Non-Stop

IMG_1743Titel: Non-Stop
Genre: Action-Thriller
Regie: Jaume Collet-Serra
Musik: John Ottman
Produzenten: Alex Heineman / Andrew Rona / Joel Silver
Dauer: ca. 102 Minuten
Erscheinungsjahr: 2014
Altersfreigabe: FSK 12

„Bill Marks (Liam Neeson) ist die Routine in seinem Job als U.S. Air Marshal leid. Doch der Transatlantikflug von New York nach London verläuft alles andere als normal. Kurz nach dem Start empfängt er Textnachrichten über ein sicheres Netzwerk. Die Drohung des unbekannten Absenders ist unmissverständlich: Sollten nicht 150 Millionen Dollar auf ein geheimes Konto überwiesen werde, wird alle 20 Minuten ein Passagier des Flugzeuges sterben. Das Leben von über 200 Menschen liegt in Marks` Händen und während er versucht die Katastrophe abzuwenden, steht plötzlich er selbst unter Verdacht, das Flugzeug zu entführen.“
(Rückentext der DVD)

Bill Marks soll 200 Menschen in einem Flugzeug vor einem Mörder beschützen. Problem: Jeder kann der Mörder sein.

„Non-Stop“ ist ein sehr rasanter Film mit einer Story, die quasi allgegenwärtig ist. Jeder, der schon einmal in einem Flugzeug saß, kann sich ein Szenario, dass etwas mit dem Flugzeug oder seinen Passagieren passiert, vorstellen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende gut durchdacht, sie ist nicht verwirrend, aber man muss schon aufpassen. Darüber hinaus fesselt sie und regt zum Mitfiebern an. Auch wenn der Zuschauer kein überragend großes Kino geboten bekommt, so bekommt er satte Unterhaltung und pures Entertainment geliefert. Storytechnisch kann man alles runterbrechen auf eine „Ein Film über eine Geiselnahme in einem Flugzeug“-Ebene, aber damit würde man dem Film nicht gerecht werden.

Auf dem Gebiet der Spannung bekommt der Zuschauer viel geboten. Von der ersten bis zur letzten Minute wird gekonnt der Spannungsbogen immer wieder aufgebaut und so das Publikum in den Bann gezogen. Mit besonderen Kameraeinstellungen, wie z.B. das Benutzen einer Zeitlupe, wird ein „Gefahr“- Gefühl erzeugt. In eben diesen Momenten wird ein Flugzeugpassagier bildlich eingefangen, der sich verdächtig verhält. Allein durch diese Kameraführung werden dem Zuschauer ständig neue potenzielle Erpresser präsentiert.

Mit 102 Minuten bekommt der Zuschauer mit „Non-Stop“ einen sehr guten Action-Thriller zu sehen. Er hat die perfekte Länge, um die Geschichte zu erzählen und immer wieder Spannung aufzubauen ohne abgedroschen oder gar langweilig zu werden.

Auch wenn „Non-Stop“ ein Action-Thriller ist, schafft er es gekonnt ein leichtes Gefühl von Panik zu verbreiten. Der Zuschauer versucht sich automatisch in diese Situation hinein zu versetzen und spürt eine innerliche Aufgewühltheit. Es ist in der Tat kein Film für schwache Gemüter.

Authentisch waren so ziemlich alle Charaktere und man glaubt den Schauspielern das, was sie da spielen. Auch die Gefahr, die vereinzelt von Personen ausgestrahlt werden sollte, wurde transportiert. Der Film spielt mit der Angst vor terroristischen Angriffen in oder mit
Flugzeugen.

Einen Actionfilm muss man auch anhand seiner Action bewerten, nur leider spielt sich eben diese am meisten im Kopf des Zuschauers ab. Auf der Leinwand gibt es tatsächlich nur eine handvoll Szenen, die man als „Action“ bezeichnen kann; zu wenig für einen Action-Thriller. Das, was sich aber in den Köpfen des Publikums abspielt, ist wesentlich mehr als das, was man sieht. Unterm Strich ist der Film kein Actionfeuerwerk.

Bei der Musik sieht es ähnlich wie bei der Action aus. Eingesetzt wurde sie um die Spannung aufrecht zu halten. Alles diente dem Zweck der Unterhaltung und ist absolut zurückhaltend bzw. unterstützend.

In Punkto Kameraführung gibt es nicht viele Möglichkeiten. Der Film spielt in einem großen, nichtssagendem Flugzeug und durch ein paar Spielereien wurde der Film aufgewertet: Zeitlupenaufnahme, Einblendung von Textnachrichten, ein paar Szenen aus einer Nachrichtensendung, die auf einem Monitor im Flugzeug läuft. Keine Totalen, keine anderen besonderen Effekte, auch hier spielt sich der Film unterbewusst im Kopf ab, das berühmte Kopfkino findet seinen Weg und damit auch ein sehr bedrückendes und angsteinflößendes Gefühl.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr entertaint gefühlt. „Non-Stop“ fesselte mich die komplette Zeit.
Eine flache Story mit tollen Schauspielern. Die Angst einer Bedrohung über den Wolken fliegt wirklich mit und das macht diesen Film auf seine eigene Weise besonders und sehenswert. In 12 km Höhe gibt es keine Fluchtwege.

Das Wunderbare an dem Film ist die passende Länge, er war nicht zu lang und auch nicht zu kurz und für einen Filmabend passendes Material. Ich war auch noch nach dem Film etwas aufgewühlt, sodass ich mir definitiv keinen weiteren Film mehr angucken konnte.
Leider hat der Film auch sein Manko: Die Action fehlt. Das Fehlen ist aber verkraftbar. Genauso kann man es verkraften, dass die Musik so rar ist.

„Non-Stop“ ist definitiv ein Film, den es sich zu gucken lohnt.

Meine Wertung:
Spannung: 8,5 von 10
Story: 7 von 10
Länge: 9 von 10
Gefühl/Emotionen: 8 von 10
Authentizität: 7,5 von 10
Action: 6 von 10
Musik: 8 von 10
Kameraführung: 7,5 von 10
GESAMT: 7,7

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