Burn Notice (Staffel 1)

Titel: Burn Notice (Season 1)
Idee: Matt Nix
Genre: Action / Drama / Thriller
Musik: John Dickson
Dauer: 12 Folgen à ca. 40 Minuten (Pilotfolge ca. 90 Minuten, Staffelfinale ca. 80 Minuten)
Erscheinungsjahr: USA: 2007 / Deutschland: 2009
Altersfreigabe: FSK 16

„CIA-Agent Michael Westen (Jeffrey Donovan) wird während eines Undercover-Einsatzes in Nigeria von der US-Regierung fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Er schafft es gerade noch, das Land zu verlassen und landet in seiner Heimatstadt Miami. Dort helfen ihm Ex-Freundin Fiona (Gabrielle Anwar) und sein bester Freund, der ehemalige CIA-Mitarbeiter Sam (Bruce Campell), herauszufinden, warum er auf die Abschussliste gesetzt wurde. Zwischenzeitlich verdingt sich Westen erfolgreich als Privatdetektiv – nicht zuletzt wegen seiner Fähigkeiten als Top-Spion…“
(Rückentext der DVD)

Wie bereits in meinem „Es läuft gerade die Serie…“-Artikel beschrieben, habe ich damals im TV diese Serie immer mit meinem Vater zusammen geschaut. Ich habe sie mir irgendwann auf DVD zugelegt, weil ich damals immer sehr großen Spaß beim Schauen hatte. Irgendwann stellte ich fest, dass ich einer der wenigen in meinem Bekanntenkreis bin, der diese Serie kennt. Das möchte ich mit diesem Artikel ändern.

Die Story dreht sich um Michael Westen, der ein CIA-Agent ist, bis zu dem Punkt, als er fallen gelassen wird. Er entkommt aus seiner misslichen Lage und schafft es mehr oder weniger in Sicherheit. Er kommt in seiner Heimatstadt an und dort warten ganz andere Probleme. Neben seiner Ex-Freundin Fiona und seinem alten Kumpel Sam lebt dort auch seine Mutter, die eigentlich selbst ganz wunderbar eine Spionin hätte sein können.
Er macht sich sein Wissen zu Nutze und nimmt von ganz unterschiedlichsten Leuten Aufträge an, damit er sich irgendwie über Wasser halten kann, denn eigentlich möchte er nur eines: Wissen, warum er kalt gestellt wurde und ob es wieder rückgängig gemacht werden kann.
Bei allem, was passiert, verliert die Serie nie das Ziel: Michaels „Burn Notice“.

„Burn Notice“ ist eine actiongeladene Spionage-Thriller-Drama-Serie, die mich sehr stark an andere alte „Klassiker“ erinnert. Michael Westen ist ein James Bond unter der Sonne Miamis, er ist cleverer als MacGyver und gefährlicher als das A-Team und dabei verinnerlicht er auch noch andere sehr starke Attribute.
Abgerundet wird die komplette Staffel mit Michael Westen, der aus dem Off zum Zuschauer spricht und immer wieder das Geschehen mal ernsthaft, mal witzig kommentiert.
Es gibt auch immer wieder Geschehnisse, die für jeden normalen Menschen fernab der Realität sind, die hier allerdings thematisiert und gezeigt werden. „Burn Notice“ nimmt sich an dieser Stelle selbst auch nicht zu ernst. Die Folgen selbst bauen nur sehr lose aufeinander auf und sind inhaltlich voneinander losgelöst. Was jedoch nicht verloren geht, ist das übergeordnete Thema der Burn Notice.

Die Figuren sind allesamt sehr originell und glaubwürdig und da sind die Eigenschaften eines Einzelnen ein ganz wichtiger Punkt. Alle Charaktere sind absolut unterschiedlich und passen so wunderbar zusammen, weil sie sich hervorragend ergänzen. Ich hatte das Gefühl, dass ich einer eingeschworenen Gruppe dabei zusehe, wie sie die Welt – nicht unbedingt retten aber – verändern.
Das hat unglaublich viel Spaß gebracht. Auch die „Fälle“, die man zu sehen bekommt, sind spannend konstruiert und man ist gespannt, was sich Michael und seine beiden Freunde einfallen lassen.

Emotionstechnisch wird es schwierig. Man bekommt einiges geboten, aber gleichzeitig sind die Figuren darum bemüht, so wenig wie möglich von sich preiszugeben. Das wirkt zwar dann im ersten Moment sehr steif, allerdings wird in den richtigen Momenten ein Blick geworfen, eine Aktion durchgeführt oder etwas gesagt, damit der Zuschauer weiß: „Ok, er/sie macht es nicht, weil es Berechnung ist, sondern weil mehr daran hängt.“ Und in diesen Szenen funktioniert „Burn Notice“ sehr gut, denn diese Augenblicke kommen öfter vor, als man sich vorstellen kann.
Auf der anderen Seite zeigen die Figuren eine ganz andere Seite von sich, wenn es zur Sache geht. Die „hemmungslosen“ und actionreichen Szenen üben dabei gleichermaßen ihren Reiz auf den Zuschauer aus wie die übrigen Charakterszenen, die allesamt einen besonderen Einblick in die einzelnen Figuren geben.

Die Schnitte sind ganz unterschiedlicher Art und sind nicht einfach nur dafür gedacht, zwischen zwei Szenen zu wechseln. Im Fall von „Burn Notice“ werden ihnen gleich noch andere Aufgaben zuteil.
Sie sind stilistisch so eingebunden, dass sie immer mal wieder das Geschehen stoppen, Michael etwas aus dem Off sagt, die Szene danach weiter geführt wird und eine Situation, die sich bereits angekündigt hat, aufgelöst wird. Auch sonst gibt es immer wieder Bilder zu sehen, die spannend aussehen, weil mit dem Schnitt gearbeitet wird. Auch gibt es Einblendungen, die einer Person zuzuordnen sind und damit auch die Ereignisse und Figuren erklären.

Die Musik ist ganz unterschiedlicher Natur. Oft gibt es Party-Musik zu hören, weil es zum Setting passt, auf der anderen Seite hören wir dann aber auch unterstützende Melodien, die zur Situation passen und die Spannung ein Stück weit nach oben treibt. Am Ende macht es eben der Mix und
der ist in dieser Serie durchaus ausgewogen und gefällt mir persönlich sehr gut.

Das einzige, was ich zu bemängeln habe, ist die Laufzeit. 12 Folgen sind mir persönlich zu wenig und ich möchte einfach mehr und länger bei den Figuren bleiben. Die Laufzeit von ca. 40 Minuten hingegen ist angemessen. Die Pilotfolge hat mit 90 Minuten auch eine perfekte Laufzeit und führt da schon zu Beginn alle Figuren gekonnt und umfassend ein. Das Staffelfinale besteht aus einer Doppelfolge und dauert ca. 80 Minuten. Dennoch muss ich an dieser Stelle Punkte abziehen.

Meine Meinung:
Wer meine Begeisterung aus den ersten Sätzen erkennt, der kann sich durchaus vorstellen, wie die Bewertung ausfällt. Ich bin nach wie vor sehr begeistert und auch wenn man sich beispielsweise die Serie auf IMDB anschaut, bekommt man ein durchaus positives Ergebnis zu sehen.

Ich muss jedem diese Serie empfehlen, der sich für Spionage-Action-Thriller-Drama-Serien interessiert und damit auch etwas anzufangen weiß.
Ich wurde einfach abgeholt und mag diese Serie total gerne und freue mich daher auch schon darauf, wenn ich mir die zweite Staffel anschaue, die ich natürlich auch auf DVD habe.

Meine Wertung:
Story: 9,5 von 10
Spannung: 9,5 von 10
Länge: 6,0 von 10
Authentizität: 9,0 von 10
Emotionen: 8,0 von 10
Schnitt: 10 von 10
Musik: 8,0 von 10
GESAMT: 8,6

Ein Gedanke zu „Burn Notice (Staffel 1)

  1. Pingback: „Der Koffer“ im Oktober 2017 | zacksmovie

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