Hänsel & Gretel – Hexenjäger

IMG_2631Titel: Hänsel & Gretel – Hexenjäger (engl. „Hansel & Gretel – Witch Hunter”)
Genre: Fantasy / Horror / Action
Regie: Tommy Wirkola
Musik: Atli Örvarsson
Produzenten: Will Ferell / Adam McKay / Kevin Messick / Beau Flynn
Dauer: ca. 84 Minuten
Erscheinungsjahr: 2013
Altersfreigabe: FSK 16

„Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) haben ihr Pfefferkuchen-Trauma hinter sich gelassen und arbeiten mittlerweile als professionelle Hexenjäger, die nicht an Blut oder Eingeweiden sparen. Im finsteren Wald aber wartet jetzt die bisher größte Herausforderung auf sie: Ein barbarischer Kampf ums Überleben beginnt – mit brutalem Tempo, gnadenlosen Waffen und jeder Menge Heldenmut“
(Rückentext der DVD)

Die Story von „Hänsel & Gretel – Hexenjäger“ ist, um es kurz zu sagen, flach. Am Anfang wurde noch einmal kurz die Geschichte um das Lebkuchenhaus sehr schnell erzählt. Dieser Teil hält sich an die Vorlage des Grimm’schen Märchens „Hänsel und Gretel“. Danach wird man auch schnell und zügig mit ein paar Zeitungsausschnitten in die Zukunft transportiert. Ab dann nimmt die Story Fahrt auf, aber gewinnt leider nicht an Inhalt. Die Geschichte wird scheinbar aus der Sicht von Hänsel erzählt. Diese Tatsache ist weder förderlich noch hinderlich für den Film.

Der Streifen bietet sehr viel Action, fast schon zu viel, aber es hält den Zuschauer zumindest an den TV-Geräten. Trotzdem wird so keine ausgewogene Mischung aus Story und Aufregung geboten.
Die Action ist aber tadellos inszeniert und macht das aus dem Film, was er ist: ein actiongeladener Horror-Fantasy-Film, der sehr blutig und auf keinen Fall etwas für schwache Nerven ist.

Auch ohne viel Spannung aufzubauen, unterhält der Spielfilm gut. Aber ohne Spannung wirkt jede
Story etwas fade. Für Actionfilm-Liebhaber reicht das vielleicht aus, aber für alle anderen ist es eindeutig zu wenig.

Ca. 84 Minuten ist für „Hänsel & Gretel – Hexenjäger“ mehr als ausreichend Zeit. Ohne die kurze Variante des Märchens hat der Film nur noch etwas mehr als 60 Minuten zu bieten und das ist zu wenig.

Emotionen wirken sehr künstlich bzw. sind sie nicht sehr ausdrucksstark. Authentisch sind allerhöchstens die Komparsen.

Die Musik war immer unauffällig. Sie hat gekonnt den Film begleitet und sich dabei nie in den Vordergrund gedrängt.

Im Punkto Kameraführung kann der Film super punkten. Es gibt viele Detailaufnahmen und einige Totalen. Die Grundstimmung war eher düster und dies konnte auch durch die Lichtverhältnisse eingefangen werden. In den Actionszenen hat der Zuschauer stets ein scharfes Bild. Auffallend erfrischend ist eine Szene, in der die Kamera Gretels Augen ist. Das Publikum erlebt also alles in dieser Szene aus der Sicht von Gretel. Die Kulissen sind stilecht und fantasievoll und passen somit perfekt in den Film.

Meine Meinung:
Mit viel Action, wenig Story und einer sehr guten Kameraarbeit punktet „Hänsel & Gretel – Hexenjäger“ nicht sonderlich bei mir. Die Story ist wirklich flach und ich fühlte mich einzig und alleine durch zahlreiche Schießereien ein wenig entertaint.

Die Musik war wirklich nicht auffällig, sie unterstützt den Film und ist das einzige Instrument, eine Art letzter Versuch, etwas Spannung aufzubauen.

Die Action in Kombination mit der Kameraarbeit ist wirklich gut. Detailaufnahmen als eine kurze Sequenz in den Actionszenen sind dabei sehr unterhaltsam und lockern eine sehr angespannte Szene auf.

Die Länge ist fast perfekt, länger hätte er für mein Empfinden nicht sein dürfen. Er unterhält nur kurz und selbst das nicht auf hohem Niveau.

Meine Wertung:
Spannung: 5,0 von 10
Action: 8,5 von 10
Story: 4,5 von 10
Länge: 6,5 von 10
Gefühl/Emotionen: 5,5 von 10
Authentizität: 5,0 von 10
Musik: 7,0 von 10
Kameraführung: 8,5 von 10
GESAMT: 6,3

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