The Cleaners

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Titel: The Cleaners
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Hans Block / Moritz Riesewieck
Musik: John Gürtler / Jan Miserre / Lars Voges
Produzenten: Georg Tschurtschenthaler
Dauer: ca. 88 Minuten
Erscheinungsjahr: 2018
Altersfreigabe: FSK 0

„THE CLEANERS enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in Zehn-Stunden-Schichten im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die ‚Content Moderatoren’ outgesourct. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie agieren, ist eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valleys.
Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen.“
(Inhalt laut Presseheft)

„The Cleaners“ ist eine Dokumentation, die am 17.05.2018 ihren Weg ins Kino findet. Ich freue mich daher besonders und bin dankbar, diesen Film vorab sichten zu können.

Im heutigen Alltagsleben nutzen wir wie selbstverständlich die Errungenschaften des modernen Lebens. Das Internet und soziale Netzwerke sind nur zwei Beispiele dafür, was der Mensch in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat.
Die Kehrseite der technologischen Errungenschaft bleibt dem normalen „Endverbraucher“ aber zumeist verborgen. „The Cleaners“ thematisiert diese Aspekte und hält eine Taschenlampe ins Dunkel.

Wer die Medien aufmerksam verfolgt, hat mit Sicherheit schon einmal mitbekommen, dass die Prüfung von Bild- und Videomaterial von diesen besagten Unternehmen nicht selbst übernommen wird, sondern mehr oder weniger abgegeben wurde. Dienstleistungsunternehmen überall auf der Welt arbeiten „im Namen von…“ und löschen Inhalte, die gegen die Nutzungsbedingungen oder Gesetzte verstoßen.

Die Dokumentation von Hans Block und Moritz Riesewieck zeigt dabei gleich mehr als einen Aspekt auf, den man als Nutzer einer Plattform gar nicht beachtet oder weiß.
Die jungen Filmemacher zeigen förmlich mit dem Zeigefinger auf all die Stellen, die in diesem System von „Beiträge veröffentlichen“ und „prüfen“ fehlerhaft sind oder schlicht nicht funktionieren.

Über das Schicksal der Mitarbeiter wird dem Zuschauer die ganze Thematik näher gebracht. Auf den Philippinen ist eines der größten Büros der Welt, voll mit Menschen, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Bilder und Videos zu überprüfen und gemäß der Nutzungsbedingungen oder Richtlinien zuzulassen oder zu löschen.
Sie sind es, die ausnahmslos alles zu Gesicht bekommen.
Sie sind es, die mit den Bildern leben müssen, weil sie andere vor Brutalität oder Grausamkeit schützen müssen oder wollen.

Aber nicht nur das Schicksal der Mitarbeiter liegt dem Regisseur-Duo am Herzen, sondern auch die Risiken, die durch Zensur entstehen. Verbreitung von falschen Nachrichten oder sogenannten alternativen Fakten sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Über eine Laufzeit von 88 Minuten werden einige Ansichten beleuchtet und immer wieder in einen Kontext gesetzt.

Am Ende nehme ich für mich aus der Dokumentation mit, dass sich die großen Unternehmen hinter dem „kleinen Mann“ verstecken und ihre Arbeit auf andere abwälzen. Ich alleine kann die Tragweite dieses Films nur erahnen und möchte jeden dazu animieren, sich diese brisante Dokumentation einmal anzuschauen.
Sie zeigt nämlich sehr deutlich auf, dass die Fehlerquellen die Unternehmen wie Facebook, Google, Twitter und Co. selbst sind.

Im Rahmen der Filmreise-Challenge habe ich nun Aufgabe #53 „Schaue Schaue zwei Dokumentationsfilme, zu zwei verschiedenen Themen (1)“ beendet. Für weitere Informationen klickt bitte einfach auf das Banner.

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Meine Meinung:
„The Cleaners“ hat in jedem Fall Potential. Vor allem aufgrund der Brisanz der Thematik treffen die beiden deutschen Filmemacher den Puls der Zeit.

Ich habe den kompletten Film spannend empfunden. Zwar gab es die ein oder andere längere Szene, jedoch waren besonders die Schicksale der Arbeitnehmer auf den Philippinen überaus aufschlussreich.

Eine richtige Bewertung kann ich eigentlich nicht abgeben, da Dokumentationen meiner Meinung nach eher informieren und nicht unterhalten sollten. „The Cleaners“ informiert in diesem Fall über ein überaus sensibles Thema.

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5 Gedanken zu „The Cleaners

  1. Pingback: Filmreise-Challenge | zacksmovie

  2. Ma-Go

    Klingt wirklich nach einer interessanten Doku und einer, bei der man schnell als paranoider Verschwörungstheoretiker abgestempelt wird 😉

    Was deinen letzten Absatz angeht, gebe ich dir Recht. Dokus sollen informieren, nicht unterhalten. Trotzdem finde ich schon, dass man auch Dokus bewerten kann. Manche Dokus sind einfach schlecht recherchiert, einseitig beleuchtet oder schlicht langweilig aufgearbeitet. Die DiCaprio Doku zum Thema Klimawandel, die ich für die Challenge geschaut habe, war so ein Beispiel. Andere sind da meiner Meinung nach einfach besser.

    Gefällt 1 Person

    Antwort
    1. zacksmovie Autor

      Stimmt schon, es gibt gute und sagenhaft schlechte. Beim Schreiben des Artikels ist mir aber aufgefallen, dass ich es nicht richtig finde, wenn ich der Dokumentation eine Benotung gebe.

      Gefällt mir

      Antwort
  3. Pingback: „Der Koffer“ im Mai und Juni 2018 | zacksmovie

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