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Terminator

Titel: Terminator (engl. „The Terminator“)
Genre: Science-Fiction
Regie: James Cameron
Musik: Brad Fiedel
Produzenten: Gale Anne Hurd
Dauer: ca. 103 Minuten
Erscheinungsjahr: 1984
Altersfreigabe: FSK 16

„Die Erde im Jahre 2029. Zwischen der Menschheit und intelligenten Maschinen tobt ein erbitterter Krieg. Um John Connor, den Anführer einer Widerstandsgruppe zu eliminieren, schicken die Maschinen einen Cyborg (Arnold Schwarzenegger) zurück ins Jahr 1984. Er soll die Mutter des Aufständigen töten, damit ihr Sohn niemals geboren wird. Connors Freund Reese folgt dem Terminator in die Vergangenheit, um die Frau und damit die Menschheit zu retten.“
(Rückentext der DVD)

Schon länger habe ich mich für die Reihe um den Terminator und die Paraderolle Arnold Schwarzeneggers interessiert. Immer, wenn ein „Terminator“-Teil im TV lief, war es leider nie der erste, denn ich wollte diese Reihe sehr gerne bei Teil 1 beginnen. Vor einigen Monaten habe ich dann einfach alle 5 Teile auf DVD gekauft. Damit es dieser Reihe nicht so ergeht, wie vielen anderen Filmen in meinem Regal, habe ich jetzt einfach mal gestartet und fange im Jahr 1984 mit dem ersten „Terminator“ an. Angeblich ein Film, der das Genre nachhaltig verändert hätte. Wer weiß, wer weiß?

Der Rückentext beschreibt die Handlung schon sehr gut. Im Wesentlichen wird an dieser Stelle weder zu viel, noch zu wenig verraten.
Die Erzählstruktur ist recht einfach gehalten. Der Hauptteil der Geschichte spielt ganz klar im Jahr 1984. „Terminator“ bleibt in der Reihenfolge der Ereignisse dabei stets chronologisch, sodass keine Verwirrung aufkommen kann. Aufgelockert wird das Bild durch regelmäßige Standort- und Jahreswechsel. Eben noch im Jahr 1984 ist der Zuschauer auch mal schnell im Jahr 2029 und bekommt einen Eindruck von der düsteren Zukunft des Planeten.

Die Elemente des Filmes sind besonders in den ersten 30 bis 40 Minuten sehr träge und verhindern ein Aufkommen der Spannung. Es gilt: Je länger der Film dauert, desto spannender wird er. Fantastische Actionelemente und Spezialeffekte kommen vermehrt erst in der zweiten Hälfte des Films vor, was ein Grund für die schwache Performance des Anfangs sein kann.
Mit zunehmendem Wissen und dem Durchschauen der einen oder anderen Figur, erschließt sich dem Zuschauer die Handlung nahezu komplett.

Im Bereich der Emotionen und der Authentizität bin ich etwas zwiegespalten. Für heutige Verhältnisse sind die geleisteten Darbietungen leider einfach nur mangelhaft, aber vor knapp 35 Jahren wollten die Zuschauer vielleicht genau so etwas sehen. Es hapert einfach an allen Ecken und Enden. Stetiges Overacting und Figuren, die keine Tiefe und zusätzlich wenig Ausstrahlungskraft zu besitzen scheinen, machen es mir schwer, Gefühle und Regungen glaubhaft einzuschätzen.
Weitestgehend unglaubwürdig sind die darstellerischen Leistungen aller Schauspieler.

Obwohl der Streifen bloß ca. 103 Minuten dauert, hatte er, wie bereits beschrieben, in der ersten Hälfte seine Längen. In dieser Zeit fiel es mir besonders schwer, die Augen offen zu behalten (es ist mir nicht immer geglückt!).
Musikalische Unterstützung erhielt „Terminator“ durch einfache Stücke, die vor allem in spannenden Szenen zum Einsatz kamen. Eines hatten alle Kompositionen jedoch gemeinsam: Sie sind allesamt sehr zurückhaltend. Es gab außerdem keine Szene, in der der Beobachter die musikalische Auswahl hervorheben wollen würde.

Zu guter Letzt: Das Setting.
Der Film spielt in Los Angeles des Jahres 2029 und des Jahres 1984. Von beiden Orten bekommt man relativ wenig mit. Das Jahr 2029 hatte eine besonders düstere und menschenfeindliche Atmosphäre. Mehr als das bekommt man fast nicht zu sehen.
Mein Problem an „Terminator“ ist, dass der komplette Film entweder am Abend bzw. in der Nacht zu spielen scheint oder in Gebäuden, sodass man wenige natürliche Lichtquellen hat.
Das soll dem Film aber nicht zum Nachteil werden. Grundsätzlich ist „Terminator“ nämlich ein gut umgesetzter Streifen, der durch die eine oder andere Science-Fiction-Spielerei zu überzeugen weiß. Für sein Alter ist dieser erste Teil immer noch voll in Schuss. Auf ihm bauen immerhin vier weitere Filme auf.
In einigen Szenen haben mir die Masken gut gefallen, auch wenn man durch heutige Computertechnologie weitaus bessere Bilder oder Effekte herzustellen weiß, empfinde ich die Umsetzung bei „Terminator“ gelungen.

Meine Meinung:
Ich kann nicht beurteilen, ob „Terminator“ das Science-Fiction-Genre nachhaltig beeinflusst oder verändert hat, da ich bei weitem nicht alle Filme aus diesem Bereich vor und nach diesem kenne. Ich weiß jedoch, dass zumindest die zweiten 50 Minuten des Films mich in den Punkten Setting und Spannung zwar nicht überrascht, mir aber gefallen haben.

Auch der Plot und die Umsetzung der Story sind, trotz schwacher schauspielerischer Leistung, gelungen. Seine Stärken konnte „Terminator“ für sich ausnutzen. Dafür, dass Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle spielt, hat er erstaunlich wenig Text.
Da der Film aber, wie beschrieben, nicht alles richtig gemacht hat, muss ich ihm ein paar Punkte abziehen.

Meine Wertung:
Spannung: 6,5 von 10
Story: 8,0 von 10
Länge: 5,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 4,0 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Setting: 8,0 von 10
Musik: 6,0 von 10
GESAMT: 6,1