The Purge: Anarchy

the-purge-anarchy_coverTitel: The Purge: Anarchy
Genre: Thriller
Regie: James DeMonaco
Musik: Nathan Whitehead
Produzenten: Michael Bay / Jason Blum / Andrew Form / Bradley Fuller / Sébastien Lemercier
Dauer: ca. 99 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 16

„Für zwölf Stunden im Jahr sind alle Verbrechen legal. Im neuen Amerika beginnt die nun sechste Purge-Night, bei der die Bevölkerung allen Hass und alle Aggressionen ausleben darf. Ausgerechnet in dieser Nach bleibt das Auto des streitenden Pärchens Liz und Shane liegen. Auf der Flucht vor einer maskierten Bande begegnen die beiden Leo, der eigentlich den Tod seines Sohnes rächen will. Stattdessen muss Leo die beiden nun in der Horrornacht beschützen. Ein tödliches Wettrennen beginnt.“
(Rückentext der DVD)

Mit „The Purge: Anarchy“ habe ich auch nun den zweiten Teil gesehen. Ob ich wieder so gut unterhalten wurde, wie in „The Purge – Die Säuberung“, kann man hier nachlesen.

Alles, was die Handlung betrifft, beschreibt der Rückentext schon sehr gut und deswegen werde ich da nichts weiter hinzufügen außer, dass sie ein Jahr nach dem ersten Teil angesiedelt ist. Nachdem der erste Teil eher wie ein Kammerspiel daher kam, ist „The Purge: Anarchy“ nicht in einem Haus, sondern außerhalb von Gebäuden angesiedelt.
Die Geschichte ist linear und einfach erzählt. Man erfährt immer, was den Figuren passiert oder wo sie sich befinden. Einzig die Gedanken und Gefühle bleiben dem Zuschauer verborgen.
Die Erzählweise kommt auch ohne Kniffe aus, denn einzig die Darstellung von Tötungen, den brutalen Umgang mit Waffen und das skrupellose Verschleppen von Menschen ist in der Darstellung so extrem und explizit, dass es deutlicher nicht geht. Wenn man das alles sieht, bedarf es keinem zusätzlichen Kniff oder besonderer Raffinesse. Eigentlich verdient dieser Film auch eine FSK-18-Einstufung.

Spannungstechnisch knüpft „The Purge: Anarchy“ an seinem Vorgänger an. Es ist alles wieder sehr düster gehalten, mit dem Unterschied, dass sich die Protagonisten dieses Mal nicht in einem Haus, sondern auf freier Straße befinden. Was diesem Streifen im Vergleich zum ersten Teil fehlt, ist dieser extreme Nervenkitzel, der im Vorgänger, z.B. durch ein Leuchten mit der Taschenlampe in einen dunklen Raum, hervorgerufen wurde. In der Fortsetzung fehlt das Spielen mit den Emotionen, mit dem Interesse des Zuschauers und das lässt ihn im Vergleich in diesem Punkt etwas schwächer werden.
Aber es sei gesagt, dass sich dieser Film immer noch auf einem guten Niveau befindet.

Mit rund 99 Minuten Laufzeit geht dieser Streifen auch ein Stück länger als „Die Säuberung“ und das merkt man ihm auch an. Die Geschichte bekommt eine Richtung. Auch eine kleine Nebenhandlung bekommt Luft zum Atmen, das hat mir sehr gut gefallen. Allerdings fehlt dem Streifen etwas Tempo, das aber sehr gut mit einem breiterem Cast und tieferen Charakteren kompensiert werden kann.

Die Emotionale Palette ist natürlich wieder stark auf das der Angst begrenzt. Allerdings erfährt man hier auch abseits der Haupt-Geschehnisse Handlungsmotive, die durchaus auch einen emotionalen Hintergrund haben.

Alle Figuren haben sich die meiste Zeit echt angefühlt und in diesem Szenario waren sie glaubwürdig und authentisch.

Die Musik war unterstützend und instrumental gehalten. Alles andere hätte dem Film nicht gut getan. Sie wurde gut eingesetzt und hat dem Streifen nie die Show gestohlen.

the-purge-anarchy_dvdMeine Meinung:
Mich konnte man wieder gut mit dieser etwas anderen Geschichte wunderbar unterhalten.
„The Purge: Anarchy“ ist, wie sein Vorgänger, ein echter Thriller. Mit seiner Düsternis und seiner Thematik zeigt er nicht nur extreme Bilder, sondern regt auch zum Nachdenken an.

Inhaltlich hat dieser Teil leider noch seine Schwächen, ich bin allerdings gespannt, inwieweit die Story mit der im September erscheinenden Fortsetzung weitererzählt wird.

Punkte, die „The Purge: Anarchy“ gegenüber seinem Vorgänger verliert, holt er an anderer Stelle wieder rein.

Meine Wertung:
Spannung: 7,5 von 10
Story: 6,5 von 10
Länge: 7,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 6,0 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
GESAMT: 7,0

Reihenfolge:
1. The Purge – Die Säuberung
2. The Purge: Anarchy
3. The Purge: Election Year

5 Gedanken zu „The Purge: Anarchy

  1. christianneffe

    Ich bin mit der Idee von „The Purge“ nie richtig warm geworden – das erscheint mir (wie bei „Saw“) nur eine pseudo-sozialkritische Ausrede dafür zu sein, Gemetzel zeigen zu können… Falls ich mir das Ganze doch mal antue, sollte ich dann mit dem ersten Teil oder gleich mit den zweiten einsteigen?

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    Antwort
    1. zacksmovie Autor

      Man kann mit dem zweiten Teil anfangen, da der erste und der zweite Teil nicht zusammenhängen. Allerdings empfehle ich dir dennoch den ersten Teil anzuschauen. Meiner Meinung nach hat besonders Teil 1 ein sehr krasses „Kammerspiel“-Feeling. Und für mich ist diese Reihe nicht pseudo-sozialkritisch, da sie lediglich eine dystopische Zukunft zeigt.

      Gefällt 1 Person

      Antwort
  2. Pingback: The Purge: Election Year – zacksmovie

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