[Gastrezension] Die Tribute von Panem – Mockingjay 1

IMG_2094Titel: Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 (engl. „The Hunger Games: Mockingjay – Part 1“)
Genre: Science-Fiction
Regie: Francis Lawrence
Musik: James Newton Howard
Produzenten: Nina Jacobson / Jon Kilik
Dauer: ca. 118 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Katniss Everdeen konnte von den Rebellen aus der Arena gerettet und in dem zerstört geglaubten Distrikt 13 in Sicherheit gebracht werden. Für die unterdrückte Gesellschaft wird sie zur heroischen Symbolfigur des Aufstands gegen das Kapitol. Als der Krieg ausbricht, der das Schicksal Panems für immer bestimmen wird, muss Katniss sich entscheiden: Kann sie den Rebellen rund um Präsidentin Coin trauen? Und was kann sie tun, um Peeta aus den Fängen des Kapitols zu retten und Panem in eine bessere Zukunft zu führen?“
(Rückentext der DVD)

Das Finale der „Tribute von Panem“ beginnt.
Natürlich habe ich auch hierzu das Buch gelesen – „Die Tribute von Panem – Flammender Zorn„.
Nachdem ich in den ersten Teil damals schwer reinkam und den zweiten dann verschlungen habe, hatte ich mit dem dritten Buch – das sich ja auf zwei Filme aufteilt – unglaubliche Probleme.
Gerade die erste Hälfte fand ich elendig zäh und das ist ja nun ausgerechnet die Vorlage zu „Mockingjay Teil 1“.

Dank der tollen Besetzung und der Liebe zu den anderen Teilen, gefällt mir der Film zum Glück wesentlich besser als das Buch, so viel sei vorweg schon einmal gesagt.

Und trotzdem muss der Film nun einmal das zeigen, was das Buch vorgegeben hat.
Katniss wurde von den Rebellen aus der Arena, die sie am Ende von Teil 2 zum Einsturz brachte, befreit und kann sich nun in Distrikt 13 erholen. Dabei galt jenes äußerste Distrikt bisher als vollkommen zerstört und unbewohnt.
Nun avanciert sie zum Gesicht der Rebellion. Sie wird zum Spotttölpel, provoziert das Kapitol. Und das auch noch ohne Peeta an ihrer Seite, denn der wird von Präsident Snow gefangen gehalten.

Die Story klingt nicht nach viel und ist es streng genommen auch nicht. Dennoch werden zwei Stunden gefüllt.
Es ist nicht so, dass die Story künstlich aufgeblasen wurde, damit man einen langen Film abliefern kann, aber es hätte sicher auch nicht geschadet, wenn er gestrafft worden wäre.
So blieb für mich die Spannung in weiten Teilen auf der Strecke. Gerade am Anfang wird sich viel im Kreis gedreht. Erst im letzten Drittel wird an Fahrt aufgenommen.

Im Buch hatte ich bis zum Ende Schwierigkeiten mit den Figuren. Ich mochte nicht mal Katniss so wirklich und auch beim Rest war mir niemand ans Herz gewachsen.
Bei der filmischen Darstellung sieht das zum Glück ganz anders aus. Für mich persönlich macht das auch den meisten Reiz an diesem Teil aus, bei dem die Story mich nicht in ihren Bann ziehen konnte.
Ich finde die Hauptdarsteller unglaublich sympathisch und finde auch ihre schauspielerische Leistung vollkommen überzeugend. Mit einigen neuen und auch alten Nebenfiguren habe ich aber Probleme. Sie wirken unecht und ihre Gefühle immer aufgesetzt.

Die Gefühle der Hauptpersonen konnten mich dafür die ganze Zeit fesseln und nicht selten war ich kurz davor, mit Katniss anzufangen zu weinen.
Ich war vollkommen bei ihr, als sie mit Grauen an die letzten Hungerspiele dachte und verzweifelt zusehen musste, wozu das Kapitol fähig ist.IMG_2095

Musikalisch reißt mich das Ganze aber immer noch nicht vom Hocker.
Weiterhin gibt es durchweg instrumentale Begleitung, die die Stimmung nur in Teilen transportieren kann.
Schon in Teil 1 sang Katniss für ihre Schwester Prim und das Tribut Rue ein Lied, doch in diesem Teil steigert sich ihr Gesang zu einer vollkommen ausführlichen Komposition, die in einem Chor gipfelt.
Diese Szene war schon im Kino das Highlight des ganzen Films für mich und auch nun auf DVD bekam ich eine Gänsehaut an dieser Stelle.
Das Lied konnte mich tatsächlich so begeistern, dass ich es mir damals direkt auf iTunes kaufte.

Gut rübergebracht wurde jedoch die Stimmung. Sie war durchgängig düster und auch im Kapitol bekam man all die kunterbunten Menschen nicht mehr wirklich zu sehen.
Grau, Weiß und Schwarz sind die vorherrschenden Farben und so würde der Zuschauer selbst ohne Ton und Handlung verstehen, dass der Filminhalt weit entfernt von Spaß ist.
Passend dazu wurde die Brutalität auch noch einmal ganz schön nach oben geschraubt.
Schon in den ersten Teilen, wurde mit Morden nicht gespart, aber nun gibt es in ganz Panem reihenweise Massenerschießungen.
In keinem Panem-Teil ging es bisher so sehr um Leben und Tod, wie in diesem.

IMG_2099Meine Meinung:
Auch wenn es nicht so klingt: Ich mag den Film wirklich und ich habe ihn gern gesehen, auch wenn ich ihn teilweise etwas sehr gezogen finde.
Das liegt aber weder an der packenden Story, noch an der wahnsinnigen Spannung. Es liegt einzig und allein an meiner persönlichen Liebe zu den Panem-Filmen und meiner unglaublichen hohen Sympathie für die Hauptdarsteller.
Wenn ich wirklich objektive Maßstäbe ansetze, wie ich es in der Rezension versucht habe, schließt „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1“ leider gar nicht mal so gut ab.

Ich hoffe deswegen, dass Teil 2 einen würdigen Abschluss darstellt.

Meine Wertung:
Spannung: 7,0 von 10
Action: 7,5 von 10
Story: 6,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,0 von 10
Authentizität: 8,5 von 10
Musik: 6,5 von 10
GESAMT: 7,1

Reihenfolge:
1. Die Tribute von Panem – The Hunger Games
2. Die Tribute von Panem – Catching Fire
3. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1
3. Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2

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Autor: buecherherz

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3 Gedanken zu „[Gastrezension] Die Tribute von Panem – Mockingjay 1

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