GANTZ – Die ultimative Antwort

IMG_3549Titel: GANTZ – Die ultimative Antwort (jap.: „Gantsu“)
Genre: Science-Fiction / Animeverfilmung
Regie: Shinsuke Sato
Musik:
Produzenten: Takahiro Sato
Dauer: ca. 135 Minuten
Erscheinungsjahr: 2011
Altersfreigabe: FSK 16

„Vor fünf Monaten wurde Kato im Kampf gegen die Aliens getötet. Sein Freund Kei aber ist weiter im gnadenlosen Spiel der mysteriösen Kugel GANTZ. Wenn er genug Punkte sammelt, kann er Kato wieder ins Leben zurückholen. Dabei geht der Kampf gegen die brutalen Aliens in Menschengestalt weiter. Doch dann wird ein neues perfides Spiel eröffnet: Die junge Eriko erhält eine Mini GANTZ Kugel. Von dieser bekommt sie den Auftrag vier Menschenleben auszulöschen. Auch Keis Freundin Tae steht auf der Liste.“
(Rückentext der DVD)

Nachdem ich wirklich sehr von „GANTZ – Spiel um dein Leben“ begeistert und überzeugt war, stellte sich ziemlich rasch eine kleine Vorfreude auf den Nachfolger ein. Nicht nur ich war gespannt, meine Freundin war es auch und schließlich kam sie mit der Idee, den zweiten Teil zu gucken. Gesagt, getan.

Der Film setzt 5 Monate nach dem ersten Teil ein und erzählt die Geschichte aus dem Vorgänger weiter. Der Rückentext verrät, dass Kato in seinem letzten Kampf gestorben ist und Kei nun nichts weniger will, als ihn zurück zu holen. Wie uns der Rückentext ebenfalls verrät, erwartet den Zuschauer eine Wendung, denn eine Mini GANTZ kommt ins Spiel und Zivilisten sollen getötet werden.

Die Story ist weiterhin chronologisch und actionreich erzählt, es kommt allerdings phasenweise Langweile auf, sodass die 134 Minuten zu lang erscheinen. Die Erzählweise bleibt die ganze Zeit unaufgeregt und Kniffe oder besondere Wendungen sind fast gar nicht vorhanden. Den leichten philosophischen Touch, den der Zuschauer in Teil eins noch abbekommen hat, ist im Nachfolger gänzlich verloren gegangen. Einige Dinge sind im Film ungünstig gelöst und werfen viele Fragen auf, wovon die meisten unbeantwortet bleiben.

Eine große Stärke des Films sind die gut inszenierten und umfassenden Actionsequenzen. Sie sind vielfältig und oft rasant. Besonders gut kommen die Szenen an, in denen Action mit Science-Fiction kombiniert wird. Also alles was von klassischen Verfolgungsjagden abweicht. Aber die größte Stärke ist ebenso die größte Schwäche: Langatmige Fights zerstören den Filmspaß. Eine Actionsequenz im Mittelteil des Films dauerte rund 10 Minuten mit verhältnismäßig langen Pausen, in denen weder Spannung auf- noch abgebaut wurde. Sie war schön anzusehen, technisch einwandfrei, aber langweilig, wenn nicht sogar einschläfernd, denn die Aktionen wiederholten sich permanent.

In dem Punkt der Science-Fiction ließ „GANTZ – Die ultimative Antwort“ im Gegensatz zu seinem Vorgänger etwas Kreativität vermissen. Das Transferieren der Charaktere ist aus der Vorgeschichte bekannt und sieht immer noch extrem gut aus. Allerdings ein Schwert, dessen Klinge sich aus dem Nichts materialisiert, wenn man es in der Hand hält, erinnert doch sehr stark an Hollywood. Da waren die Jedi-Ritter wohl ein kleines Vorbild. Auch das Aussehen der Aliens wirkte nicht mehr originell, da sie sich in menschlicher Gestalt zeigten.

Eine leichte Weiterentwicklung konnte das Publikum bei den Emotionen feststellen. Es wurden mehr Motive dargestellt, die verdeutlichten, wofür man das alles über sich ergehen lassen sollte. Man hat das Gefühl bekommen, dass dem Ganzen auch ein höherer Sinn innewohnt. Glaubhaft war die Darstellung aber leider immer noch nicht.
In dem Punkt der Authentizität gab es demnach weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung. Zwar werden die Emotionen besser herausgestellt, aber sie kommen beim Zuschauer nicht an. Einen Drang von Vielschichtigkeit verspürte dabei kein Charakter. Die unterschiedlichen Facetten waren oberflächlich und nicht markant genug, um überhaupt richtig wahrgenommen zu werden. Unterm Strich ist „GANTZ“ in diesem Punkt immer noch schlecht.

Die musikalische Unterstützung war noch nichtssagender, als sie es im ersten Teil war. Daumen nach unten.

IMG_3551Meine Meinung:
Fortsetzungen bleiben in den seltensten Fällen gut. Gerade in Zweiteilern, bei denen der erste Teil erstaunlich gut war, stinkt der Nachfolger oft ab. „GANTZ – Die ultimative Antwort“ hinterlässt vieles: Fragen über Fragen und einen schlechten Eindruck.

Nachdem mich der erste Teil wirklich abgeholt hat, wurde ich auf halber Strecke beim zweiten Teil wieder rausgeschmissen und auf weiter Flur allein gelassen.

Die Story wird zwar zu Ende erzählt, doch ist alles zu lang. Besonders zu langwierig und langweilig.
Die Action war vielfältig und rasant, doch ebenso einschläfernd und übertrieben. Ohne ersichtlichen Grund dauerte eine Szene übertrieben lang und zerstörte dabei den Filmspaß. Hier muss ich leider einige Punkte abziehen.

Gefühle, Authentizität und Musik stagnierten oder bewegten sich notentechnisch nach unten.
Die innovativen Science-Fiction-Elemente aus dem ersten Teil waren nur noch teilweise vorhanden. Wo anfangs noch kreative Hochkonjunktur herrschte, musste der Rotstift angesetzt werden. Ob die Animevorlage da ähnlich unkreativ ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Insgesamt fällt „GANTZ – Die ultimative Antwort“ wesentlich schlechter aus, als sein Vorgänger, der mich noch aus dem Sitz gehauen hat.

Meine Wertung:
Story: 6,0 von 10
Action: 7,0 von 10
Spannung: 6,5 von 10
Science-Fiction: 8,0 von 10
Länge: 6,0 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,0 von 10
Authentizität: 6,0 von 10
Musik: 4,5 von 10
GESAMT: 6,2

Reihenfolge:
1. GANTZ – Spiel um dein Leben
2. GANTZ – Die ultimative Antwort

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Ein Gedanke zu „GANTZ – Die ultimative Antwort

  1. Pingback: GANTZ – Spiel um dein Leben | zacksmovie

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