[Gastrezension] Aladdin

IMG_4453Titel: Aladdin
Genre: Zeichentrickfilm
Regie: John Musker / Ron Clements
Musik: Alan Menken
Produzenten: John Musker
Dauer: ca. 86 Minuten
Erscheinungsjahr: 1992
Altersfreigabe: FSK 0

“Nichts macht der gutherzige Straßendieb Aladdin lieber, als gemeinsam mit seinem lustigen Äffchen Abu griesgrämige Händler auszutricksen. Trotzdem träumt er von einem anderen Leben, seit er Jasmin, die Tochter des Sultans, kennengelernt hat. Als Aladdin in Besitz einer Wunderlampe gelangt, verändert sich alles. Der gigantische, unglaublich ausgeflippte Flaschengeist Dschinni erscheint und gewährt ihm drei Wünsche. Aladdin wird klar, dass er mit Hilfe von Dschinni die schöne Jasmin für sich gewinnen kann.“
(Rückentext der DVD)

Eine Jasmin-Barbie, ein Aladdin-Stickerheft, ein Jasmin-Kostüm zu Fasching im Kindergarten. Meine frühe Kindheit war geprägt von diesem Film. Doch ich besaß ihn nie, sondern nur meine Cousine. Ich hatte immer nur eine Videokassette mit dem zweiten Teil: „Dschafars Rückkehr„. Darum war es für mich etwas ganz Besonderes, diesen Film zu meiner Sammlung hinzuzufügen.

Selbst, wenn man den Film nie gesehen hat, hat man sicherlich von Aladdin und seinem Dschinn aus der Lampe gehört, denn diese Geschichte ist in den Märchen aus 1001 Nacht enthalten.
Disney hat die Geschichte für die Meisterwerke-Reihe adaptiert.

Gerade durch das orientalische Setting hebt sich diese Geschichte von den anderen Disney-Filmen ab. Tiger und Affen als Haustiere, Paläste mitten in der Wüste, Fakire oder Großwesire – spielerisch werden Kinder in diese fremdartige Kultur eingeführt.
Wie immer kann man als Erwachsener neben all dem Spaß noch ein bisschen mehr sehen und erkennt Details, wie rückständige Bestrafungsmethoden, Ränkespiele im Palast und Zwangsehen in den gehobenen Schichten.

Doch die ernsten Themen nehmen einen Minimalrahmen ein. Im Vordergrund steht Liebe, Vertrauen und Spaß. Vor allem letzterer kommt nicht zu kurz. Aladdins Affe Abu und der Papagei des Bösewichts Dschafar, Jago, liegen auf der Humorhitlist auf Platz 2. Unangefochten lustigster Charakter ist Dschinni. Mit seinen humorvollen Einfällen, rasanten Zaubern und dem großen Herz bringt er den Zuschauer in regelmäßigen Abständen zum Lachen.
Doch auch die anderen Figuren ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Trotz unrealistischer Körpermaße erwachen sie für diese 86 Minuten zum Leben und überzeugen mit all ihren Gefühlen. Mit all der Angst und der Hoffnung, der Liebe und dem Hass, der Großzügigkeit und Gier.
Besonders faszinierend ist hierbei der fliegende Teppich, der ohne Kopf und ohne Sprache jedes seiner Gefühle überzeugend und verständlich darstellt.
Obwohl man also nur Zeichentrickfiguren zuschaut, agieren sie unglaublich authentisch.

Wie immer ist neben den Figuren und der Geschichte ein zentrales Element die Musik. Bei „Aladdin“ steht sie im Gleichgewicht mit den gesprochenen Szenen. Man rutscht also nicht von einem Lied ins andere. Sie wurden bewusst und gezielt eingesetzt, um das zuvor gezeigte zu untermalen und zu verdeutlichen. Sie bringen die Geschichte aber nicht gravierend nach vorn, wie es in manch anderen Disney-Filmen der Fall ist.
So richtig viel Ohrwurm-Garantie haben die Lieder jedoch leider nicht. „Ein Traum wird wahr“ (engl.: „A Whole New World“) ist wohl das herausragendste Lied, von dem man sich den Text und die Melodie einprägt. Der Rest ist nach dem Film fast komplett wieder vergessen, auch wenn es grundsätzlich schöne Songs sind.

Mit fast anderthalb Stunden liegt eine sehr gute und angemessene Filmlänge vor. Die Geschichte wurde in der Zeit auserzählt, wies jedoch keine Längen auf.

Wenn man genau aufpasst, erkennt man sogar einige Anspielungen auf andere Disney-Filme oder Kino-Klassiker.

Meine Meinung:
Ob nun Jasmins Schönheit, Aladdins Gutherzigkeit oder Dschinnis Kunststücke – „Aladdin“ verzaubert sein Publikum.
Fast 25 Jahre ist der Film schon alt und immer noch hat er nichts von seinem Charme und seiner Liebenswürdigkeit verloren. Ich sehe ihn immer noch unglaublich gern und nun auch endlich auf meiner eigenen DVD und nicht auf der Videokassette meiner Cousine.
Mit „Aladdin“ macht man bei einem Disney-Filmabend nichts verkehrt. Man kann sich durch die spaßigen Lieder, frechen Tiere und schönen Bilder richtig in das Geschehen ziehen lassen.
Wen wundert es bei all meiner Aladdin-Liebe noch, dass sowohl das dazugehörige Musical ganz oben auf meiner To-Do-Liste steht als auch der zweiten Teil schon zum Gucken bereit liegt?!

Meine Wertung:
Spannung: 8,0 von 10
Zeichentrick: 9,0 von 10
Humor: 8,5 von 10
Story: 8,5 von 10
Länge: 9,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
GESAMT: 8,3

Reihenfolge:
1. Aladdin
2. Dschafars Rückkehr
3. Aladdin und der König der Diebe

Autor: buecherherz

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Ein Gedanke zu „[Gastrezension] Aladdin

  1. Pingback: [Gastrezension] Dschafars Rückkehr | zacksmovie

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