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Iron Man

iron-man_coverTitel: Iron Man
Genre: Action / Science-Fiction / Comicverfilmung
Regie: Jon Favreau
Musik: Ramin Djawadi
Produzenten: Avi Arad / Kevin Feige
Dauer: ca. 121 Minuten
Erscheinungsjahr: 2008
Altersfreigabe: FSK 12

„Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist Milliardär, genialer Erfinder und Chef von Stark Industries, einem führenden waffenproduzierenden Unternehmen. Als Terroristen ihn in Afghanistan gefangen nehmen, wird er gezwungen, eine vernichtende Waffe zu entwickeln. Stark baut sich stattdessen eine High-Tech-Rüstung, die ihm eine enorm gesteigerte Kraft gibt und mit der ihm die Flucht gelingt.“
(Rückentext der DVD)

Ich fange nun mit meiner nächsten – ganz persönlichen – Challenge an: Ich schaue mir nach und nach alle Filme des berühmten „Marvel Cinematic Universe“ an. In meinem Freunden- und Bekanntenkreis weiß jeder, dass ich kein Fan von den verfilmten Marvel-Comics bin, bis auf ein oder zwei Ausnahmen. Ich bin der typische „DC“-Fan. Mein liebster Superheld ist und war immer Batman. Der Stachel sitzt tief, dass Marvel ein so gut funktionierendes Universum mit vielen Figuren aufgebaut hat, das auch noch halbwegs stimmig ist. Auf der anderen Seite bedauere ich es sehr, dass der Versuch von Warner Bros. mit einem ähnlich funktionierenden Universum – rund um den dunklen Rächer und den Mann aus Stahl – bisher eher gefloppt ist. Neidlos muss ich die Leistungen und Errungenschaften, die mit den Produktionen der Marvel-Comics erzielt wurden bzw. werden anerkennen. Für mich Grund genug, jetzt Mal alle Filme in richtiger Reihenfolge anzuschauen. Als Fan von Comics und Comicverfilmungen sind natürlich alle bisher auf DVD oder BluRay erschienenen MCU-Filme in meinem Besitz.

Viele kennen ihn. Wissen seinen Charakter zu analysieren. Milliardär, Genie und charismatischer und von sich selbst überzeugter Frauenheld. Die Rede ist von Tony Stark, oder wie alle anderen ihn kennen: „Iron Man“.
Dieser Streifen zeigt, wie aus Tony Stark Iron Man wurde und was er in Afghanistan erlebt hat, aber damit nicht genug. Als Sohn von Howard Stark (den wir in einigen anderen Filmen wie „Captain America: The First Avenger“ oder der Serie „Marvel’s Agent Carter“ kennenlernen durften) wird er standesgemäß immer mit seinem Vater verglichen und auch das Unternehmen „Stark Industries“ soll weiterhin auf Kurs gehalten werden. Nicht nur, dass die Umstände seiner Entführung nicht geklärt sind, man arbeitet auch in seiner Firma hinter seinem Rücken gegen ihn.

Nachdem der Film mit einer Rückblende startet und diese nach wenigen Minuten wieder auflöst, ist er fortan chronologisch und linear erzählt. Besondere Kniffe gibt es aber leider keine. Von Anfang an sind die Rollen klar verteilt. Protagonist, aber auch Antagonist sind von der ersten Minute in ihren Rollen und funktionieren auch so ganz gut.

Wo will der Film spannungstechnisch mit uns hin? Die Story hat grundsätzlich viel Potential, aber am Ende bleibt es eine Geschichte die ohne Kniffe und Überraschungen erzählt ist. Sie ist sogar nahezu komplett vorhersehbar. Nervenzerreißende Spannung kommt da eigentlich nicht auf. Action und Explosionen sind an dieser Stelle Mittel Nummer 1 um überhaupt irgendetwas wie Spannung zu erzeugen. Der ganze Film macht aber auf mich keinen spannenden Eindruck als eher einen aufgeregten. Ist es aber genau das, was der Zuschauer haben will? Mir reichen Action und Explosionen nicht aus. Jeder Film der „X-Men“-Trilogie ist spannender als „Iron Man“.

Da wären wir auch schon beim Thema Action:
Am Anfang des „MCU“ wird viel auf Action und Spezialeffekte gesetzt und das wurde auch sehr gut umgesetzt. Durch die Bank wird hier ein Feuerwerk abgebrannt, das höchstens von Michael Bay übertroffen werden kann. In diesem Fall ist aber die ruhige Kameraführung hervorzuheben. Kein sinnloses Gewackel, um alles noch mal viel aufgeregter darzustellen.

Die Musik hat hier auch ein wenig reingespielt. Sie macht Stimmung und untermalt dementsprechend die meisten Szenen. Sie ist zwar immer im Hintergrund, aber gibt auch den Takt bei Zuschauern vor. Ein Gefühl von „jetzt geht’s ab“ schwappt dabei immer rüber.

„Iron Man“ hat damit angefangen: Der Humor macht Halt in den Comicverfilmungen. Pointiert, hin und wieder zweideutig und situationskomisch, dazu das aufgeblasene Ego von Tony Stark und eine etwas schusselige KI und schon hast du die Lacher auf deiner Seite. Durchaus unterhaltsam und amüsant. All das hat mir schon das ein oder andere Mal ein Grinsen ins Gesicht gebracht.

Wenn man sich die Gefühle anschaut, dann könnte man meinen, dass Vergeltung oder Rache das einzige Gefühl ist, was hier gezeigt wird, aber schaut man sich die eine oder andere Szene genauer an, fällt einem auf, dass es mehr gibt. Stolz, Zuneigung und Freundschaft sind vorherrschende Motive für die Handlungen. Aber war das alles auch glaubwürdig?
Definitiv.

Der Antagonist ist durchtrieben und missgünstig, seine größte Schwäche ist, dass er nicht kreativ genug ist. Nicht böse genug, um seine Ziele bis zum Schluss auf die denkbar perfideste Art zu erreichen. Damit bleibt er am Ende leider doch blass gegenüber Tony Stark. Der Unterschied ist immer der gleiche: Entweder man will oder man will nicht. Tony Stark wollte und erschuf Iron Man.
Iron Man ist die Verkörperung des Wollens, der durch den Mut von Tony zu allem im Stande ist.

Die übrigen Figuren haben funktioniert. Einige Nebencharaktere haben ansatzweise mehr Screentime bekommen, wodurch wir einen tieferen Blick in die Figuren bekommen haben. Beispielsweise ist da Pepper, gespielt von Gwyneth Paltrow: Sie ist schlau und loyal und definitiv steckt da etwas in ihr, das Tony schützenswert findet.
Und Lt. Col. James Rhodes, gespielt von Terrence Howard, sitzt mehr als einmal zwischen Baum und Borke. Auf der einen Seite ist er Staatsdiener und auf der anderen Seite ein Freund von Tony. Ich bin an dieser Stelle schon gespannt, wie es ausgerechnet mit diesen beiden Figuren weitergeht.
Auch Jeff Bridges als Obadiah Stane hat zwar funktioniert, aber seine Rolle des Antagonisten hat einige Nachteile mit sich gebracht.
Heute kann ich mir keinen anderen Darsteller für „Iron Man“ vorstellen als Robert Downey Jr. Er haucht dieser Figur so viel Leben ein. Ein facettenreicher Charakter mit unterschiedlichen Motiven und Beweggründen. Auch seine Entwicklung wird im „MCU“ spannend zu beobachten sein.

Das Setting passt sehr gut. In der ersten Hälfte des Filmes befinden wir uns in einer afghanischen Höhle. Alles ist schmutzig und etwas heruntergekommen. Ohne befestigte Wege, eher improvisiert. In der zweiten Hälfte sind wir gleich an mehreren Schauplätzen. Da ist zum einen die Werkstatt von Tony Stark, die zur Hälfte auch eine Garage ist und dann befinden wir uns abwechselnd in einem Kraftwerk, Militärbasis, der Firma „Stark Industries“ und im Inneren des Anzuges. Alle Schauplätze sind sehr originell ausgesucht und erfüllen ihren Zweck.

iron-man_dvdMeine Meinung:
Der erste Film des „Marvel Cinematic Universe“ war zugleich der letzte Film, den ich im Jahr 2016 gesehen habe. Er hat mir wieder einmal Spaß gebracht. Ich bin kein Marvel-Fan, aber mit „Iron Man“ wurde hier ein sehr solider Grundstein für alle nachfolgenden Filme gelegt.

Auch sonst kann ich grundsätzlich nicht meckern. Klar, der Film hat Stärken und auch Schwächen, aber der Gesamteindruck stimmt, außerdem hat mir dieser Streifen kurzweilig Unterhaltung geboten.
Abzüge gibt es für die schwache Erzählweise, die vorhersehbare Story und die mangelnde Spannung.

Meine Wertung:
Spannung: 6,0 von 10
Action: 8,0 von 10
Humor: 7,0 von 10
Story: 5,5 von 10
Länge: 8,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,0 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Musik: 6,0 von 10
Setting: 8,0 von 10
GESAMT: 7,2

Reihenfolge:
1. Iron Man
2. Iron Man 2
3. Iron Man 3

Marvel Cinematic Universe:
1. Iron Man
2. Der unglaubliche Hulk
3. Iron Man 2
4. Thor
5. Captain America: The First Avenger
6. Marvel’s The Avengers
7. Iron Man 3
8. Thor – The Dark Kingdom
9. The Return of the First Avenger
10. Guardians of the Galaxy
11. Avengers: Age of Ultron
12. Ant-Man
13. The First Avenger: Civil War

Ted 2

IMG_4463Titel: Ted 2
Genre: Komödie
Regie: Seth MacFarlane
Musik: Walter Murphy
Produzenten: Scott Stuber / Seth MacFarlane / John Jacobs / Jason Clark
Dauer: ca. 111 Minuten
Erscheinungsjahr: 2015
Altersfreigabe: FSK 12

„In ‚Ted 2’ nimmt der plüschige Pöbler mal wieder kein Blatt vor den Mund. Als Ted erfährt, dass er offiziell nicht als Mensch gilt, hat das verhängnisvolle Konsequenzen: Die Ehe mit seiner großen Liebe Tami-Lynn wird annulliert und der Plan, ein Baby zu adoptieren, zunichte gemacht! Das kann Ted natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Also engagiert er gemeinsam mit seinem besten Freund John (Mark Wahlberg) die hübsche Anwältin Samantha (Amanda Seyfried) und kämpft vor Gericht um seine Bären- äh… Bürgerrechte.“
(Rückentext der DVD)

Dieses Mal habe ich mir „Ted 2“ angeschaut. Nachdem „Ted“ ja schon in meiner A-Z-Challenge vorkam und ich den Film grundsätzlich witzig fand, bin ich gespannt, wie nun die Fortsetzung bei mir ankommt. Man sagt ja, dass zweite Teile immer schlechter als ihre Vorgänger sind. Trifft das auch auf diesen Film zu?

Die Handlung der Fortsetzung ist anders. Wo es im ersten Teil noch um die Figuren, um das, was sie verbindet und was sie erlebt haben, drehte, geht es hier nur um Ted und welche Rechte man ihm einräumt oder nicht einräumt. Natürlich ist das Ganze noch mit einem Antagonisten versehen und schon hat man eine dramatische Nebenhandlung. Über den Inhalt gibt der Rückentext deutlich Aufschluss.
Ansonsten ist die Geschichte nicht sonderlich tiefgreifend, innovativ oder originell, mit Ausnahme einer Komponente: In keinem anderen Film, in dem es um Recht oder Gerechtigkeit geht, und auch sonst in keiner anderen Komödie ist ein lebender Teddy-Bär der Protagonist.
Das ist das einzig Besondere am ganzen Film.

Spannungstechnisch bewegt sich „Ted 2“ auch eher auf dem Niveau von einem Grundschultheaterstück von „Der Regenbogenfisch“. Alles läuft nahezu genau so ab wie im ersten Teil und die Motive sind, besonders im „dramatischen“ Nebenstrang, sehr ähnlich und einfach gehalten.

Die größte Veränderung nahm „Ted 2“ im Humor auf sich. Wo es im ersten Teil plump, sexistisch und sarkastisch herging, steht jetzt im Vergleich dazu ein laues Lüftchen im DVD-Regal. Es fehlt der Biss, die vulgäre Sprache und die expliziten Handlungen, die aus dem ersten Teil – zumindest in diesem Punkt – einen Pionier gemacht haben. Es kommt einem so vor, dass alles, was vorher besonders war, nun nicht mehr besonders ist und auch gar nicht mehr existiert. Als ob eine viel schlechtere Kopie vom ersten Teil neu veröffentlicht wurde. Es gab zwar den einen oder anderen Lacher, aber unterm Strich ist „Ted 2“ weit, weit entfernt von dem, was man aus dem ersten Teil kennt.

Die Kurzweiligkeit des Vorgängers ist ebenfalls nicht mehr vorhanden. Das Publikum muss sich mit einigen Längen und Passagen herumschlagen, in denen die Handlung eigentlich nur durch die Bilder und Musik weitererzählt wird. Die ca. 111 Minuten fühlen sich dadurch extrem in die Länge gezogen an. Kein gutes Gefühl.

Authentizität und Emotionen kommen wie so oft Hand in Hand einher. Logisch ist, dass sich die wiederkehrenden Charaktere aus dem ersten Teil in ihrer Rolle weiterentwickelt haben sollten. Was sie leider nur bedingt getan haben. Neu eingeführte Figuren, wie z.B. Samantha (Amanda Seyfried) oder Patrick Meighan (Morgan Freeman) zeigen zumindest die richtige Richtung an. Generell ist die darstellerische Leitung nicht schlechter oder besser als in „Ted“ allerdings, tut es einem Film und seiner Fortsetzung auch nicht immer gut, wenn sich wirklich nichts weiterentwickelt. Die Hinzunahme von zwei neuen Charakteren half dem gesamten Cast auf die Sprünge. Morgan Freeman spielt wie gewohnt locker, glaubwürdig und auf seine ganz eigene Art einen Anwalt. Amanda Seyfried ist vielseitig und die Nachwuchsanwältin steht ihr genau so gut zu Gesicht wie eine „Millionärstochter“, die gegen ihren Vater rebelliert („In Time“).

Insgesamt stagniert die Glaubwürdigkeit, da die Gefühlspalette zwar breit ist, allerdings selten bis gar nicht originell, geschweige denn echt rüber gebracht wird. Hier fehlt es an der Tiefe. Oberflächlich werden allerdings einige Emotionen gezeigt, allen voran Zuneigung und Sorge, an vielen Stellen wird es extremer und Wut und Trauer fließen mit in die Charaktere ein. Das Publikum kauft sie den Darstellern allerdings nicht ab.

Musikalisch hat der Film etwas mehr zu bieten. Er kommt mit wenigen bis keinen klassischen Songs aus, fast ausschließlich sind es popartige Töne, die der Zuschauer auf die Ohren bekommt. Die Songs sind gut eingesetzt und stehlen dem Film nie die Show.

Meine Meinung:
„Ted 2“ hat mich nur mäßig unterhalten und er ist ein klassisches Beispiel dafür, dass Fortsetzungen nicht immer gut sind.

Die Handlung ist wirklich sehr einfach und beinhaltet leider keine Überraschung. Sie ähnelt dem ersten Teil so sehr, dass ich das Gefühl hatte, ich schaue eine schlechtere Version von ebenjenem Film.

Spannung, Länge, Authentizität und die gezeigten Emotionen waren ebenfalls nur sehr mäßig bis unterdurchschnittlich.

Der Humor ließ stark nach. Alles, was in „Ted“ gut gemacht wurde, kommt im zweiten Teil fast gar nicht mehr vor. Schade.
„Ted 2“ lässt sehr viele Punkte liegen.

Meine Wertung:
Humor: 6,0 von 10
Spannung: 6,0 von 10
Story: 5,0 von 10
Länge: 4,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,0 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 5,6

Reihenfolge:
1. Ted
2. Ted 2

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T wie „Ted“

IMG_6008Titel: Ted
Genre: Komödie
Regie: Seth MacFarlane
Musik: Walter Murphy
Produzenten: Scott Stuber / Seth MacFarlane / John Jacobs / Jason Clark / Wellesly Wild
Dauer: ca. 102 Minuten
Erscheinungsjahr: 2012
Altersfreigabe: FSK 16

„Seth MacFarlane (‚Family Guy‘) hat eine neue Kultfigur geschaffen: Ted, den abgefahrensten Teddybären, der jemals lebte. Und wenn Ted das Maul aufmacht, dann kommen meistens Schweinereien raus. Er säuft, kifft und hurt, was die Bärenhaut so hergibt. Das hat John Bennett (Mark Wahlberg) nun davon, dass er sich nichts sehnlicher gewünscht hat, als dass sein Lieblingsteddybär lebendig werden soll. Jetzt hat er alle Hände voll zu tun, um diesen fellgewordenen Kindheitstraum zu bändigen…“
(Rückentext der DVD)

Ein (Teddy)Bär der etwas anderen Art sorgt für mächtig Aufsehen und zeigt uns, dass es der Freundschaft egal ist, woher du kommst.

Die Story von „Ted“ ist alles andere als verwirrend, ganz im Gegenteil, sie ist sogar sehr einfach und auch sehr flach. John Bennett wünscht sich als kleiner Junge, dass sein Teddybär zum Leben erwacht. Am nächsten Morgen lebt dieser tatsächlich. Eine wahrhafte Überraschung wäre es, wenn er nicht zu leben beginnt, dann wiederum hätte der Film keine Daseinsberechtigung mehr. Es kommt wie es kommen muss, Ted krempelt das Leben von John ziemlich um und gelangt zeitweise zu Weltruhm. „Ted“ beginnt nach der ruhmreichen Zeit vom Bären, eigentlich sogar noch ein bisschen später, als Ted schon eher so am Boden ist und kaum mehr Möglichkeiten hat. Durch sein eklatantes Verhalten strapaziert Ted nicht selten seine freundschaftliche Beziehung zu John und dessen Freundin Lori über. Kurzweilig kommt es sogar zu einem Bruch zwischen allen Dreien.

Trotz der äußerst flachen Story ist der Humor im Ganzen bissig und sehr sarkastisch. Im Einzelnen überwiegt eine vulgäre und plumpe Sprache, die diesen Film auf eine sehr sexuelle Ebene hebt und explizite Handlungen beschreibt. Dabei ist Ted nicht der einzige Charakter, der für Lacher sorgt.

Selten kommt auch eine Art kindischer Humor durch, der den Film anwechslungsreich wirken lässt.
Da man die meiste Zeit am lachen ist, fällt es kaum auf, dass der Film nicht so spannend ist. Zum Ende hin wird es durch eine Wendung etwas ereignisreicher, da sich das aber schon recht früh angedeutet hat, ist es für das Publikum gar nicht so überraschend.

Mit einer Laufzeit von 102 Minuten erscheint der Film recht kurz und er lässt auch in weiten Teilen keine Langeweile aufkommen. Zum Ende hin kann man den Abspann jedoch kaum erwarten, weil die Story sehr in die Länge gezogen wird.

In den Punkten Gefühle/Emotionen und Authentizität bekommt das Publikum schon etwas mehr für eine Komödie geboten. Die Palette der Gefühle reicht von Abneigung über Enttäuschung bis hin zur großen Liebe. Das ist an sich aber noch kein großes Kino, wenn da nicht der Charakter Ted wäre und die Authentizität. Ted ist nämlich in den meisten Szenen animiert, was die schauspielerische Leistung von Mark Wahlberg, Mila Kunis und Co. noch einmal aufwertet. Bis auf ein, zwei Ausnahmen sind die Charaktere originell dargestellt und in Szene gesetzt.

Die Filmmusik ist abwechslungsreich und unterhaltsam. In vielen Teilen fühlt man sich in die Vergangenheit zurück versetzt. Der bekannteste Song ist „Flash´s Theme“ von Queen. Dennoch ist der Soundtrack nicht komplett retro, er wird durch einige modernere Songs aufgewertet. Darüber hinaus trägt die Musik auch zum Charme und zur Story bei und lässt sie in einem nicht ganz so flachen Licht dastehen, wie sie eigentlich stehen sollte.

Meine Meinung:
Trotz der flachen Story hat „Ted“ mich ziemlich gut entertaint und auch nach mehrmaligem Sehen bringt er mich immer noch zum Lachen. Die Spannung des Films ist vorhersehbar und stark reduziert, dafür punktet er mit einem sehr tollen Humor und einem animierten Teddybären.

Die Filmmusik ist ausgesprochen ausgewogen und gefällt mir durch die Bank. Ich musste jedes Mal bei dem alten „Flash´s Theme“ von Queen mit einsteigen, weil es so markant und einladend war.

Meine Wertung:
Humor: 8,5 von 10
Spannung: 5,0 von 10
Story: 5,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 7,0 von 10
Authentizität: 7,5 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 6,7
„Flash, a-ah, saviour of the universe”

Reihenfolge:
1. Ted
2. Ted 2