[Gastrezension] Dschafars Rückkehr

IMG_4464Titel: Dschafars Rückkehr (engl.: „The Return of Jafar“)
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: Toby Shelton / Tad Stones / Alan Zaslove
Musik: Mark Watters
Produzenten: Tad Stones / Alan Zaslove / Maia Mattise
Dauer: ca. 66 Minuten
Erscheinungsjahr: 1994
Altersfreigabe: FSK 0

„Das Abenteuer des Disney Meisterwerks ‚Aladdin’ geht weiter! Zurück in Agrabah, der Stadt der 1001 Wunder, müssen sich Aladdin und sein Flaschengeist Dschinni ihrer größten Herausforderung stellen. Alle dachten, der hinterhältige Zauberer Dschafar wäre für immer sicher in der Wunderlampe eingesperrt. Doch er kann sich befreien und versucht mit seinen kosmischen Kräften das Königreich zu erobern. Aladdin und Prinzessin Jasmin setzen alles daran, den bösen Zauberer an seinen Plänen zu hindern und mit Hilfe des superwitzigen Flaschengeistes Dschinni ist so manch eine überraschende Wendung vorprogrammiert.“
(Rückentext der DVD)

Da ist er also, „mein“ Aladdin. Der Film, den ich als Kind auf Videokassette besaß.
Normalerweise weigere ich mich, zweite Teile von Disney-Filmen anzusehen, denn die wenigen, die ich kenne, enttäuschten mich maßlos. Bei „Dschafars Rückkehr“ machte ich aus nostalgischen Gründen eine Ausnahme. Die Frage lautet also: Lohnt es sich wirklich oder waren meine kindlichen Gefühle zu positiv?

Viel mehr Story, als sich auf dem Klappentext befindet, gibt es leider nicht.
Dschafar schafft es, sich aus seinem Gefängnis tief im Wüstensand zu befreien, in das er am Ende von Teil 1 befördert wurde. Nun sinnt er auf Rache und setzt dafür seine neuen Kräfte als Dschinni ein.

Spannung kam bei der linearen Erzählweise und Konzentration auf den einen Handlungsstrang kaum auf. Nicht mal mit Überraschungen konnte der Film wirklich punkten.
Und das Ende ist dem Zuschauer – da Disney-Produktion – auch von vornherein klar.
Trotzdem gibt es jedoch Gefahren und Bösartigkeiten, die kurzfristig schon Anspannung auslösen lassen.

Mit nur ca. 66 Minuten ist der Film sehr kurz. Die Story war leider so langweilig, dass die 66 Minuten fast schon zu lang waren. Insgesamt wurde die Geschichte zwar in der Zeit auserzählt, aber man hätte dem Film sicher mit mehr Witz, Tiefe und Überraschungen einen großen Gefallen getan. Hätte man all das noch mit hinein gepackt, wäre er auch länger geworden.

Ein bisschen gewinnt der Film dadurch, dass die Sprecher aus Teil 1 auch hier wieder mit an Bord waren. Dschinni wurde also wieder von der Hauptsynchronstimme von Robin Williams gesprochen, der für viele Zuschauer sicherlich der wichtigste Sprecher ist.

Und obwohl weder bei der Darstellung der Figuren noch der Gefühle ein großer Unterschied zum Vorgänger festzustellen ist, kommt das alles aufgrund der flachen Geschichte nicht mehr so recht beim Zuschauer an.

Der Humor, der im ersten Teil bereits vorrangig von den Tieren und Dschinni ausgingen, war auch nur noch in einem sehr reduzierten Rahmen anzufinden. Viel zu lachen gibt es nicht. Vereinzelt entfleucht höchstens mal ein humoriges Schnaufen.

Die Disney-Zeichentrick-Filme profitieren größtenteils von den wunderschönen und bemerkenswerten Liedern. Hier ist das nicht der Fall. Außer dem Intro, das das Intro von „Aladdin“ aufnimmt und weiterführt, krankt es den Liedern an vielem. Zum einen gibt es nur eine Handvoll und zum anderen fehlen eingängige Melodien fast völlig.
Die unterstützende, instrumentale Musik war zwar passend, aber leider auch nichts Besonderes.

Meine Meinung:
Obwohl ich weiß, dass ich den Film als Kind öfter gesehen habe, konnte ich mich an die Story nicht erinnern. Am präsentesten war mir das Anfangslied, das eine sehr gute Weiterführung des ersten Liedes aus „Aladdin“ ist. Mittendrin gab es jedoch immer wieder Szenen, bei denen ich mich erinnerte, sie schon einmal gesehen zu haben.

An Lieder aus diesem Film konnte ich mich nicht erinnern und nun ist auch klar, warum: Es gab so gut wie keine. Und die, die vorkommen, haben definitiv keine Ohwurmgarantie.

Niemand vom Regisseur-, Musik- oder Produzententeams des ersten Teils war bei diesem Film dabei. Die komplett neuen Leute schafften es nicht ansatzweise an den Charme und Zauber von „Aladdin“ anzuknüpfen.

„Dschafars Rückkehr“ beweist mir leider auf ein Neues, dass sich zweite Teile von Disney-Filmen nicht lohnen, auch wenn ich andere Stimmen dazu in meinem Umfeld habe.
Ich persönlich bin enttäuscht.

Meine Wertung:
Story: 6,0 von 10
Spannung: 6,0 von 10
Zeichentrick: 9,0 von 10
Humor: 5,5 von 10
Länge: 5,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
GESAMT: 6,4

Reihenfolge:
1. Aladdin
2. Dschafars Rückkehr
3. Aladdin und der König der Diebe

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Autor: buecherherz

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Ein Gedanke zu „[Gastrezension] Dschafars Rückkehr

  1. Pingback: [Gastrezension] Aladdin – zacksmovie

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