: Wolfgang Reitherman
Musik: George Bruns
Produzenten: Walt Disney
Dauer: ca. 75 Minuten
Erscheinungsjahr: 1967
Altersfreigabe: FSK 0

Unter der Obhut des Panthers Baghira wächst das Findelkind Mogli sorglos bei einer Wolfsfamilie auf. Doch eines Tages erschüttert die unerwartete Rückkehr des menschenfressenden Tigers Shir Khan den gesamten Dschungel. Die große Sorge um Mogli zwingt Baghira zu der einzig möglichen Entscheidung: Mogli muss gegen seinen Willen zurück zur Menschensiedlung. Und so beginnt ein spannendes und lustiges Abenteuer mit dem swingenden Affentanz von King Louie, einer pompösen Elefantenparade, singenden Geiern und der hinterlistigen Schlange Kaa. Vor allem aber lernt der kleine Mogli durch den lebensfrohen Bären Balu die gemütlichen Seiten im Leben und die Bedeutung wahrer Freundschaft kennen. Doch Shir Khan, der Tiger, ist ihnen bereits auf der Spur…
(Rückentext der DVD)

Der 19. abendfüllende Disney-Zeichentrickfilm, der grob auf den Dschungelbuch-Erzählungen von Rudyard Kipling basiert, enthält wohl eines der bekanntesten Disney-Lieder.
Wenn man Menschen bittet, spontan einen Disney-Song anzustimmen, kommen aktuell wohl „Lass jetzt los“ oder „Willst du einen Schneemann bauen?“ aus „Die Eiskönigin“. Vorher waren es aber sicher „Hakuna Matata“ aus „König der Löwen“ oder eben „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus „Das Dschungelbuch“.

Mogli lebt als Menschenkind unter Wölfen. Doch als der menschfressende Tiger Shir Khan zurückkommt, kann sich die Wolfsfamilie nur durch eines schützen: Sie müssen Mogli loswerden. Der Panther Baghira, der Mogli schon sein ganzes Leben begleitet, will ihn zurück zu den Menschen bringen. Dabei begegnen sie so manchen Dschungelbewohnern und geraten in einige Gefahren. Nicht zuletzt findet Mogli aber in dem gutmütigen Bären Balu einen Freund…

Mit dieser Geschichte um einen Menschenfresser, der Jagd auf ein Kind macht, geht Disney wie so oft keinen Heile-Welt-Weg. Doch anders als bei der in Ansätzen ähnlich gearteten Geschichte von „Tarzan“ ist Mogli nicht tierisch geworden, sondern bleibt ein Mensch. Er weiß um seine Andersartigkeit und wird von anderen Menschen nicht erschrocken. Er kann sogar mit ihnen reden.
Diesen kleinen Logikfehler (der vielleicht durch die Ursprungsbücher kommt; das weiß ich nicht), verzeiht man der lustigen und süßen Geschichte aber ohne Probleme.

Außer Shir Khan schaffen es alle Tiere, dem Zuschauer ein Lächeln zu entlocken. Egal ob es an der Tollpatschigkeit, den Sprüchen oder der herzerwärmenden Art liegt.
Mit der Gefahr durch den Tiger und den Humor durch die anderen Dschungelbewohner sind zwei der drei Grundpfeiler des Filmes genannt. Es fehlt noch die Freundschaft, wenn nicht sogar Liebe. Es gibt sicher viele kleine Kinder, die auch so einen gutmütigen „Papa Bär“ haben wollten. Der sich sogar mit einem Tiger anlegt, um Mogli zu schützen. Der aber auch mit ihm tanzt und lacht und zeigt, dass das Leben auch mal gemütlich sein muss.

Der Film ist also ganz klar auf Emotionen aufgebaut. Spannung ist nur unterschwellig vorhanden. Man will und soll das Findelkind eher auf seinem Weg durch den Dschungel und bei seinen Begegnungen mit Elefanten, Schlangen und Affen begleiten. Ob Shir Khan besiegt wird und Mogli am Ende tatsächlich zur Menschensiedlung kommt, ist vielleicht interessant, aber nicht spannend. Man wird aus anderen Gründen vom Film in den Bann gezogen. „Der Weg ist das Ziel“ könnte das Motto des Films sein – wenn es eben nicht schon „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ wäre.

Neben den Emotionen leben Disney-Zeichentrickfilme aber natürlich auch von der Musik.
Im Dschungelbuch gibt es nur eine Handvoll gesungene Lieder, was vollkommen ausreichend ist. Der Film wird so nicht überladen. Alle diese Stücke bringen die Geschichte aber nicht weiter, sondern sie geben Einblicke in den Charakter der Personen. Spielerisch lernt man sie so besser kennen. Sei es der Affenkönig Louie, der so gern wie die Menschen wäre, Balu, der alles lieber entspannt angeht oder die Geier, die treue Freunde sind. Und dass man mindestens ein Lied davon spontan im Ohr hat, zeigt, wie gut und eingängig die Musik dieses Filmes ist.

Dem Zeichentrickfilm merkt man optisch an, dass er 50 Jahre alt ist. Die stehenden Hintergründe sind verwaschen. Die sich bewegenden Figuren sind sehr flächig gezeichnet. Es gibt wenig Details, Schatten oder Tiefenwirkung. Aber das sind objektive Beobachtungen. Subjektiv stört das nämlich kein bisschen. Es ist ein guter, alter Zeichentrick-Film und genau so muss er aussehen. Für einen modernen Animationsfilm wäre es zu wenig, aber in einem von Hand gezeichneten Film ist das genau richtig so.

Mit 75 Minuten hat man mit „Das Dschungelbuch“ ein kurzes Vergnügen.
In dieser Zeit wurde jedoch alles Wichtige untergebracht. Jede weitere Begegnung mit noch einem Tier oder einem Rudel hätte die Geschichte künstlich in die Länge gezogen.

Meine Meinung:
„Das Dschungelbuch“ ist ein Stück Kindheit für mich und es ist immer schön, mal wieder in einen Disney-Film eintauchen zu können. Zum Glück befinden sich noch sehr viele in meiner Sammlung.
Bisher habe ich mich auch noch gesträubt, die Realverfilmung aus dem Jahr 2016 anzuschauen. Aber vielleicht lohnt ein Vergleich irgendwann einmal. Bis dahin bleibe ich aber wieder glückselig mit dem alten Film zurück.

Meine Wertung:
Story: 7,0 von 10
Spannung: 5,0 von 10
Zeichentrick: 8,0 von 10
Humor: 8,0 von 10
Länge: 6,5 von 10
Musik: 8,5 von 10
GESAMT: 7,2

Autor: buecherherz

Zoomania

Zoomania_CoverTitel: Zoomania (engl.: „Zootopia“)
Genre: Animationsfilm
Regie: Byron Howard / Rich Moore
Musik: Michael Giacchino
Produzenten: Clark Spencer
Dauer: ca. 104 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Altersfreigabe: FSK 0

„In Zoomania scheint für jeden alles möglich, ob winzige Spitzmaus oder gigantischer Elefant. Doch als Polizistin Judy Hopps – jung, ehrgeizig, Häsin – nach Zoomania versetzt wird, stellt sie schnell fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich als einziges Nagetier in einer Truppe aus knallharten und vor allem großen Tieren durchzubeißen. Eben noch dazu verdonnert, Knöllchen zu schreiben, erhält die aufgeweckte Hasendame vom Polizeichef ihren ersten großen Auftrag: Sie soll eine zwielichtige Verschwörung aufdecken, die ganz Zoomania in Atem hält! Der Fall erweist sich bald als eine Nummer größer als gedacht, doch Hopps ist fest entschlossen, allen zu zeigen, was sie draufhat! Auch wenn sie dafür mit dem großmäuligen und ziemlich ausgefuchsten Trickbetrüger Nick Wilde zusammenarbeiten muss…“
(Rückentext der DVD)

„Zoomania“ war dieses Mal ein Geschenk von mir an meine Herzdame. Als wir damals den Trailer zu diesem Film gesehen haben, war unser Interesse sofort geweckt. Als wir uns diesen Streifen dann aber nicht im Lichtspielhaus angesehen haben, war mir irgendwie klar, dass wir ihn uns auf DVD anschauen werden. Also saßen wir vor einigen Tagen auf der Couch und ich habe gefragt, ob wir einen Film schauen wollen. Sie ging an den Schrank und holte eine kleine Auswahl heraus. Der einzige Film, mit dem ich mich auf Anhieb arrangieren konnte, war eben „Zoomania“.

Die Geschichte brilliert auf unterschiedlichste Art. Zum einen ist da die Erzählweise, die nicht nur durch ihren kindgerechten Stil, sondern auch durch spannende Elemente besticht. Zum anderen sind erstaunlich viele Wendungen und Überraschungen enthalten, sodass man immer etwas erstaunt wird. In diesem Punkt ist „Zoomania“ erfrischend anders und überzeugend.

Und da komme ich auch schon zur Spannung. Ganz davon abgesehen, dass ich nicht die Zielgruppe bin, ist der Film selbst für Erwachsene ein mitreißendes Abenteuer, dem man gerne beiwohnt. Die Dynamik und die Figurenkonstellation funktionieren sehr gut, sodass die Handlung, Spannung und das Interesse auf Seiten des Zuschauers automatisch angetrieben werden.
Spannungstechnisch kann „Zoomania“ mit anderen Animationsfilmen wunderbar und einfach mithalten. Für das Gelingen sorgt ein aufeinander abgestimmtes Gesamtpaket.
Und trotz der Spannung kommt der Humor nicht zu kurz. An vielen Stellen kann man laut auflachen.

Eine beliebte Emotion in Disney-Filmen ist die Liebe. „Zoomania“ nimmt einen anderen Weg. Es geht um Freundschaft, Respekt und Integrität und alles, was dazu gehört. In diesem Film wurden diese Gefühle und Verhaltensweisen hervorragend dargestellt, umgesetzt und in eine Geschichte mit Sinn und Verstand verpackt. Die augenscheinliche Handlung ist nur die Fassade, ein Kriminalfall für Kinder ist die Tarnung für ehrliches Verhalten gegenüber Freunden, Familie und sich selbst. Eine schöne Message für Kinder und ein kleines Wachrütteln für Erwachsene.

Die Animationen sind originell und ausgefallen. Eine gehörige Portion Kreativität gehört allerdings auch dazu und das sieht man immer wieder. Da haben sich die Macher wirklich viel einfallen lassen. Darüber hinaus sind die Figuren alle vermenschlicht, wobei die Charaktere sich ihrer Tierart und der entsprechenden tierischen Eigenschaften bewusst sind.

Klassische Disneylieder zum Mitsingen gibt es hier nicht, stattdessen wird auf Popkultur gesetzt. Mit Shakira, deren tierische Adaption auch in den Film eingebaut wurde, hat man einen Star gefunden, der eingängige und unterhaltsame Lieder performt. Auch hier passt die Musik zum Gesamtpaket und rundet es schlussendlich sehr gut ab.

Im Vergleich zu anderen Animationsfilmen erinnert mich „Zoomania“ doch sehr stark an „Home – Ein Smektakulärer Trip“. In der Machart und vom Unterhaltungswert ähneln sie sich sehr, wobei „Zoomania“ mit – gefühlt – mehr Raffinesse daherkommt. Ich kann mich allerdings auch irren.

Zoomania_DVDMeine Meinung:
Mit „Zoomania“ hatte ich einen sehr tollen und kurzweiligen Film gesehen, der mir auf Anhieb gut gefallen hat. Ich mochte die Figuren, die Witze und situationskomischen Momente. Ich mochte den Film einfach sehr gerne und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Lust, diesen Film zu sehen, noch einmal aufkeimen wird und ich ihn mir dann einfach anschaue, egal ob ich ihn kenne oder nicht.

Dieser Film ist definitiv etwas für jede DVD-Sammlung. Auch wenn ich eigentlich nicht die Zielgruppe bin, glaube ich, dass ich es doch irgendwie bin. Ein Animationsfilm für Kinder, an dem sich auch die Erwachsenen sattsehen und gut unterhalten werden können.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Story: 8,0 von 10
Länge: 8,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,0 von 10
Animation: 8,5 von 10
Musik: 7,5 von 10
GESAMT: 8,1

[Gastrezension] Schneewittchen und die sieben Zwerge

IMG_4473Titel: Schneewittchen und die sieben Zwerge (engl.: „Snow White and the Seven Dwarfs“)
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: David D. Hand
Musik: Leigh Harline / Paul J. Smith / Frank Churchill / Oliver Wallace
Produzenten: Walt Disney
Dauer: ca. 80 Minuten
Erscheinungsjahr: 1937
Altersfreigabe: FSK 0

„Mit ihrer liebenswerten Art zieht die wunderschöne Prinzessin Schneewittchen jedes Lebewesen im Königreich in ihren Bann – nur nicht ihre kaltherzige Stiefmutter, die Königin des Landes. Als ein verwunschener Zauberspiegel Schneewittchen als die Schönste im ganzen Land bezeichnet, muss das Mädchen von ihrer eifersüchtigen Stiefmutter fliehen. Im Wald hinter den sieben Bergen findet sie Zuflucht bei den liebenswerten Zwergen Chef, Happy, Schlafmütz, Hatschi, Pimpel, Brummbär und Seppl. Doch als die böse Königin das ahnungslose Schneewittchen aufspürt und mit einem Apfel vergiftet, kann nur die Magie eines Kusses sie noch retten!”
(Rückentext der DVD)

Dieser Film ist fast 80 Jahre alt und das Märchen der Gebrüder Grimm, auf dem er beruht, schon über 200 Jahre alt.
Wie soll man also einen Film bewerten, der erstens den aktuellen Filmstandards gar nicht entsprechen kann und mit dessen Geschichte jedes Kind aufwächst?
Aber ihn wegfallen lassen geht nicht. Er war doch immerhin der erste abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios und legte damit den Grundstein für so viele wundervolle Filme.

Die Geschichte wird bereits komplett vom Klappentext wiedergegeben.
Schneewittchen mit der Haut weiß wie Schnee, den Lippen rot wie Blut und den Haaren schwarz wie Ebenholz muss vor ihrer bösen Stiefmutter fliehen und gelangt so in den Wald zu den sieben Zwergen. Hier schläft sie in den Bettchen, trinkt aus den Becherchen und isst von den Tellerchen der sieben zu kurz geratenen Diamantenminenarbeiter.
Doch damit ist die Gefahr der Königin noch lange nicht gebannt. Die bösartige Stiefmutter macht sich auf den Weg, um die Prinzessin endgültig loszuwerden.

Die Original-Geschichte ist dabei ganz schön gekürzt worden. Mordversuche mit dem Schnürgürtel oder dem Kamm fehlen und die Königin muss sich am Ende auch nicht in glühenden Schuhen tottanzen.
Disney hat das Ganze also wieder etwas kinderfreundlicher gestaltet als es die Gebrüder Grimm getan haben.

Eine richtige Spannung kommt nicht auf. Auch wenn Schneewittchen auf der Flucht ein paar schwierige Momente hat und man weiß, dass die Königin noch auf der Jagd nach ihr ist. Doch liegt die Entspannung wirklich an der fehlenden Aufregung oder eher an dem Auswendigkennen? Eventuell ist es eine Mischung aus beidem.

Insgesamt ist diese Geschichte aber doch eher ungewöhnlich mit den Zwergen im Wald, den intelligenten Tieren und der Königin, die die Prinzessin dringend vergiften möchte.

Mit den Figuren wurde ein Mix aus interessanten Figuren erstellt. Allen voran sind hier die charakterlich sehr unterschiedlichen Zwergen zu erwähnen, jedoch auch die gutherzige Schneewittchen oder die gefährliche Königin machen den Charme des Filmes aus.
Vor allem das Mädchen kann ein Vorbild für viele Kinder sein mit ihrer Empörung über das dreckige Geschirr, das schmutzige Haus und die ungewaschenen Hände der sieben Männer.

Die Musik spielt natürlich schon im ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm von Disney eine große Rolle.
Mit „Wer bei der Arbeit pfeift“ und „Heiho“ sind zwei Lieder erhalten, die es bei vielen Zuschauern auch in den Alltag geschafft haben.
Der Gesang – vor allem bei den Solostücken von Schneewittchen oder dem Prinzen – ist sehr operettenhaft.
Doch auch die Filmmusik abseits der richtigen Lieder spielt eine große Rolle. Bewegungen sind richtig mit Instrumenten unterlegt, ohne wirklich als „Musik“ zu zählen. Es wirkt, als wären die Noten eine Erweiterung des Gesehenen, der Körperbewegungen, Aktionen oder Mimiken.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass man dem Film sein Alter zu Teilen ansieht.
Obwohl ich das echte Zeichentrick ohne Animationen immer noch wunderschön, ja irgendwie „echter“ finde, scheint sich Disney erst noch warmmalen zu müssen. Flächen sind einfarbig, ohne Licht und Schatten oder eine Illusion von Tiefe. Der Film wirkt flächig und deutlich 2D.
Manches Mal gibt es ein Wackeln oder Flimmern der Figuren, als hätten die Zeichnungen nicht richtig gut aufeinander gepasst. Die Personen heben sich auch mit ihren strahlenden und gleichmäßigen Farben deutlich von den unbewegten Hintergründen ab. Sie wirkten immer ein wenig in die Szene hineingesetzt.
Doch nicht nur die Optik versprüht einen altmodischen Charme, sondern auch die überaus höfliche Sprache und die Reime, in denen sehr häufig gesprochen wird.

Obwohl der Film nur 80 Minuten lang ist, empfand ich vor allem durch die Lieder, die die Story nicht weiterbrachten, sondern einfach nur der Unterhaltung dienten, Längen.
Insgesamt ist es ein eher ruhiger Film.

Meine Meinung:
Ich bin kein Fan von alten Filmen. Aber bei Disney mache ich da natürlich eine Ausnahme. Mir sind die alten Elemente jedoch deutlich ins Auge gesprungen.
Da ich den Film wie meine Westentasche kenne, ist eine vollkommen objektive Bewertung nur schwer möglich. Vor allem auch, da man heute eher rasante, actionhaltige Filme konsumiert. Da scheint sich ein eher ruhiger Film schon einmal zu ziehen. Für die 40er Jahre, in denen der Film entstand, war das sicher angemessen und passend. Vor allem, da auf der ganzen Welt schon genug – nennen wir es – „Unruhe“ herrschte. Trotzdem fällt die Bewertung nach heutigen Maßstäben aus. Ich kann mich zu wenig in die Techniken und Gefühle der Filmkonsumenten der 1940er Jahre hineinversetzen.
Insgesamt ist Schneewittchen mit seinen süßen Zwergen, intelligenten Tieren und der liebenswürdigen Prinzessin aber einfach unglaublich niedlich anzusehen.

Meine Wertung:
Story: 8,5 von 10
Spannung: 6,0 von 10
Zeichentrick: 5,0 von 10
Länge: 7,0 von 10
Musik: 8,5 von 10
GESAMT: 7,0

Autor: buecherherz

[Gastrezension] Dschafars Rückkehr

IMG_4464Titel: Dschafars Rückkehr (engl.: „The Return of Jafar“)
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: Toby Shelton / Tad Stones / Alan Zaslove
Musik: Mark Watters
Produzenten: Tad Stones / Alan Zaslove / Maia Mattise
Dauer: ca. 66 Minuten
Erscheinungsjahr: 1994
Altersfreigabe: FSK 0

„Das Abenteuer des Disney Meisterwerks ‚Aladdin’ geht weiter! Zurück in Agrabah, der Stadt der 1001 Wunder, müssen sich Aladdin und sein Flaschengeist Dschinni ihrer größten Herausforderung stellen. Alle dachten, der hinterhältige Zauberer Dschafar wäre für immer sicher in der Wunderlampe eingesperrt. Doch er kann sich befreien und versucht mit seinen kosmischen Kräften das Königreich zu erobern. Aladdin und Prinzessin Jasmin setzen alles daran, den bösen Zauberer an seinen Plänen zu hindern und mit Hilfe des superwitzigen Flaschengeistes Dschinni ist so manch eine überraschende Wendung vorprogrammiert.“
(Rückentext der DVD)

Da ist er also, „mein“ Aladdin. Der Film, den ich als Kind auf Videokassette besaß.
Normalerweise weigere ich mich, zweite Teile von Disney-Filmen anzusehen, denn die wenigen, die ich kenne, enttäuschten mich maßlos. Bei „Dschafars Rückkehr“ machte ich aus nostalgischen Gründen eine Ausnahme. Die Frage lautet also: Lohnt es sich wirklich oder waren meine kindlichen Gefühle zu positiv?

Viel mehr Story, als sich auf dem Klappentext befindet, gibt es leider nicht.
Dschafar schafft es, sich aus seinem Gefängnis tief im Wüstensand zu befreien, in das er am Ende von Teil 1 befördert wurde. Nun sinnt er auf Rache und setzt dafür seine neuen Kräfte als Dschinni ein.

Spannung kam bei der linearen Erzählweise und Konzentration auf den einen Handlungsstrang kaum auf. Nicht mal mit Überraschungen konnte der Film wirklich punkten.
Und das Ende ist dem Zuschauer – da Disney-Produktion – auch von vornherein klar.
Trotzdem gibt es jedoch Gefahren und Bösartigkeiten, die kurzfristig schon Anspannung auslösen lassen.

Mit nur ca. 66 Minuten ist der Film sehr kurz. Die Story war leider so langweilig, dass die 66 Minuten fast schon zu lang waren. Insgesamt wurde die Geschichte zwar in der Zeit auserzählt, aber man hätte dem Film sicher mit mehr Witz, Tiefe und Überraschungen einen großen Gefallen getan. Hätte man all das noch mit hinein gepackt, wäre er auch länger geworden.

Ein bisschen gewinnt der Film dadurch, dass die Sprecher aus Teil 1 auch hier wieder mit an Bord waren. Dschinni wurde also wieder von der Hauptsynchronstimme von Robin Williams gesprochen, der für viele Zuschauer sicherlich der wichtigste Sprecher ist.

Und obwohl weder bei der Darstellung der Figuren noch der Gefühle ein großer Unterschied zum Vorgänger festzustellen ist, kommt das alles aufgrund der flachen Geschichte nicht mehr so recht beim Zuschauer an.

Der Humor, der im ersten Teil bereits vorrangig von den Tieren und Dschinni ausgingen, war auch nur noch in einem sehr reduzierten Rahmen anzufinden. Viel zu lachen gibt es nicht. Vereinzelt entfleucht höchstens mal ein humoriges Schnaufen.

Die Disney-Zeichentrick-Filme profitieren größtenteils von den wunderschönen und bemerkenswerten Liedern. Hier ist das nicht der Fall. Außer dem Intro, das das Intro von „Aladdin“ aufnimmt und weiterführt, krankt es den Liedern an vielem. Zum einen gibt es nur eine Handvoll und zum anderen fehlen eingängige Melodien fast völlig.
Die unterstützende, instrumentale Musik war zwar passend, aber leider auch nichts Besonderes.

Meine Meinung:
Obwohl ich weiß, dass ich den Film als Kind öfter gesehen habe, konnte ich mich an die Story nicht erinnern. Am präsentesten war mir das Anfangslied, das eine sehr gute Weiterführung des ersten Liedes aus „Aladdin“ ist. Mittendrin gab es jedoch immer wieder Szenen, bei denen ich mich erinnerte, sie schon einmal gesehen zu haben.

An Lieder aus diesem Film konnte ich mich nicht erinnern und nun ist auch klar, warum: Es gab so gut wie keine. Und die, die vorkommen, haben definitiv keine Ohwurmgarantie.

Niemand vom Regisseur-, Musik- oder Produzententeams des ersten Teils war bei diesem Film dabei. Die komplett neuen Leute schafften es nicht ansatzweise an den Charme und Zauber von „Aladdin“ anzuknüpfen.

„Dschafars Rückkehr“ beweist mir leider auf ein Neues, dass sich zweite Teile von Disney-Filmen nicht lohnen, auch wenn ich andere Stimmen dazu in meinem Umfeld habe.
Ich persönlich bin enttäuscht.

Meine Wertung:
Story: 6,0 von 10
Spannung: 6,0 von 10
Zeichentrick: 9,0 von 10
Humor: 5,5 von 10
Länge: 5,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
GESAMT: 6,4

Reihenfolge:
1. Aladdin
2. Dschafars Rückkehr
3. Aladdin und der König der Diebe

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Autor: buecherherz

[Gastrezension] Aladdin

IMG_4453Titel: Aladdin
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: John Musker / Ron Clements
Musik: Alan Menken
Produzenten: John Musker
Dauer: ca. 86 Minuten
Erscheinungsjahr: 1992
Altersfreigabe: FSK 0

“Nichts macht der gutherzige Straßendieb Aladdin lieber, als gemeinsam mit seinem lustigen Äffchen Abu griesgrämige Händler auszutricksen. Trotzdem träumt er von einem anderen Leben, seit er Jasmin, die Tochter des Sultans, kennengelernt hat. Als Aladdin in Besitz einer Wunderlampe gelangt, verändert sich alles. Der gigantische, unglaublich ausgeflippte Flaschengeist Dschinni erscheint und gewährt ihm drei Wünsche. Aladdin wird klar, dass er mit Hilfe von Dschinni die schöne Jasmin für sich gewinnen kann.“
(Rückentext der DVD)

Eine Jasmin-Barbie, ein Aladdin-Stickerheft, ein Jasmin-Kostüm zu Fasching im Kindergarten. Meine frühe Kindheit war geprägt von diesem Film. Doch ich besaß ihn nie, sondern nur meine Cousine. Ich hatte immer nur eine Videokassette mit dem zweiten Teil: „Dschafars Rückkehr„. Darum war es für mich etwas ganz Besonderes, diesen Film zu meiner Sammlung hinzuzufügen.

Selbst, wenn man den Film nie gesehen hat, hat man sicherlich von Aladdin und seinem Dschinn aus der Lampe gehört, denn diese Geschichte ist in den Märchen aus 1001 Nacht enthalten.
Disney hat die Geschichte für die Meisterwerke-Reihe adaptiert.

Gerade durch das orientalische Setting hebt sich diese Geschichte von den anderen Disney-Filmen ab. Tiger und Affen als Haustiere, Paläste mitten in der Wüste, Fakire oder Großwesire – spielerisch werden Kinder in diese fremdartige Kultur eingeführt.
Wie immer kann man als Erwachsener neben all dem Spaß noch ein bisschen mehr sehen und erkennt Details, wie rückständige Bestrafungsmethoden, Ränkespiele im Palast und Zwangsehen in den gehobenen Schichten.

Doch die ernsten Themen nehmen einen Minimalrahmen ein. Im Vordergrund steht Liebe, Vertrauen und Spaß. Vor allem letzterer kommt nicht zu kurz. Aladdins Affe Abu und der Papagei des Bösewichts Dschafar, Jago, liegen auf der Humorhitlist auf Platz 2. Unangefochten lustigster Charakter ist Dschinni. Mit seinen humorvollen Einfällen, rasanten Zaubern und dem großen Herz bringt er den Zuschauer in regelmäßigen Abständen zum Lachen.
Doch auch die anderen Figuren ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Trotz unrealistischer Körpermaße erwachen sie für diese 86 Minuten zum Leben und überzeugen mit all ihren Gefühlen. Mit all der Angst und der Hoffnung, der Liebe und dem Hass, der Großzügigkeit und Gier.
Besonders faszinierend ist hierbei der fliegende Teppich, der ohne Kopf und ohne Sprache jedes seiner Gefühle überzeugend und verständlich darstellt.
Obwohl man also nur Zeichentrickfiguren zuschaut, agieren sie unglaublich authentisch.

Wie immer ist neben den Figuren und der Geschichte ein zentrales Element die Musik. Bei „Aladdin“ steht sie im Gleichgewicht mit den gesprochenen Szenen. Man rutscht also nicht von einem Lied ins andere. Sie wurden bewusst und gezielt eingesetzt, um das zuvor gezeigte zu untermalen und zu verdeutlichen. Sie bringen die Geschichte aber nicht gravierend nach vorn, wie es in manch anderen Disney-Filmen der Fall ist.
So richtig viel Ohrwurm-Garantie haben die Lieder jedoch leider nicht. „Ein Traum wird wahr“ (engl.: „A Whole New World“) ist wohl das herausragendste Lied, von dem man sich den Text und die Melodie einprägt. Der Rest ist nach dem Film fast komplett wieder vergessen, auch wenn es grundsätzlich schöne Songs sind.

Mit fast anderthalb Stunden liegt eine sehr gute und angemessene Filmlänge vor. Die Geschichte wurde in der Zeit auserzählt, wies jedoch keine Längen auf.

Wenn man genau aufpasst, erkennt man sogar einige Anspielungen auf andere Disney-Filme oder Kino-Klassiker.

Meine Meinung:
Ob nun Jasmins Schönheit, Aladdins Gutherzigkeit oder Dschinnis Kunststücke – „Aladdin“ verzaubert sein Publikum.
Fast 25 Jahre ist der Film schon alt und immer noch hat er nichts von seinem Charme und seiner Liebenswürdigkeit verloren. Ich sehe ihn immer noch unglaublich gern und nun auch endlich auf meiner eigenen DVD und nicht auf der Videokassette meiner Cousine.
Mit „Aladdin“ macht man bei einem Disney-Filmabend nichts verkehrt. Man kann sich durch die spaßigen Lieder, frechen Tiere und schönen Bilder richtig in das Geschehen ziehen lassen.
Wen wundert es bei all meiner Aladdin-Liebe noch, dass sowohl das dazugehörige Musical ganz oben auf meiner To-Do-Liste steht als auch der zweiten Teil schon zum Gucken bereit liegt?!

Meine Wertung:
Spannung: 8,0 von 10
Zeichentrick: 9,0 von 10
Humor: 8,5 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 9,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
GESAMT: 8,3

Reihenfolge:
1. Aladdin
2. Dschafars Rückkehr
3. Aladdin und der König der Diebe

Autor: buecherherz

[Gastrezension] Tarzan

IMG_4888Titel: Tarzan
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: Kevin Lima / Chris Buck
Musik: Mark Mancina (Musik) / Phil Collins (Songs)
Produzenten: Bonnie Arnold
Dauer: ca. 85 Minuten
Erscheinungsjahr: 1999
Altersfreigabe: FSK 0

„Atemberaubend schwingt sich Tarzan wie ein Affe von Liane zu Liane und surft in rasantem Tempo durch die Baumwipfel. Seine lustigen Freunde, das freche Gorillamädchen Terk und der hyperängstliche Elefant Tantor eilen stets zu Hilfe, wenn Tarzan mal wieder in der Patsche sitzt, und dann gehts erst richtig rund! Denn Tarzan muss viele Abenteuer bestehen, bevor er zum Herrn des Dschungels wird.“
(Rückentext der DVD)

Als Tarzan Jane begegnet, muss er sich entscheiden: Bleibt er im Dschungel oder geht er zu den Menschen?

Romeo und Julia, Adam und Eva, Tarzan und Jane. Vielleicht sind das die drei größten Liebespaare, die wir kennen. Disney bringt uns in gewohnter Weise das dritte Paar näher.

Nachdem Tarzans Eltern getötet wurden, nimmt das Gorilla-Weibchen Kala Tarzan als ihren Sohn an und zieht ihn in der Gruppe groß. Der kleine Menschenjunge sieht zwar, dass er anders aussieht als die anderen, aber er schafft es, sein Verhalten und seine Körpersprache anzupassen und wird zu einem integrierten Gruppenmitglied.
Als Tarzan schon viele Jahre im Dschungel lebt und überlebt, kommt plötzlich eine kleine Forschergruppe an und er entdeckt in ihnen seine Spezies. Langsam lernt er nicht nur sprechen und das menschliche Verhalten, sondern verliebt sich auch in Jane.

Wie immer ist die Geschichte sehr kinderfreundlich erzählt, wenn es auch Gefahren in Form des Leoparden Sabor und Rivalitäten innerhalb der Gruppe – vor allem mit dem Häuptling Kerchak – gibt.

Wie schon „Der König der Löwen“ spielt auch dieser Film in Afrika und die Tiere sind vermenschlicht. Wieder schaffte es Disney, grandiose Landschaften und Tiere zu schaffen und alles mit einem Detailreichtum zu versehen, dass man staunen kann.

Doch nicht nur die Erzählweise und die schönen Zeichnungen waren disneytypisch, sondern natürlich auch das, von dem alle Filme der Meisterwerke-Reihe leben: die Musik.
Sie brachten die Story weiter und schafften eine gemütliche und liebevolle – oder auch gefährliche und angespannte – Atmosphäre. Besonders war, dass die Lieder nicht von den Figuren gesungen wurden, sondern durchweg von Phil Collins. Sein Akzent bei der deutschen Aussprache stört dabei keinesfalls, sondern macht den Charme aus.

Liebe, Angst, Sorge, Vertrauen, Spaß, Nervosität, Glück – der Film kann mit so vielen verschiedenen Emotionen aufwarten, es ist ein wahres Spektakel. Sie werden durch die Musik, die Mimik und Gestik, die Worte und die Atmosphäre vermittelt.
Doch trotz der hohen Frequenz an Gefühlen, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Ist es anfangs noch das Trio Tarzan, Terk und Tantor, das für die Lacher gut ist, ist es später vor allem Tarzans Unbeholfenheit und Lernprozess, als er auf andere Menschen trifft.

In die 85 Minuten Film wurden viele verschiedene Situationen und Begebenheiten gepackt, aber ich fühlte mich weder durch die Minuten gehetzt, noch gab es Längen. Es war eine optimale Spieldauer für diesen Film.

Es gibt sogar einen Cameo-Auftritt: Im Camp von Jane und ihrem Vater stehen Tassilo und seine Mutter Madame Pottine aus „Die Schöne und das Biest“ auf dem Tisch.

Meine Meinung:
Diesen Tarzan hatte ich schon ins Herz geschlossen, lange bevor sich Alexander Klaws im Musical von Liane zu Liane schwang. Ich war jung und begeistert von den Menschenaffen, dem Dschungel und diesem Menschen, der unter Tieren aufwuchs.
Auch heute noch berührt mich die Liebe, die die Gorillas dem fremden Bündel Mensch entgegenbrachten und die Freundschaft zwischen den jüngsten der Gruppe.
Mit der Idee, ausschließlich Phil Collins die Lieder singen zu lassen, ist Disney mal etwas ganz Besonderes eingefallen, was mir sehr gut gefällt.

Meine Wertung:
Spannung: 7,5 von 10
Zeichentrick: 8,5 von 10
Humor: 7,5 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 9,0 von 10
Musik: 10 von 10
GESAMT: 8,5

Autor: buecherherz

[Gastrezension] Der Glöckner von Notre Dame

IMG_4884Titel: Der Glöckner von Notre Dame (engl. „The Hunchback of Notre Dame“)
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: Gary Trousdale / Kirk Wise
Musik: Alan Menken
Produzenten: Roy Conli / Don Hahn
Dauer: ca. 87 Minuten
Erscheinungsjahr: 1996
Altersfreigabe: FSK 6

„Wie jedes Jahr beobachtet der Glöckner Quasimodo sehnsüchtig aus seinem Glockenturm hoch über den Dächern von Paris das Fest der Narren – die fröhlichste Party der Stadt. Nur zu gerne würde er wenigstens einmal an diesem bunten Treiben teilhaben, wenn es sein strenger Herr nicht ausdrücklich verboten hätte. Als ihn aber seine lustigen Freunde dazu ermutigen, wagt sich Quasimodo ins Getümmel und erlebt eine Welt von der er bislang ausgeschlossen war. Dort jedoch begegnet ihm nur die schöne, temperamentvolle Esmeralda mit Toleranz und Freundschaft. Doch sie wird fälschlicherweise selbst als Diebin beschuldigt und verfolgt. Als Quasimodo sie beschützen möchte, geraten beide in ein aufregendes Abenteuer voller Spaß und Überraschungen…“
(Rückentext der DVD)

Quasimodo beweist, dass wahre Schönheit von innen kommt.

Nach der Vorlage des Romans von Victor Hugo schaffte Disney einen Film, der für jung und alt geeignet und interessant ist.
Wie immer sieht man im Erwachsenenalter Hintergründe, die man als Kind noch nicht versteht. Es geht um die Ausgrenzung von Minderheiten, sein es andersartige Menschen wie Quasimodo oder ganze Bevölkerungsgruppen wie die Zigeuner, um die Grausamkeiten, die mit der Ausgrenzung einher gehen und um verbotene Begierde.

Schon der Anfang zeigt einen Ausblick auf den gesamten Film. Eine Zigeuner-Familie sucht Asyl in Notre Dame und wird dabei von dem grausamen Richter Frollo abgefangen. Auf der Flucht stirbt die Frau und hinterlässt ihren Säugling, den Frollo aus Angst vor der Kirche aufnimmt. Das Kind ist jedoch entstellt und wird deswegen in den Glockenturm gebracht.
Quasimodo wird der Glöckner der Kathedrale und vermeidet es, in die Stadt zu gehen, bis er sich heimlich zum Fest der Narren stiehlt.

Wie immer sind die Figuren und Schauplätze liebevoll und detailreich gezeichnet. Es gibt so viel zu entdecken und zu sehen. Eine besondere Beziehung bekommt der Zuschauer zu dem Glöckner, der äußerlich zwar ganz sicher keinen gängigen Schönheitsidealen entspricht, aber mit seiner kindlichen Naivität und Hilfsbereitschaft ein herzensguter Mensch ist.

Die Atmosphäre ist ebenso abwechslungsreich wie die Figuren und unterstreicht die jeweiligen Szenen gekonnt. Mal befindet man sich auf dem farbenfrohen Fest der Narren und mal in der düsteren Kathedrale.

Ebenso ist die Musik passend. Es gibt die orchestralen, klanggewaltigen Lieder der Kirche und die fröhlichen, verrückten der Narren. Dazu kommen die emotionalen Lieder von Quasimodo, der so unglücklich ist.
Die Lieder sind alle schön und passen perfekt in den Film. Vor allem durch wiederkehrende Motive entsteht eine durchgängige musikalische Bindung zwischen Soundtrack und Bild.
Wie immer lebt der Film von den Liedern, die die gesprochenen Szenen vertiefen und weitertragen.

Der Film hat durch den Richter und seine Entscheidungen eine Grausamkeit, die wohl nur wenige Filme von Disneys Meisterwerke-Reihe hat.
Aufgelockert wird das jedoch an wenigen Stellen von den drei Wasserspeiern, Quasimodos beste Freunde, die immer für einen Lacher gut sind. Ebenso wie Esmeraldas Ziege. Den Humor bringen hier also nicht die Menschen rein, sondern all die anderen Wesen, denen man begegnet.

Meine Meinung:
„Der Glöckner von Notre Dame“ ist ein Film, den ich als Kind ganz anders gesehen habe. In meiner Erinnerung blieben vor allem die farbenfrohen Szenen. Beim Gucken als Erwachsene ist mir die Härte und Erbarmungslosigkeit des Richters viel präsenter.
Trotzdem bietet er mit Quasimodo eine Figur, die ans Herz geht und mit Esmeralda eine schöne Frau, die allen Männern den Kopf verdreht und auch den Zuschauer in den Bann zieht.
Die Lieder machen Spaß und die Bilder auch.
Für mich ist es definitiv ein Film, den man sich immer wieder ansehen kann.

Meine Wertung:
Spannung: 7,0 von 10
Zeichentrick: 9,0 von 10
Humor: 5,5 von 10
Story: 7,5 von 10
Länge: 8,5 von 10
Musik: 8,5 von 10
GESAMT: 7,7

Autor: buecherherz

Bedtime Stories

IMG_6042Titel: Bedtime Stories
Genre: Komödie
Regie: Adam Sandler
Musik: Rupert Gregson-Williams
Produzenten: Adam Sandler / Andrew Gunn / Jack Girraputo
Dauer: ca. 95 Minuten
Erscheinungsjahr: 2008
Altersfreigabe: FSK 0

„Tagsüber arbeitet Skeeter Bronson (Adam Sandler) als Hausmeister in einem Luxus-Hotel. Als seine Schwester (Courtney Cox) für einige Tage verreist um sich einen neuen Job zu suchen, passt der liebenswürdige Hausmeister abends auf seine Nichte und seinen Neffen auf. Um die beiden zur Ruhe zu bringen, erzählt er ihnen Gute-Nacht-Geschichten und öffnet somit die Tür zu ihrer lebhaften Phantasie. Bald bemerkt Skeeter, dass die Erlebnisse aus den Phantasiegeschichten auf magische Weise Wirklichkeit werden und ein urkomischer Spaß beginnt…“
(Rückentext der DVD)

Es sind zwar keine Träume, die Wahr werden, aber Skeeter erlebt dennoch kuriose und aberwitzige Dinge.

Ich war sehr gespannt auf „Bedtime Stories“, zumal es ein Disney-Film und dann auch noch ein Film von und mit Adam Sandler ist, den ich seit jeher gerne gesehen habe. Ich versprach mir von der ganzen Konstellation (Disney und Sandler) einen abendfüllenden Familienfilm, der so ziemlich alles hat: Witz, Abendteuer und Spannung.
Wie fast jeden Film meiner DVD-Sammlung, habe ich auch diesen diverse Male gesehen und jedes Mal mit Spannung verfolgt.

Die Story dieses Filmes ist sehr einfach gehalten, die Erzählweise macht sie aber zu etwas Besonderem. Am Anfang und am Ende erzählt uns eine Stimme aus dem Off, um was es hier überhaupt geht und damit werden dem Zuschauer schon einmal ganz unvermittelt so ziemlich alle wichtigen Personen vorgestellt. Am Ende erzählt uns die gleiche Stimme, was aus wem geworden ist.
Dass tatsächlich alle Gute-Nacht-Geschichten auf eine kuriose Art und Weise mehr oder minder „Wirklichkeit“ werden, macht den Film noch einmal mehr sehr überraschend. Auch die eine oder andere Wendung ist vorhanden, die die Geschichte auflockert und durch eine neue Situation die Zuschauer wieder einfängt.

Spannung wird eigentlich jeden Abend und an jedem darauffolgenden Tag aufgebaut: Abends bekommt man eine Phantasiegeschichte zu sehen, mit allem drum und dran. Am nächsten Tag wird dann der Zuschauer erkennen, wie dieses „Märchen“ in der Wirklichkeit aufgelöst wird. Nur durch diese Erzählweise wird unglaublich viel Spannung und Abwechslung geboten, die den Zuschauer immer wieder animieren dran zu bleiben.

Alles profitiert von dieser Erzählweise, unter anderem auch der Humor. Der Witz wirkt dann mehr so, als sei alles situationsabhängig und -komisch. Kein Phrasengedresche, keine witzigen Sprüche, sondern eher witzige Handlungen machen diesen Streifen zu einer Komödie für die ganze Familie.

„Bedtime Stories“ hat viele gute Eigenschaften, unter anderem auch, dass viele Emotionen zugelassen werden. Ein typischer Walt-Disney-Film behandelt immer irgendwie das Thema Liebe und Familie. Es wird immer wieder Bezug zu diesem Thema aufgenommen, sodass fast alle Charaktere sehr bodenständig und familiär wirken.
Authentisch sind so ziemlich alle Charaktere, von Onkel Skeeter bis hin zu Glubschi, dem Meerschweinchen. Kein Charakter ist aufgesetzt oder übertrieben künstlich und so fällt es dem Zuschauer auch leicht, sich mit dem einen oder anderen Charakter zu identifizieren.

Auch in dem Punkt der Filmmusik ist es ein klassischer Disney-Film, nur ohne dieses ewige Rumsingen. Die Musik ist spannungsaufbauend und unterstützend, sie untermalt gekonnt Szenen und drängt sich keineswegs in den Vordergrund, am Ende dient sie nur dem Film und stellt diesen in den Mittelpunkt.

Meine Meinung:
„Bedtime Stories“ ist ein entspannender und zugleich sehr interessanter Film, der mich immer in seinen Bann ziehen kann. Er hat einen unglaublich hohen Unterhaltungswert und weiß mit vielen Dingen zu überzeugen.

Die Länge des Filmes war für mich auch ideal, sodass ich mich in keinster Weise gelangweilt gefühlt habe.

Humor und Spannung gepaart mit einer tollen Erzählweise und einer freundlichen Handlung bieten damit ein rundum gutes Gesamtpaket für einen Familien-DVD-Abend.

Meine Wertung:
Humor: 8,5 von 10
Spannung: 8,5 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 8,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,5 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 8,3

[Gastrezension] Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren

IMG_5025Titel: Die Eiskönigin – Völlig Unverfroren (engl. „Frozen“)
Genre: Animationsfilm
Regie: Chris Buck / Jennifer Lee
Musik: Christophe Beck / Robert Lopez / Kristen Anderson-Lopez
Produzenten: Peter Del Vecho
Dauer: ca. 98 Minuten
Erscheinungsjahr: 2013
Altersfreigabe: FSK 0

“Die furchtlose Königstochter Anna macht sich zusammen mit dem schroffen Naturburschen Kristoff und seinem treuen Rentier Sven auf eine abenteuerliche Reise, um ihre Schwester Elsa zu finden, deren eisige Kräfte das Königreich Arendelle in ewigem Winter gefangen halten. In einem spannenden Rennen um die Rettung des Königreichs ringen Anna und Kristoff nicht nur mit den Naturelementen, sie begegnet auch mystischen Trollen und dem urkomischen Schneemann Olaf (gesprochen von Hape Kerkeling), der zu einem unverzichtbaren Begleiter auf ihrer Reise wird.“
(Rückentext der DVD)

Lange gab es um keinen Disneyfilm mehr so einen großen Hype wie um „Die Eiskönigin“.
Seit dem Erscheinen der DVD beherrschte diese lange Zeit die Bestsellerlisten. Deswegen läuft die Vermarktungsmaschinerie immer noch auf Hochtouren.
Es gibt Figuren, Plüschtiere, Accessoires, Faschingskostüme, Schmink- und Frisuren-Tutorials, Stickeralben, Schulmaterialien, Bücher, Zeitschriften und noch so viel mehr.

Als Kinder hatten die beiden Königstöchter Elsa und Anna viel Spaß mit der Fähigkeit der Älteren, Schnee und Eis zu erzeugen. Doch als es zu einem Unfall kommt, muss Elsa vor jedem ihre Begabung verstecken.
Auf ihrer Krönungsfeier kommt es Jahre später zum Eklat: Sie bedeckt das ganze Königreich mit Schnee und Eis, woraufhin sie flieht.

„Die Eiskönigin“ erzählt eine lineare Geschichte, die trotzdem auf unglaublich vielen Ebenen Spaß macht, sowohl Kindern als auch Erwachsenen.
Spannende und dramatische Momente sind immer wieder vorhanden, sie machen aber nur einen kleinen Teil aus.
Die ganz starken Emotionen fehlen auch, der Film setzt einfach nicht auf Drama oder Tragik oder die große Liebe. Es kommt zwar alles darin vor, aber die Gefühle sind eher leiser Natur. Reduziert und zurückgenommen und doch deutlich da, wo sie hingehören.
Es ist eher der Humor, der bei diesem Film im Fokus steht.

Die Animationen sind mit Disneys Liebe zum Detail ausgestattet und die Figuren sind nicht ganz so realitätsfern, wie es in heutigen Animationsfilmen oft der Fall ist. Ganz entkommen sie dem Kindchen-Schema jedoch nicht. Die Köpfe sind ein wenig zu groß für den Körper und die Augen sind überproportional, man gewöhnt sich aber augenblicklich an diese Optik.

Überhaupt machen die Figuren einen großen Teil des Filmcharmes aus.
Die beiden Prinzessinnen schließt man schnell ins Herz und sieht ihnen gern dabei zu, wie sie mit ihren jeweiligen Schicksalen zurechtkommen.
Wenn man sich nicht in den beiden Figuren wiederfindet, gibt es auch noch den robusten Kristoff und sein etwas trotteliges Rentier, mit denen man sich identifizieren kann.
Spätestens wenn der Schneemann Olaf auf der Bildfläche erscheint, hat sicherlich jeder jemanden, mit dem man mitfiebert. Und dieser kleine herzensgute und unglaublich lustige Kerl hat das Potenzial so manches Herz schmelzen zu lassen.

Die Musik ist in Disneys Meisterwerke-Filmen immer hervorragend, jedoch gibt es Filme, deren Lieder sich mehr einprägen als andere.
Vor allem mit „Lass jetzt los“ und „Willst du einen Schneemann bauen“ sind hier wieder Songs dabei, die man auch außerhalb des Films häufig hört, auch in der englischen Originalversion.
Wie immer sind die Lieder perfekt in die Geschichte eingebettet und bringen diese auch voran. Trotzdem haben sie zum Teil einen größeren Pop-Song-Charakter als in den älteren Filmen. Sie sind moderner geworden.

Meine Meinung:
Der Hype um diesen Film ist vollkommen gerechtfertigt.
Die Geschichte ist zwar nicht rasend spannend, aber man bleibt trotzdem am Ball und hofft, dass Elsa gefunden wird und Arendelle wieder vom Eis befreit werden kann.
Bis dahin ist es aber schön diese eiskalte Landschaft anzusehen und die Figuren dabei zu beobachten, wie sie sich durch ebenjene bewegen.
Die Songs haben einen unglaublich hohen Mitsing-Charakter und machen unglaublich viel Spaß. Auch nach dem Film noch.
„Die Eiskönigin“ ist ein Film zum Mitlachen und Mitfühlen und lohnt sich deswegen sehr!

Meine Wertung:
Spannung: 6,0 von 10
Animation: 8,0 von 10
Humor: 8,5 von 10
Story: 7,0 von 10
Länge: 8,5 von 10
Musik: 9,5 von 10
GESAMT: 7,9
Autor: buecherherz