Baymax – Riesiges Robowabohu

IMG_0408Titel: Baymax – Riesiges Robowabohu (engl. „Big Hero 6“)
Genre: Animationsfilm
Regie: Don Hall / Chris Williams
Musik: Henry Jackman
Produzenten: Roy Conli
Dauer: ca. 98 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 6

„Hiro Hamada liebt Roboter über alles. Der talentierte Junge ist so verrückt nach ihnen, dass er mittlerweile in seiner Heimatstadt San Fransokyo einen gewissen Ruf hat. Sein bester Freund ist ein Roboter! Allerdings beeindruckt der liebenswerte Baymax – gesprochen von Bastian Pastewka – zunächst mehr mit seiner imposanten Statur als mit seinem Können. Ziemlich tollpatschig, aber stets um das Wohl aller bemüht, steht er Hiro immer mit Rat und Tat zu Seite – ob der will oder nicht. Als sich in San Fransokyo etwas Mysteriöses anbahnt, überschlagen sich die Ereignisse und die beiden Freunde werden vor die größte Herausforderung ihres Lebens gestellt. Sie müssen mit den anderen ebenso begabten wie durchgeknallten Mitgliedern ihrer Clique ein echtes Team bilden und zeigen, was sie drauf haben, um die Stadt vor einer dunklen Bedrohung zu retten…“
(Rückentext der DVD)

„Baymax“, was habe ich mich gefreut, als dieser Film in die deutschen Kinos kam. Ich war so unendlich doll entschlossen, ihn mir schon damals anzugucken, und dann, ja dann bin ich doch nicht hingegangen. Irgendwie hat mich eine Wut von Unlust gepackt und so kam „Baymax“ in die deutschen Kinos und ging auch wieder, ohne dass ich dafür Geld gelassen habe. Inzwischen ist er auf DVD raus und ich habe gleich zugeschlagen bei dem günstigsten Angebot in einem Supermarkt um die Ecke. Nicht sehr ruhmreich für jemanden, der viel Wert darauf legt, dass der DVD-Dealer seines Vertrauens ihn, mehr oder weniger, regelmäßig zu Gesicht bekommt.

Jetzt endlich habe ich „Baymax – Riesiges Robowabohu“ gesehen. Endlich.

Die Geschichte ist sehr kindgerecht, allerdings muss ich auch sagen, dass die FSK-Freigabe nicht ohne Grund vorhanden ist. Die Idee hinter diesem Film begeistert aber nicht nur Kinder, auch die Erwachsenen haben definitiv ihren Spaß. Die Erzählweise ist passender Weise nicht verwirrend oder langweilig. Eine chronologische Darstellung der Ereignisse macht es dem Zuschauer besonders einfach, den Streifen aufmerksam zu verfolgen.

Spannung kam die ganze Zeit auf. Hiro ist in diesem Punkt treibende Kraft, denn im Prinzip dreht sich alles um ihn, auch Baymax. Alles ist irgendwie aufregend: Die ganzen Entwicklungen, die unterschiedlichen Technologien und nicht zu vergessen: die Erfinder.
In dem Punkt der Roboter ist alles, was man dort zu sehen bekommt, für uns noch Zukunftsmusik und man stellt sich automatisch die Frage: „Wann werden wir so etwas wirklich entwickeln, einsetzen und nutzen können?“.

Wie jeder Animationsfilm lebt auch „Baymax – Riesiges Robowabohu“ von seinen Animationen. Angefangen bei den Bewegungen der menschlichen Charaktere über das Verhalten der Haare bei Wind bis hin zu Bewegungen der Roboter, die echten in nichts nachstehen. Insgesamt ist der Film in diesem Punkt über jeden Zweifel erhaben und sollte ein Vorbild für nachfolgende Streifen des gleichen Genres sein.

Filme über Roboter sind grundsätzlich nicht originell, denn solche Streifen gibt es wohl schon so lange, wie es Kinos gibt. „Baymax“ ist da aber etwas anders. Ein Gesundheitsroboter ist nämlich ein so innovativer Charakter, den man nicht immer zu sehen bekommt. Hinzufügend muss man auch sagen, dass ein Mix aus fernöstlicher- und westlicher Welt eine absolut neue und tolle Idee ist. Der rote Faden, der sich durch diesen Streifen zieht, ist im Prinzip nichts besonderes, denn eine „zusammengewürfelte“ Gruppe, die einen Schurken jagt, ist so ziemlich genau der Inhalt, den man in jedem Superheldenfilm zu Gesicht bekommt.

Die Gefühle sind in diesem Streifen sehr vielfältig. Von Bewunderung, über große Glücksmomente bis hin zur Trauer und Verlustangst ist alles dabei. Es geht sogar so weit, dass das Publikum von den Emotionen gepackt wird und diese dann auch bei den Zuschauern herauskommen. Daumen hoch.

Die Filmmusik war überwiegend klassischer und unterstützender Natur. Spärlich wurden richtige Songs mit Gesang eingesetzt. Dennoch war die musikalische Untermalung stimmig und passte zu dem Film. Luft nach oben war aber trotzdem vorhanden.

Meine Meinung:
„Baymax – Riesiges Robowabohu“ hat mich gute 98 Minuten unterhalten können. Die Story hat mich von Beginn an gepackt und nicht mehr losgelassen. Mir gefielen die Charaktere, die Thematik und die Animationen.

Von der Story und der Spannung her war ich ebenso überzeugt wie von der Originalität. Aber auch die Emotionen konnten mich einfangen und haben den Film zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Die Musik war okay und nicht herausragend. Auch wenn sie zu dem Film gepasst hat und stimmig war, hätte es für mein Empfinden mehr sein können. Gänzlich wurde ich aber nicht überzeugt.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Story: 8,0 von 10
Länge: 7,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 8,0 von 10
Authentizität: 8,0 von 10
Animation: 8,5 von 10
Musik: 6,5 von 10
GESAMT: 7,9

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